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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Schicksal von Joop
...Ist alles bloss eine Verkettung der Umstände? So könnte man meinen. Der Roman beginnt mit einem Prolog. Mit "Notizen von God für Mr. Koopmann". Das Schicksal hat vor 300 Millionen Jahren auf Pangäa begonnen. Durch die angesprochene Verkettung der Umstände werden verschiedene Vorfälle im Laufe der Zeit der 17-jährigen Mirjam zum...
Veröffentlicht am 8. März 2003 von Thomas

versus
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Ende wie eine Ohrfeige....
Malibu ist das erste Buch von de Winter, das ich gelesen habe. Umso erfreuter war ich, als ich schon nach wenigen Seiten das Gefühl hatte, einen neuen Lieblingsautor gefunden zu haben.
De Winter ist ein Meister der klaren, schnörkellosen Sprache und vermag es, seine Leserschaft raffiniert zu unterhalten, einen Sog zu gestalten, der einen das Buch...
Veröffentlicht am 30. April 2003 von Gabriela_42


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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Schicksal von Joop, 8. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Malibu (Gebundene Ausgabe)
...Ist alles bloss eine Verkettung der Umstände? So könnte man meinen. Der Roman beginnt mit einem Prolog. Mit "Notizen von God für Mr. Koopmann". Das Schicksal hat vor 300 Millionen Jahren auf Pangäa begonnen. Durch die angesprochene Verkettung der Umstände werden verschiedene Vorfälle im Laufe der Zeit der 17-jährigen Mirjam zum Verhängnis. Die Tochter des Holländers Joop Koopmann kommt an ihrem Geburtstag durch einen tragischen Verkehrsunfall ums Leben. Für Joop bricht eine Welt zusammen. Noch an diesem Morgen hatte er ihre Schönheit bewundert. Ihre Vollkommenheit, ihren Frauenkörper und ihre Lebensfreude. Auf einen Schlag nimmt Joops Leben eine drastische Wende.
Der "Spiegel" bezeichnet Malibu als "bedrückendes, trauriges und zugleich grandioses Buch über das Leiden, darüber, wie gemein das Leben sein kann". Das Leben ist gemein zu Joop. Zuerst stirbt seine Tochter und danach wird er gerade gleichzeitig in verschiedene Schicksale involviert und findet sich selber nicht mehr darin zurecht. Nach dem Umfall zieht God bei Joop ein. Er will sein Leben dem Vater von Mirjam opfern, denn er war es, der das Motorrad gelenkt hatte, als der tödliche Umfall passierte. Zuerst angewidert vom Gedanken God in seinem Haus zu haben, schätzt Joop bald die neue Zweisamkeit und ist froh, nicht alleine zu sein.
Dann ist da noch Philip, ein alter Schulfreund aus Holland, der anscheinend für den israelischen Mossad arbeitet und für Joop eine spezielle Aufgabe vorgesehen hat. Er soll sich mit einem palästinensischen Terrorist anfreunden und möglichst viel über dessen Aktivitäten herausfinden. Als wäre dies für Joop noch nicht genug, taucht plötzlich seine alte Jugendliebe Linda auf. Sie ist die Halbcousine von Joop, ist inzwischen Buddhistin geworden und glaub an die Reinkarnation.
"Easy reading is hard writing", betont Leon de Winter. Der zur Zeit erfolgreichste holländische Schriftsteller wurde im November 2002 für sein Gesamtwerk mit dem "WELT-Literaturpreis 2002" ausgezeichnet. Malibu ist durchaus einfach zu lesen. Es entwickelt eine Lesedynamik - einmal angefangen mit der Lektüre möchte man am liebsten das Buch nicht mehr weglegen. Die vielen parallelen Geschichten und die fein beschriebenen Gefühle machen das Buch zu einem sehr spannenden Roman, der einem zum nachdenken anregt. De Winter katapultiert den Leser von Trauer zu Hoffnung, über Freude zu Angst. Ein Roman über das Leben und Leiden eines Mannes, der in seinem Leben nicht mehr zurecht kommt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verzwinkelte Handlung - Zeit ist kein Verlust, 4. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Malibu (Taschenbuch)
Der Handlungsheld Joop wird jedem gleich sympathisch sein in seiner Suche wie er mit dem Verlust der Tochter und anderen Bezugspersonen umgeht.

Im Roman hat mich sehr beeindruckt, wie intensiv er die Gefühle von Trauer beschreibt.

