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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
gehobenes "Tatort" Niveau - Brunetti wird alt...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall (Gebundene Ausgabe)
Ich habe bisher alle Krimis von Commissario Brunetti gelesen. Dieser letzte fällt ab. Die bewährte Mischung aus Mord, Korruption und Schweigzirkel einersteits und der Lebensklugheit seiner Frau Paola andereseits, die Brunetti nun seit Jahren begleiten, ist auch in diesem Band vorhanden.Insofern gibt es wieder einen typischen Donna Leon, da weiß man, was man hat. Darüber hinaus reicht das Buch aber nicht. Die Aufklärung der Falles kann erst erfolgen, wenn das korporative Schweigen der Militärkadetten gebrochen wird. Diese Hürde nimmt Brunetti und sein Mitarbeiter so unerwartet aalglatt, daß man selbst in den im Buch mehrfach zitierten drittklassigen amerikanischen Filmen mehr erwarten darf. Begonnene Handlungsstränge werden abgebrochen, Ermittlungswege nicht verfolgt.Insgesamt hat man den Eindruck, daß der Personenfundus ausgeschöpft ist wie bei deutschen Fernsehproduktionen, in denen auch immer dieselben Gesichter in unterschiedlichen Rollen auftauchen. Daß Guido letztendlich nach der Aufklärung vor dem Täter und seinen Helfern kapituliert, läßt eigentlich nur den Schluß zu, daß der nächste Band der letzte sein wird: Commissario Brunetti wird sich auf die Polizeiakademie versetzen lassen, Vice-Questore Patta kann endlich aufatmen und Signorina Elettra wird Assistentin am Lehrstuhl für Datensicherheit und -schutz. Das Buch liest sich gut, alles rund, alles wie gehabt, gutes Handwerk. So wie der "Tatort" am Sonntagabend. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
62 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Die Evolution des Kommisars,
Rezension bezieht sich auf: Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall (Gebundene Ausgabe)
Im neuesten Buch von Donna Leon hat Commissario Brunetti einen offensichtlich scheinenden Selbstmord eines Schülers an einer militärisch geführten Eliteschule aufzuklären. Dabei sticht er in ein Wespennest: Die Mechanismen der Vergabe von Staatsaufträgen treten bei den Recherchen offen zu Tage -- und es zeigt sich, wie sehr jene, die gegen Korruption ankämpfen, auf verlorenen Posten stehen und sich selbst in höchste Gefahr bringen. Parallelen zu Zuständen, wie sie im Italien von heute zu finden sind, muss der Leser selbst ziehen, aber es wird ihm nicht schwer gemacht. Niemand ist jedoch gehalten, diese Parallelen auf Italien zu beschränken.Es zeigt sich auch, dass Donna Leon in ihren jüngsten Brunetti-Büchern eine -- früher nicht so merkbare -- Dimension einbringt, in der sich der Commissario einem ethischen Konflikt stellen muss, der nicht so leicht oder manchmal auch gar nicht zu lösen ist. Einen Fall aufzuklären, ist eine Sache. Wie aber verhält man sich, wenn die Gerechtigkeit unmenschlich ist oder die Menschlichkeit ungerecht? Es ist nicht immer leicht, Polizist zu sein und Mensch zu bleiben. Das muss Commissario Brunetti in seinem zwölften Fall deutlicher denn je erfahren. Entschließt sich ein Kriminalautor, einem seiner Helden nicht nur ein Buch, sondern eine ganze Buchreihe zu widmen, so sollte er die Kunst beherrschen, in jedem Band neue Aspekte zu bringen und das dem Leser vertraute handelnde Personal trotzdem wiedererkennbar darzustellen. Je mehr Bücher dieser Art erscheinen, desto schmaler wird er Grat, auf dem der Autor wandeln muss. Donna Leon beherrscht diese Gratwanderung meisterhaft. Ihre ersten Brunetti-Bücher sind vor allem gute Krims, bei denen der kriminalistische Scharfsinn im Vordergrund steht. Doch von Band zu Band wird immer deutlicher, dass das Schließen der Polizeiakten den Leser selten auch ethisch befriedigt. In diesem Bereich bleibt eine Spannung, die nur umso ungeduldiger den nächsten Brunetti-Krimi herbeisehnen lässt. Wer noch keinen Brunetti-Krimi gelesen hat, der bringt sich mit der Lektüre von "Verschwiegene Kanäle" um das Erleben dieser Entwicklung. Empfehlen würde ich einem Einsteiger, mit dem ersten oder einem der frühen Bücher zu beginnen. Trotzdem bleibt "Verschwiegene Kanäle" auch für den Brunetti-Neuling ein sehr guter Krimi -- und mehr als das. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Brunetti-Romane nicht mehr wie früher,
