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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meine andere Mutter und ich
Bei der vierundsiebzig-jährigen Anneke Weiss wird ein Gallenblasenkarzinom diagnostiziert, doch ihr Sohn entscheidet sich, ihr das zu verschweigen. Nicht mehr als ein Jahr soll ihr noch bleiben. Wozu ihr verfrüht Angst einjagen.

Doch die Mutter verschwindet eines Morgens ohne Hinweise zu hinterlassen, wie sie das sonst gemacht hatte, wenn sie für...
Veröffentlicht am 3. März 2013 von Esther

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ich hätte mir mehr gewünscht
Nachdem ich Solokows Universum kannte, hatte ich hohe Erwartungen an Serenade. Diese wurden nur teilweise erfüllt. Zusammenfassen ist es ein gutes Buch und vor allem die sprachliche Brillanz und die Prägnanz, mit der der Autor Situationen (teilweise recht abstruse), Gegebenheiten und Hintergründe beschreibt, hat mir außerordentlich gefallen. Die...
Veröffentlicht am 18. August 2012 von Dienina Casta


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meine andere Mutter und ich, 3. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Serenade (Taschenbuch)
Bei der vierundsiebzig-jährigen Anneke Weiss wird ein Gallenblasenkarzinom diagnostiziert, doch ihr Sohn entscheidet sich, ihr das zu verschweigen. Nicht mehr als ein Jahr soll ihr noch bleiben. Wozu ihr verfrüht Angst einjagen.

Doch die Mutter verschwindet eines Morgens ohne Hinweise zu hinterlassen, wie sie das sonst gemacht hatte, wenn sie für eine Woche nach Paris, Rom oder Barcelona abgetaucht war. Diesmal nicht. Gemeinsam mit ihrem neuen Freund, dem siebenundsiebzig-jährigen Fred nimmt er schon bald ihre Fährte auf. Doch ist ihr Ziel diesmal ein außergewöhnlichen, sehr unkonventionelles!

Wie viel oder wie wenig wir über unsere Eltern wissen, zeigt dieser kurze Roman von Leon de Winter. Anneke Weiss war als Kind der Deportation entkommen, hatte darüber aber niemals mit ihrem Sohn gesprochen. Das Geräusch der Wagonräder auf den Schwellen war es, das sie Zeit ihres Lebens auf die Eisenbahn verzichten ließ. Und auch der Bruder, der ihr damals das Leben gerettet hatte, war eigentlich ihr Zwilling.
Leon de Winter klärt in seiner Novelle nicht wirklich über das Leben der Anneke Weiss auf, doch lässt er genügend Andeutungen zurück, um mir Leser Rückschlusse zuzugestehen.

Ein sehr kurzweiliger Roman, der sich mit Schicksalsbewältigung befasst, ohne dabei aufdringlich weit in die Psyche seiner Protagonisten einzudringen.

In jedem Fall macht er Lust auf einen neuen De Winter, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ich hätte mir mehr gewünscht, 18. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Serenade (Taschenbuch)
Nachdem ich Solokows Universum kannte, hatte ich hohe Erwartungen an Serenade. Diese wurden nur teilweise erfüllt. Zusammenfassen ist es ein gutes Buch und vor allem die sprachliche Brillanz und die Prägnanz, mit der der Autor Situationen (teilweise recht abstruse), Gegebenheiten und Hintergründe beschreibt, hat mir außerordentlich gefallen. Die Dialoge sind ebenfalls sehr gelungen, vor allem diejenigen zwischen Fred und Ben haben mich ziemlich amüsiert. Zudem finde ich die Geschichte sehr interessant und an sich gut überlegt.

