Kundenrezensionen

21
4,2 von 5 Sternen
Live!: Ein Fall für Kostas Charitos
Format: TaschenbuchÄndern
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. November 2005
Dem Fernsehpublikum gefriert das Blut in den Adern. Ein
landesweit bekannter Immobilienunternehmer steckt sich
vor laufender Kamera - Live! - eine Knarre in den Mund und
drückt ab. Als kurze Zeit später ein hochrangiger
Politiker ebenfalls im öffentlichen Mediengewitter Selbstmord
begeht kann Kommissar Kostas Charitos, der auf Genesungs-
urlaub zuhause in den Fängen seiner Frau hängt, nicht länger
tatenlos zusehen.
In geheimer Mission taucht er ein in die Welt der Immobilienhaie,
spürt nach alten Seilschaften und neuen Korruptionsfällen, und lässt
dabei eine Menge Schweiss auf dem Sitz seines museumsreifen
Autos, wenn er in der sommerlichen Hitze Athens kreuz und quer
durch die Stadt fährt.
Kostas Charitos ist die griechische Antwort auf Commissario Brunetti.
Ganz wie sein italienischer Kollege, bedächtig ermittelnd,
mit viel Verständnis für die Sorgen des kleines Mannes,
klärt er seine Fälle auf.
Beide teilen sie die Liebe zu einem guten Essen und eine Kollegin,
die sich am PC auskennt und gute Kontakte hat.
Das Setting ist wunderbar. Schnell fühlte ich mich wie ein willkommener
Freund am Küchentisch des Kommissars und habe mit ihm über
die erdrückende Hitze und Frau gestöhnt.
Die Geschichte jedoch hat einen Glaubwürdigkeitshaken,
den ich beim besten Willen nicht herunterschlucken konnte.
Deshalb kann ich diesem Krimi auch nur vier Sterne geben.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. April 2005
Kostas Charitos hat seinen letzten Fall knapp überlebt und sitzt nun gelangweilt zu Hause, wo seine Frau Adriani die Oberherrschaft an sich gerissen hat. Da erschießt sich ein griechischer, bekannter Bauunternehmer vor laufender Kamera.Kostas ermittelt zunächst "rein privat"...-
Spannende Krimiunterhaltung verwoben mit aktueller griechischer Zeitgeschichte (z.B. Baustellen fürs olympische Dorf). Markaris versteht es den Leser in seinen Bann zu ziehen, die Charaktere sind angefangen bei Adriani über Kostas Kollegin Koula liebevoll geschilderte Individuen mit eigenen "Macken". Gelungene Mischung aus Spannung, Humor und Kritik an Korruption und Machtmissbrauch.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der griechische Kommissar Kostats Charitos ermittelt wieder. Die Katze, die ihm gegenüber auf der Parkbank sitzt, die Nutzlosigkeit, die Langeweile und die übertriebene Fürsorglichkeit seiner lieben Frau Adriani treiben ihn zum Wahnsinn! Aber da hat er schon einen neuen spannenden Fall entdeckt. Der Leser wird auch in die Geschichte mit reingezogen und verschlingt das Buch. Charitos studiert die Tageszeitungen, stöbert in seinen Lexika, kutschert mit seiner jungen Assistentin Koula durch die Straßen Athens mit seinem alten Mirafiori (durch die genaue Beschreibung der Stadt und der Straßen könnte man seine täglichen Ausflüge mit dem Finger auf dem Stadtplan Athens verfolgen) und verlässt sich auf seinen sechsten Sinn. Die Nähe zum Kommissar, die Alltäglichkeit und der zugängliche, amüsante und leicht ironische Erzählstil fesselt den Leser an das Buch und lässt ihn nicht wieder los bis der Fall gelöst wird.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Oktober 2006
Nach einer Schussverletzung, von der sich Kostas Charitos aus seinem zweiten Fall "Nachtfalter" erholt, verlebt er einige Monate im trägen und untätigen Genesungsurlaub unter der gnadenlosen Obhut seiner fürsorglichen Ehefrau Adriani. Doch der Selbstmord eines erfolgreichen Bauunternehmers vor laufender Kamera, reißt ihn aus seiner Lethargie, fordert ihn erneut und lässt ihn mit Bauherren, dem Balkan, Ministern, eifrigen Journalisten und der Juntaära zusammen treffen.

