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Kundenrezensionen

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am 10. Oktober 2003
Eigentlich war nach den Nabelschauen der Achtzigernostalgiker endlich eine Reflexion der im Internethype ausgepowerten, erschöpften und allmählich wieder zur Besinnung kommenden Director-Manager-CxO-Garde fällig.
Dobellis Alter-Ego Gehrer ist immerhin ehrlich. Aber ich hätte mehr Erkenntnisse und tiefere Geständnisse erwartet. Mehr Abgekämpft sein, mehr Erkenntnis, dass der Job -und sei es als Vorstand- nicht alles ist. Dass "Surgery" nicht "the fountain of youth" ist.
Stattdessen zwar etwas Müdigkeit, Dankbarkeit für die wirklich Wichtigen - aber merkwürdig oberflächliche Reflexionen über das Alter 35, wo man aus seiner Sicht fast alle alltäglichen Situationen (Schlußmachen mit dem Partner, körperliche Verletzungen,..) erlebt hat. Und immer wieder: Erinnerungen an Indien. Ist das alles?
Aus dem Entschluß, das Harvard Seminar hinzuschmeißen, weil man der theoretischen Ergüsse dieser eigensüchtigen Pseudoelite überdrüssig ist, hätte man mehr Power holen können. Wie geht Gehrer mit seinen Zweifeln um? Welche Konsequenzen zieht er? Zieht er überhaupt welche? Alles bleibt vage...
Schade um die vergebene Chance.
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am 25. Januar 2005
Wer 35 ist und sich für Hesse zu alt fühlt, wird in diesem Buch zweifellos Bestätigungen und Trost finden. Jüngere, vermutlich auch ältere, Leser müssen aber Kompromisse eingehen.
Die mehrfach erwähnte Nähe (Anlehnung? Imitierung?) von Max Frischs Stil ist mir sehr stark aufgefallen. Satzbau, Satzstellung, die Verkürzung aufs Lakonische, treffend Zugespitzte - all das will Frisch sein, erreicht aber dessen Flughöhe bei weitem nicht. Leider! Denn die Gehrer-Story hätte viel hergegeben. Doch dazu müsste sie eben zu einer Geschichte werden, zu einer Erzählung, die einen Anfang aufweist und auch ein Ende.
Und damit sind wir beim Inhalt. Die Gehrersche Krise wird in aller Ausführlichkeit geschildert - Punkt. Wie bitte? War da noch eine Handlung? Die Szenen einer Business-Ehe werden selbst bei Martin Suter detaillierter (und glaubwürdiger) geschildert. Die amorphe Gehrer-Gestalt beblickt und belächelt sich selbst vom Olymp herab. Sympathie- und Identifikationspotenzial: Gering.
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am 31. Mai 2014
Die meisten Kritiker hier stört die fehlende Handlung, die ungeordneten Gedanken und die fehlende Konsequenz aus den Gedanken. Das ist sicherlich berechtigt.

Aber dem Überflieger und Top Manager Gehrer fallen im Februarregen am Zürichsee sitzend ein paar durchaus lesenswerte Gedanken zu Beruf, Karriere und Partnerschaft ein. Daher taugt das Buch als lose "Aphorismensammlung" schon etwas. Zumindest wenn man als Leser in ähnlichen sozialen Umständen lebt wie der Held, also ein Mann ist, einen guten Job hat, Partnerschaft, vielleicht über Kinder nachdenkt, etc. Allerdings erscheint mir das Alter von 35 etwas zu früh für eine Midlife Crisis. Das kommt wenig glaubhaft rüber.

Auch werden jüngere Leser oder dem Top Management eher reserviert gegenüber stehende Zeitgenossen mit all dem nicht viel anfangen können. Ich vermute auch, dass weibliche Leser nach wenigen Seiten eher genervt sein werden. Das ist schon eine Männerwelt, die da beschrieben wird. Und es sind männliche Gedanken, die dem Helden durch den Kopf gehen.

Da es so wenig "Handlung" gibt, fühlt man sich auch dabei ertappt, wie man diese wenigen Brocken auf Plausibilität überprüft. Und dabei stellt man einige Ungereimtheiten fest. Angefangen mit dem Sitzen im Regen auf einer Parkbank im Februar in Zürich. Durchnässt, mit nassen Füßen, ohne Regenschutz von morgens bis spät in die Nacht. Ohne Nahrung. Man muss kein Arzt sein, um dies als ziemlich konstruiert zu enttarnen. Selbst wenn es ein "milder Februar" sein sollte. Aber anscheinend wurde es bewusst gewählt.

Dann die spontane Reise nach Indien statt in den USA zu bleiben. Schön und gut, aber die regelmäßigen Alibianrufe in der Firma und bei der Partnerin, um Normalität zu signalisieren, hat der Autor falsch berechnet. Wenn Gehrer abends von Indien aus im "nächtlichen Zürich" anruft, um dann auf den Anrufbeantworter seines CEOs zu sprechen, ist es in der Schweiz nicht mitten in der Nacht sondern erst früher Nachmittag. Der CEO liegt nicht im Bett sondern sitzt brav im Büro. Kleinigkeiten? Mag sein, nur mangels anderer Handlung, nervt das etwas.

