Kundenrezensionen


223 Rezensionen
5 Sterne:
 (119)
4 Sterne:
 (59)
3 Sterne:
 (20)
2 Sterne:
 (12)
1 Sterne:
 (13)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


88 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Midlife-Crisis mit Folgen!
"Die dunkle Seite des Mondes" ist vielleicht Martin Suters bestes Buch! Leider konnte er mit seinen später erschienenen Büchern "Lila Lila" oder auch "Der Teufel von Mailand", allesamt Bestseller und auch lesenswert, nicht mehr an diesen so originellen und packend erzählten Roman anknüpfen.

Urs Blank ist erfolgreich. Seine Anwaltskarriere...
Veröffentlicht am 1. Juni 2007 von zeilensprung

versus
28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Exzellente Milieuschilderung
Neben Fred Vargas' Beitrag zur SZ-Reihe ist dies bisher der originellste Ansatz für einen Kriminalroman, den ich in dieser Reihe gelesen habe.

Der erfolgreiche Wirtschaftsanwalt Blank, der ein paar Millionen Franken auf dem Konto und einen entsprechenden Lebensstil hat, lernt auf dem Flohmarkt das Späthippiemädchen kennen und beginnt ein...
Veröffentlicht am 18. September 2006 von helmut seeger


‹ Zurück | 1 223 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

88 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Midlife-Crisis mit Folgen!, 1. Juni 2007
"Die dunkle Seite des Mondes" ist vielleicht Martin Suters bestes Buch! Leider konnte er mit seinen später erschienenen Büchern "Lila Lila" oder auch "Der Teufel von Mailand", allesamt Bestseller und auch lesenswert, nicht mehr an diesen so originellen und packend erzählten Roman anknüpfen.

Urs Blank ist erfolgreich. Seine Anwaltskarriere verläuft schnurgerade, sein Leben verläuft in klaren, geordneten Bahnen. Wenn da nicht der stets bohrende Gedanke wäre "War es das schon?", der so viele Männer anfällt, wenn die Haare grau werden...

Seine Mittagspausen verbringt Blank immer öfter in einem kleinen Park, in dem eine sehr junge Frau in indischen Klamotten Räucherstäbchen verkauft. Gerade weil sie ein kompletter Gegenentwurf zu seinem eigenen glatt gebügelten Leben ist (und auch zu seiner langjährigen Lebenspartnerin), fühlt er sich von ihr angezogen. Die beiden beginnen eine Affäre, die ihn anfangs beflügelt. Nie hat er seinen Job so effizient erledigt, sich selten zuvor so lebendig gefühlt. Doch als der Reiz des Neuen verflogen ist, sind auch die gleich Sinn-Fragen wieder da. Er mag jedoch nicht einfach die Beziehung beenden und lässt sich auf einen Pilztrip ein. Doch die eingenommenen Pilze haben eine weit verheerendere Wirkung, als ursprünglich angenommen. Urs kommt von seinem Trip nicht mehr herunter und sein Leben nimmt unerwartete Wendungen...

Martin Suter hat in diesem Roman eine Midlife-Crisis so ins Surreale gesteigert, dass Urs Blank am Ende dem Leser beinahe leid tut.

Die Stärke des Schweizer Gegenwartsschriftstellers ist, sehr realitätsnah geschilderte Menschen in Ausnahmesituationen dar zu stellen. Das dabei Wahnsinn und Realität sehr nahe beieinander liegen und Suter seine Protagonisten auch immer wieder auf verschiedenen Bewusstseinsebenen handeln lässt, lässt auch die Leser immer wieder in menschliche Abgründe schauen. Lakonisch und beinahe kalt seziert Martin Suter nahezu emotionslos diesen Urs Blank.

"Die dunkle Seite des Mondes" ist eines der Bücher, die einem sehr lange im Gedächtnis bleiben und nach denen man immer wieder sucht. Ein Unterhaltungsroman auf hohem Niveau und mit einer so eigenen Grundstimmung, dass er wie ein Solitär wirkt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


43 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Ende führt zurück zum Anfang, 10. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die dunkle Seite des Mondes. Roman (Taschenbuch)
Der Inhalt des Romans ist jetzt schon zur Genüge resümiert.
Genügend hingewiesen ist dabei auf die Änderung von Blanks Charakter durch die Einnahme halluzinogener Pilze.
Ich frage mich, ob das stimmt; ob überhaupt eine Änderung stattfindet.
Das Ende, zu welchem sich die Entwicklung Blanks hinsteigert, ist eines, in dem keiner der ursprünglich Beteiligten mehr gewinnt. Alle verlieren (Blank, Ott, alle aus der Wirtschaftskanzlei).
Das radikale Ende führt wieder zurück zum Anfang des Romans und zu der Frage, ob die Entwicklung, die die Handlung nimmt, tatsächlich mit den Pilzen zusammenhängt, oder nicht doch mit etwas Grundlegenderem, das, pilzunabhängig, schon von Anfang an da war.