Aber die tiefgehende Problematik des Traumas der Mutter aus der deutschen Besatzungszeit in Holland, die den eigentlichen Kern der Handlung darstellt, wird meiner Ansicht nach zu oberflächlich abgetan. Das ergibt sich zwar aus dem Handlungsstrang, denn die Mutter will über ihre Erlebnisse nicht sprechen, aber mich hat diese Oberflächlichkeit in dieser Frage unzufrieden zurückgelassen. So geht es vermutlich auch dem Sohn, womit der Autor erreicht hat, dass ich als Leser sein Gefühl der unbefriedigenden Situation und des fehlenden Wissens um das Erleben der Mutter selbst erlebe. Vielleicht wollte er das erreichen. Mich lässt das aber mit dem Gefühl zurück, dass mir dieses Buch nur teilweise zusagt. Ich hätte gerne mehr erfahren, wenn schon nicht über die Mutter, so dann wenigstens über die Auswirkungen des mütterlichen Traumas bei dem Sohn.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trauma-Aufarbeitung, 22. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Serenade (Taschenbuch)
Ein sehr schönes Buch, in dem Leon de Winter gewohnt leichtfüßig über eine alte Dame erzählt, die in der letzten Phase ihres Lebens die Chance erhält, ein überwältigendes Kindheits-Trauma zu verarbeiten. Es geht (vordergründig) schief, sie ist an den Falschen geraten, der nur ihr Geld wollte. Und doch kann sie, die die ganze Zeit, ohne es zu wissen, an Krebs im Endstadium gelitten hat, nun in Ruhe einschlafen ... Dies alles bekommt in fast detektivischer Kleinarbeit ihr Sohn heraus - und hat nun ein anderes Bild von seiner Mutter. Sehr liebevoll geschrieben, man kann sehr oft das Schmunzeln nicht unterdrücken, und erkennt immer wieder augenzwinkernd typische Mutter-Kind-Verhaltensweisen. Ich mag Leon de Winter.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine starke Mutter, 27. Februar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Serenade (Taschenbuch)
Dies ist ein Roman, der die enge Beziehung zwischen Mutter und Sohn, den Balkankrieg und das Schicksal der Juden im 3. Reich in den Mittelpunkt stellt. Die Handlung ist einfach entwickelt, aber gut erzählt: Benjamin Weiss berichtet über die Geschichte seiner Mutter, die nach dem Tod ihres Mannes ein neues Leben beginnt. Sie verliebt sich in Fred Bachmann, einen 77 Jährigen. Sie selbst ist krebskrank, ihr Sohn Bennie will ihr diese Wahrheit jedoch nicht zumuten. Entgegen sonstiger Gewohnheiten verschwindet eines Tages seine Mutter. Zusammen mit Fred verfolgt Bennie sie bis nach Split in Kroatien. Dort versucht sie vergeblich, mit Hilfe ihrer Ersparnisse den von den Serben überfallenen Kroaten Waffen zu beschaffen. Sie wird jedoch betrogen und verliert ihre ganzen Ersparnisse. Nur widerwillig fügt sie sich in die Realitäten und begleitet Bennie wieder nach Hause. Hier holt sie ihre Krankheit ein.
24. Februar 2004
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14 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn Eltern sterben..., 29. Juni 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Serenade (Taschenbuch)
...dann packt jeden wohl früher oder später das Gefühl, da seien noch Dinge, die man besser zu Lebzeiten gesagt hätte. Leon de Winter hat das Buch seiner Mutter gewidmet, deren Tod 1994 der Auslöser zum Schreiben der "Serenade" gewesen sein dürfte. Natürlich ehrt es den Autor, natürlich ist nichts daran auszusetzen, daß er seiner Mutter ein Denkmal setzen will und daher die Person der sterbenden Mutter Anneke, einer im Krieg nur knapp dem Konzentrationslager entkommenen Jüdin, in den Mittelpunkt seines Romans stellt. Anders als der Sohn und Ich-Erzähler weiß die Mutter nach einer Krebsoperation nichts von der Unheilbarkeit ihrer Krankheit, und sie denkt auch gar nicht daran zu sterben. Vielmehr mischt sie sich mit gewohnter Energie in das Leben des Sohnes, eines mäßig erfolgreichen Komponisten für Werbe-Jingels, und fängt zu allem Überfluß nach 40 Jahren Witwendasein auch noch eine Liaison mit dem 76jährigen Charmeur Fred an. Schön, die Schilderung der täglichen Anrufe der kauzigen und lebensfrohen Dame, deren Sohn trotz aller Krittelei ihr ganzer Stolz ist, und auch die Idee, mal über Menschen jenseits der siebzig als sexuelle aktive Personen (Fred und (!) Anneke), die ihre Lust bei Prostitutierten befriedigen, zu schreiben. Warum aber konstruiert de Winter dann eine Mutter-Theresa-Story, in der Anneke spurlos verschwindet, aber nicht etwa von ihrem Tod erfahren hat, sondern in Bosnien ist und dort mal eben den Krieg durch Waffenschiebereien(!) beenden will? Mutterliebe in allen Ehren, aber statt seine Mutter in einen Balkan-Rambo zu verwandeln, hätte er sich lieber mehr Zeit für die Schilderung ihrer Kriegtraumata nehmen sollen, deren lapidare Erwähnung den Leser wenig befriedigt. O.K. Leon, Du hast Deine Mama geliebt, und sie war eine prima Frau, aber vielleicht hätte ein wenig mehr Abstand ihr und uns ein besseres Buch geschenkt...
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fabelhaft formuliert, 2. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Serenade (Taschenbuch)
Neben der von Leon de Winter gewohnten Sprachbrillanz ist dies eine ganz zauberhafte Geschichte.
Entgegen den Erwartungen, die der Klappentext weckt, ist die nicht nur eine Mutter-Sohn-Geschichte, sondern viel mehr. Sie setzt sich mit der vergangenen und relativ aktuellen (zum Zeitpunkt des Entstehens) Politik auseinander - aus ganz persönlichem und ungewöhnlichen Blickwinkel.
Ein Buch wie ein wunderbar komponiertes Musikstück, eine Serenade eben!
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Serenade
Serenade von Leon de Winter (Taschenbuch - August 1997)
EUR 7,90
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