Er wird von Leon de Winter interessant durch alle Winkelzüge der Handlung geleitet. Was mir besonders gut gefiel war die Sprache des Romans, der versteckte und offene Sprachwitz.

Es war der erste aber sicher nicht der letzte Roman, den ich von Leon de winter gelesen habe.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packender Mix aus Krimi, Lovestory und Schicksalsroman, 14. Dezember 2006
Von 
isy3 (lebt nun am Bodensee) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Malibu (Taschenbuch)
Dieser Roman ist genial konzipiert und immer wieder für eine Überraschung gut. Es hat von allem etwas: Sprachwitz, Spannung, Glamour, Gesellschaftskritik, stimmige Psychologie, Religion, Action, Überraschungsmomente, Quantenphysik, Philosophie, schwarzen Humor und viel authentische Hollywood-Atmosphäre. Leon de Winter schreibt frech, intelligent und respektlos und zwischendurch geht es bei ihm viel um ewige Werte. Seine Bücher unterhalten und haben dabei Tiefgang. Außerdem sind wissenschaftliche Fakten eingearbeitet, die den Sachbuchfan erfreuen. "Malibu" ist ein Werk, das in kein Genre paßt und darum ein Leckerbissen für Querdenker ist.

Als preiswertes Geschenk (auch für den weniglesenden Mann!) empfehle ich die hübsch gestaltete Taschenbuchausgabe mit dem Matisse auf dem Einband.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Ende wie eine Ohrfeige...., 30. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Malibu (Gebundene Ausgabe)
Malibu ist das erste Buch von de Winter, das ich gelesen habe. Umso erfreuter war ich, als ich schon nach wenigen Seiten das Gefühl hatte, einen neuen Lieblingsautor gefunden zu haben.
De Winter ist ein Meister der klaren, schnörkellosen Sprache und vermag es, seine Leserschaft raffiniert zu unterhalten, einen Sog zu gestalten, der einen das Buch verschlingen lässt, zu berühren, wo man schon lange nicht mehr berührt wurde, wichtige Fragen über den Sinn des Lebens aufzuwerfen - um einen dann am Ende völlig ratlos und beinahe deprimiert mit traurigen Erkenntnissen zurückzulassen: was wir hier auf der Erde tun, hat alles keinen Sinn, auch wenn es so scheint; es ist völlig gleichgültig, was man im Leben anstellt, da davon sowieso nichts bleibt; man kann niemandem trauen und sich auf nichts verlassen. Ein Buch, dass zuerst Hoffnung macht, nur um sie dann auf fast sadistische Weise völlig zu zerschlagen kann trotz außergewöhnlich hoher literarischer Güte nicht uneingeschränkt empfohlen werden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr gelungenes spannendes Buch., 22. Februar 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Malibu (Gebundene Ausgabe)
Leon de Winter hat mit Malibu einen brillanten , raffinierten und höchst unterhaltsamen Roman geschrieben.
Das Buch spielt hauptsächlich in Los Angelos und stellt uns Joop Koopman vor, der seine 17- jährige Tochter Mirjam verliert, in eine Agentenstory verwickelt wird, sich mit der Problematik von Organspenden auseinander setzen muss, mit der Theorie der Wiedergeburt in höchst eigenwilliger Weise konfrontiert wird und nebenbei merkt, dass nicht alles ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Winter schafft es, uns dies in einer schönen, geradlinigen, spannenden Erzählung zu schildern, die nicht verwirrt, sondern sehr neugierig macht,da es ihm gelingt, einzelne Fäden zu einem sinnvollen Ganzen zusammenzufügen.
Allein der Anfang, dreihundert Millionen Jahre zurück, zeigt uns, wie weit man einen Bogen spannen kann, um nach 27 Seiten beim Tod von Mirjam zu landen, verursacht durch eine höchst unglückliche Verkettung von Umständen. Aber auch sonst nimmt manche Handlung eine durchaus unerwartete Wendung.
Ein höchst interessantes Buch, dass man nur empfehlen kann, deshalb fünf Sterne.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Malibu, 4. März 2003
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Malibu (Gebundene Ausgabe)
Der Protagonist, Joop Koopmann, ein niederländischer Schriftsteller, der in der USA lebt, verliert seine siebzehnjährige Tochter Mirjam bei einem Motorradunfall, denn bei ihr tritt als Folge besagten Geschehens der Hirntod ein. Im ersten Schmerz akzeptiert Koopmann, auf Drängen der Ärzte, die Transplantation des Herzens seiner Tochter. Allerdings bezweifelt er die Richtigkeit seiner Entscheidung bereits wenig später. Da jedoch kann er seinen Entschluss nicht mehr rückgängig machen, weil das Organ mittlerweile in einem anderen Menschen seine Funktion erfüllt.
