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67 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Emotional anspruchsvoll
"Abbitte" ist sicherlich einer der besten Romane von Ian McEwan geworden, ein sprachlich meisterliches Werk über Menschen, die um ihr Lebensglück schuldlos betrogen werden.
Dennoch gestehe ich - und da stehe ich im Vergleich zu meinen Vorrezensenten ziemlich allein da - : ich habe mir das Lesevergnügen hart erarbeiten müssen. Lange klingt der...
Veröffentlicht am 9. September 2007 von Wolfgang Stroebl

versus
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Großartiges Thema, doch leider vermeidbare Längen
Ian McEwans Roman "Abbitte" spielt in einer Zeit des Umbruchs. Die Handlung beginnt im Jahr 1935 Im Herrenhaus der englischen Familie Tallis. Dort haben sich außer der Familie selbst einige Gäste eingefunden: die kleinen Neffen und eine 15-jährige Nichte der Eigentümer sowie ein Studienfreund des erwachsenen Sohnes.
Protagonistin des Romans ist...
Veröffentlicht am 14. Januar 2010 von Regina Karolyi


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berührendes Zeitdokument, 25. Oktober 2007
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Abbitte (Taschenbuch)
In Ian McEvans Roman um Leidenschaft und Phantasie, Schuld und Vergebung verändert ein heißer Tag im Sommer 1935 das Leben dreier Menschen für immer.

