Kundenrezensionen

49
4,3 von 5 Sternen
Kalt ist der Abendhauch
Format: TaschenbuchÄndern
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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. März 2003
Charlotte Schwab, die Hauptfigur dieses Romans, ist nun schon fast im biblischen Alter angelangt. Mit viel Selbstironie erzählt sie uns ein wenig von ihrer schicksalhafte Lebensgeschichte und der quasi unerfüllten Liebe zu Hugo, den damals Charlottes Schwester Ida ehelichte, statt den Backfisch Charlotte zu beglücken. Doch wie das Schicksal so spielt, man sieht sich in Charlottes Geschichte mehr als zwei Mal im Leben wieder und so kündigt sich der greise Schwerenöter Hugo zu einem kleinen Besuch bei Charlotte an.....und er bleibt! Der Besuch von Hugo weckt längst vergessene Erinnerungen..auch die von Charlottes Ehemann Bernhard, um den sich ein markaberes Geheimnis rankt...
Mit viel schönen, schwarzen Humor hat Ingrid Noll eine weitere spannende Geschichte um einer der Angehörigen der Familie Schwab ( siehe Cora & Maja in - Die Häupter meiner Lieben und Seelige Witwen ) geschaffen. Man könnte noch stundenlang weiterlesen...
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Oktober 2000
Das Buch berichtet vom bewegten Leben einer schon über achtzigjährigen Frau, die, trotz ihres Alters, noch nicht verlernt hat, ihr Leben zu leben. So zieht sich ihre verbotene Beziehung mit ihrem Schwager wie ein roter Faden durch das Buch. Schon alleine das Ende zwingt die eingefleischten Ingrid Noll Fans, sich dieses Buch mindestens einmal durchzulesen! Meiner Meinung nach ein voller Erfolg!!!!
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. April 2005
Ingrid Noll schreibt über die Welt aus der Sicht einer Greisin, die auf einen romantischen Lebensabend mit jenem Mann - ihrem ehemaligen Schwager - hofft, auf den sie mehr als 60 Jahre gewartet hat ... ob das noch was wird?
Wirklich ein herrliches Buch - was ältere Menschen angeht, völlig klischeefrei, voll mit schwarzem Humor. Und immer wieder stolpert man über die sprichwörtliche Leiche im Keller ...
Das ist leichte, aber intelligente und niemals oberflächliche Literatur, die Spaß macht - dieses Buch wird nicht nur Krimi-Fans gefallen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. September 2011
Ein schöner Ingrid Noll-Roman. Der Anfang und auch die Fortsetzung des Anfangs sind wirklich gut, sie baut eine Wahnsinnsspannung auf und man möchte es nicht mehr aus den Händen legen - oder wenn doch, dann bewahrt man sich diesen Leckerbissen für ein paar gute Stunden. Ich muss nun leider sagen, dass mir das Ende überhaupt nicht gefällt. Da ich auch ein paar Vergleiche habe, ist dieses Ende schon fast enttäuschend - aber das ist nur meine persönliche Ansicht. Anderen gefällt dieser Schluss vielleicht besser.
Insgesamt also ein gut gelungener Roman, mit einem laschen Ende.
Trotzdem kaufens- und streitenswert ;)
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. November 2001
Es ist schon erstaunlich wie Ingrid Noll sich in die Charaktere sowohl junger als auch mittelalter und alter Damen hineinversetzen kann. Unheimlich glaubhaft und faszinierend rollt sie das Bild des vergangenen Jahrhunderts mit all seinen Facetten an Hand eines deutschen Frauenlebens auf. Es wird nie langweilig auch für mich als Vertreterin der jungen Generation. Besonders einprägsam war das Anfangsbild der coolen Alten im orangen Schlabberlook - unbeugsam, faszinierend, sarkastisch, lebenserfahren ... auch die Rührung und Tragik kommt in diesem Buch nicht zu kurz.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Oktober 2012
Der Kriminalroman Kalt ist der Abendhauch" von Ingrid Noll erzählt die Lebensgeschichte der 83-jährigen Charlotte, die im Alter noch einmal Besuch von ihrer ewigen Jugendliebe Hugo bekommt. Mit vielen Rückblenden, die ihre turbulente Geschichte erzählen, berichtet die Protagonistin von verdrängt geglaubten Familiengeheimnissen und Stück für Stück kommen vergessene Tragödien wieder ans Tageslicht.

Die vielen Dialoge lassen das Werk für den Leser anschaulicher wirken und durch den leichten Satzbau und die nicht besonders schwierige Sprache lässt sich das Buch sehr flüssig lesen.

Aufgrund des manchmal etwas umgangssprachlichen Schreibstils entsteht ein Kontrast zwischen Charlottes Generation und der heutigen Jugend.

Mit viel schwarzem Humor und Ironie werden Personen und Stimmungen sehr detailliert beschrieben, was zur besseren Identifikation mit den handelnden Personen verhilft.