Koopmann beginnt sich eine Vielzahl von Fragen zum Themenkomplex " Sterben und Tod des Menschen " zu stellen und sucht auf diese Weise das Unerklärliche für sich begreifbar zu machen. Er bemüht mathematische und physikalische Theorien und zieht sogar religiöse Reinkarnationslehren heran, um die tieferen Ursachen und eine, wie auch immer geartete Sinnhaftigkeit des frühen Todes seiner Tochter zu erkennen. Auch geht er der Frage nach, ob das transplantierte Herz Mirjams noch von dieser beseelt sein könnte. Je mehr sich Koopmann informiert, um so irritierter und verunsicherter ist er. Im Grunde fühlt sich der Protagonist überfordert!
Um beim Leser keine Schwermut aufkommen zu lassen, entwickelt de Winter eine spritzige Nebenhandlung - eine Agentenstory - und schafft es , sehr geschickt, dem an sich düsteren Thema die unzweifelhaft vorhandene Tristesse zu nehmen.
Bleibt festzuhalten, dass Koopmann keine wirklichen Antworten auf seine komplexen Fragen findet und ihm im Grunde nur die Trauer um sein Kind bleibt. Gleichwohl gibt es auch noch die beinahe optimistische Zukunftsperspektive Leon de Winters, der den Leser wissen lässt, dass auch für Joop Koopmann das Leben weitergeht und dieser vielleicht schon bald eine Geschichte über "Hoffnung und Glück" schreiben wird.
Trotz des problematischen Stoffes ist " Malibu " ein kurzweiliges, durchaus empfehlenswertes Buch!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ehrlich mit sich selbst sein, 28. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Malibu (Gebundene Ausgabe)
Malibu ist ein Küstenort, der zum Los Angeles County gehört. Malibu ist auch der Titel der deutschen Ausgabe des neuesten Romans des niederländischen Autors Leon de Winter. Die niederländische Originalausgabe heißt „God's Gym", was übersetzt etwa „Gottes Gymnastik" bedeutet. Darin klingt schon an, dass das Schicksal von Menschen oft auf einer scheinbar zufälligen Verkettung von Umständen beruht. „God's Gym" ist im Roman das Fitnessstudio eines hünenhaften Schwarzen, der einen Motorradunfall hat, bei dem die an diesem Tag 17 Jahre alt gewordene Tochter Joop Koopmans ums Leben kommt. In einem Prolog beschreibt Errol Washington, genannt „Godzilla" oder „God", welche Umstände dazu geführt haben, dass gerade zu dieser Zeit und an diesem Ort eine Öllache auf der Straße war und der Unfall passieren konnte. Getrieben von starken Schuldgefühlen verkauft God sein Fitnessstudio und stellt sein Leben Mirjams Vater zur Verfügung, der damit zunächst aber gar nichts anfangen kann. Joop Koopman, die Hauptperson des Romans, erfährt von dem Unglück, als er sich gerade mit seinem alten Jugendfreund Philip trifft, der mittlerweile für den israelischen Geheimdienst arbeitet. Philip möchte, dass Joop für ihn einen Auftrag annimmt, bei dem es darum geht, mit einem in den Niederlanden aufgewachsenen Marokkaner, der als Terrorist verdächtigt wird, Kontakt aufzunehmen. Joop, der als Drehbuchautor nur mäßigen Erfolg hat und dringend Geld braucht, willigt ein. Womit er nicht gerechnet hat: der vermeintliche Terrorist wird ihm umso sympathischer, je näher er ihn kennen lernt. Joop Koopman findet kaum Ruhe für die Trauer um sein verstorbenes Kind. Die Ereignisse überstürzen sich vollends, als ihn seine Kusine Linda besucht, mit der ihn erste sexuelle Erfahrungen verbinden, die sie dreißig Jahre zuvor als Jugendliche erlebt haben. Linda befindet sich in Begleitung eines buddhistischen Mönches, der behauptet, die Reinkarnation von Joops im KZ ermordeten Großvaters zu sein. Soweit zum Inhalt. Erwähnt sei noch, dass zum Schluss des Roman noch einmal kurz auf die Personen aus dem Prolog eingegangen wird, die zufällig mit den Umständen zu tun hatten, welche zu dem tragischen Motorradunfall geführt haben. Durch diesen literarischen Kunstgriff wird die bis dahin erzählte Geschichte, bei der Joop Koopman im Mittelpunkt steht, relativiert. Auch die Leben anderer Menschen bieten den Stoff zu interessanten und anrührenden Geschichten. Es ist immer ein bisschen willkürlich oder zufällig, welche Geschichten dann letztendlich erzählt werden. Leon