Die phantasievolle 12jährige Briony stellt ernüchtert fest, dass es in ihrer kleinen geordneten Welt keine wirklichen Geheimnisse gibt. Um sich für ihre zukünftige Laufbahn als Schriftstellerin zu qualifizieren, beschließt sie ihre Umwelt besser zu beobachten. Vorerst begnügt sie sich damit, sich den Erfolg der Aufführung ihres ersten Theaterstücks auszumalen, indem sie die Hauptrolle spielen wird. Doch sie muss feststellen, dass ihr hier das Heft schnell aus der Hand genommen wird. Ihre ältere Kusine Lola reißt die Rolle der Annabella an sich und gibt der jüngeren Verwandten das Gefühl kindlicher Unterlegenheit. Verwirrt und verletzt zieht sich Briony zurück und kann durch das Fenster eine unwirkliche und seltsame Beobachtung macht. Ihre ältere Schwester Cecilia kämpft mit dem jungen Robbie Turner um eine Blumenvase, reißt dann plötzlich die Kleider vom Leib, und steigt nur im Unterrock in den Brunnen! Briony gelingt es nicht, die Situation einzuordnen, spürt aber die Wut ihrer Schwester. Was hat Robbie ihr angetan? Als Turner ihr einen Brief für Cecilia übergibt, kann sie daher nicht widerstehen, den Inhalt selbst zu lesen. Der obszöne Inhalt entsetzt die junge Dame und sie vertraut sich ausgerechnet ihrer pubertären Kusine Lola an. Als diese ihr klar macht, dass der Nachbarssohn eine Psychopath sein muss, fasst sie den Entschluss ihre Schwester zu schützen. Leider führt jedoch ihre Überzeugung zu einer Katastrophe und am Ende wird Robbie Turner von der Polizei abgeführt und Briony als Hauptbelastungszeugin leistet unbeabsichtigt einen Meineid.
Der Leser hat es leichter als die verwirrte Briony. Aus allen Blickwinkeln kann er den unglückseligen Tag beleuchten. Die ruhelose Cecilia, die widerstreitende Gefühle für ihren ehemals besten Freund hegt. Der stolze Robbie Turner, der ihr so gerne sagen möchte, warum er sich in ihrer Gegenwart auf einmal so linkisch benimmt. Der Bruder der Tallis Schwestern der den Sohn eines Schokoladenbarons mit nach Hause bringt, welcher von der frühreifen Cousine der Tallis, Lola, angezogen wird. Und schließlich sind da noch die nervigen Zwillinge, die ihre Schwester Lola und den gesamten Haushalt durcheinander bringen. Alle versuchen, der Schwüle des Tages zu entrinnen und bereiten sich mit aufgestauten Gefühlen auf das abendliche Dinner vor, welches ein schreckliches Ende nimmt.
Das Buch von Ian McEwan ist in drei Teile aufgegliedert. Im ersten Teil werden die erwähnten Ereignisse beschrieben.
Der zweite Teil beschreibt Robbie Turners Erlebnisse nach dem Gefängnisaufenthalt. Die Familie Tallis hat für immer mit ihm und auch mit ihrer Tochter Cecilia gebrochen, die Robbie immer noch in Liebe ergeben ist. Die Liebenden werden aber schon bald wieder getrennt, als Mr. Turner als Soldat nach Frankreich geschickt wird. Die schrecklichen Erlebnisse im zweiten Weltkrieg bilden den Hauptteil des zweiten Buches.
Im dritten Teil begegnen wir einer gereiften Briony, die im Krankenhaus arbeitet. Inzwischen hat sie die Ereignisse des unheilvollen Sommertages neu verarbeitet und ist sich ihres schrecklichen Fehlers bewusst geworden. Noch immer mit sehr viel Phantasie begabt, versucht sie auf ihre Weise, Abbitte zu leisten.
Am Ende des Romans erfahren wir, dass Briony tatsächlich Schriftstellerin geworden ist und ihre Erlebnisse literarisch verarbeitet hat. Die Frage, ob der Bericht einer Abbitte reine Fiktion oder Wahrheit war, darf sich jeder selbst beantworten. Durften Cecilia und Robbie doch noch ein gemeinsames Glück erleben? Hat sich Briony mutig den Liebenden gestellt, oder ist sie feige zurück gewichen?
Der Autor verbindet die Tatsache, dass Briony unschuldig schuldig wurde und die wahren Täter ungestraft davonkommen mit dem schrecklichen Gesicht des zweiten Weltkrieges. Auch hier steht wieder Robbie Turner als Sinnbild eines zu Unrecht beschuldigten Täters im Zentrum. Um ihn herum ist Elend und sinnloser Tod und das Vaterland sammelt die Verletzten und Gefallenen ein. Es schließt sich der Kreis als Briony ein Museum besucht, indem eine Siegernation ihrer Helden gedenkt. Und Briony sieht ihre Mittäter in prächtiger Robe an den Schaukästen der Erinnerung vorüberziehen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bis zur allerletzten Seite faszinierend, 15. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Abbitte (Taschenbuch)
Was könnte man über diese Geschichte sagen? Dass der Autor gekonnt die Atmosphäre dieses drückenden Sommertages heraufbeschwört, eindrückliche, faszinierende Charakterbilder entwirft, die in ihren Zweifeln, Leidenschaften, Ängsten wirken, wie eben dem Leben entsprungen? Ja, all das. Doch auch, dass die Geschichte an sich, so gemächlich und langsam sie beginnt, den Leser schleichend in ihren Bann zieht, um ihn später mit einem unerwarteten und auf sehr seltsame Weise erlösend wirkenden Ende zu konfrontieren. Selten hat es ein Roman geschafft, so intensive Bilder zu erzeugen, von den schattigen Ecken der Bibliothek im Landhaus der Familie Tallis, wo die Liebe zwischen Cecilia und Robby ihren ersten stürmischen Ausbruch findet, bis zu den zerstörten Dörfern an der französischen Küste, die Soldat Turner auf dem Marsch nach Dünkirchen findet. Und damit bleibt Abbitte" bis zur allerletzten Seite faszinierend: eindrücklich beschriebene Charaktere in einer Liebesgeschichte, die von der ersten Seite an zu einem bitteren Ende verdammt und doch bis zur letzten Seite seltsam hoffnungsvoll erscheint - ein wundervoller Roman und absolut lesenswert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker!!!, 11. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Abbitte (Taschenbuch)
Das ist eines der besten Bücher, das ich je gelesen habe!
Der Autor ist sehr sprachgewandt, die Geschichte ist sehr berührend.
Ich finde, es ist kein gewöhnliches Buch und deshalb versuche ich, es vielen Menschen nahe zu legen, da ich denke, dass es viele gibt, die in so eine ähnliche Situation hineingeraten und sich damit identifizieren können.
Letzten Endes geht es um was durchaus Menschliches, um Schuld und Vergebung.
Es ist einfach ein Werk, das man so schnell nicht vergisst!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der schönsten Bücher, 11. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Abbitte (Taschenbuch)
Vor cirka einem Jahr bin ich auf den Film "Abbitte" gestoßen und war restlos begeistert. Ich hab ihn immer und immer wieder angesehen und wollte schließlich auch endlich das Buch lesen. Ich kann nicht sagen was von beidem besser ist, obwohl ich meistens doch eher zu den Büchern tendiere. Auch in diesem Fall kann ich das Buch wirklich wärmstens empfehlen. Der Schreibstil ist äußerst angenehm und jede Seite ein Genuss. Es fällt schwer beim Lesen überhaupt jemals eine Pause einzulegen. Sowohl die Umgebung als auch die einzelnen Handlungen sind durch gut gewählte Worte leicht vorzustellen und nachvollziehbar, und das macht dieses Buch wirklich aus. Vor allem Leser mit einem Hang zum Drama werden es lieben, weil die gesamte Handlung auf einem einzigen Fehltritt einer der Protagonisten aufbaut, den man die gesamte Geschichte über verflucht und dadurch schön mitleiden kann.

