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Monogam
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am 8. Juni 2006
Hinter dem Pseudonym Marek van der Jagt verbirgt sich Arnon Grünberg, ein noch relativ junger Autor (Jahrgang 1971), der einigen Diogenes-Experten bereits seit längerer Zeit ein Begriff sein dürfte. In dem schmalen Bändchen "Monogam" analysiert Marek van der Jagt in sehr lebendiger und gefeilter Prosa die Strukturen der Liebe, um die er, hier und da an Freud und Stendhal anlehnend, eine sehr eingängige Geschichte baut. Besonders markant ist die entwaffnende Ehrlichkeit, die aus vielen Zeilen herausdringt und zum Nachdenken anregt. Bedürfnisse und Sehnsüchte können nicht romantisch sublimiert werden, und so kommt Marek mitten in der Erzählung zum Ergebnis: "Wer nicht weggeworfen werden will, so lernte ich, muss selbst wegwerfen."

Marek van der Jagt wirft in seiner Erzählung die existenziellen Fragen auf, die jeden schon beschäftigt haben oder einmal beschäftigen werden. Antwort bleibt uns der Autor zum Teil schuldig, was jedoch nicht im Entferntesten den Lesegenuss dieser erfrischenden und geistreichen Prosa trübt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Januar 2011
marek van der jagd ist nur ein pseudonym für arnon grünberg. von letzterem habe ich fast alle bücher gelesen, er ist als dichter bemerkenswert. herausragend fand ich die romane "statisten" und "der vogel ist krank".
umso enttäuschender ist es, die eigentlich sehr selbstgefällige selbstbespiegelung "monogam" zu lesen.
nicht als roman gemeint, eher als schrift...zum thema sex und natürlich auch zum thema liebe, analysiert grünberg sich in jüngeren jahren.
ich mutmaße, daß grünberg in eben diesen jahren kundera sehr verehrt hat und diesem nacheiferte...nur leider ist kundera in seiner art einzigartig, so wie nun auch der aktuelle grünberg unnachahmlich geworden ist.
mich persönlich interessieren don-juan-tiraden von männern ohnehin äußerst wenig, insofern sollte man sich mit diesem buch nicht das interesse an grünberg verderben, wie er heute schreibt!
fazit: bis auf einen äußerst zutreffenden satz zur beziehung zu müttern ein langweiliges büchlein.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. April 2003
Der Ich-Erzähler Marek van der Jagt erzählt den Lesern von seinen Eskapaden auf der Suche nach menschlicher Nähe. Erst "terrorisiert" er seine Familie und später die Frauenwelt. Dabei steht er sich selbst im Wege; da er es nicht schafft jemanden an sein wirkliches Wesen heranzulassen. Das hört sich sehr deprimierend an, ist es aber nicht. Van der Jagt tut das mit so viel Humor und sprachlicher Schärfe, das man ständig lacht. Also eine lesenswerte Kurzweil.
Marek van der Jagt ist übrings der Deckname des Autors Arnon Grünberg.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. November 2004
Dieses Buch dreht sich um zwei Dinge: Liebe und Macht. Oder sind es doch nur Sex und Beherrschen. Oder vielleicht doch Gefühle und beherrscht werden? Jedenfalls schafft Arnon Grünberg (so heißt der Autor in Wirklichkeit) mit "Monogam" ein nicht allzu wörtlich zu nehmender "Leitfaden der Liebe", oder doch ein "Handbuch eines beherrschten Herrschers"?
Marek will nur eines: herrschen! Über die Familie, über die Frauen, einfach nur herrschen, er ist besessen von seiner Idee. Doch wie selbstverständlich schlagen alle Illusionen ins Gegenteil um. Das Vorhaben über die eigene Familie zu bestimmen scheitert, über die Frauen zu herrschen ist von vornherein illusorisch und zum Scheitern verurteilt. So findet er schließlich doch sein Glück oder besser gesagt seine Bestimmung: er mutiert vom visionären Herrscher zum ewig beherrschten. Er lernt die Kehrseite des Herrschens kennen und sogar lieben: die geheime Lust, beherrscht zu werden. Er ist geradezu gierig darauf gedemütigt zu werden.
So macht die Wirklichkeit dem selbsternannten "Don Juan von Wien" immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Selbst in seiner einzig heilen Welt, die der Literatur findet er keine wie auch immer geartete Unterstützung. Seine Vorbilder, Truffauts "Der Mann der die Frauen liebte" oder "Don Juan" sind ihm im echten Leben eher Hindernis als Hilfe.