Der Schluss hängt ziemlich in der Luft. Inzwischen weiß man ja, dass es eine Fortsetzung gibt, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht so richtig Lust bekommen, diese zu lesen.
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am 12. Februar 2004
Und das war es wirklich: Gehrer, ein erfolgreicher Top-Manager feiert seinen 35. Geburtstag mutterseelenallein auf einer Parkbank in Zürich bei strömendem Regen mit Blick auf den See. Nein, es zieht ihn nicht zu den sektkorkenknallenden Kollegen seines Büros, es zieht ihn auch im Laufe des Abends nichts in das renommierte Restaurant, um gemeinsam mit seiner Frau Janette zu feiern, er sinniert über das Leben. Rückblickend erfährt der Leser, dass er seine Fortbildung in Havard abgebrochen hat, statt an seinem Geburtstag mit der Maschine aus Boston in Zürich zu landen, kam er direkt aus Indien. Ausstieg aus Karriere und der Alltagstristesse, lange Grübeleien eines langen Tages, was am Anfang noch durchaus als unterhaltsam schien und sich einige Sätze wundervoll lasen, wurde mit dem Weiterblättern immer langweiliger, es passiert nichts, absolut nichts, außer das die Hauptperson da auf der Bank langsam klatschnass ist, einzelne Sequenzen, wie die aus seinem Eheleben oder überhaupt aus seinem Alltag sind ganz spannend und lesen sich gut, aber die vielen Weisheiten waren mir dann manchmal doch ein bisschen zu viel und ich langweilte mich, da es nur ein dünnes Büchlein ist, war dies aber zu ertragen.
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am 19. November 2004
Der Protagonist, Gehring, kommt soeben aus Indien zurück. Vor drei Wochen hat er sich entschieden, einen Harvard-Besuch abzubrechen und nach Indien zu reisen. Am Ganges steht er, wirft seinen Laptop, seine Aktentasche und alles in den Fluss.
Nun sitzt er in Zürich am See, es ist kalt und nass. Seine Kollegen warten auf ihn um mit ihm den 35 Geburtstag zu feiern und seine Rückkehr aus Harvard. In der Firma ist vielleicht schon bald der Job des CEO für ihn reserviert. Am Abend trifft er sich in einem der exklusivsten Restaurants in Zürich. Es könnte also nicht besser laufen. Und doch ist Gehring am Limit. Er zieht eine gnadenlose Bilanz seines Lebens. Mit 35 wird alles anders. Er reflektiert und zieht einen dicken Strich unter sein bisheriges Leben.
Dobelli ist Alltagsphilosoph und strenger Analytiker der intimsten Gefühle eines Geschäftsmannes, der mit seinem Leben nichts mehr anzufangen weiss. Eine Geschichte, die sich am besten in einem Zug lesen lässt und, unterhaltsam zwischen Komödie und Drama, eine geistreiche Achterbahnfahrt in der Gefühlswelt eines Aussteigers wiedergibt.
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am 16. November 2006
Der aufstrebende Marketingmanager Gehrer sitzt an einem kalten und regnerischen Februartag auf einer Bank am Zürichsee. Eigentlich sollte er zu dieser Zeit mit seinen Kollegen seinen 35. Geburtstag und den nächsten Schritt auf der Karriereleiter, ein eben erlangtes Harvard-Diplom, feiern.

Statt dessen lässt er Bilder aus seinem Leben an seinem inneren Auge vorüber ziehen. Gehrer ist zutiefst verunsichert. Er war nicht in Harvard. Statt dessen ist er einer spontanen Eingebung folgend nach nur drei Tagen nach Indien geflogen, ohne jemanden davon zu unterrichten.

Es scheint, Gehrer zelebriert an seinem 35. Geburtstag ein wenig theatralisch seine Midlife-Crisis. Doch was ihn bewegt ist viel mehr als das. All seine Ziele erscheinen im plötzlich hohl, wonach er so ehrgeizig strebte plötzlich wertlos. Und den Erfolg haben nun mit einem mal die Jüngeren. Was ihm bleibt, ist nur die trügerische Sicherheit der Routine.

In einer klaren, emotionslosen Sprache und eindringlichen Bildern lässt Dobelli seinen Helden Gehrer Bilanz ziehen. Er stellt ihm die Frage nach dem Sinn seiner Karriere, seiner in Ritualen erstarrten Beziehung zu seiner ebenso erfolgreichen Frau, nach dem Inhalt der noch kommenden Jahre, einem Sinn, der über die materiellen Errungenschaften hinausweist.

Gehrer hat keine Antwort. Und Dobelli selbst gibt auch keine, lässt seinen Helden im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen angesichts des negativen Saldos seiner bisherigen Bilanz.

