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Im Haus der Großen Frau
Format: TaschenbuchÄndern
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Oktober 2006
Natürlich ist das ein Buch über Frauen – in ihrer besonderen Eigenschaft als „das andere Geschlecht“, gesehen mit den Augen, nein, wahrgenommen mit allen Sinnen des kleinen und großen Rafael.

Rafael gehört einer Familie an, deren Männer früh sterben. So kommt es, daß er allein zwischen fünf Frauen aufwächst, während die Männer – Großvater, Vater, zwei Onkel – nur als Bilder an der Wand hängen und von ihm blankpoliert werden. Die Große Frau zerfällt in Großmutter, Mutter, die schwarze und die rote Tante und eine Schwester, und jede ist eine Schattierung des Phänomens und Rätsels Frau und verhilft Rafael zu einem Aufwachsen, „wie es besser nicht sein könnte“.

Die Männer in diesem Buch, falls noch nicht gestorben, sind geschickte Handwerker, Kerle von dieser Welt, die sich mit Steinen, Eseln, Taxis abmühen und nicht mit Büchern und Erinnerungen. Der Steinmetz Abraham, Rafaels Freund, „Patenonkel“ und Vaterersatz, schenkt ihm zur Bar Mizwa ein Taschenmesser, Stiefel und einen Fäustel, „damit er sich erinnert“, und Rafael, solcherart zum Mann geworden, tötet noch am selben Tag den gelben Kater, den Schrecken des Viertels.

Es ist auch ein Buch über die Schwierigkeiten des Erinnerns. Der erwachsene Rafael, noch immer lose verbunden mit der Großen Frau, noch immer ein bißchen Opfer und Objekt, tut sich schwer damit. Erinnern ist Frauensache. Die Frauen werfen sich Familienzitate zu, sie haben die Geschichte geknüpft, haben den Überblick, kennen die Geheimnisse. Rafael erkennt nur Ausschnitte, die er nicht zusammenfügen kann. Wir, die Leser, erleben diese Ausschnitte als eindrucksvolle Ereignisse, als zwingende Momentaufnahmen in einem fernen, fremdartigen rätselhaften Israel der Vergangenheit und Gegenwart.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. März 2001
Für alle Liebhaber der Erzählkunst, die schon nur Freude am breiten Wortschatz haben. Die an sich eher unspektakuläre Handlung wird durch die systematische Verdichtung zu einer Geschichte, die auch nach der letzten Seite stark nachwirkt - und irgendwie ungeheurlich ist.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. März 2013
Im Haus der großen Frau
prima und alles in Ordnung
warum soll ich noch mehr schreiben wenn alles schon gesagt ist, das nervt
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Dezember 2009
ok, ich habe es nicht zuende gelesen. Begonnen habe ich mit viel Vorfreude, denn seinen "Russischen Roman" habe ich vor langer Zeit gerne gelesen. Und nun lag da dieses Buch auch dem Ramschtisch bei 2001 und ich griff zu.
Das Buch taugt leider nichts. Belanglos wird über die Aufbaugesellschaft in Israel geplaudert. Alle Szenen, Gegebenheiten, Angewohnheiten und Verhalten wirken konstruiert und schrecklich langweilig. Das ist die Mutter (oder war es die Oma), die manches Buch nicht zuende liest und sie deshalb dem Protagonisten zum Zuendelesen gibt - was der auch brav tut! Und diese Rona, die auf jeder dritten Seite als "frühere Frau, jetzige Geliebte und künftige Katastrophe" bezeichnet wird. Ich weiß nicht, ob ich von Menschen hören möchte, die ihre ex-Frau zur Geliebten nehmen, aber auf keinen Fall möchte ich von jemandem Geschichten hören der mich für so meschugge hält, dass er es mir auf jeder dritte Seite nochmal erklären möchte. Dann ist da noch diese Angewohnheit des Protagonisten die er sein Leben lang beibehalten hat: Er fragt Menschen was denn besser wäre, eine sehende Frau mit einem blinden Mann oder umgekehrt. Nein wie spannend! Rona sagt dazu das wäre eine dumme Frage, denn schließlich sind alle Männer blind und haben sehende Frauen. Ist das ulkig.
Aufgehört habe ich dann auf s. 58 der gebundenen Diogenes Ausgabe. Dort wird die Mutter mit dem Armeetod ihres Mannes konfrontiert und erwidert. "In unserer Familie fallen die Männer nicht im Kampf, sie kommen nur bei Unfällen ums Leben". Ich schätze Sarkasmus, aber das ist dann doch absurd.
Fazit: Manche Bücher liegen mit einem Grund auf dem Ramschtisch.
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