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Kundenrezensionen

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am 19. September 2007
Arnon Grünberg ist ein Meister, ein Meister der klaren Aussagen. Er vermeidet in seinem Erstling komplizierte Verschachtelungen und langwierige Beziehungen. Sondern er schreibt frei von der Leber weg, was er denkt, schlicht, einfach, aber dennoch mit voller Eleganz!

Es ist die Lebensgeschichte eines jungen Mannes aus jüdischem Elternhaus, der nicht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll. Er findet die Liebe, die Liebe zu Rosie, doch diese Liebe hat keine Zukunft.
Arnon Grünberg schildert diese Phase des jungen Mannes sehr scharfsinnig. Er schreibt zauberhafte Anekdoten, mit großer Klarheit und sehr viel trockenem Humor. Es ist eine Freude jede Geschichte des jungen Mannes zu lesen.

Nach der Trennung von Rosie und dem Tode seines Vaters gerät das Leben des jungen Mannes völlig aus allen Fugen. Seine Liebe ist dahin und er sucht nur noch die Nähe von Prostituierten. Diese Stunde, die er sich regelmäßig gönnt, ist sein Versuch von Rosie frei zu kommen, doch man spürt, wie dieser Versuch misslingt und er sich immer mehr im Strudel seines Unterganges befindet.

Das Geld wird knapp, die Zukunft grauer, nun gibt es nur noch ein Lösung, selbst Gigolo werden. Dies tut er und trägt dabei den alten Anzug seines Vaters, wieder ein Teil der Vergangenheitsbewältigung...

Die Geschichte des jungen Mannes ist wirklich sehr fesselnd. Auf knapp 350 Seiten hat Arnon Grünberg ein wirklich zauberhaftes Buch geschrieben. Ich kann es jedem nur empfehlen, man wird es nicht bereuen.
Klare Sprache, klare Ansagen, klarer trockener Humor, all das hat Arnon Grünberg geschaffen!

Respekt!
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am 2. Mai 2014
Wenn ein Autor als Ich-Erzähler auftritt, hat man es in der Epik normalerweise mit einer Autobiografie zu tun. In einem Roman jedoch, und «Blauer Montag» ist explizit als solcher deklariert von Autor und Verlag, wirft diese Konstellation immer wieder die Frage auf, ob das jeweils Gelesene nun pure Fiktion ist oder doch real Erlebtes. Und das umso mehr, wenn eine ungewöhnlich provokante Geschichte derart sachlich, nüchtern und kaltschnäuzig erzählt wird wie die äußerst chaotisch anmutenden Erlebnisse des in Amsterdam lebenden Holländers Arnon Grünberg. Einer, der der Null-Bock-Generation angehört und seine nihilistische Einstellung zu seiner ganz persönlichen Lebensphilosophie verklärt, der um nichts in der Welt sich den gesellschaftlichen Konventionen anzupassen gedenkt, der einen anderen, besseren Weg zu suchen scheint, ohne recht zu wissen, was das denn wäre, wonach genau er da eigentlich sucht.

Die in fünf Abschnitte gegliederte Geschichte beginnt gleich turbulent mit dem Tod und der Beerdigung des Vaters, der offiziell mit Briefmarken handelte, dessen wahre Geschäfte aber undurchsichtig sind. So gehört denn zum Beispiel eine Reitschule für Behinderte mit zwanzig Pferden zu seinem Nachlass, sehr zur Verblüffung von Ehefrau und Sohn Arnon. Im Stil eines Pennälerromans geht es in einer Rückblende weiter mit dessen Schulnöten und seiner ersten Liebe Rosie, locker und amüsant erzählt, ohne dieser Thematik jedoch neue Seiten abgewinnen zu können. Was das blutjunge Pärchen eint ist ihre ungestüme Art, das Besondere, Aufregende zu suchen und allem Konventionellen zu trotzen, «die ganze Welt ist langweilig», wie Rosie ernüchtert feststellt. Im dritten Abschnitt wird die Phase der Krankheit des nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmten Vaters geschildert. Arnon kümmert sich um ihn, fährt ihn im Rollstuhl in die Kneipe und kommt ihm näher als je zuvor.