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, da ich Ingrid Nolls Schreibstil mochte und mir während dem Lesen nie langweilig wurde, was daran lag, dass die Kapitel fließend ineinander übergehen und ich so nach jedem Kapitel wissen wollte, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Außerdem war es sehr berührend, wie detailliert die Gefühle der Personen beschrieben wurden und am Ende hat man mit ihnen geweint, gelacht und getrauert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. September 2009
Die betagte Protagonistin Charlotte erfreut sich eines wachen und aufgeschlossenen Verstandes und lebt alleine in einem kleinen, etwas abgelegenen Häuschen. In ihrer altersbedingten Vereinsamung dient eine alte Schaufensterpuppe, die sie Hulda nennt, als kommunikatives Medium, der Charlotte die Geheimnisse ihres Lebens anvertraut.
Was der Leser bei diesen einseitigen Gesprächen mit Hulda erfährt, ist im wahrsten Sinne haarsträubend. Diese Lebensbeichte dreht sich im Wesentlichen um Hugo, ihrer lebenslangen und im Grunde genommen unerfüllten Liebe und ihr Bemühen um die Gunst dieses Mannes.
Um den Lesespaß nicht zu verderben, verzichte ich auf die Wiedergabe von Einzelheiten. So viel sei aber gesagt, dass sich Charlotte die Sympathie des Lesers sichert und dass in der Folge die gebeichteten Taten und Untaten sich mehr und mehr einer moralischen Objektivierung entziehen, bis man es schließlich ganz in Ordnung findet, dass der Ehemann als physisch und psychisch ruinierter Kriegsheimkehrer um die Ecke gebracht und im Keller eingemauert wird.
In der Erfahrung, die einem die Autorin vermittelt, dass nämlich das Moralempfinden u. a. sympathieabhängig und von daher in hohem Maße manipulierbar ist, besteht m. E. die Qualität dieses amüsanten und lesenswerten Romans, der u. U. sogar eine nachdenklich stimmende Selbsterkenntnis zulässt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. September 2002
...fesselnd wie Ingrid Noll das Leben einer alten Dame beschreibt. Zeitweise nimmt die alte Frau sich sogar selbst aufs Korn, alles in allem ein wunderbares Buch dass man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 24. April 2014
Hulda sitzt angezogen auf dem Schaukelstuhl und hört ihr angeblich zu. Die achtzigjährige Charlotte unterhält sich mit der dort sitzenden Schaufensterpuppe und unternimmt eine gedankliche Reise in die Vergangenheit. Diese ist vor allem durch die ihr nahestehenden Personen Hugo und Albert geprägt.

Albert, der einst mit einer Puppe namens Hulda spielte, den ihre Schwester Fanni bekleidet im Mieder und in Frauenkleidern erschossen auf dem Dachboden des Elternhauses vorfand, lässt die alte Charlotte nicht los. Sie hatte ein besonders inniges Verhältnis zu ihrem Bruder und erfährt die Hintergründe seines Todes erst jetzt nach dem Besuch des inzwischen alten und gebrechlichen Hugo, ihrer einstigen Liebe.

Irrungen und Wirrungen haben Charlottes Lebensweg begleitet. Verlust, Enttäuschung, Entbehrung und Lügen bilden einen Reigen in ihrem Leben und kennzeichnen vor allem die entbehrungsreiche Nachkriegszeit, in der es um das Überleben ihrer beiden kleinen Kinder und sich als Kriegerwitwe ging.
Bis eines Tages der angeblich 1943 gefallene Ehemann Bernhard überraschend vor ihrer Tür stand. Zu diesem Zeitpunkt lebte bereits Hugo bei ihr, Charlottes Schwager.

Die Autorin Ingrid Noll hat ein wunderbar melancholisch bitteres Buch über das Leben ihrer Protagonisten geschrieben und die Charaktere mit allen Schwächen menschlichen Lebens versehen. Die Schriftstellerin hat Charlotte und Hugo als Personen mit zwischenmenschlichen Schwierigkeiten ausgestattet, die die damalige Not der Nachkriegszeit wiederspiegeln und besonders Charlotte jetzt als alte Frau trotz mancher damaligen moralischen „Fehltritte“ als sympathische Oma erscheinen lassen.
Ein wunderbares Buch!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. März 2008
Auch mit diesem Roman hat mich die Autorin nicht enttäuscht - Kurzweilig und mit der ihr typischen nonchalanten Maliziosität beschreibt sie, welche Abgründe sich hinter den vermeintlich "lieben Alten" verbergen können. Gerade das Unerwartete ist Realität.
Als kleines Bonbon verflicht die Autorin ihre Romane miteinander, indem die nach Italien ausgewanderte Cora, Hauptfigur u.a. in "Die Häupter meiner Lieben", hier als Enkelin eine Nebenrolle spielt. Und endlich wird klar: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm...
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