Der Roman beginnt etwas schleppender als die beiden zuvor und soll sich auch dann nicht in der erwarteten Spannung weiter entfalten. Enthält der Krimi auch die typischen Erkennungsmerkmale eines Charitos-Krimis, so hat er mich leider etwas enttäuscht, da das Ende nicht so ein "Wow, den hätte ich nicht verdächtigt - Effekt" in mir wachgerufen hat, wie die beiden anderen Romane. Wäre der Roman so mitreißend wie erwartet, würde wohl statt der Katze ein Leguan die Bank mit Kostas teilen.

Aufgrund der Lorbeeren der ersten beiden Fälle, gibt's für diesen dennoch einen vierten Stern mit der Frage - wie viele Fälle hält der Mirafiori noch durch?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Oktober 2007
Mein erster Kostas Charitos" Krimi und ich war begeistert. Dieser Krimi hatte von überall etwas, er war amüsant, spannend, witzig - mit anderen Worten einfach ein toller Krimi!! Es hat richtigen Spaß gemacht dieses Buch zu verschlingen da die Story wirklich originell war und ich natürlich wissen wollte wie das ganze Spektakel endet.

Dieses Buch ist einfach nur sehr, sehr empfehlenswert denn Markaris hat wirklich einen wundervollen Stil. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das eine oder andere Buch noch vernaschen werde!!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Juli 2005
Live dabei ist man vor allem am Leben des Kommisar Chariots; diese Verbundenheit mit seinem Beruf und der auftretende Nebenbuhler der seine berufliche Zukunft gefährdet- hier habe ich mehr mitgefiebert als beim Fall selbst, der, wenn er einen auch in tiefe Abgründe bei der Verknüpfung von Wirtschaft und Politik blicken lässt, doch sehr unwahrscheinlich anmutet.
Doch auch wenn ich die Glaubwürdigkeit dieser Kriminalgeschichte anzweifle, kann ich den Stil, in dem Kommissar Chariots ermittelt, sehr empfehlen.
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am 16. Juli 2008
Markaris, Petros: Live! Ein Fall für Kostas Charitos, Übersetzung aus dem Neugriechischen von Michaela Prinzinger, Zürich 2004, (Diogenes).

