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Kundenrezensionen

10
3,7 von 5 Sternen
Liebessabotage
Format: TaschenbuchÄndern
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Februar 2004
Lange mußte ich nachdenken, wo ich so etwas Ungewöhnliches schon mal in ähnlicher Form gelesen hatte. Dann kam ich darauf: Dieses Buch erinnert an "Der Krieg der Knöpfe"! Zumindest was die deftige Schilderung der Kampfhandlungen zwischen den Diplomatenkindern angeht, die in der Isolation ihres abgeschirmten Wohnviertels in Peking gegeneinander einen eigenen Weltkrieg führen, von dem ihre Eltern zunächst nichts bemerken.
Aber Amélie Nothombs Buch ist noch ein gutes Stück hintergründiger als "Der Krieg der Knöpfe". Sie bereichert es um eine leidenschaftliche Liebesgeschichte von homerischem Ausmaß, ewiger Gültigkeit und lächerlicher Tragik.
Das Buch ist unglaublich mitreißend geschrieben. Poetische, geradezu leuchtende Passagen wechseln ab mit trockenen Bemerkungen, bösen Kommentaren und lakonischen Schlußfolgerungen. Der fröhlich-brutale Kinderkrieg wird ebenso schonungslos und brillant beschrieben wie das, was sich zwischen den Hauptdarstellerinnen, zwei kleinen Mädchen, abspielt: Eine Liebesgeschichte, die gar keine ist, sondern ein Machtkampf.
Auch die trostlose Athmosphäre im kommunistischen China der Siebziger wird in dem Buch wiedergegeben und zwar durch Andeutung und Auslassung, genau wie bei einer Tuschezeichnung die weißen Stellen auf dem Papier das Bild mitbestimmen. Das Ganze ist sehr glaubhaft, was daran liegen mag, daß Amélie Nothomb selbst ein Diplomatenkind ist und eine Zeitlang mit ihren Eltern in China lebte.
Ein packendes Buch mit ungewöhnlichem Schluß, in dem eine uralte, zeitlose Geschichte mit viel Schwung wiedererzählt wird. "Liebessabotage" ist etwas für den Leserausch und zum Verschenken für die beste Freundin.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Dezember 2002
Ein siebenjähriges Mädchen kommt mit seiner Familie, der Vater ist belgischer Diplomat, am Ende der Zeit der sogenannten Viererbande nach Peking. Und das ereignisreiche Leben der kleinen Amélie geht weiter. Wiederum brilliant vermischt die belgische Schriftstellerin Amélie Nothomb Autobiographisches (erzählt aus der Perspektive einer Siebenjährigen) mit philosophischen Betrachtungen der Erwachsenen. Herrlich politsch absolut unkorrekt stürzt sich die Kleine ins Leben des Ausländerghettos in der chinesischen Metropole. Aus lauter Langeweile betrieben die Diplomatenkinder Krieg untereinander, zuerst alle gegen die Ostdeutschen, dann gegen die Nepalesen. Dazwischen verliebt sich die Autorin, diese Liebe wird aber von der angehimmelten Elena nicht erwidert. Nein, die Angebetete quält die asthmatische Erzählerin bis zur Ohnmacht! Wie man die Liebe einer Angebeteten gewinnt, das verrät ihr Amélies Mutter. Und Amélie kommt mit dieser Taktik (nicht ganz diplomatenkonform) an ihr Ziel.
Ein wunderbares, zärtliches und äusserst lustiges Buch.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 25. Juni 2009
Hier muss ich einmal eine gegensätzliche Meinung beziehen: ich finde das Buch nicht so toll. Amélie Nothomb, deren bissigen Stil ich ansonsten sehr gerne mag, kommt mir hier zu platt daher. Ich konnte dem Buch (wie eine andere Rezensentin auch) nicht viel abgewinnen und habe es auch nur bis zur Mitte gelesen. Sie fragen - Warum?

Wie vielleicht die meisten schon wissen, ist Amélie Nothomb Diplomatentochter, die ihre Kindheit überwiegend in asiatischen Ländern verbracht hat. In diesem Buch beschreibt sie die Zeit von 1972 bis 1975 in einem chinesischen Kindergarten (San Li Tun), in dem sich Kinder jeglicher Nationalität befanden: Italiener, Franzosen, Belgier, Ost- und Westdeutsche, Russen, Rumänen, Afrikaner, Chilenen etc. Frau Nothomb spricht vom "Weltkrieg im Ghetto von San Li Tun" und das war es wohl tatsächlich in ihren Augen: mit einem Durchschnittsalter von 10 Jahren führen die Kinder Krieg gegeneinander und gegen den Kommunismus.

Die Autorin spricht von "Feinden", "Heer der Alliierten" und "Foltermethoden". Sie beschreibt in ihrer bissig-sarkastischen Art, welche fiesen "Kriegs"-Strategien sich das eine Lager ausgedacht hat und mit welchem Vergeltungsschlag das andere Lager darauf reagiert hat. Ich finde das nicht wirklich lustig oder zum Schmunzeln, denn da vergeht mir eher das Lachen. Die Kinder sind weitgehend sich selbst überlassen, daher entstehen wohl diese aggressiven Eskapaden, die Frau Nothomb drastisch übertrieben darstellt. Die ganz Zeit habe ich bei dem Buch darauf gewartet, dass es mich endlich packt, doch auch die Darstellung der (verzweifelten) Verliebtheitsgefühle, die Amélie für die Italienerin Elena hegt, berührten mich in keinster Weise.

Ich kann etliche Bücher von Frau Nothomb empfehlen: Mit Staunen und Zittern, (eines meiner Lieblingsbücher), Die Reinheit des Mörders,Böses Mädchen und auch Biographie des Hungers, aber von "Liebessabotage" rate ich, die Finger zu lassen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Oktober 2002
Ähnlich wie in "Metaphysik der Röhren" wird die Handlung aus der Froschperspektive eines Kindes erzählt und ruft eigene Kindheitserinnerungen wach. Obgleich der Ort der Handlung ein ganz besonderer,exzentrischer ist, haben wir alle ähnlich anklingende Kindheitserinnerungen, denke ich. Die fiktiven oder realen Grausamkeiten der Kinder, Gruppendynamik und erste Leidenschaft, denn diese Schwärmerei schafft Leiden, werden in dem vertrauten, selbstironischen, äußerst intelligenten und unterhaltsamen Stil der Autorin geschildert. Lesen lesen lesen
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am 29. August 2010
Wenn die Verlagsangaben stimmen, dann ist dies ein frühes Werk von Nothomb. Schnell hatte ich den Eindruck, dass sie noch auf der Suche nach dem Roten Faden ist, denn erzählt wird eine Kindheitsgeschichte, dann werden Allegorien zwischen den 'Räuber- und Gendarmegeschichten der Kinder' und den tatsächlichen Kriegen der Erwachsenen erzählt, um außerdem die Verhältnisse der Kinder zu den Erwachsenen zu überprüfen. Aber alles ist angerissen und nicht zu Ende gedacht. Das kann Nothomb besser.

Was mich am meisten geärgert hat, dass sie so wenig auf die damalige Situation in China eingegangen ist. Aber vielleicht war sie zu jung, um sich hiermit ausführlicher zu beschäftigen. (Es stellt sich nur die Frage, warum sie es überhaupt in ihrem Buch dann anreißt?)

Nur bedingt lesenswert
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am 3. September 2014
Ich wühle mich zur Zeit durch die Bibliographie von Nothomb und muss sagen, dass mir diese Werke aus vermischter Biographie und Roman zwar weniger gut gefallen als die "echten" Romane, ich aber sowohl den Stil als auch die Geschichten in ihrer Einfachheit und Absurdität sehr zu schätzen weiß.
Liebessabotage spielt erneut in einem abgegrenzten Raum, mit wenig Einflüssen und dafür umsomehr psychologischer Darlegung und Entwicklung der Charaktere. Das abstruse Setting verleiht der ganzen Geschichte dann noch einen Hauch Verrücktheit.
Für Nothomb-Freunde sehr empfehlenswert, für Ablehner oder Kritiker eher weniger.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Oktober 2002
Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren habe ich wieder ein Buch auf Französisch gelesen. Und wenn mir vielleicht auch manche Feinheit entging, muss ich sagen: ich habe gelacht. Die Dialoge und Beobachtungen sind Schilderungen aus kindlicher Sicht - na ja nicht so ganz, die Autorin mischt jede Menge erwachsene Satire unter. Die Belgierin ist in China und Japan aufgewachsen, sie war als Abendländische dort gelitten und hat wohl auch gelitten - wenn man danach geht, wie sie den Fernen Osten und seine Bewohner hier und in "Stupeur et tremblements" schildert. So absurd vieles erscheint, so vorstellbar und glaubwürdig ist es gleichzeitig (die Kämpfe der "allierten" Kinderguerilla gegen "les Allemands" und die chinesischen Wachtrupps, die Folter-Methoden für Gefangene...). Liebenswert und zum Schmunzeln!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
...in eine Kinderwelt, die innerhalb eines Diplomatenghettos in China stattfindet. In der die Kinder sich selbst oder ihrer Nanny überlassen sind und ihre eigene Welt bauen. Über massive Angriffe gegenüber allem Fremden, aber ausgeführt als Fremde im fremden Land. Welche Gründe zur Verbrüderung und welche zur Ablehnung führen und über die ersten Erfahrungen mit der unerfüllten Liebe. Stilistisch und sprachlich sauber geschrieben mit einer eigentümlichen Heiterkeit. Das Buch hat mir sehr gefallen.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Juni 2005
Meiner Meinung nach kein gelungenes Buch von A. Nothomb.Obwohl ich ihren außergewöhnlichen Stil und bitterböse Erzählweise faszinierend finde, gelang es mir kaum das Buch zu
Ende zu lesen. Die Geschichte um ein Diplomatenkind und Krieg
im Chinesischen Ghetto klang interessant, jedoch passiert wenig,
die Autorin schreibt angeblich aus Sicht eines kleinen Mädchens,
lässt aber soviel altkluge Weisheiten und soviel ihrer eigenen
Allgemeinbildung einfließen, dass man ihr die Rolle überhaupt nicht abnehmen kann. Fast hatte ich den Eindruck die Autorin
will den Leser mit dieser Fülle von für die Geschichte unnützen
Geistesblitzen beeindrucken, ja sogar damit prahlen, vielleicht
wollte sie aber den Leser auch nur von der eher seichten Hand-
lung ablenken. Ich persönlich habe keinen Gewinn aus der Geschichte ziehen können, habe das Buch emotionslos zur Seite ge-
legt, Darsteller der Geschichte blieben mir fremd. "Ein Crashkurs in Sachen Liebe", wie auf dem Cover angesprochen, fand
ganz sicher nicht statt, traurig wenn manche Leser meinen diese
Lehre aus dem Buch gewonnen zu haben. Ein kleines Siebenjähriges Mädchen verliebt sich in ein anderes kleines Mädchen und kämpft um deren Gunst, am Schluß gibt die Mutter einen einfachen Rat-
schlag : Behandle sie so wie sie dich behandelt und sie wird dich lieben. Gesagt, Getan, die Rechnung geht auf, einfach nur enttäuschend!!!
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8 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. August 2000
Sie schreibt so kafkaesk wie niemand nach Kafka. Alles ist starke Fiktion und spielt in einer irrealen Welt, die es nie gab oder geben wird... und dennoch die Gefühle sind echter, die Szenen wirklicher als das wahre Leben .. am Ende habe ich geheult.
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