Von
Rezension bezieht sich auf: Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall (Gebundene Ausgabe)
Ernesto Moro, Schüler an der Militärakademie, wird erhängt aufgefunden. Als Todesursache wird Selbstmord angegeben, aber Brunettis Intuition sagt etwas anderes."XY wird ermordet; Brunetti nimmt die Untersuchungen auf, aber alle Zeugen mauern", lautet die Inhaltsabgabe der meisten Donna Leon-Krimis, und der vorliegende macht keine Ausnahme. Im Gegensatz zu früheren Romanen ist es aber nicht Brunetti selbst, der gegen die Mauern des Schweigens stößt, sondern Untergebene. Der Leser erfährt also nur unmittelbar davon, erlebt sie aber nicht gemeinsam mit Brunetti selbst, sieht man vom Vater des Opfers ab. Man ist demnach beim Lesen nicht wirklich eingespannt. Auch der Rest ist bekannt: Brunetti wird von Vice-Questore Pata zurückgepfiffen und schlägt diesen mit eigenen Waffen, und Signorina Elettra besorgt Hintergrundmaterial. Derweil sinniert Brunetti über Korruption, Schweigegelder und Vetternwirtschaft. Nachdem in vorherigen Romanen Regierung, Kirche, Behörden und andere in Brunettis Schussfeuer gerieten, ist diesmal das Militär an der Reihe und nicht nur das italienische. Via Guido und Paola äußert sich die Autorin über die Kriegspolitik ihres Geburtslandes Alles gut und schön, aber Brunetti - oder eher seiner Autorin - ist das Feuer abhanden gekommen. Die Story dümpelt vor sich hin, braucht einen breiten Raum, um Brunettis Wege von X über Gasse A und Kanal B nach Y zu schildern und ihn im Büro beim Unterschreiben diverser Papiere zu beobachten. Im Grund macht er nichts anderes als die Zeit totzuschlagen zwischen seinem Auftrag an Elettra, dem Empfang der Ergebnisse und gelegentlichen Gesprächen. Aus diesen Erkenntnissen kann er ein Motiv basteln und zumindest für sich selbst den Schuldigen entlarven. Natürlich tritt auch die Familie auf, aber die Dialoge mit Paola sind nichts anderes als Wiederholungen der Ermittlungen und Bestätigung von Brunetti eigenen Gedanken. Raffi und Chiara sind Randfiguren und hätten doch bei dem vermeintlichen Selbstmord eines Jungen in ihrem Alter eine größere Aufmerksamkeit verdient. Ob man sich wünschen sollte, dass Brunetti sich versetzen lässt? Oder ob man auf einen weiteren Roman mit dem Commissario hoffen sollte? Eigentlich gerne, aber bitte nicht nochmal einen solchen Langeweiler. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Venedig und die Militärakademie,
Von Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall (Gebundene Ausgabe)
Mit Begeisterung habe ich bisher alle elf Fälle von Commissario Brunetti gelesen. Der zwölfte Band führt uns in die militärische Eliteschule von San Martino. Dort hat sich der sechzehnjährige Sohn des unerschrockenen und kritikfreudigen Politikers Fernando Moro, Ernesto Moro, im Waschraum erhängt. Brunetti glaubt nicht an einen Selbstmord. Routiniert ermittelt er mit legalen und illegalen Methoden, so wie wir es von ihm kennen. Er führt uns in die verschwiegenen Kanäle von Militär und Politik. In der Welt der Kadettenschule herrscht Verschwiegenheit und Loyalität. Weder die Familie des Ermordeten, noch der Lehrkörper der Anstalt, noch die gedrillten Mitschüler sind an einer Aufklärung des Falles interessiert. Brunetti klärt natürlich wieder auf, doch das Ende dieses Romans kann nicht überzeugen, ja ist enttäuschend für alte Brunetti Fans. Sicherlich, was Brunetti und Donna Leon verbindet, ist in jedem Roman die absolute Routine mit der sie ihrer Arbeit nachgehen. Das Rahmenprogramm und deren Personen, die sich um einen immer neuen kriminalistischen Kern bilden, sind immer gleich(der launische Vice - Questore Giuseppe Patta, die Polizeibeamten Vianello und Pucetti, der Pathologe Venturi, die Blumen liebende und pfiffige Signorina Elettra, die kochkundige Ehefrau Paola und die beiden Kinder Raffi und Chiara). Doch diese Monotonie nimmt auf Dauer die Spannung für die nächsten Fälle, es ist zwar eine bekannte Umgebung in der man sich bewegt, doch auch Bekanntes kann auf die Dauer ohne Neuheiten, langweilig werden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Hinter den Toren von San Martino.,