de Winter versteht es jedenfalls, eine fiktive Geschichte spannend und unterhaltsam zu erzählen. Dabei bleibt er psychologisch nicht an der Oberfläche. Im Roman spielen zentrale menschliche Themen eine Rolle: Nähe und Distanz, Selbstliebe und Nächstenliebe, Verantwortung, Glück und Unglück, Trauer, Loslassen, Umgang mit Verlusten, um nur einige zu nennen. Auch die Spannung zwischen Wissenschaftsgläubigkeit bzw. Realitätssinn auf der einen und Metaphysik bzw. Esoterik auf der anderen Seite zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman. Joop Koopman ist eigentlich Realist und glaubt nicht an ein Leben nach dem Tod. Dennoch hat er ein übersinnliches Erlebnis und sein Herz will sich nicht damit abfinden, dass seine Tochter für alle Zeiten zu existieren aufgehört hat. Die Bedeutung des menschlichen Herzens wird auch dadurch zum Thema, dass Joop Koopmann das Herz seiner Tochter zur Transplantation freigegeben hat. Im Laufe der Erzählung wird es für ihn immer wichtiger, diejenige Person sehen zu dürfen, in der das Organ seiner Tochter weiter lebt. Spannung wird auch dadurch aufgebaut, dass die Erzählperspektiven zwischen objektiver Beschreibung und subjektiver Sicht auf die Welt wechseln, zwischen dem Beschreiben von Dialogen, Verhalten, Kognitionen und Emotionen. Der Erzähler und mit ihm die Figuren des Romans sind sehr ehrlich mit sich selbst und regen auch die Leserin bzw. den Leser dazu an, über sich selbst und das eigene Lebenskonzept nachzudenken. Wie auch schon in den früheren Romanen von Leon de Winter, der als Sohn niederländischer Juden in Holland und in den USA lebt, sind auch in Malibu autobiographische Einflüsse unverkennbar: der Einfluss jüdischer Traditionen und der Versuch, sich zumindest partiell davon zu lösen, dem Konflikt zwischen der Loyalität zum Staat der Juden und der Kritik an der aktuellen Politik Israels. Ich halte Malibu für den bis jetzt gelungensten Roman de Winters und wünsche diesem Buch viele Leserinnen und Leser.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen absolut lesenswert, 8. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Malibu (Taschenbuch)
es trifft einen mitten ins Herz! Da spart sich der ehemals erfolgreiche Drehbuchautor als alleinerziehender Vater das teure Geburtstagsgeschenk für die Tochter wahrlich vom Munde ab und noch bevor die geliebte Tocher ihren 17. Geburtstag genießen kann und auch das kostbare Geschenk kommt sie bei einem tragischen Unfall ums Leben.
Und weil das ja alles noch nicht reicht kommt auch noch der Jugendfreund, der jetzt erfolgreicher Mossad-Agent ist und will den trauernden Vater als Spion anwerben. Aber das ist immer noch nicht genung, denn da ist ja auch noch die Jugendliebe, die den im 2.Weltkrieg im KZ verstorbenen Großvater, reinkarniert als buddistischer Mönch mitbringt.... Sind das wirklich alles Zufälle, oder kommt Zufall doch von "zu fallen"?
Bei soviel Kuriositäten und tatsächlicher Trauer weiß man am Ende gar nicht, ob es nun ein heiterer oder doch eher besinnlicher Roman war, aber auf jedenfall war die Zeit bis dahin kurzweilig und sehr unterhaltsam. So bleibt man am Ende mit einem lachenden und einem weinenden Auge sitzen und freut sich vielleicht ein kleines bisschen auf den nächsten LEON DE WINTER....
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend bis zum Schluss, 14. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Malibu (Taschenbuch)
...Ist alles bloss eine Verkettung der Umstände? So könnte man meinen. Der Roman beginnt mit einem Prolog. Mit "Notizen von God für Mr. Koopmann". Das Schicksal hat vor 300 Millionen Jahren auf Pangäa begonnen. Durch die angesprochene Verkettung der Umstände werden verschiedene Vorfälle im Laufe der Zeit der 17-jährigen Mirjam zum Verhängnis. Die Tochter des Holländers Joop Koopmann kommt an ihrem Geburtstag durch einen tragischen Verkehrsunfall ums Leben. Für Joop bricht eine Welt zusammen. Noch an diesem Morgen hatte er ihre Schönheit bewundert. Ihre Vollkommenheit, ihren Frauenkörper und ihre Lebensfreude. Auf einen Schlag nimmt Joops Leben eine drastische Wende.