Kurz zusammengefasst erzählt das Buch eine wunderschöne und herzzerreißende Liebesgeschichte, die im Bücherregal eines jeden begeisterten Lesers stehen sollte. Meiner Meinung nach ist es eines der schönsten Bücher die ich je gelesen habe.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitgenössisch, 20. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Abbitte (Taschenbuch)
"Abbitte". Mein erster McEwan....

Dieses Buch fesselt einen von der ersten bis zur letzten Seite.
Es lässt zu, dass man sich vollkommen in die Geschichte integriert. Doch nicht nur eine der Hauptpersonen wird für die Dauer der Lektüre zum zweiten Ich, es sind gleich drei Figuren, in deren Seelenleben und Gedankenwelt man abwechselnd schlüpft.

Es ist kein Buch, das am Ende ein endgültiges Urteil über Schuld fällen lässt. Es ist ein Buch, welches einem aufzeigt was für Folgen die Vermischung von Realität und kindlicher Phantasie mit sich bringen kann.
...Doch am Ende, wenn wir den Buchdeckel schließen, fragen wir uns: Was hätte eine andere geschichtliche Entwicklung in der Welt von Briony, Cecilia und Robbie geändert? Wäre ihr Schicksal ein anderes gewesen?

Doch ich finde, trotz allem ist dieses fabelhafte Werk von Ian McEwan, genauso wie er es geschrieben hat, perfekt. Es zeigt, dass auch zeitgenössische Autoren fähig sind, Werke wie die großen klassischen, längst verstorbenen Autoren zu erschaffen.

Lesen Sie dieses Buch, und Sie werden verstehen, was ich meine.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Stück Weltliteratur, 25. März 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Abbitte (Taschenbuch)
So wandlungsfähig Charaktere, Handlung, Perspektive und in den Teilen des Buches auch Genre sind, so unterhaltsam ist auch das Gesamtwerk. ABBITTE gehört damit zu der Gattung Roman, die schon Patrick Süßkind in seine Parfüm (DIOGENES ...) geprägt hat: Es kann einfach in alle Richtungen gehen, die Genres werden beliebig durcheinander gewürfelt und kombiniert. ABBITTE ist Familienroman, Anti-Kriegs-Geschichte, Drama, Tragödie, Tragikomödie. Kurzum: Weltliteratur!

