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59 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Er lebte, als er starb!"
Die Vorstellung vom Zahir entstammt der islamischen Tradition
und kam warscheinlich um das 18. Jahrhundert auf.
Zahir bedeutet auf arabisch: sichtbar,gegenwärtig,augenfällig.
Konkret bedeutet dies, daß uns eine Sache oder eine Person- mit der wir in kontakt getreten sind - vollständig ausfüllt, bis wir uns auf nichts Anderes mehr...
Veröffentlicht am 23. Juni 2007 von D. Olde

versus
22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen esoterischer kitsch
tut mir leid aber bei diesen vielen unkritischen lobhudeleien muß ich mich hier zu wort melden.
coelho hat nichts mehr zu sagen, also begeht er die todsünde vieler erfolgreicher autoren, er schreibt über sich selbst als erfolgsautor und alles was man schon aus seinen anderen werken kennt, wird hier noch einmal verwurstet. die kraft der liebe,...
Veröffentlicht am 6. Juli 2005 von K. berlin


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59 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Er lebte, als er starb!", 23. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Broschiert)
Die Vorstellung vom Zahir entstammt der islamischen Tradition
und kam warscheinlich um das 18. Jahrhundert auf.
Zahir bedeutet auf arabisch: sichtbar,gegenwärtig,augenfällig.
Konkret bedeutet dies, daß uns eine Sache oder eine Person- mit der wir in kontakt getreten sind - vollständig ausfüllt, bis wir uns auf nichts Anderes mehr konzentrieren können. Am Ende kann dies in den Wahnsinn führen.
Paulo Coelho läßt uns im Rahmen eines spannenden Romans über philosophische Fragen nachdenken.

Der Zahir behandelt die Geschichte eines Mannes, dessen Frau verschwindet. Dieses Verschwinden beschäftigt den Mann bis zur Bessenheit und erlaubt es nicht, sein Leben zu verändern. Diese Obsession kann er nur überwinden, wenn er seine Frau wiederfindet. Im Grunde geht es um eine Art Pilgerreise zu Sinnfindung, Selbstfindung, Liebe und Glück. Es geht z.B. um Schuldzuweisungen in einer Ehe, Langeweile und Alltagstrott.

Soll man etwas neues wagen, sich mal auf dünnes Eis begeben?
Das Buch paßt absolut in die heutige Zeit der Oberflächlichkeiten und anerzogenen , unsichtbaren Gesetzen und Verhaltensweisen, die letzlich in Krankheiten oder im Unglück enden können.
Das Buch kann ich jedem empfehlen, der sich für Philosophie interessiert und gerne spannende Romane liest.
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76 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gespaltene Meinungen..., 13. Januar 2007
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Broschiert)
Das Buch erschien mir anfangs sehr Coelho untypisch. Schon die Seitenanzahl hat mich nach dem Erhalt erschreckt :)

Ich habe selten gute Bücher gelesen, die mehr als 300 Seiten hatten. Meistens ist nach den ersten 100 immer die Luft raus und Situationen und vermittelte Botschaften wiederholen sich.

Bei Coelho ist das zum Teil auch nicht anders, und dann doch wieder vollkommen neu.

Es ist schwer zu beschreiben; einerseits findet man in dem Buch die total typischen von Coelho vermittelten Botschaften über Liebe, Freiheit, Leid, Lebensinn..., andererseits kann der Leser seine Worte diesmal nicht "wahlweise" auslegen.

Die Hauptperson bringt seine eigenen Worte, seine eigene Selbstfindung gerade durch die vielen Dialoge des Buches so klar wie nie rüber.

Und ja, einige meiner Vorrezensenten haben Recht, wenn sie sagen, dass sich in diesem Buch teilweise Passagen aus anderen Büchern Coelhos wiederholen. Ich finde das auch durchaus natürlich. Genau in diesem Buch sieht man, dass die Hauptperson daran wächst. (auch sehr autobiographisch)

Manche scheinen nicht begriffen zu haben, worum es in diesem Buch geht. Sie wollen eine leichte Lektüre fürs Schlafengehen, etwas Berieselung, damit sie ihr erbärmliches geregeltes Leben für Augenblicke vergessen können, dass sie zu keinem Ziel führt.