Von Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 10 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall (Gebundene Ausgabe)
Commissario Brunettis Obliegenheit in Donna Leons neuem Kriminalroman besteht darin, den Tod eines sechzehnjährigen Schülers der Kadettenschule von San Martino aufzuklären. Der Tote ist der Sohn des ehemaligen Politikers Dottore Moro. Dieser hat während seiner Amtszeit in verschiedenen politischen Gremien gewirkt, die für die Vergabe von Militäraufträgen zuständig waren. Sein Mandat legte Moro nieder als seine Frau Opfer eines Mordversuches wurde. Der redliche Dottore, der sich während seiner Zeit als Politiker offen gegen Amtsmissbrauch und Korruption aussprach, schweigt von da an. Ob der Tod seines Sohnes im Zusammenhang mit der früheren politischen Unerschrockenheit seines Vaters zu sehen ist, bleibt bis zu Ende des vorliegenden Buches ungewiss.......Donna Leon stellt in ihrem neuen Roman " Verschwiegene Kanäle" , der sich inhaltlich u.a. mit den Strukturen und Verfahrensweisen von militärischen Eliteschmieden auseinandersetzt, die Militärtradition in ihrer Gesamtheit in Frage. Die Autorin fasst zusammen: "das Militär unterscheide sich nicht groß von der Mafia"......" unfähig zu moralischem Handeln oder auch nur schlichter Fairness außerhalb der eigenen Reihen ", sei es " machtgierig, arrogant gegenüber der Zivilbevölkerung, gewaltbereit und feige zugleich." Quasi als Kontrast zu diesen wenig erbaulichen Denkergebnissen, vergisst die Verfasserin nicht die Liebe des Protagonisten zu geschmackvollem Essen und Trinken zu thematisieren. Und so freut man sich mit Brunetti, wenn er - auch beim dritten Glas - das fruchtige Bukett des Sangiovese noch zu schätzen weiß und man im kommenden Jahr wieder Neues über ihn vernehmen darf . Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Zeitverschwendung!,
Von Hans Jung (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall (Taschenbuch)
Nach dem unsäglich schrecklichen Band "Das Gesetz der Lagune" liefert Leon einen weiteren Tiefpunkt ihrer sympathischen Brunetti-Reihe. Die Handlung ist, trotz guter Anlagen, schwerfällig und dadurch langweilig. Wie im Gesetz der Lagune bleibt Brunetti hier machtlos, ja, er bemüht sich nicht mal, in seinen Ermittlungen weiterzukommen. Die "Aufklärung" des Falles geschieht auch hier zusammengerafft auf den letzten 50 Seiten. Das völlige Desaster des wieder mal nicht zur Gerechtigkeit geführten Verbrechens (eine Leon-Spezialität: wegen der schlimmen schlimmen höheren Gewalten wird der Fall ergebnislos eingestellt) zeigt die Blödigkeit des ganzen Romans: Brunetti knickt ein vor einem arroganten Pennäler - Schluß, Ende.Um die gewohnte Seitenstärke zu liefern wettert die Amerikanerin in Europa gerne gegen alles, was ihr vor die Feder kommt: Männer, der Staat, der Staat, der Staat, das Militär, der Vatikan, Jugendliche, Raucher, und natürlich die Touristen. Diese feuilletonistisch angekleisterten Meckereien einer ewigen amerikanischen Gutmenschin nerven - und nichts anderes. Sozialkritik sieht anders aus, Frau Leon. Bitte 10 Jahre Krimipause, in der Sie Ihre angestauten Frustrationen über die Welt in Zeitungskolummnen loslassen. Und dann bitte wieder Brunetti-Krimis, die spannend und liebenswürdig sind! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Zu viel Distanz, zu wenig Emotion,
Von
Rezension bezieht sich auf: Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall (Gebundene Ausgabe)
Nein, Donna Leon hat diesmal eine Story geschrieben, die Brunetti langweilig und die Ermittlung langatmig erscheinen läßt. Ich habe nirgendwo feststellen können, dass die Geschichte entgegen dem Klappentext Brunetti wirklich nahe geht. Die Geschichte ist so leicht und seicht, als wäre die Lagunenstadt ausgetrocknet. Am Ende erfolgt eine komprimierte und auf den letzten Seiten, so scheint es zumindest, entwickelte Auflösung, die dann leider auch nicht überzeugt. Es gelingt Donna Leon in diesem Fall nicht einen Spannungsbogen über die Geschichte zu bauen, so dass ich als Leser hin und wieder den Geschichtsfaden verloren habe.Aber immerhin eine neue neue Person wird aufgebaut, ein junger Polizist, der zum Gefallen von Brunetti durch aus kriminalistisches Gespür und Logik mitbringt. Wir werden ihn bestimmt im nächsten Roman wiedersehen. Und ein bißchen mehr Vianello, der im letzten Roman so schön einen eigenen Charakter bekommen hatte, wäre auch nicht schlecht. Also, auch wenn man als Fan keinen Brunetti auslassen kann, hätte man diesen nicht lesen müssen. Freuen wir uns einfach auf einen spannenderen oder leidenschaftlich erzählteren nächsten Donna Leon. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Die Serie hat ihren Charme verloren,
