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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Polt zwischen Himmel und Hölle - genial!, 1. Januar 2007
Von 
Wolfgang Gonsch (Passau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Himmel, Polt und Hölle (Taschenbuch)
Komareks dritter Polt-Roman ist von einer geradezu ungeheuren Dichte. Man spürt förmlich, was sich in diesen Dörfern wo jeder jeden kennt und sich das Leben zwischen Kirche, Presshäusern und Wirtshaus abspielt, alles im Hinter- und Untergrund abspielt; man taucht selbst in die sommerliche Landschaft des idyllisch-beschaulichen Wiesbachtals ein, in dem jemand seine Notdurft genau vor dem Eingang des Gemeindeamtes verrichtet, im Zeughaus der Feuerwehr in Brand gelegt wird, wo dem Gockel des Pfarrers der hals umgedreht wird und wo im Wald ein erhängtes Reh gefunden wird. Und die Ermittlungen Polts zu dem Mord an der Köchin bringen so ganz nebenbei noch etliche "Leichen" ans Tageslicht, die so mancher (männliche) Dorfbewohner hätte lieber ruhen lassen, denn der Lebenslauf der qualvoll verschiedenen Amalie wird zerpflückt und dabei stellt sich heraus, dass die lebenslustige junge Dame mit ihren begnadeten Kochkünsten ihre Gunst im Laufe der Jahre mehr als einem Dorfbewohner geschenkt hat. Ob Pfarrer, Polizeichef, Lehrer, Mesner, Landwirt oder Winzer, alle haben ihr Herzerl droben am Grünberg in den Stamm der Teufelsbuche geritzt!

Auch bei Polt selbst tut sich einiges: zuerst wird er stolzer Besitzer eines Presshauses und dann geht auch noch bei seiner geliebten Lehrerin endlich was weiter! Doch so richtig genießen kann er seine beiden Eroberungen noch nicht, muss er doch zuerst noch auf seine bekannt unkonventionelle und bedächtige Art ermitteln. Und als ihm bewusst wird, dass der Täter oder die Täterin aus seinem Bekanntenkreis kommen muss, steht Gendarmerie-Inspektor Simon Polt plötzlich selbst zwischen Himmel, Polt und Hölle ...

Dass in diesem Roman wiederum Wein eine, besser die wesentliche Rolle spielt, ist selbstverständlich, stirbt die Köchin doch an einem 79er Cabernet-Sauvignon, den Pfarrer Winter vom Höllenbauern als Geschenk erhalten hatte. Auch Simon Polt ist keineswegs ein Kostverächter, kann aber, im Unterschied etwa zum Ex-Lehrer Franz Fürst, dem der Alkohol zum Verhängnis wurde, mit eben diesem Alkohol ganz gut umgehen.

Komarek erzählt von einer Dorfgemeinschaft und ihren verschrobenen Einwohnern, von Zugereisten, von Versagern und solchen die es noch werden können genauso gekonnt wie er die Stimmung des hier nur scheinbar idyllischen Weinviertels einzufangen vermag. In wenigen Worten skizziert er Charaktere glaubhaft und lässt verspielt jede Menge Abgründe erahnen. Man braucht nur ein, zwei Sätze zu lesen und schon wird man von der spannend-heimeligen Atmosphäre gepackt!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Polt, 10. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Himmel, Polt und Hölle (Gebundene Ausgabe)
Wie immer ein gelungener Polt. Die Stimmung der Weindörfer kann man sich genau vorstellen (auch wenn man sie nicht kennt), die Figuren mit wenigen Worten scharf und liebevoll gezeichnet. Manchmal überstrapaziert Komarek die Langsamkeit und Verschlafenheit von Land und Leuten, aber dann ist man schon zu tief in der Geschichte drin, um noch aufzuhören.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "SCHEINBAR IDYLLISCH", 7. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Himmel, Polt und Hölle (Gebundene Ausgabe)
Ausgerechnet im Pfarrhaus muß der Gendamarieinspektor Simon Polt seine Ermittlungen führen. Wo er es mit der Kirche gar nicht so sehr hat.
Da ist nämlich die Pfarrersköchin, die Amalie, vergiftet aufgefunden worden.
Zur gleichen Zeit geschehen sehr eigenartige Dinge in Brunndorf.