Coelhos Buch ist aber keine leichte Kost, wenn man es wirklich liest. Man ist dazu aufgefordert sein eigenes Leben zu überdenken, seine eigene Lebensgeschichte zu reflektieren. Er fordert uns auf, nachzudenken, was wir wirklich in unserem Leben erreichen möchten, wofür wir eigentlich leben und vorallem wo wir von unserem Weg, vom Weg der Liebe und Freude abgekommen sind.

Die meisten Menschen warten auf "bessere" Zeiten, behaupten von sich selbst sie sind glücklich, sie sind frei. Aber wenn man genauer nachfragt, nachbohrt kommt man drauf, dass diese Menschen gar nicht mehr genau wissen, worauf sie eigentlich warten und vorallem wozu.

In Coelhos Buch wird der Hauptdarsteller von seiner Frau verlassen. Eine Frau, die er meint zu lieben, allein schon aus dem Grund, weil sie viel miteinander durchgemacht haben.

Wie kann diese Frau ihn nur verlassen? So völlig grundlos? Ohne ein Wort des Abschieds?

Wie kann sie einfach gehen? Es war doch bis auf die "normalen" Ehestreits alles in Ordnung... war es das? Natürlich!

Es ist doch normal, dass jede Beziehung ihre Höhen und Tiefen hat. Irgendwann ist es einfach nicht mehr so aufregend, wie zu Beginn. Muss ja so sein. Muss so sein? Weswegen muss es so sein? Wer bestimmt, dass es so zu sein hat?

Im Leben hat man gewissen Richtlinien zu folgen. Das ist so. Warum das so ist? Warum sollten wir das hinterfragen...

Der Hauptdarsteller beginnt zu hinterfragen. Er macht sich auf die Suche nach seiner Frau, die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht, regelrecht in Gedanken verfolgt.

Was anfangs als Suche nach seiner Frau beginnt, endet als Suche nach sich selbst: nach Liebe, Leben und Abenteuer. Die Ehrlichkeit zuzugeben, dass in seinem eigenen Leben doch nicht alles so passt, wie es den Anschein hat (bzw. er sich selbst einredet).

Einige Passagen im Buch find ich teils sehr "abgehoben", aber die Botschaften die in dem Buch vermittelt werden kommen ganz klar rüber. (Vorausgesetzt man liest es aufmerksam...)

Eine Stelle, die mich besonders beeindruckt bzw zum Nachdenken angeregt hat, findet sich auf Seite 180:

"Marie, stell dir einmal vor, zwei Feuerwehrleute gehen in einen Wald, um ein kleines Feuer zu löschen. Als sie wieder herauskommen und an das Ufer eines Baches gelangen, ist das Gesicht des einen mit Ruß bedeckt und das Gesicht des anderen vollkommen makellos. Ich frage dich: Welcher der beiden wird sich das Gesicht waschen gehen?"

"Das ist eine alberne Frage: natürlich der, dessen Gesicht voller Ruß ist."

"Falsch: Derjenige, dessen Gesicht voller Ruß ist, wird den anderen anschauen und denken, er sähe genauso aus wie der andere. Und umgekehrt. Der mit dem sauberen Gesicht wird sehen, dass sein Kamerad voller Ruß ist, und sich sagen: Ich muss auch dreckig sein, ich muss mich waschen."

"Was willst Du damit sagen?"

"Ich will damit sagen, dass ich im Krankenhaus begriffen habe, dass ich mich in allen Frauen, die ich geliebt habe, selber gesucht habe. Ich blickte in ihre sauberen, schönen Gesichter und sah mich darin widergespiegelt. Sie hingegen schauten mich an und sahen die Asche, die mein Gesicht bedeckte, und mochten sie auch noch so intelligent und noch so selbstsicher sein, am Ende sahen sie sich in mir widergespiegelt und hielten sich für schlechter, als sie waren. Bitte, lass nicht zu, dass dies mit dir geschieht."

Fazit:

Mir hat das Buch ausserordentlich gut gefallen.