Der "Spiegel" bezeichnet Malibu als "bedrückendes, trauriges und zugleich grandioses Buch über das Leiden, darüber, wie gemein das Leben sein kann". Das Leben ist gemein zu Joop. Zuerst stirbt seine Tochter und danach wird er gerade gleichzeitig in verschiedene Schicksale involviert und findet sich selber nicht mehr darin zurecht. Nach dem Umfall zieht God bei Joop ein. Er will sein Leben dem Vater von Mirjam opfern, denn er war es, der das Motorrad gelenkt hatte, als der tödliche Umfall passierte. Zuerst angewidert vom Gedanken God in seinem Haus zu haben, schätzt Joop bald die neue Zweisamkeit und ist froh, nicht alleine zu sein.
Dann ist da noch Philip, ein alter Schulfreund aus Holland, der anscheinend für den israelischen Mossad arbeitet und für Joop eine spezielle Aufgabe vorgesehen hat. Er soll sich mit einem palästinensischen Terrorist anfreunden und möglichst viel über dessen Aktivitäten herausfinden. Als wäre dies für Joop noch nicht genug, taucht plötzlich seine alte Jugendliebe Linda auf. Sie ist die Halbcousine von Joop, ist inzwischen Buddhistin geworden und glaub an die Reinkarnation.
"Easy reading is hard writing", betont Leon de Winter. Der zur Zeit erfolgreichste holländische Schriftsteller wurde im November 2002 für sein Gesamtwerk mit dem "WELT-Literaturpreis 2002" ausgezeichnet. Malibu ist durchaus einfach zu lesen. Es entwickelt eine Lesedynamik - einmal angefangen mit der Lektüre möchte man am liebsten das Buch nicht mehr weglegen. Die vielen parallelen Geschichten und die fein beschriebenen Gefühle machen das Buch zu einem sehr spannenden Roman, der einem zum nachdenken anregt. De Winter katapultiert den Leser von Trauer zu Hoffnung, über Freude zu Angst. Ein Roman über das Leben und Leiden eines Mannes, der in seinem Leben nicht mehr zurecht kommt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Immer auf der Sinnsuche..., 26. Oktober 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Malibu (Taschenbuch)
... sind die jüdischen Hasardeure, die Leon de Winters Romane bevölkern, ob sie nun Sol Mayer, Sascha Sokolow oder eben Joop Koopman heißen. "Malibu" bildet da keine Ausnahme. Im Gegenteil: hier stehen die großen Fragen "Woher komme ich?","Weshalb lebe ich?" und "Wohin gehe ich?" im Zentrum. Wie gewöhnlich gelingt es de Winter, mit schwebender Leichtigkeit eine Geschichte mit Tiefgang zu erzählen.
Joop Koopman, niederländischer Exiljude in Hollywood und mäßig erfolgreicher Drehbuchautor steht im Mittelpunkt der Handlung. Der 47-Jährige verliert just an deren 17-tem Geburtstag seine geliebte Tochter Mirjam bei einem tragischen Verkehrsunfall. Das Geschehen rund um das Unglück wird so einfühlsam geschildert, dass mir beim Lesen Tränen in den Augen standen. Koopman bleibt jedoch kaum Zeit zum Trauern, da ihn fast gleichzeitig ein alter Freund für den Mossad anheuern will. Außerdem trifft er seine Jugendliebe Linda wieder, die inzwischen überzeugte Buddhistin ist und einen tibetischen Mönch, der angeblich Koopman reinkarnierter Großvater ist, im Schlepptau hat. Aus diesen scheinbar widersprüchlichen Ingredienzien webt de Winter einen farbigen Erzählteppich, in dem sich die losen Fäden nach und nach zu einem Ganzen zusammenfügen.
Wer jedoch Antworten auf die GROSSEN Fragen (siehe oben) erwartet, wird enttäuscht. Auch de Winters zentrales Anliegen "Was bedeutet Judesein im 21. Jahrhundert?" bleibt weiterhin offen.
Keine fünf, sondern "nur" vier Sterne, weil der Plot meiner Meinung nach hinter "Sokolows Universum" etwas zurückbleibt.
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Malibu
Malibu von Leon de Winter (Taschenbuch - Juni 2004)
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