Hier sehe ich in diesem Suter-Roman eine Stärke, da die Spannung über das Romanende weiterläuft und zu einer Suche nach Spuren im Text führen kann, die vor lauter Pilzen leicht zu übersehen sind.

Die Grausamkeit, die Aggressivität bringen Blank, Ott, Fluri schon mit.
An der Oberfläche verhalten sie sich zivilisiert, zurückhaltend, freundlich sogar. Dieses Verhalten ist aber keines aus Überzeugung, sondern es ist eines, das den Geschäftsinteressen dient, es ist Kalkül, berechnende Strategie. Tatsächlich denken sie sich gegenseitig als Arschlöcher, wünschen sich, den anderen zu ohrfeigen, kultivieren ihren Hass über lange Zeit, um dann den finanziellen Ruin des anderen zu betreiben, und dies auf einer glatten wirtschaftlichen Oberfläche, mit Hilfe von Verträgen und Klauseln, an denen nichts Illegales ist. Die Boshaftigkeit tarnt sich mit Servilität (Blank) und finanziellen Investitionen (Ott), wobei einer dem anderen genau so viel dient, wie er für seinen Eigennutz muss.
Blank merkt "irgendwie", dass er an diesem System zu leiden beginnt.
Dass er es klar erkennt, wäre zuviel gesagt, denn der Änderungswunsch ist zu diffus. Eher wird Blank angerührt von Archaischem: vom Wald und vom Duft, von zwei Kräften, die Wünsche in ihm aufkommen lassen, von denen er nicht mal weiß, was sie ausmacht.
Es muss in seiner Vergangenheit eine Zeit gegeben haben, mit einem Mädchen, das nach Sandelholz gerochen hatte, aber Blank ist von jener Zeit so abgeschnitten, dass er sich nicht mal mehr an das Gesicht jenes Mädchens erinnert. Der Duft nach Sandelholz löst nicht, wie der Keksduft im berühmten Romanzyklus von Proust, eine Erinnerung aus. Was Blank bleibt, ist höchstens eine dumpfe Sehnsucht.
In einem kleinen Gespräch mit seinem Jugendfreund Wenger, der Psychiater ist, geht es denn genau um Änderungen und die Frage nach der Änderbarkeit. Wollen sich Menschen ändern? Können sie es? Wie geht das, wenn es geht? Die Fragen bleiben unbeantwortet.
Das Paradox, das nun folgt, ist, dass Blank just in dem Augenblick, in dem er eine Änderung will, in alle Änderungsfallen tappt, die es geben mag. Die Affäre mit dem Flohmarktmädchen Lucille ist vielleicht die Suche nach dem alten Sandelholzmädchen. Aber kein Flohmarktmädchen, und habe es noch so hellblaue Augen, kann zum verlorenen Sandelholzmädchen führen.
Und die Pilze, die sein Bewusstsein erweitern könnten, nageln ihn eher auf seinem Status Quo der Grausamkeit fest, in gesteigerter Form.
Der Wald, in den er sich zurückzieht, ist nicht wirklich eine Antiwelt zu der städtischen, in welcher er vorher lebte. So, wie er im Wald gleichzeitig Gejagter und Jäger ist, war er es vorher auch. Jetzt versteckt er sich im Unterholz, vorher versteckte er sich in Vertragsformulierungsdetails. Vielleicht lernt er von daher so schnell, in diesem Terrain zu überleben.
Ein weiteres Paradox ist, dass die größte kulturelle Leistung hier im Wald stattfindet. Hier erkennt Blank seine Gefährlichkeit für andere und versucht fast Übermenschliches, diesen zerstörerischen Zug in sich abzubauen. Die vielen technischen Details dienen dazu zu veranschaulichen, wie er, sowohl zurückgeworfen wie angestachelt durch seine Ausfälle ins Unmenschliche, versucht sich zu einem Menschen zu machen, der die Bewertung "Mensch" wieder verdient.
Das Abschlussparadox ist, dass es ihm gelingt, dass dieser Erfolg ihm aber nichts mehr für ein weiteres Leben nützt.
Für einen Augenblick, für den kurzen Augenblick des bewussten und willentlichen Verzichts auf das Töten, darf er die Früchte seiner mühsamen Änderungsarbeit genießen - und lächeln. Von daher hätte er - im Gegensatz zur obigen Aussage - doch gewonnen.
Gibt es also eine Änderung? Gibt es Erfolg?
Die Spannung höret nicht auf ...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen spannend bis zum Schluß, 30. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Die dunkle Seite des Mondes. Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch ist etwas für alle, die sorgfältig rechertierte Plots mögen, die sprachlich sauber und logisch stringent dargestellt werden.