Wer hingegen nur eine leichte Kost haben will, sollte zu einem anderen Buch greifen (sonst kommt er womöglich noch drauf, dass in seinem Leben etwas Wichtiges fehlt...)
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Buch von Coelho..., 3. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
Coelho's Bücher sind zweifellos Mittel zur Selbstfindung und Ordnung, das ist für mich auch in Ordnung so. Coelho gibt Antwort auf viele Fragen des Lebens, und insbesondere "Der Zahir" traf mich mitten ins Herz. Gefesselt von der Geschichte, konnte ich das Buch erst aus der Hand legen, als die Seiten zur Neige gingen. Und es berührt sehr nachhaltig. Meiner Meinung nach das beste Buch von Coelho (und ich habe beinahe alles von ihm gelesen). Absolut empfehlenswert - herzerwärmend, tröstend, verständlich, erfüllend.
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63 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein mitreißender, ergreifender Roman mit großem Tiefgang, 11. April 2005
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
Paulo Coelhos neuestes Werk setzt die Reihe seiner letzten Bücher konsequent fort. Die Beschreibung der menschlichen Suche nach dem Sinn des Lebens, dem Streben nach Weisheit bei unbedingter Achtung der persönlichen Freiheit, der Sehnsucht nach erfüllter Liebe ohne gegenseitige Besitzansprüche, all das versucht Coelho auch in „Der Zahir".
Im Unterschied zu früheren Romanen schreibt er aber hier, nur unwesentlich verschlüsselt, über sein eigenes Leben, seine Probleme mit dem Pariser Literaturbetrieb, seine Amouren, seine Besessenheit, Frauen zu verführen, seine Sehnsucht nach sich selbst. In seiner radikalen Selbstintrospektion, die ohne Effekthascherei daherkommt, begegnet er Menschen, die ihm spirituelle Traditionen näher bringen, die er in sein Leben integrieren kann.
Die Geschichte, in die diese Suche eingebaut ist, ist wohl auch seine eigene: seine Frau verlässt ihn ohne Kommentar, nachdem sie über Jahre vergeblich versucht hat, dem berühmten Autor wirklich nahe zu kommen. Als sie dann nicht mehr da ist, stürzt er sich in anderen Lieben, die ihn aber nicht erfüllen, und so begibt er sich auf die lange Suche nach sich selbst - und findet seine Frau wieder, beide nun radikal verändert, aber endlich fähig, wirklich zu lieben.
Ein Buch, das jeden der es liest, mit seiner eigenen Art zu lieben konfrontiert. Vorsicht, es kann einen ziemlich beunruhigen !
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dem Geheimnis der Liebe auf der Spur, 7. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
Mit dem Titel seines neuen Romans "Der Zahir" stellt der berühmte Buchautor Paulo Coelho einen Bezug zu einer Geschichte von Schriftsteller Jorge Louis Borges her. Ebenso wie Borges geht es Coelho darum das Wesen des Geheimnisvollen zu ergründen.
Seine Untersuchungen stellt aus einem ganz üblichen Kontext heraus an: "Mein Zahir hat einen Namen und sein Name ist Esther." Esther ist die Ehefrau des Ich-Erzählers und sie hat ihn nach zehnjähriger Ehe ohne einen erklärenden Hinweis verlassen. Auf der Polizeistation stellt man Recherchen an: gab es ein Zerwürfnis in der Ehe, ist Esther etwa fremdgegangen und wo ist ihr Pass?
Doch das Problem liegt gar nicht im Verschwinden der Ehefrau. Sie liegen viel tiefer. Der Erzähler begibt sich in der Folge auf eine spirituelle Reise, um die Liebe zu seiner Frau in sich voll aufleben zu lassen. Ein Freund Esthers, Mikhail aus Kasachstan, der ihm zunächst als ihr möglicher Liebhaber verdächtig vorkommt, ist ihm dabei behilflich. Doch der vermeintliche Konkurrent versorgt den Ehemann mit wertvollen Hinweisen über den Aufenthalt Esthers und ihre möglichen Beweggründe vom Ehemann fern zu bleiben. Dieser ist im übrigen schon längst in den Armen einer neuen Freundin angekommen, bei der schönen Marie, die ihm bei seiner Suche ebenfalls unterstützt.