35 ist ein dunkles Buch. Und dennoch unbedingt lesenswert. Denn gleichzeitig ist es auf erschreckende, bloß stellende Art sehr erhellend, zwingt zum Überdenken eigener, sicher geglaubter Grundsätze, auf denen unsere leistungsorientierte Gesellschaft zu einem Großteil fußt. Denn nur allzu leicht ist man versucht, den Weg Gehrers einzuschlagen, nicht bedenkend, dass man selbst auf einer vermeintlichen Flucht nach Indien sich selbst immer mit nimmt und die Antworten nicht von außen kommen können.
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am 14. Februar 2005
Gehrer ist soeben in die Schweiz zurückgekehrt, aus Harvard, wie seine Frau und die Angestellten in seiner Firma glauben, aber tatsächlich hat er den Diplomkurs an der Harvard Business School nach drei Tagen abgebrochen und ist danach durch Indien getingelt. Und jetzt sitzt er am Zürcher See, starrt auf das Wasser und denkt nach.
Es ist sein fünfunddreißigster Geburtstag. Jeanette, die hübsche, pragmatische, manchmal verträumte Ehefrau erwartet ihn. Ebenso die Angestellten der Firma, in deren Management er sitzt, deren CEO er vielleicht bald sein wird. Gehrer ist 35. Die Hälfte des Lebens ist vorbei, und diese erschreckende Erkenntnis steckt dem erfolgreichen Nichtmehrganzjungmanager tief in den Knochen.
Dobelli liefert in seinem Debüt eine Momentaufnahme, und gleichzeitig einen Rundumschlag, der mit den vermeintlichen Werten unseres Daseins abrechnet, mit unseren Lebenszielen, den Sozialstrukturen, mit Erwartungen und Träumen. Die Bilanz ist ernüchternd, aber keineswegs nüchtern - Dobellis Sprachgebrauch lenkt davon ab, daß die Erzählung sehr statisch ist und eigentlich nur aneinandergereihte Weisheiten enthält, die mal allgemeingültig sind, und sich manchmal nur auf jenen Menschenschlag beziehen, um den es vordergründig geht - die durch's Leben hastenden Managertypen, die kaschieren müssen, daß ihre tatsächliche Bedeutung mit der vorgetäuschten kaum übereinstimmt, die die teuren Szenebars und die "Business Class" bevölkern, Visitenkarten sammeln und "Freunde" nur noch mit Hilfe von Datenbanksystemen verwalten können.
Die nur 200 Seiten lange "Geschichte" liest sich flott und macht Spaß, obwohl es einige Wiederholungen und Längen gibt. Sie dient als Ouvertüre für "Und was machen Sie beruflich?", den Roman Dobellis - "Fünfunddreißig" ist nämlich *keiner* -, der kürzlich erschienen ist und das Schicksal Gehrers nach diesem entscheidenden Tag schildert. "Fünfunddreißig" bietet eine interessante, amüsante Lektüre, und viele Aha-Effekt-Sätze wie diesen hier: "Natürlich gibt es auch schöne Stunden, sagen ihm seine ehemaligen Freunde, die Väter geworden sind."
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am 17. Januar 2015
Auch wenn ich selbst genau im selben Alter wie der Protagonist Gehrer bin, so konnte ich mich dennoch bis zur letzten Seite nicht für diese Aneinanderreihung an Eindrücken und Erkenntnissen begeistern. Leider hat der Autor darauf verzichtet, dem Leser eine Geschichte an die Hand zu geben. Was will mir das Buch mitgeben? Ich weiß es nicht. Dass man viel erreicht haben kann, ohne jemals wirklich gelebt zu haben? Vielleicht. Dass man durch Erfolg abstumpft? Vielleicht. Dass man mit 35 die Chance hat, noch einen Wendepunkt zu setzen? Oder doch nicht? Vielleicht.
Für mich bleibt die Botschaft offen. Allein mit Gehrer habe ich Mitleid, mit seiner Trägheit und seiner verzweifelten Suche, die aber dennoch bis zum Schluss antriebslos bleibt.
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am 19. August 2003
Weniger ein Generationenportrait als eine hoch praezise Beschreibung des Lebensgefuehls mit 35. Ich hab das Buch in einem Zug durchgelesen und bin begeistert: hohe Literatur, intelligente Gedanken und Spannung zugleich. Dobellis Sprache ist ein Gluecksfall.
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am 21. November 2004
Mitten im Havard-Kurs passiert Gehrer ein Ausrutscher, der bei ihm eine panikartige Flucht ins nächstbeste Flugzeug auslöst. Die Flucht nach Indien, fort von seiner bisherigen erfolgreichen Karriere als Manager, fort von seiner emotionslosen Ehe mit der erfolgreichen Anwältin Jeannette. Nach einem Monat, an seinem 35. Geburtstag, sitzt er im strömenden Regen am Züricher See und zögert seine Rückkehr in seine bisherige Welt hinaus. Dabei lässt er seine Gedanken fließen über sich selbst, seinen Körper, sein Können, seine Erfolge, seine Ehe etc. Und autsch, er trifft mit einer Zielsicherheit die Punkte, die einem in diesem Alter beschäftigen und das mit einer ganz großen Portion Humor. Ich habe an vielen Stellen herzlich gelacht. Ein Buch, das hält, was es verspricht. Nur 4 Sterne, da es an manchen Stellen etwas zu langatmig ist. Trotzdem unbedingt lesen!
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