Im vierten Abschnitt unter dem Titel «Die Mädchen», der fast die Hälfte des Romans umfasst, wird über die Zeit nach dem Rauswurf aus der Schule berichtet, wo Arnon, inzwischen erwachsen geworden, sich mit verschiedenen Gelegenheitsjobs durchs Leben schlägt. Als Verleger ging er schnell in Konkurs, zur Büroarbeit hatte er ebenfalls bald keine Lust mehr, seine Geldquellen bleiben völlig im Dunkeln, erwähnt wird nur, dass er selbständig als Manuskriptleser für einen Verlag tätig ist. Immer in Geldnöten und oft abgebrannt bis auf den letzten Gulden, hat er für Kneipen, Bars und Restaurants, aber auch für Damen des horizontalen Gewerbes, auf wundersame Weise dann doch immer noch genügend Geld übrig. Seit Rosie ihn verließ, hatte er keine Freundin mehr, Liebe und emotionale Bindungen sind ihm total fremd geworden, es zieht ihn nur noch zu käuflichen Frauen hin.

Die Erlebnisse des trostlosen Helden im Bordellmilieu Amsterdams sind das Langweiligste, was ich seit Langem gelesen habe, da ändern auch einige eingeschobene Puffwitze nichts dran. Über nicht weniger als fünf «Mädchen» wird ausführlich berichtet, aber weder die freudlosen sexuellen Verrichtungen noch die dümmlichen Gespräche zwischen Nutte und Freier sind in irgendeiner Weise interessant oder gar erbaulich. Denn weder die Voyeure noch die Alltagsphilosophen unter den Lesern kommen da wirklich auf ihre Kosten. Letztere seien auf den im Rotlichtmilieu angesiedelten Roman «Im Stein» von Clemens Meyer verwiesen, - wenn’s denn unbedingt sein muss! Über die Ursachen der seelischen Verwahrlosung des Helden darf spekuliert werden, in Frage kommen sowohl das lieblose Elternhaus als auch die gescheiterte Liebesbeziehung zu Rosie, der Text bietet leider kaum Ansatzpunkte für eine fundierte psychologische Analyse. Am Ende schließlich startet der Ich-Erzähler in eine neue Karriere als Callboy, aber was daraus dann wird, das erspart der Autor den geplagten Lesern, wofür ich ihm äußerst dankbar bin.
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am 19. Juni 2003
Die provozierende Lebensgeschichte, die dieses Werk laut Klappentext sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Mal davon abgesehen, dass Grünberg bestenfalls eine Lebensperiode beschreibt, ist sie so provozierend wie Klingelstreiche oder Böller in Briefkästen werfen. Der Leser wohnt einer weinerlich und geschwätzig vorgetragenen Selbstfindung eines jungen Mannes bei, der aus Mangel an Orientierung sein Leben und stets fehlendes Geld in Alkohol und diverse Nutten investiert. Grünberg beschreibt die Handlungen des Protagonisten lakonisch und mit Ironie, doch hat sein Held weder einen Werdegang noch entwickelt sich so etwas wie eine Geschichte. Träge und ohne Dramaturgie plätschern die Beschreibungen im stilistischen Niemandsland vor sich hin.
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am 12. Mai 2004
Dieses Buch handelt von einem jungen Typen, der aus der Schule geflogen ist und sich mit ein paar Hilfsjobs über Wasser hält. Sein Vater ist ziemlich am Ende (gesundheitlich), die Mutter dominant und hysterisch, und trotz der ständigen Geldsorgen besucht Arnon Grünberg (Hauptfigur = Autor) Dirnen am Laufmeter (interessante Schilderungen, man spürt, dass Grünberg hier einschlägige Erfahrungen gesammelt hat). -- Am Schluss entschliesst sich Arnon, sich selbst auf dem Markt anzubieten (d.h. er nimmt den Job als Callboy an). Leider hört hier der Roman auf, und man erfährt nicht, wie es ihm dabei ergangen ist (dieser Job gäbe sicherlich Stoff für einen weiteren Roman ... womöglich sammelt Grünberg hier noch ein paar Erfahrungen). -- Alles in allem ein witziger, empfehlenswerter Roman.
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am 30. Mai 2014
nachdem ich schon viele andere romane von Arnon Grünberg gelesen habe, kommt einem dieser debutroman holprig und an manchen stellen zu langatmig vor. Kein vergleich zu "mit haut und haaren", "tirza" o.ä.
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am 20. August 2006
es liest sich sehr leicht, ist herzlich ehrlich und aus dem leben gegriffen. kein buch das mich bezaubert und dieses glücksgefühl hinterlässt, aber ein gutes buch.
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