Die Lektüre dieses Markaris-Krimis war wieder ein großes Vergnügen und die Spannung der Art, dass ich mich zwingen musste, die 514 Seiten auf zwei Urlaubstage zu verteilen. Wie schon beim Hellas Channel ersetzt der Lesestoff eine Reise nach Athen. Da stellt sich nämlich zwischen Lykabettos, Kolonaki, Syntagma und Omonia einerseits wieder dieses Athen-Feeling ein, andererseits aber auch die Überzeugung, die Smog- und Verkehrshölle des Athener Sommers besser zu meiden.
Da Kommisar Charitos diesmal mit Einverständnis von Kriminaldirektor Gikas während eines Genesungsurlaubs verdeckt ermittelt, werden seine häuslich-familiären Verhältnisse Teil der Bühne. Auf ihr erscheinen Tochter Katerini, die in Thessaloniki Jura studiert, Schwiegersohn in spe Fanis, der Kardialoge und natürlich Frau Adriani. Ihre gefüllten Tomaten, selbstgewickelten Dolmades und Auberginen Imam verheißen alle Köstlichkeiten der griechischen Küche, wenn sie Kriminalwachtmeisterin Koula in die überlieferten Rezepte einweiht.
Kostas Charitos ermittelt im Dreieck von Wirtschaft, Medien und Politik wieder bedächtig aber zielstrebig. Da mich ganz zum Schluss das Mordmotiv nicht so recht zu überzeugen vermochte, erreicht meine Wertung allerdings nur 4 Sterne. Trotzdem, gleich morgen kaufe ich den nächsten Markaris-Band.
PT, Juli 2008
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Mai 2004
Das ist die Frage, die Kostas Charitos klären will. Zum Glück ist er nach seinem letzten Fall noch krankgeschrieben und hat so die Möglichkeit, undercover zu ermitteln. Der Leser erhält einen guten Einblick in die Machtstrukturen und Verhältnisse des heutigen Griechenlands. Auch der aktuelle Bezug zur Olympiade ist hergestellt. Allerdings zieht sich das Buch dann doch sehr in die Länge. Um Spaß an der Fahrt durch Athen und über Land zu haben, müsste man sich schon ein wenig dort auskennen. Und auch der kauzige Kommissar und seine Familie bieten nichts wirklich Neues - im Gegensatz zu einigen anderen Figuren der englischen oder italienischen Krimiwelt. 200 Seiten weniger hätten dem Krimi vielleicht gutgetan.
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am 13. September 2012
MARKARIS, Petros: “Live! Ein Fall für Kostas Charitos”, Zürich 2004
Ich dachte, ich habe schon alle Bücher von Markaris, dem türkischen Griechen, der in die österreichische Mittelschule in Istanbul ging, gelesen. Da kam Hannelore mit diesem Buch. Ich kannte es nicht und füllte so die Lücke.
2003 auf den Markt gekommen hat es schon Probleme aufgezeigt, die erst jetzt ein europäisches Problem wurden.
Es ist zwar ein Kriminalroman, wie alle „Kostas Charitos“ Romane, aber es ist auch ein Geschichtsbuch und berichtet aus der Zeit der Militärdiktatur und danach und davor. Verpackt wird die historische Berichterstattung auf 514 Seiten in eine Kriminalgeschichte, in der mit alten Machenschaften abgerechnet wird.
Der Stil von Markaris ist witzig und leicht zu lesen. Hier drei Beispiele:
„Adriani schlummerte an meiner Seite mit ihrem steten, gedämpften Schnarchen – wie ein Spülkasten, der sich die ganze Nacht hindurch füllt.“ (Seite 32)
Über eine 35 jährige Sekretärin: „Bestimmt war sie in ihren Jugendjahren Mannequin und jetzt hat man sie als preisgünstigen, da den Jugendjahren entwachsenen Blickfang hierhergeholt.“ (Seite 273)
„Obwohl sie leichte Sommersandalen trägt, drückt sie offenbar der Schuh.“ (Seite 485)
(Hinterbrühl, 28.08.2012)
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Ein äußerst erfolgreicher Bauunternehmer erschießt sich vor laufenden Fernsehkameras. Der Schock ist groß - auch bei Kostas Charitos. War es "nur" ein Selbstmord - oder steckt vielleicht mehr dahinter?
Obwohl im "Genesungsurlaub" (Charitos hat seinen letzten Fall nur knapp überlebt), beginnt sich der Kommissar näher - natürlich rein privat - für die Sache zu interessieren. Aus dem Interesse werden langsam, aber sicher (verdeckte) Ermittlungen, die Überraschendes zutage fördern...
Dieser Roman - obwohl schon 2003 erschienen - könnte in den letzten Wochen geschrieben worden sein, so aktuell liest er sich. Denn die "Vorzeichen" sind ident: Korruption auf allen Ebenen (im Roman geht es zB um die Bauten für die Olympischen Sommerspiele); "Seilschaften" sind alles; ungeeeignete Leute sitzen auf wichtigen Posten, nur weil sie Günstlinge von irgendeinem Politiker sind usw. usw. Und dass die Zeit der Militärjunta nicht ausgeblendet wird, ist auch nicht weiter verwunderlich.
Dass der Roman sehr spannend ist, versteht sich eigentlich von selbst; dass der Humor nicht zu kurz kommt, dafür sorgt schon die Ehefrau unseres Kommissars mit ihrem "Verwöhnprogramm".
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