Wie Briony sich in ihrer Missgunst, Wichtigtuerei und Langeweile ein eigenes Drama schafft und so spielend leicht eine Tragödie auslöst, so schafft auch Ian McEwan in seinem Bestseller "Abbitte" mit eleganter Gelassenheit und Gespür fürs Detail in der Dramaturgie mit spielerischer Eleganz eine Welt, die ihr Publikum fesselt.
Ich würde eine Leseempfehlung ab 14 Jahren aussprechen für all diejenigen, die sich die Zeit nehmen wollen, ein nicht ganz einfaches Buch ohne echtes Happy-Feeling und Happy-End, aber mit viel Herz und packender Dramatik zu lesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hypnotisch, 2. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Abbitte (Taschenbuch)
Wie vielen anderen Lesern ging es auch mir so, dass ich den ersten Teil des Romans als eher zäh empfand. Wunderbar geschrieben zwar - und deswegen blieb ich am Ball - aber eben doch scheinbar belanglos vor sich hin plätschernd. Wer sich nicht gerade für die englische Upper Middle Class der 30er Jahre interessiert, könnte durchaus zu kämpfen haben.
Dennoch fesselte mich der Roman im Verlauf immer mehr bis ich ihn irgendwann kaum noch aus der Hand legen konnte. Spätestens wenn das schicksalhafte Ereignis, das im Mittelpunkt steht, seinen Lauf genommen hat und der Autor Robbie in den 2. Weltkrieg aufs Festland folgt, wird dem Leser allmählich die Tragweite der Geschehnisse bewusst.
Zu dieser sich langsam ausbreitenden Wirkung trägt der geschickte Perspektivwechsel McEwans bei, der dazu führt, dass der Leser selbst immer wieder Gelegenheit hat, seine Sichtweise zu überdenken.
Lediglich der Epilog hätte für mich nicht sein müssen. Auch so war der Roman einer der besten, die ich seit langem gelesen habe.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Labyrinth der Sinne, 23. März 2007
Von 
Heike G. (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Erzählt wird eine Liebesgeschichte, die, bevor sie richtig begonnen hat, auch schon wieder zerstört wird und dies in einer hinreißenden Sprache und mit tiefen psychologischen Einsichten.

Sie beginnt im Sommer des Jahres 1935 auf dem herrschaftlichen Landgut der Familie Tallis. Es ist eine ungleiche Liebesbeziehung zwischen Cecilia - einer jungen Frau aus gutem englischen Adelshaus - und Robbie - der Sohn der Reinemachfrau. Beobachtet wird Cecilia dabei von ihrer kleinen Schwester, Briony, die eine blühende Fantasie besitzt und alles, was sie sieht, falsch deutet.
Durch sie wird das Leben bzw. die Zukunft dieses Paares und auch ihr eigenes Leben zerstört.
Schreibend versucht Briony später, mit ihrer Schuld fertig zu werden. Aufgrund ihrer Aussage hatte man Robbie zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Später war er Soldat im Zweiten Weltkrieg.
Mit großer Eindringlichkeit schildert McEwan die fürchterlichen Erfahrungen der britischen Truppen, das entsetzliche Massensterben, die Geräusche des Krieges, die Gerüche des Todes.
Am Ende ihres Lebens kehrt Briony in ihr Elternhaus zurück, das inzwischen ein Hotel geworden ist. Bei einer Geburtstagsfeier, die Verwandte für sie ausrichten, blickt sie zurück auf ihre Kindheit, auf die Macht der Leidenschaft und die Zerstörungskraft der Fantasie.

McEwan gelingt es nahezu einmalig, dass der Leser sich unendlich tief in die handelnden Personen hineinversetzen kann. Er widmet seinen Protagonisten zu Beginn eigene Kapitel, in denen dem Leser eingehende Einblicke in das bisherige Leben der Figuren, ihre Gedanken, Ängste und Wünsche gewährt werden.