Coelho zeigt auf, dass die Erwartungen von Kindern, Nachbarn und Freunden an ein Ehepaar nicht einfach zu erfüllen sind. Es scheint als sagten sie: "Ihr dürft euch nicht mehr verändern, müsst sein wie die Schienen: Der Abstand zwischen euch muss beim Ausgangsbahnhof, unterwegs und am Zielbahnhof immer gleich groß sein." Zwar kann man sich bemühen diesen Abstand und problemlose Dahinrollen zu gewährleisten, doch wie sieht es mit dem persönlichen Glück dabei aus?
"Der Zahir" ist ein in vielen Teilen autobiografischer Roman. Die Lebensweisheit, die zwischen den Zeilen mitschwingt hat sich der Autor in ereignisreichen Jahren erarbeitet. Die Leichtigkeit seines Ausdrucks und seine inhaltlich anspruchsvollen Ausführungen zum Wesen der Liebe als eine Form der Energie erzeugen ein reizvolles Spannungsfeld, das den Leser in Atem hält. "Der Zahir" ist ein ausgezeichnetes Buch. Eindeutige Kaufempfehlung!
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen esoterischer kitsch, 6. Juli 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
tut mir leid aber bei diesen vielen unkritischen lobhudeleien muß ich mich hier zu wort melden.
coelho hat nichts mehr zu sagen, also begeht er die todsünde vieler erfolgreicher autoren, er schreibt über sich selbst als erfolgsautor und alles was man schon aus seinen anderen werken kennt, wird hier noch einmal verwurstet. die kraft der liebe, übersinnliche marienerscheinungen, alte religionskulte, die die menschheit erlösen könnten usw.
was mich aber wirklich aufgeregt hat, waren totalitäre, um nicht zu sagen faschistoide tendenzen im roman.
der krieg wird gelobt und gepriesen wie einst bei ernst jünger. nur im krieg ist der mensch gott wirklich nahe und kommt zu sich selbst etc.
es ist nicht zu ertragen!!! wenn sowas ein deutscher geschrieben hätte?
weiteres beispiel gefälligst?
die revolte auf haiti im fernsehen findet er völlig unwichtig und sollte nicht berichtet werden, wen interessiert das schon - das als gebürtiger lateinamerikaner.
bezeichnend ist auch, das einer der übelsten diktatoren der post-sowjetischen ära, der kasachische präsident nasabarjew im nachwort mit lobeshymnen überschüttet wird.
fazit:
das buch hat alle ideologie um eine neue sekte zu gründen, mit coelho natürlich als obersten liebesguru an der spitze.
ca. 7 mill. dollar jahreseinkommen, mit welchem er sich auf s. 300 nicht scheut zu brüsten, machen nicht glücklich.
vielleicht will er als neuer religionsstifter in die geschichte eingehen.
gehen sie ihm bitte nicht auf den leim!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Esoterisches Bettgeflüster..., 17. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
Schade - Coelho habe ich einst sehr geschätzt; insbesondere die Bücher "Der Alchemist" und "Veronica beschließt zu sterben"! Aber schon "11 Minuten" war eine große Enttäuschung, doch "Der Zahir" toppt diese noch. Sehr selten freute ich mich über Coelhos tiefsinnige Gedanken (deshalb gibt es noch 2 Punkte)- doch insgesamt erschien mir alles oberflächlich - esoterisch. Schade, dass Coelho sich in solche Oberflächlichkeiten verirrt zu haben scheint...
Vielleicht verdient er mittlerweile ja einfach zuviel (wie er im Buch schreibt, bis zu 5 Millionen Dollar/jährlich)....
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen na ja..., 29. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
Paulo Coelho war nach dem Erscheinen des "Alchimisten" mein Lieblingsautor. Spätestens seit "Elf Minuten" war ich seinen Aussagen gegenüber aber sehr skeptisch. Am Beginn des "Zahir" wird ein erfolgreicher Schriftsteller, der eben noch mit einer Freundin seiner Frau geschlafen hat, von der Polizei verhört, da seine Frau verschwunden ist und er als Täter für eine evtl. Straftat in Frage kommt.