Das Buch ist ungeheuer spannend und zwar ohne daß es ein Krimi wäre. Es hat zwar einen kriminalistischen Erzählstrang, aber der ist nicht sehr stark ausgeprägt.

Bis zum Schluß möchte man das Buch in einem Zug durchlesen. An keiner Stelle hat man das Gefühl, daß die Spannung nachläßt, daß es einen Hänger gibt, irgendeine Stelle, über die sich der Autormit mühsamen Erklärungen hinweghilft.

Das Ende ist überraschend. Und es läßt einen nicht so schnell los. Noch ein paar Tage, nachdem ich das Buch zuende gelesen hatte, kam es mir immer wieder in den Sinn. Und es machte Spaß, sich die Schlußszenen nochmals vorzustellen und über die Bedeutung des Endes nachzudenken.

Ein anderer Rezensent hat geschrieben, daß es kein happy end sei. Ich bin da nicht so überzeugt. Es ist das richtige und passende Ende, egal ob happy oder nicht. (Im übrigen würde ich eher zu happy tendieren.)

Alle diese positiven Aspekte würden eigentlich 5 Sterne rechtfertigen. Trotzdem nur vier Sterne deshalb, weil die im Buch beschriebene "psychodelische Erfahrung" so vollkommen jenseits jeder Alltagserfahrung ist, daß man den Ausgangspunkt der Erzählung doch irgendwie abwegig finden muß.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ja, ja, die Pilze, 19. September 2007
Von 
Uwe Zimmermann "Setman" (Halle (Saale)) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die dunkle Seite des Mondes. Roman (Taschenbuch)
Das Buch ist wirklich fabelhaft. Wieder einmal beweist Martin Suter, dass er ein Meister der "gespaltenen" Charaktere ist.
Diesmal gelingt ihm dieser Spagat, indem er seinen Hauptdarsteller, einen vermögenden Wirtschaftsanwalt namens Urs Blank, in die Welt der bewusstseinserweiternden Pilze führt.
Dies tut er, wie in allen seinen Büchern, wieder mit sehr viel Witz und Raffinesse, sodass ein sehr schönes kurzweiliges Buch entstanden ist.

Die Geschichte ist abwegig, aber nicht unmöglich und daher wird man als Leser ganz schnell in den Bann genommen und will unbedingt erfahren, wie es weitergeht.

Jeder, der verrückte, komische aber dennoch nicht plumpe Geschichten mag, wird dieses Buch mit Freude lesen. Ich kann es nur empfehlen, so wie bislang jedes Buch von Martin Suter...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein psychodelischer Megatrip durch die Literatur, 1. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Die dunkle Seite des Mondes. Roman (Taschenbuch)
Endlich wieder eines von diesen Büchern, die leise und zurückhaltend anfangen, dich jedoch von Beginn an fest im Griff haben. Die Spannung steigt so unmerklich, dass man längst dem Buch verfallen ist, bevor man es merkt.
Ich liebe Bücher, die mich die Welt um mich herum vergessen lassen und dazu brauche keine psychodelischen Wirkstoffe. Denn, deren Wirkung und Folgen hat Herr Suter so detailiert beschrieben, als wäre ich selbst die Hauptdarstellerin.
Wunderbares Buch! Grossartige Mischung aus Wissen, Sprache, Thrill, Gesellschaftskritik, und mehr. Unbedingt zu empfehlen.
Text & Co - Irene Bassal
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterlicher Krimi, 17. Februar 2007
Urs Blank ist ein erfolgreicher Staranwalt im Wirtschaftsrecht und entspricht in allen Facetten seines Lebens dem Klischee eines solchen. Mit der frisch akquirierten, jungen Hippie-Geliebten geht es vom Nobelrestaurant ab in den Wald zum Psychedelic-Pilze-Naschen, und danach ist er anderer. Einer, der tötet ohne Reue, ohne schlechtes Gewissen und ohne Bedenken. Das Back-to-Nature-Experiment hat in Urs Blank nicht das Gute, Wahre, Schöne zum Vorschein gebracht, sondern eine ethikfreie, kaltblütige Grausamkeit, die über das nahrungsmittelbeschaffende Töten der Tierwelt weit hinausgeht...