Skurril, temporeich, witzig - so neurotisch wie erotisch - pointenreich! So könnte man diese Ansammlung von Zitaten und Metaphern zusammenfassen. Ein episodenhafter, autobiographischer Liebesroman eines von Macht und Sex Besessenen, leicht und voller Esprit, sarkastisch und abgründig.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die Entdeckung der Liebe und ein schier unstillbares Verlangen nach den Frauen treiben Marek in einen amourösen, für den Leser heiteren, gelegentlich bitterböse geschilderten und immer wieder vergnüglichen Exkurs über männliche Selbstfindung. Wenn diese Erkenntnisse und Abenteuer auch „Monogam" übertitelt sind so muß doch niemand Einseitigkeiten fürchten, schwingt sich doch der Holländer Arnon Grünberg, hier unter seinem Pseudonym Marek van der Jagt schreibend, zu literarisch-schwelgerischen Höhen auf, die dieses klitzekleine Diogenes-Buch zu einer gelungenen Lektüre werden lassen. Immer und immer wieder.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. November 2007
Marek van der Jagt ist Arnon Grünberg. Arnon Grünberg ist Marek von der Jagt.
Auch unter diesem Pseudonym glänzt Arnon Grünberg wieder mit einem lebhaften Roman. Es geht um die Liebe, die als einzig wahres Ziel im Leben eines Mannes dargestellt wird. Hierbei verfällt der Autor immer wieder in eine sehr spezielle, detaillierte Art der Schilderungen, die einen als Leser oft eine Frage stellen: Real oder Utopie? Man kann es schwer sagen und im Sog dieser Anekdoten wird man durch das Buch getragen und erlebt eine herrliche Schilderung des männlichen Wesens.
Alle Facetten werden aufgeführt, die des Herrschers, die des Mitläufers, die des Gleichberechtigten, die des Beherrschten. All dies wird immer mit charmanten Einschüben sehr eindrücklich und phantasievoll dargestellt.

Wieder ein sehr gelungenes Buch von Arnon Grünberg. Es ist immer schwer, alles kurz zusammen zu fassen, aber hier bei diesem Roman fällt mir immer wieder ein Wort ein: verrückt, zauberhaft verrückt...
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Oktober 2004
Dieses Buch dreht sich um zwei Dinge: Liebe und Macht. Oder sind es doch nur Sex und Beherrschen. Oder vielleicht doch Gefühle und beherrscht werden? Jedenfalls schafft Arnon Grünberg (so heißt der Autor in Wirklichkeit) mit "Monogam" ein nicht allzu wörtlich zu nehmender "Leitfaden der Liebe", oder doch ein "Handbuch eines beherrschten Herrschers"?
Marek will nur eines: herrschen! Über die Familie, über die Frauen, einfach nur herrschen, er ist besessen von seiner Idee. Doch wie selbstverständlich schlagen alle Illusionen ins Gegenteil um. Das Vorhaben über die eigene Familie zu bestimmen scheitert, über die Frauen zu herrschen ist von vornherein illusorisch und zum Scheitern verurteilt. So findet er schließlich doch sein Glück oder besser gesagt seine Bestimmung: er mutiert vom visionären Herrscher zum ewig beherrschten. Er lernt die Kehrseite des Herrschens kennen und sogar lieben: die geheime Lust, beherrscht zu werden. Er ist geradezu gierig darauf gedemütigt zu werden.
So macht die Wirklichkeit dem selbsternannten "Don Juan von Wien" immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Selbst in seiner einzig heilen Welt, die der Literatur findet er keine wie auch immer geartete Unterstützung. Seine Vorbilder, Truffauts "Der Mann der die Frauen liebte" oder "Don Juan" sind ihm im echten Leben eher Hindernis als Hilfe.
Skurril, temporeich, witzig - so neurotisch wie erotisch - pointenreich! So könnte man diese Ansammlung von Zitaten und Metaphern zusammenfassen. Ein episodenhafter, autobiographischer Liebesroman eines von Macht und Sex Besessenen, leicht und voller Esprit, sarkastisch und abgründig.
Mit der Kreation von Marek van der Jagt erschuf Arnon Grünberg ein unterhaltsames und originelles Pendant mit dem wir hoffentlich noch mehr "erleben" werden.
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am 25. Februar 2012
... Was soll ich dazu noch mehr sagen ? Das Lesen in diesem Buch ist quälend und wenn man dann endlich durch ist, fragt man sich nur, warum man sich das angetan hat und was der Autor damit eigentlich aussagen wollte. Ich kann es nicht beantworten.
Schade um die Zeit - der Bewerbetext im Zweitausendeins Katalog war interessanter als das Buch selbst.
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