Diese werden in den nachfolgenden Kapiteln immer weiter entwickelt.

Durch McEwans ausschmückenden Schreibstil - sei es die detaillierte Beschreibungen eines festlichen Dinners oder die ausführlich geschilderten Charaktere der darin auftretenden Personen - nimmt er den Leser regelrecht an die Hand und führt ihn durch die Handlung. Wenn auf der Terrasse zu Abend gegessen wird, kennt man das Haus und die Umgebung bereits so gut, dass man das Gefühl hat, selbst mit am Tisch zu sitzen.

Und gerade dies ist es, wodurch das Buch seinen besonderen Charme bekommt. Der Autor hat zweifelsohne ein Faible für Details.

"Abbitte" ist ein Buch über Leidenschaft und die Macht des Unbewussten, über Reue und die Schwierigkeiten der Vergebung. Ein Meisterwerk, einfach hinreißend in seiner Beschreibung von Kindheit, Krieg und Liebe. In leuchtenden Bildern entsteht ein ganzes Universum: Weltliteratur.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abbitte bezeichnet das Bitten um Verzeihung., 27. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Abbitte (Taschenbuch)
Aus den unterschiedlichen Perspektiven nahezu jeder Figur erleben wir den folgenschweren Tag im Hause Tallis im Jahr 1935. Auf diese Weise fällt es nicht schwer, sich buchstäblich in die Charaktere hineinzudenken bzw. ihre Handlungen und Intentionen aus ihrer Sicht nachvollziehen zu können. Es spricht sehr für McEwans Schreibkunst, dass es ihm gelingt, den Rezipienten von fast antagonistischen Denk- und Handlungsweisen gleichsam zu überzeugen.

Der zweite Teil des Buches nimmt uns mit den Engländern nach Frankreich ins Kriegsgeschehen mit.
Nie war mir die Grausamkeit des Kriegs gegenwärtiger denn in dieser Passage. Tatsächlich hätte ich ein paarmal fast das Buch weggelegt, um eine Pause von diesem Grauen zu nehmen - ein Luxus, der den Soldaten nicht vergönnt ist.
Dem Krieg habe ich mich so übelkeitserregend nah gefühlt, wie es, ohne dergleichen je erlebt haben zu müssen, überhaupt möglich ist.

Von einer Bekannten weiß ich, dass sie bis dahin noch begeistert, vom Ende bzw. der letzten Episode dann aber wesentlich enttäuscht war. Für mich hat McEwan sein Werk absolut in sich stimmig, beinahe logisch beendet.

"Abbitte" ist bisher mein größtes Gefühlserlebnis in Form eines Buches gewesen. Es hat mich nachhaltig tief beeindruckt und mitgerissen.
Und es hat mir keine andere Wahl gelassen, als es zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zu zählen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abbitte, 15. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Abbitte (Taschenbuch)
Briony ist 13, sie schreibt gerne Geschichten und hat eine ausgeprägte Phantasie. Eines Abens wird BrionyŽs Phatasie zum Schicksal. Sie verändert damit das Leben von mehreren Menschen, einschließlich ihres eigenen, auf teilweise dramatische Art und Weise.

Ein eigenartiges und gleichzeitig einzigartiges Buch, vor allem die Sprache ist wunderschön. Aber auch die ganze Geschichte an sich ist so toll und gleichzeitig sonderbar, das mir fast ein bißchen die Worte fehlen. Vor allem der Vierte Teil des Buches, der im Jahr 1999 spielt, Briony ist mitlerweile 77 Jahre alt, hat mir besonders gut gefallen.

Der Zweite Teil war mir allerdings zu langatmig und für mich persönlich fast entbehrlich. Trotzdem kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen, ich will unbedingt mehr von McEwan lesen.
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Abbitte
Abbitte von Bernhard Robben (Taschenbuch - April 2004)
EUR 12,90
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