Nachdem sich die ganze Situation beruhigt hat, stellt er fest, dass er seine Frau liebt und beginnt, nach ihr zu suchen. Dabei lernt er u. a. den jungen Kasachen Mikhail und im weiteren Verlauf des Geschichte noch mehrere nicht sonderlich interessante, an Punks der 80er und 90er Jahre erinnernde gestalten kennen, deren Bedeutung für den Roman - mit Ausnahme Mikhails - nicht ersichtlich ist.

Es kommt, wie es in einem Coelho-Buch kommen muss: er begibt sich auf die Suche nach sich selbst, nach seiner Frau und der Bedeutung der Liebe. Da Liebe für ihn offensichtlich mit freier Liebe gleichzusetzen ist, verwundert es nicht, dass er sich eine Freundin als Lückenbüßerin hält, die sich selbstverständlich mit ihrem Status anfreunden kann - immerhin sagt er ihr ja zum Abschied sogar, dass er sie auch geliebt hat in dieser Zeit...

Seine Vorstellungen von Sexualität lassen sich in seinem (Coelhos) Leben vielleicht verwirklichen, in der Realität von Normalmenschen erzeugen sie Unbehagen und Schwierigkeiten - zumindest ist das aber ein Punkt, über den man beim bzw. nach dem Lesen dieses Buches reflektiert. Ansonsten glänzt "Der Zahir" durch steife, unrealistische Dialoge, Selbstbeweihräucherung - und die besten, weil griffigsten Ausdrücke, wie z. B. die "Gefälligkeitsbank", stammen von anderen Autoren, wie man immerhin am Ende des Buches erfährt.

Alles in allem: das Geld kann man sich sparen.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich-Bezogenheit, die den Leser oft draußen lässt, 26. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
Mein erstes Buch von Coelho, einem Autor, der mir vielfach empfohlen wurde - mich allerdings nur mittelmäßig begeistert hat.
Die Sprache ist stilsicher und angenehm zu lesen, hier war sicher neben einem sprachgewandten Autor auch ein guter Übersetzer am Werk. Da gibt es keine Kritik von meiner Seite.
Der Inhalt aber- muss ich ehrlich gestehen - hat mich eher gelangweilt.
Der Zahir ist ein recht autobiografisches Buch über einen erfolgreichen Autor, der über seiner Ich-Bezogenheit die Liebe seines Lebens verliert.
Esther und die Ich Figur sind "nah Entfernte". Sie leben neben einander statt miteinander . Als Esther verschwindet, glaubt die ich-Figur lieber an ein Verbrechen, als sich der Tatsache zu stellen, dass sie ihn einfach verlassen hat. Im Laufe der Suche nach ihr findet die Ich-Figur zu sich selbst.
Der Anfang des Buches ist schleppend. Wir hören ein paar Andeutungen zur Frage, was Freiheit denn sei und ob sie im Gegensatz zu einer festen Bindung stehe. Antworten oder echte Denkanstöße liefert Coelho hier nicht.
Im Laufe der Seiten wird das Buch besser. Die Ich-Figur erhält Konturen, ansatzweise sogar greifbare Kanten und Ecken.
Jeder sucht nach seinem Ich: das Thema des Romans gäbe also genug Möglichkeiten zur Identifikation. Stellenweise gelingt es dem Autor auch, seinen Leser in die Geschichte zu ziehen. Immer wieder aber gibt's Durchhänger, die ganz brutal wieder aus der Geschichte herausreißen und bewusst machen, dass man sich bloß durch Buchstaben bewegt.
Als Leseabenteuer zwischendurch (z.B. im Urlaub oder Zug) kann ich Der Zahir durchaus empfehlen. Weltbewegend oder ein Muss ist es nicht.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das schlechteste Buch, das ich von Coelho gelesen habe., 21. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
Ich kann jeden verstehen der nach der Hälfte des Buches keine Lust mehr hat weiterzulesen. Selbst mit dem Alchemistenbonus ist es schwer dieses Buch zu ertragen. Ich hatte bei fast jeder Seite den Eindruck Coelho versucht einfach die Seiten zu füllen. Am Ende häuften sich sogar die Stellen wo er mit "etc." endete. So etwas ist eine Schande für einen Schriftsteller. Ich finde "Der Alchemist" und "Veronika beschliesst zu sterben" genial, "Der Jakobsweg" und "Der Dämon und das Fräulein Prym" sind sehr interessante Bücher, aber "Der Zahir" ist reine Zeitverschwendung.
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Der Zahir
Der Zahir von Paulo Coelho (Broschiert - Dezember 2006)
EUR 9,90
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