Martin Suters Erzählung ist meisterlich geschrieben und extrem spannend sowie pointiert schockierend. Wer ein an sich kuscheliges Verhältnis zu Tieren hat, sollte sich beim Lesen warm anziehen, denn Suter zeigt ganz schonungslos, wie einer ist, der ohne Gewissen tötet, der keine emotionalen Bindungen mehr hat, der außerhalb einer Gesellschaft steht, die für ihn schlicht keine Bedeutung mehr hat und nicht länger ein Wertesystem darstellt.

Man kann das Buch als äußerst spannenden Krimi lesen oder, wenn man will, als Geschichte von einem, der auszog, seine ganz persönliche dunkle Seite zu entdecken. Wie auch immer: "Die dunkle Seite des Mondes" ist eine exzellente Erzählung mit nachhaltiger Wirkung auf den Leser.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen .... ist sehr dunkel, weil keine Sonne mehr hinkommt!, 21. Oktober 2008
Von 
Joroka (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die dunkle Seite des Mondes. Roman (Taschenbuch)
Das ist wahrlich ein ungewöhnliches Buch. Die Geschichte von einem Anwaltsfuzzi, der den Ausstieg aus seinem gutsituierten Leben im großen Stil vollzieht. Das Hippie-Mädchen ist dabei nur Mittel zum Zweck. Durch sie kommt er mit Kreisen in Kontakt, die durch die halluzinogene Wirkung kleiner, lustiger Pilze, die auf alten Kuhfladen oder unter Eiben wachsen, sich den besonderen Kick verschaffen wollen. Leider geht bei ihm dabei etwas schief und er ist anschließend nur noch sehr rudimentär in der Lage, seine aggressiven Emotionen unter Kontrolle zu halten. Er tritt die Flucht nach vorne, das heißt in seinem Fall: die Flucht in den Wald an. Wie ein Tier versteckt er sich in einer Tannenschonung (jedoch mit dem entsprechenden Hightech-Equipment ausgestattet). Doch bald schon ist die Jagd eröffnet. Die Jagd auf ihn.....

Ein ungewöhnliches Buch: Da wie gerade beschrieben mit einer außergewöhnlichen Geschichte. Darüber hinaus ist es auch kein Buch für zartbesaitete Seelen, da doch das eine oder andere Opfer zu beklagen ist.
Die sonnenabgewandte Seite des Mondes ist ausgesprochen dunkel. Der Titel des Buches führt also diesbezüglich nicht in die Irre.
Viele Infos über die Pilze sind gut recherchiert. Die beschriebene Kombiwechselwirkung ist jedoch auf dem Mist der Phantasie erwachsen. (Sehe ich da einen erhobenen Zeigefinger, sich ja nicht auf solche gefährlichen Experimente einzulassen??!!)
Mich hat das Buch jedenfalls umfassend gut unterhalten. Für seine besondere Art hat es die 5 Sterne redlich verdient.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen page-turner, 23. Januar 2008
Von 
C. Schwarzenberg (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die dunkle Seite des Mondes. Roman (Taschenbuch)
Diese war das erste Buch, das ich von Martin Suter las. Und ich bin begeistert!
Auch wenn es mir auf den ersten Seiten etwas Mühe gekostet hat, mich in die Welt der Anwälte hineinzudenken. Die Geschichte nimmt einen gefangen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich nicht erwarten konnte, wie Suter die Story weiter vorantreiben würde.
Die Sprache ist flüssig, der Sprachstil auf distanzierte Weise fesselnd, schockierend, aber nie gleichgültig.
Auch thematisch ist dieser Roman meiner Ansicht nach super recherchiert. Das nötige Wissen, das man benötigt, um dem Roman und des Themas folgen zu können, wird einem gutverständlich, sachlich und vor allem authentisch wirkend vermittelt.
Der Grund, warum ich "nur" 4 Sterne gebe, liegt in dem etwas zu abrupten Ende er Erzählung. Mit einem Mal ist das Buch ausgelesen und der Leser fühlt sich irgendwie allein gelassen. Auch wenn dieses Ende die logische Konsequenz seines Handelns ist und jede andere Reaktion seinen Zustand des Wahns weiterhin bekräftigt hätte, fiel das Ende etwas zu karg aus.
Trotzallem ein tolles Buch, das einen auch nach dem Lesen noch einige Zeit beschäftigt...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen beim nächsten Pilzgericht gut aufpassen!, 10. März 2007
Urs Blank hat eigentlich alles, was man zum Glücklichsein benötigt. Einen Job als Wirtschaftsanwalt, durch den jegliche finanzielle Sorgen für ihn ein Fremdwort sind, eine funktionierende Beziehung, einflussreiche Freunde. Dennoch verspürt er den Wunsch nach Veränderung. Diese tritt ein, als er auf einem Flohmarkt die knapp 20 Jahre jüngere Lucille kennen lernt. Durch die Affäre verliert er nebenbei seine langjährige Freundin, viel schwerwiegender auf sein restliches Leben sind allerdings die Folgen, die ein missglückter Ausflug mit seiner neuen Bekannten in die Welt der Pilz-Trips hat. Was eigentlich nur ein recht harmloser, skurriler Versuch der Bewusstseinserweiterung sein sollte, endet in einem nicht enden wollenden Horror-Trip. Nachdem er vom Rausch runterkommt, bemerkt er immer erschreckendere Nachwirkungen. Aus dem kontaktfreudigen, charmanten Weltmann wird ein gefühlskalter, introvertierter Außenseiter. Aber auch in anderer, für seine Mitmenschen weitaus schwerwiegenderen Form, kommt es zu Veränderungen. Sein erstes, aber nicht einziges Opfer, wird die Katze von Lucille.