Plötzlich tauchen seltsame Gerüchte um die Vergangenheit der Pfarrersköchin auf.

Da wird es dem Simon Polt nicht leicht gemacht,- als würde die drückende Hitze diesen Sommer nicht schon genügen.

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Wieder ist Alfred Komarek ein durchaus spannender Krimi, vom scheinbar idyllischen Land, gelungen.
In seine Landschafts und Naturbeschreibungen, die er eindrucksvoll schildert, kann man sich richtig hinein fühlen. Er erzählt gekonnt von einer Dorfgemeinschaft und ihren durchwegs verschrobenen Einwohnern und Zugereisten. Von Versagern und solchen die es noch werden können.

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Leben und Sterben auf dem Land, 12. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Himmel, Polt und Hölle (Gebundene Ausgabe)
In Burgheim ist der Teufel los. Jemand verrichtet vor dem Gemeindeamt seine Notdurft, dem Hahn des Pfarrers wird der Kragen umgedreht, im Zeughaus der Feuerwehr wird ein Brand gelegt und draußen im Wald wird ein erhängtes Reh gefunden. Kein leichtes Leben also, das dem Gendarmen Simon Polt in diesem ansonsten idyllischen Dörfchen im nördlichen Weinviertel nahe der tschechischen Grenze beschieden ist.

Hier auf dem Land, wo sich das Leben zwischen Kirche, Wirtshaus und Presshäusern abspielt, kennt jeder jeden. Der wackere Dorfgendarm Polt, den so leicht nichts aus der Ruhe bringen kann, geht von Haus zu Haus, von Wirtshaustisch zu Wirtshaustisch und von Weinkeller zu Weinkeller, befragt seine Pappenheimer und observiert die Tatorte des schändlichen Treibens. Bei den Gesprächen kommt zu Tage, dass die dörfliche Gemeinschaft nicht nur aus lauteren Weinbauern besteht, sondern so ziemlich jeder irgendwo in der Vergangenheit einen schwarzen Punkt in seinem Vorleben aufzuweisen hat. Und irgendjemand hat Angst davor, dass dieses Vorleben aufgedeckt wird. Opfer dieser Angst wird ausgerechnet die dralle Pfarrersköchin Amalie, die nach dem Genuss eines mit Tollkirschen versetzten Luxustropfens, Marke Cabernet Sauvignon 1979, das Zeitliche segnet.

Jetzt wird es ernst am Land. Auch die Kripo aus Wien schaltet sich ein. Lückenlos wird der Lebenslauf der verschiedenen Amalie zerpflückt und dabei stellt sich heraus, dass die lebenslustige junge Dame mit dem begnadeten Kochhändchen ihre Gunst im Laufe der Jahre mehr als einem Dorfbewohner geschenkt hat. Ob Pfarre, Polizeichef, Lehrer, Messner oder Winzer, alle haben ihr Herzchen droben am Grünberg in den Stamm der Teufelsbuche geritzt. Während Polt überraschend in den Besitz eines Presshauses gelangt, bleibt ihm jedoch keine Zeit sein neues Domizil mit der ihm nahestehenden Lehrerin zu teilen, denn einer aus seiner Umgebung ist zum Mörder geworden.

Der Österreicher Alfred Komarek, bekannt durch eine Unzahl von Arbeiten für Hörfunk und Fernsehen, hat mit "Himmel, Polt und Hölle" den bislang dritten Band über den gemütlichen Dorfgendarmen Simon Polt (in den Verfilmungen von "Polt muss weinen" und "Blumen für Polt" genial durch Erwin Steinhauer zum Leben erweckt) auf den Krimimarkt gebracht. Dieses Buch ist ein ganz leiser Krimi. Hier wimmelt es nicht von Action und brutalen Psychopathen. Hier drängt sich nur ein dummer Zufall in das ansonsten beschauliche Leben auf dem Land. Wie Komarek mit schlichten Worten eindrucksvoll Landschaftsbilder des Weinviertels malt, wie er das Leben der Menschen rund um Wein und Weinbau skizziert, wie er den Kumpeltyp Polt als gewachsenes Element in die Dorfgemeinschaft stilisiert, dazu gehört schon sehr viel Liebe zu diesem österreichischen Landstrich, um derart meisterlich den Leser in ein Szenario zu führen, das in der Krimilandschaft seinesgleichen sucht.

Von der ersten Zeile an fühlte ich mich in dieses Buch verwurzelt. Als Kenner vor Ort und ehemaliger Presshausbesitzer stiegen in mir Bilder dieser mit Reben bewachsenen Hügel auf. Obwohl Komarek betont, dass diese Ortschaft nur ein Produkt seiner Phantasie ist, könnte sich die Handlung in jedem kleinen Nest zwischen March und Thaya abgespielt haben. Dieser Kriminalroman fesselt nicht durch forensische Ermittlungsarbeit oder psychologische Täterprofile sondern durch seine feine Charakterisierung dörflichen Lebens. Mit "Himmel, Polt und Hölle" hat Alfred Komarek für mich ein weiteres Elaborat geschaffen, das den bauernschlauen Gendarmen Polt zu einer Kultfigur werden lässt, die vom Lokalkolorit her jeden italienischen Commissario um Längen schlägt.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Haubenköchin(?) stirbt, 14. März 2006
Von 
Mag Wolfgang Neubacher "wolfgang_neubacher" (A - 5203 Köstendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Himmel, Polt und Hölle (Taschenbuch)
In diesem 3. von 4 Krimis rund um den Gendarmerieinspektor Simon Polt, die alle in einem fiktiven Dorf im niederösterreichischen Weinviertel spielen, muss der Gendarm den Mord an der Pfarrersköchin Amelie Pröstler aufklären.
Sommer im Wiesbachtal. Irgend jemand ärgert die Gendarmerie (und die Dorfbewohner), indem er Lausbubenstreiche verübt. Interessant wird es im Dorf erst, als bei einem Mittagessen bei Pfarrer Virgil Winter dessen Köchin, die bildhübsche Amelie, einen Eklat auslöst. Ganz offensichtlich kennt sie einen der Gäste, den im Wiesbachtal nicht unbedingt sehr beliebten Heinz Hafner, einen Gourmetkritiker, näher. Wenig später ist die Köchin tot - gestorben an einer (vergifteten) Flasche Wein. Simon Polt beginnt auf seine unkonventionelle Art zu ermitteln...
Komareks Roman ist von einer ungeheuren Dichte. Man spürt förmlich, was sich in diesen Dörfern alles im Hinter- und Untergrund abspielt - und man "spürt" regelrecht die Landschft. Gerade die Ermittlungen Polts zu dem Mord an der Köchin bringen so einige "Leichen aus dem Keller" an das Tageslicht - so mancher (männliche) Dorfbewohner hätte sie allerdings lieber ruhen lassen.
Dass der Wein in diesem Roman eine wesentliche Rolle spielt, ist natürlich klar - immerhin stirbt die Köchin an einem Cabernet-Sauvignon, den Pfarrer Winter vom Höllenbauern als Geschenk erhalten hatte. Auch Simon Polt ist (außer Dienst) nicht gerade ein Kostverächter, kann aber - im Unterschied etwa zum Ex-Lehrer Franz Fürst, dem der Alkohol zum Verhängnis wurde - mit eben diesem Alkohol ganz gut umgehen.
Die Lektüre des Roman macht regelrecht Lust auf die Landschaft, die einerseits total idyllisch wirkt, andererseits aber Abgründe erahnen lässt...
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Polt-Fans werden das Buch lieben!, 5. November 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Himmel, Polt und Hölle (Gebundene Ausgabe)
Nach "Polt muss Weinen" und "Blumen für Polt" ermittelt der Kommissar Simon Polt in "Himmel Polt und Hölle" bereits zum dritten mal im Weinviertel. Dieses mal bringt der Wiener Gourmet und Weinkritiker Heinz Hafner das Dorfleben durcheinander.
Bei einem Essen das die Pfarrköchin Amalie zubereitet hat, erblickt Amalie den Weinkritiker. Daraufhin lässt sie alles fallen und verschwindet verstört. Polt erfährt nur das es zwischen beiden ein Erlebnis in der Vergangenheit gab.
Kurz darauf wird Amalie vergiftet aufgefunden. So muss Gendarmerieinspektor Simon Polt ein Motiv und einen Täter für diese Tat finden.
Natürlich ist der Weinkritiker verdächtig. Als er dann auch noch verschindet wird er nur noch verdächtiger. Polt findet bei seinen Ermittlungen heraus das die Pfarrköchin ziemlich lebenslustig war. Sie hat eigentlich mit den Männern des ganzen Dorfes geflirtet, besonders aber mit Sonderlingen. Und Sonderlinge gibt es einige im Dorf.

Mir hat das dritte Werk von Alfred Komarek sehr gut gefallen. Er schreibt wieder über das Weinviertel. Über die engen Kellergassen, über den Wein und über die ländlichen Dorfbewohner.

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5.0 von 5 Sternen Grossartiger Polt, 11. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Himmel, Polt und Hölle (Taschenbuch)
Rechtzeitig zur Autorenlesung beendete ich die Lektüre dieses Buches und finde meinen ersten Eindruck von Alfred Komarek bestätigt: GROSSARTIG! Nach „Polt muss weinen“ sind mir die Charaktere weitgehend bekannt, durch die Geschichte zieht sich wie bereits beim ersten Buch ein gewisser Spannungsfaden, der Leser bleibt bis zuletzt über die Identität des Mörders im Unklaren und Komareks Schreibstil verleitet einfach zum Weiterlesen … ich freue mich bereits auf den nächsten Krimi dieses tollen Autors und vergeben selbstverständlich auch für „Himmel, Polt und Hölle“ wieder 5 Sterne.
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5.0 von 5 Sternen Tiefgründiges Weinviertel, 27. November 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Himmel, Polt und Hölle (Taschenbuch)
Wunderbarer Komarek, wie immer tiefgründig mit eindringlicher und doch so leicht lesbarer Hartnäckigkeit kommt Polt den Dingen - die er eigentlich am Liebsten gar nicht so genau wissen möchte - auf die Spur! Für Komarek-Fans ein Muss!!
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4.0 von 5 Sternen Macht Lust auf ein Glas Wein, 3. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Himmel, Polt und Hölle (Taschenbuch)
Erstmal vorweg, ich bin im Weinviertel aufgewachsen und meine Grosseltern waren (Teilzeit)Winzer, manches im Buch erinnert an damals, anderes sind klassische Cliches. Es wird zwar gern und viel getrunken, doch dass der Herr Inspektor mit einem Dauerspiegel herumläuft, naja in den 70/80ern kannte ich so einen Gendarmen, aber der hielt sich auch nicht lange. Dennoch sehr unterhaltsam und leicht zu lesen, ich "fresse" normalerweise nicht die Bücher welche ich lese, aber mit diesem war ich an einem trüben (Wetter) Samstagnachmittag durch. Mein Vorschlag wäre: Kauft dieses Buch und nehmt es bei einem Besuch eines Weinherbst Winzerfestes mit, das würde die Sache absolut abrunden.
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Himmel, Polt und Hölle
Himmel, Polt und Hölle von Alfred Komarek (Taschenbuch - April 2003)
EUR 9,90
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