Von
Rezension bezieht sich auf: Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall (Taschenbuch)
In der privaten Militärakademie San Martino auf der Insel Giudecca wirdein Kadett tot aufgefunden, augenscheinlich hat er sich selbst erhängt. Doch Brunetti ist mißtrauisch, zumal er weder von den Mitschülern noch von den anderen Lehreren Auskünfte erhält und seine Ermittlungen immer wieder verzögert werden. Außerdem handelt es sich bei dem Vater des Toten um Fernando Moro, einem Abgeordneten mit bekannter Abneigung gegen das italienische Militär. Da auch Moro ihm mit Schweigen begegnet, setzt Brunetti, genauer gesagt, seine internetbewanderte Sekretärin Elettra, die Ermittlungen dort an und versucht herauszubekommen, warum Moro sich eins aus der Politik zurückgezogen hat und was mit dem Jagdunfall seiner Frau auf sich hat. So langsam wie Brunettis Fortschritte schreitet die gesamte Handlung dahin, alles wirkt langatmig und zäh und läßt keine rechte Spannung aufkommen. Fand ich in den früheren Romanen Brunettis Computerabneigung und Elettras Hackerqualitäten amüsant, so wirken diese Klischees mittlerweile völlig überzogen, Computer sind kein Teufelszeug mehr und eine Sekretärin kann sich nicht mal eben in den Zentralcomputer des Militärs einhacken. Das alles wirkt ein wenig überzogen, auch von der venezianischen Atmosphäre, die in vergangenen Romanen einige Schwächen kompensiert, ist in diesem nichts zu spüren. Es dürfte Zeit werden, daß die Autorin diese Serie beendet, denn sie hat ihren früheren Charme völlig verloren. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
menschelnd,
Von imblue (Achim) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall (Gebundene Ausgabe)
Da ist es wieder - dieses spezielle Brunettigefühl. Etwas an diesem Tod passt nicht, und der Kommissario ruht nicht eher, bis er die wahren Hintergründe erforscht hat. Das alles ist mit den bekannten Zutaten gewürzt: Kritik an der italienischen (und diesmal auch amerikanisch-BushŽschen) Politik und Wirtschaft, ein guter Schuß Sarkasmus, gutes italienisches Essen... Dennoch ist dieser Roman anders. Denn der Fall tritt fast in den Hintergrund, die menschlichen Befindlichkeiten von Brunetti und speziell von Signorina Elettra spielen eine große Rolle. Das ist erfreulich für den, der sich wie ich gerne mit der Entwicklung der Figuren beschäftigt, weniger allerdings für den, der einen spannenden Fall erwartet. Lesen lässt sich dieser Brunetti aber genausogut wie jeder der 11 vorhergehenden Fälle. Leider ist jedoch die Auflösung des Falles alles andere als befriedigend, es gibt sogar logische Brüche (ohne etwas von der Handlung zu verraten: die letztliche Aussage des Täters steht im Gegensatz zu den am Tatort gefundenen Spuren und ist somit durchaus angreifbar, im Gegensatz zur weiteren Handlung im Roman). Dass die Brunetti-Romane zumeist ein bitteres Ende haben ist man ja gewohnt, es gehört schon fast dazu. Aber dieses Ende ist dann doch wirklich unbeholfen!Die sehr im Vordergrund stehenden Gedanken der Personen haben mir wieder gut gefallen, Brunettis Familie kommt leider etwas zu kurz, Vize-Questore Patta wird einmal mehr auf das schönste von Brunetti ausgekontert, das Ende ist nicht gut gelungen. Macht zusammen ein, wenn auch etwas getrübtes, nettes Lesevergnügen für die Fans der Reihe. Einsteigern würde ich diesen Roman aber nicht empfehlen, da sollte man schon der Reihe nach vorgehen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
spannend und legère,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall (Taschenbuch)
für den Urlaub genau das Richtige: Spannender italienischer Flair. Ich hatte in einer Woche Urlaub 3 Romane Brunetti verputzt! :-)
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Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall von Donna Leon (Taschenbuch - 2005)
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