Auch wenn dieses Buch unter der Rubrik "Krimi" läuft, hat die Geschichte nicht viel mit klassischen Krimis zu tun. Es geht nur am Rande um die Aufklärung der Taten, vielmehr lässt der Autor kaum eine Gelegenheit für böse Seitenhiebe gegen die Wirtschaftswelt aus. Die Story kommt einem an manchen Punkten wie eine Parabel auf die Macht- und Geldgeilheit der Managerwelt vor.

Die Folgen des fehlgeschlagenen Drogen-Experiments und die Veränderungen des Charakters des Urs Blank kommen glaubhaft rüber, auch wenn die Wandlung bis hin zum Waldmenschen ein wenig übertrieben erscheint.

Insgesamt ist dies ein äußerst kurzweiliges Buch, das Geschmack macht auf die restlichen Werke Martin Suter's. Ein Krimi der ganz anderen Sorte!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirklich überaschender Waldspaziergang, 12. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Die dunkle Seite des Mondes. Roman (Taschenbuch)
Martin Suters zweiter Roman "Die dunkle Seite des Mondes" übertrifft sein wirklich beeindruckendes erstes Buch "small World" noch bei weitem. Auch hier fesselt der Autor den Leser wieder durch seine klare und nüchterne Art eine spannende Geschichte zu erzählen. "Die dunkle Seite des Mondes" ist ein Roman der an Spannung kaum zu überbieten ist.
Der Leser lernt zuerst den "normalen" Urs Blank, Fachmann für Fussionverhandlungen kennen. Er erlebt auf welche Weise Urs die halluzinogenen Pilze kennenlernt und wie diese sein Leben und ihn komplett ändern. Blank flieht in den Wald, wo er erkennen muß, daß es nur eine Möglichkeit gibt dem Unbegreiflichen zu entrinnen. Er erkennt den Weg aus dem Alptraum, der schließlich ein überaschendes Ende findet.
Der Roman besticht aber nicht nur durch die ungeheure Spannung, die einen das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen läßt, sondern auch durch einen oftmals wunderbar schwarzen Humor. Die Hintergründe ( z.Bsp die Wirkung halluzionogener Pilze) wurden vom Autor wirklich gründlich recherchiert, was aber den Roman nur umso spannender macht.
Ein Buch das wirklich zu empfehlen ist. Der Leser begibt sich auf einen Spaziergang durch die Psyche eines Menschen, dessen Ziel irgendwo in der Einsamkeit und Dunkelheit des Waldes liegt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 223 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Die dunkle Seite des Mondes. Roman
Die dunkle Seite des Mondes. Roman von Martin Suter (Taschenbuch - Dezember 2001)
EUR 10,90
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen