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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein faszinieres und spannendes Werk
Das Parfum ist eine Geschichte von grosser Bildkraft und faszinierend kunstvoller Sprache, die den Leser von Anfang an in ihren Bann zieht und ihn eintauchen lässt in das Frankreich - das Paris - des 18. Jahrhunderts.
Mit grossem Geschick ruft Süskind die damalige Welt vor den Augen des Lesers ins Leben und erzählt die Geschichte des Jean-Baptiste...
Veröffentlicht am 17. Mai 2004 von kirstin1981

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht jedermanns Sache
Das Parfüm von Patrick Süskind

Rezensentinnen: Svenja & Didem

Bevor wir das Buch lasen, hatten wir uns schon mit unserer Klasse den Film angeschaut, der uns sehr gefallen hat. Doch das nahm uns die Vorfreude auf das Buch.

Am Anfang des Buches mussten wir uns mehr oder weniger zwingen das Buch zu lesen, da die Einleitung bzw. der...
Veröffentlicht am 11. Mai 2007 von S & D


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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein faszinieres und spannendes Werk, 17. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Parfum (Taschenbuch)
Das Parfum ist eine Geschichte von grosser Bildkraft und faszinierend kunstvoller Sprache, die den Leser von Anfang an in ihren Bann zieht und ihn eintauchen lässt in das Frankreich - das Paris - des 18. Jahrhunderts.
Mit grossem Geschick ruft Süskind die damalige Welt vor den Augen des Lesers ins Leben und erzählt die Geschichte des Jean-Baptiste Grenouille, der aufgrund seines fehlenden Eigengeruchs von seinen Mitmenschen, die ihn sprichwörtlich „nicht riechen können", gemieden und verstossen wird. Da der Aussenseiter gleichzeitig über einen Absoluten Geruchssinn verfügt, macht er es sich zur Lebensaufgabe, der grösste Parfumeur aller Zeiten zu werden und ein Parfum zu erschaffen, das die Menschen manipulieren und die ganze Welt dazu zwingen würde, ihn zu lieben; „Denn wer die Gerüche beherrschte, der beherrschte die Herzen der Menschen.". Für diese Herstelllung dieses Parfums tötet er junge Frauen und raubt ihnen ihren Duft. Als der Mörder festgenommen und zum Tode verurteilt wird, bringt er am Tag seiner Hinrichtung sein erschaffenes Parfum zu ersten Mal zum Einsatz...
Die Idee des von seiner Umwelt isolierten Genies ist nicht ganz neu (man denke an Robert Schneiders Schlafes Bruder). Süskind verleiht dem Thema aber psychologische Tiefe und macht es so interessant. Obwohl er Grenouille einerseits als eine abscheuliche und böse Gestalt bezeichnet, legt er andererseits die Beweggründe für das Handeln seines Helden plausibel dar und zeigt, in welcher Weise er von seiner Umwelt zu dem gemacht wird, was er ist. Als Leser schwankt man deshalb permament zwischen Sympathie und Abscheu für diesen faszinierenden Menschen.
Insgesamt ist die Erzählung eine Mischung aus Historischem Roman und Kriminalgeschichte, die neben einer fesselnden Handlung noch einiges an Hintergrundwissen über die damalige Zeit und sogar über die Parfumherstellung bietet und ausserdem deutlichmacht, wie sehr Menschen unbewusst von Gerüchen gesteuert werden. Und nicht zuletzt bringt Süskind durch seine humorvolle Darstellung der damaligen Welt und seiner Bevölkerung den Leser immer wieder zum Schmunzeln. So kommeniert er zum Beispiel ironisch die Mitmenschen Grenouielles und zeigt ihre absurden Träume und Wünsche oder ihre abwegigen Theorien über die Welt und das Leben.
Es ist verständlich, dass dieses Buch ein Bestseller und ein fester Bestandteil der Weltliteratur geworden ist.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach einzigartig..., 19. Februar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Parfum (Taschenbuch)
Das Parfum – woran denkt man, wenn man diesen Buchtitel hört? Wahrscheinlich gilt der erste Gedanke wohl kaum einer Mördergeschichte. Doch um genauso eine geht es in diesem Buch.
Der Protagonist Jean-Baptiste Grenouille ist ein Mensch mit einem stark ausgeprägten Geruchssinn. Er durchlebt viele verschiedene Lebenssituationen in seiner selbsterschaffenen, olfaktorischen Welt und nimmt jeden Geruch in sich auf. Doch als er den einen, für ihn so besonderen Duft eines Mädchens, nicht einfangen kann, hält ihn nichts davon ab, einen Mord zu begehen, um diesen Geruch doch zu bekommen. An diesem Zeitpunkt beginnt die Geschichte des introvertierten, menschenverachtenden Mörders Grenouille.
Keineswegs ist dieses Buch ein reales, dennoch aber sehr interessant und voller Spannung zu lesen. Der Autor, Patrick Süsskind, hat eine Geschichte erschaffen, die es so vorher noch nicht gab. Es ist beeindruckend, was dieser für eine eigene Welt für den Protagonisten Grenouille erzeugt hat, in der es sich um nichts als die Liebe bzw. den Hass zu Gerüchen dreht. Patrick Süskind schafft es, die Personen und Orte nicht in Bildern, sondern in Gerüchen darzustellen. Nachdem man dieses Buch gelesen hat, achtet man selbst oft darauf, was man alles riechen bzw. erriechen kann und was nicht.
Dieses Buch fasziniert den Leser und ist ein wenig von allem; und das ist es, was es zu einem Individuum unter den Büchern macht!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen A murdering Genius, 18. Mai 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Parfum (Taschenbuch)
'An die Welt gab es nichts ab...nicht einmal einen eigenen Duft'. Just one of the many images conjured by Süskind in this historical novel to portray the odourless protagonist Jean-Baptiste Grenouille, the 18th century serial murderer with a highly acute sense of smell.
The opening pages draw the reader into the disgusting streets of Paris to witness the birth of the parasitic Grenouille. The descriptions of the rancid surroundings are the antithesis of reader expectations, for Parfum is associated with beauty. However, the novel's sub-title indicates that a pleasant story does not lie ahead and this is confirmed as we see Grenouille grow into a devious perfumer who yearns to possess the scent of certain humans.
The gruesome events of the novel may disgust and disturb some readers. The persistent imagery that leads us on our olfactory journey may also be tiresome for some; yet morbid curiosity and Süskind's metaphysical narrative urge you to read on. The combination of narrative styles cannot but be admired, from the satirical characters of Baldini and Marquis de la Taillade-Espinasse to the Biblical pastiche of der Große Grenouille. The third person narrator's twentieth century perspective allows Grenouille to be followed from a safe distance yet at the same time the reader is drawn into his self-reflections, just as we become accomplices to his first and final murders.
Interestingly, the protagonist does not feel comfortable with language, only odours, which contrasts starkly with the author's fluid similes, often comparing the tones of perfume with musical tones. This clever use of imagery and the protagonist's genius reminds the reader of Schneider's historical novel Schlafes Bruder. Whereas the hero in Schneider's work uses his genius to create music for earnest motives, Süskind's antihero creates perfume in order to dominate, demonstrating that great individuals can have evil ambitions. It is here that the novel's sub-text lies, a political allegory warning against blindly idolizing a Messiah figure who whips his followers into a bestial frenzy in order to achieve his own sadistic ends.
Overall, an enthralling Postmodern take on the Romantic Künstlerroman.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bildgewaltige und extrem spannende Geschichte, die die Verfilmung deutlich übertrifft, 2. Februar 2009
Von 
D. Model "ILuvNY05" (Berlin, Berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Parfum (Taschenbuch)
Grenouille ist mit einem besonders stark ausgeprägtem Geruchssinn auf die Welt gekommen. Seit seiner Geburt stößt er durch sein eigenbrödlerisches und unscheinbares Wesen immer wieder auf Ablehnung. Deshalb setzt er alles daran, ein Parfüm zu kreieren, das die Menschen derart verzaubert, dass sie ihn dafür lieben. An und für sich ist sein Wunsch nicht schlimm und menschlich - wenn damit nur nicht das Ermorden junger Frauen mit einhergehen würde, um deren olfaktorische Essenzen zu stehlen und zum perfektem Parfüm zusammenzukomponieren.

Der Roman "Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders" ist sehr leicht wegzulesen. Die Sprache von Patrick Süskind ist einfach, aber dafür ziemlich bildlich. Die Gerüche werden durch die richtigen Metaphern so beschrieben, dass man sie sich gut vorstellen kann und das ist für sich allein schon eine Kunst.
Des Weiteren ist die Geschichte sehr spannend. Ungeliebte Längen gibt es meines Erachtens nicht. Alles scheint dem Erzählfluss zu dienen und nichts stört den Spannungsbogen.
Im Vergleich mit dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 2006 ist zu sagen, obwohl der Film thematisch sehr gut umgesetzt wurde, trifft er das Buch nicht ganz. Besonders die Figur des Grenouille wird im Roman als Scheusal dargestellt. Im Film wirkt er eher brav. Die Romanvorlage ist also schon besser, aber die Verfilmung allein ohne das Buch ist in dem Sinne auch nicht großartig zu bemängeln.

"Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders" ist ein im Erzählstil sehr einfach gehaltener Roman, der vor allem durch seine Verbildlichungen zu überzeugen weiß. Dazu ist der Plot extrem spannend umgesetzt worden. Selbst nach dem zweiten Mal Lesen weiß das Buch noch zu überzeugen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Etwas für jeden Leser, 18. Januar 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Parfum (Taschenbuch)
Die faszinierende und spannende Geschichte, Das Parfum, hat für jeden Leser etwas zu bieten. Der Roman, der uns zurück ins Frankreich des 18. Jahrhunderts entführt, handelt von der Suche eines olfaktorischen Genies/ Ungeheuers nach dem idealen Parfüm, das seine Geruchlosigkeit verbirgt und ihm ermöglichen soll, die Herzen der Menschen zu beherrschen.
Es ist einfach eine gute spannende Geschichte über Mord, Lust und Gier, und durch die Beschreibung der Gerüche wird man veranlasst, alles um sich herum anders zu riechen. Für die meisten Leser würde dies schon genügen, so würden sie sich aber die Ironie und die Vielschichtigkeit des Buchs entgehen lassen.
Das Parfum ist voll der Widersprüche eines postmodernen Romans: es ist gleichzeitig ein Krimi, ein Künstlerroman, ein historischer Roman, eine seltsame Lebensgeschichte…Es ist einerseits einfach zu lesen, da es einen chronologischen Aufbau hat und es einen altmödischen Erzähler gibt, aber anderseits auch Aufgrund seiner psychologischen und philosophischen Ansichten kompliziert. Es ist eine ernste Geschichte, und gleichzeitig doch ironisch. Man hat sicher voher nie so etwas gelesen, aber es ist möglich, ein Netzwerk von Pastiche und Intertextualität zu entdecken, den Stil sogar ganzer Sätze mit denen anderen Autoren zu verbinden (Hoffmans Das Fräulain von Scuderi, Thomas Mann’s Doktor Faustus).
Wie in Umberto Ecos Der Name der Rose, verlangt das Buch viel von seinem Leser, und mit guten literarischen Kenntnissen und einer guten Nase kann man viel herausfinden. Man könnte es als eine einfache Collage von altem Stoff kritisieren, aber das Buch ist auf eine Art und Weise verfasst, um einerseits ein tieferes Nachdenken über die Kunst und darüber, was man Genie nennt, hervorzurufen.
Also wenn man den Roman in seiner Vielschichtigkeit betrachtest, kann er nur gefallen. Man kann sich auf die Aspekte konzentrieren, für die man sich interessiert.
Deswegen hat Das Parfum die Bestsellerliste erreicht. Es war aber nicht nur eine Modeerscheinung oder kurzfristige Begeisterung; sogar 15 Jahre später gefällt es noch Lesern verschiedener Generationen (meine Mutter und mein Großvater haben es gelesen). Also wenn du einer der wenigen bist, die es noch nicht gelesen haben, dann weißt du, was du jetzt zu tun hast!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hier erschließen sich ferne Sinneswelten, 8. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Parfum (Taschenbuch)
Was wäre wenn...
unser Geruchsorgan das beste Sinnesorgan von uns Menschen wäre? Wenn man dieses fesselnde Buch glesen hat, ist klar: Nichts mehr wäre wie bisher, Farben und Töne, träten in den Hintergrund. Nicht ein roter, sondern ein duftender Faden zieht sich durch dieses Buch.
Die Hauptperson lebt in einer fremden Sinneswelt, als Mensch ohne Eigengeruch, der deshalb von seiner Umwelt weder wahrgenommen noch geliebt wird. Beziehungslos wächst er heran, konfrontiert mit seinem eigenen, völlig außergewöhnlichen Duftwahrnehmungsvermögen. Nach einer langen trostlosen Zeit findet er im Beruf des Parfumeurs die Chance seines Lebens. Hier entwickelt er sich ein Menschenparfum, kreiert sensationelle Düfte und wird ein wahrer Meister seines Faches. Glück heißt für ihn, den Duft zu finden, der ihn völlig betört. So wird er zum Duft-Triebtäter. Sobald er einen faszinierenden Duft wahrnimmt, folgt er der Spur, egal wie weit sie ist, er will ihn finden, den Träger des Duftes, ihn besitzen. Er findet sein Glück...
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten Bücher, die ich kenne, 25. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Das Parfum (Taschenbuch)
„Das Parfum" von Patrick Süskind. Ein 320-Seiten starker Band, erschienen im Diogenes-Verlag, viel gerühmt und eines der wenigen deutschen Bücher, die in den letzten Jahren weltweit Aufsehen erregten. Beim „Parfum", meiner Meinung nach, zu Recht. Was für ein genialer Mensch muss dieser Patrick Süskind wohl sein, ein solch zerrüttendes, an keiner Stelle langweiliges Buch schreiben zu können?
Nun, meiner Meinung nach gibt es hierfür zahlreiche Gründe, Kriterien, die ich persönlich vornehmlich zur Bewertung von Büchern hinzuziehe. Da wäre zum Einen die Person des Hauptcharakters Jean-Baptiste Grenouille (frz. „Frosch"). Schon zu Anfang des Buches, erwähnt Süskind, dass es sich hierbei um eine der genialsten und abscheulichsten Gestalten Frankreichs im 18. Jahrhundert handle, und das mag schon was heißen, zumal doch diese Epoche nicht gerade solcher Gestalten entbehrte. Grenouille ist recht außergewöhnlich. Charakteristisch für ihn ist sein übersensibles Geruchsorgan, nicht nur besser ausgebildet, als bei allen übrigen Menschen auf dieser Erde, nein, sogar noch empfindlicher als die Nase der Hunde oder aller übrigen Tiere. Er selbst wurde als fünftes uneheliches Kind einer jungen Frau in der Rue aux Fers, dem stinkendsten Ort im gesamten Königreich, in einer Fischbude neben dem Friedhof geboren. Es war die erste Lebendgeburt dieser Frau und eigentlich wollte sie auch dieses seltsame Kind, dieses abscheulich schreiende Ungeheuer, töten, doch dazu kam es nicht, weil Grenouille die gesamte Straße herbeischrie. Kurzerhand wurde Grenouilles Mutter zu Tode verurteilt und das Kind von einer Amme zur nächsten geschoben. Hier erhielt der junge Jean-Baptiste nicht die kleinste Liebesbezeugung, derer er, ehrlichgesagt, auch gar nicht bedurfte. Schon von Anfang an wird klar, dass mit Grenouille etwas nicht stimmt: Er verströmt keinen Eigengeruch. Olfaktorisch gesehen existiert dieser Mensch eigentlich überhaupt nicht. Jean-Baptiste wird also von den anderen Menschen gemieden, weil von ihm eine böse und unheimliche Aura ausgeht, was ihn zu einem lebenslangen Einzelgänger macht. (Nicht, dass er etwas dagegen gehabt hätte). Sein ganzes Leben lang dreht sich bei ihm ohnehin alles nur um Gerüche. Er wird Gehilfe des Gerbers Grimal, Gehilfe des Parfumeurs Baldini, verbringt sieben Jahre einsam auf dem Gipfel eines Berges und wird schließlich Gehilfe eines Parfum-Meisters in Grasse, stets auf der Suche nach dem Parfum, das ihn zum geliebtesten Wesen dieser Welt macht.
Solch eine Person ist an Abscheulichkeit, aber auch an Faszination, wohl kaum zu übertreffen. Was mich an diesem Grenouille so sehr beeindruckt, ist die Tatsache, dass er ein völlig unabhängiges Individuum ist, etwas, das noch nie da gewesen ist, weder in der Realität noch in der Fiktion. Man merkt sofort: Patrick Süskind hat sich mit der Materie eingehend auseinandergesetzt, er versetzt sich dermaßen überzeugend in die Situation Grenouilles, dass man meinen könnte, er habe dies alles selbst erlebt. Zudem gelingt dem Autor durch treffende und schillernd-bunte Beschreibungen eine exakte und lebendige Schilderung der Geschichte. Süskind ist ein Meister der Worte, er weiß, wann er seinen Leser durch Dialoge zerstreuen muss, wie er ihn mit der richtigen Wortfülle bannt und wie er eindeutig eine komplexe Situation darstellen kann, ohne zu verwirren. Beeindruckend war für mich diese Fülle an Beschreibungen. Wer hätte gedacht, dass die deutsche Sprache so viele Begrifflichkeiten birgt, die bei treffender Komposition ein so eindrucksreiches Bild der Realität liefern? Und es ist ein Bild der Realität, in der Tat. Die Wirkung von Patrick Süskinds Sprache reicht von „einfach nur überwältigend" bis hin zu „surreal". Der Autor kennt hierbei keine Tabus, sondern zeigt den Menschen so wie er ist, ohne seine schlechten und animalischen Seiten zu verstecken, die stark die Handlungsweise des einzelnen beeinflussen und doch so oft vertuscht werden und unter einen moralischen Teppich gekehrt werden. Die Darstellung des Menschen insgesamt ist an Misanthropie kaum zu übertreffen. Grenouilles ganzer Hass kommt hierbei zum Ausdruck, aber auch, mit einer gehörigen Portion Zynismus, Ironie und Sarkasmus, ein Spiegel unserer Selbst, die absolute Diskrepanz zwischen unseren tatsächlichen Gedanken, unseren Worten und unserem Tun. Den einen mag es erschrecken, so direkt in sein wahres Antlitz zu blicken, doch die Wahrheit von Süskinds Beschreibungen wird dadurch nicht verändert.
Doch auch auf wissenschaftlich-sachlicher Seite gelingt Süskind eine literarische Höchstleistung. Seine präzisen Kenntnisse über das Geschäft der Parfumherstellung überzeugen nur noch mehr, dass hier einer ans Werk geht, der wirklich weiß, wovon er schreibt, kein Stümper, kein Hobbyschreiber und kein Laie, sondern einfach nur ein genialer Schriftsteller. Er beweist vielseitige Kenntnisse in Hunderten von Bereichen: Parfumherstellung, Wirkung des Geruches auf den Menschen, soziale Situation der Menschen im 18. Jahrhundert, Geschichte und Geographie Frankreichs. Und nicht zuletzt ist er ein Menschenkenner, einer, der hinter diese Fassade schaut, die jeder von uns aufgebaut hat und die wahren Beweggründe ans Tageslicht zerrt.
Zum Abschluss kann ich sagen, dass „Das Parfum" zu den eindrucksvollsten Büchern gehört, die ich je gelesen habe und kann es somit nur jedem empfehlen, der Lust auf eine Abwechslung der trivialen Alltagsberieselung hat.
Fazit: Süskind überzeugt durch
1. die Hauptperson Grenouille
2. treffende Schilderungen
3. abwechslungsreiche und spannende Handlung
4. Kenntnisse in vielen Bereichen
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sau geil der Schinken!!!!, 11. Februar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Parfum (Taschenbuch)
Duftrausch
Patrick Süskind ( geb. 1949 ) befasst sich in seinen Werken hauptsächlich mit Einzelgängern, die Schwierigkeiten mit ihren Mitmenschen haben und sich in ihre eigene Welt zurückziehen.
Eines seiner erfolgreichsten Werke ist " Das Parfum " - Die Geschichte eines Mörders.
Im Zentrum des Romans steht die Entwicklung eines Geruchgenies, der in einer Duftwelt lebt und über Leichen geht.
Patrick Süskind öffnet dem Leser durch seine unglaublichen Beschreibungen und Vergleiche der Gerüche das Tor zu einer Welt der Düfte. Süskind belässt es nicht einfach bei schlichten Aussagen, sondern intensiviert die Situationen durch seine detailgetreue Ausdrucksweise.
Der Autor nutzt die allwissende Erzählperspektive erfolgreich aus. Nicht nur dass das Geschehen aus Grenouilles Perspektive geschildert wird, sondern Süskind versetzt sich auch in einzelne Personen und erzählt aus deren, personaler, Perspektive. Als Beispiel sei die Schilderung aus der Sicht Richis genannt, der mit allen Mitteln versucht seine Tochter, das letzte und seine Kreation krönende Opfer zu retten. Damit erweckt er Mitleid und Gerechtigkeitssinn des Lesers, da dieser hofft, dass Grenouilles Machenschaften durch irgendetwas verhindert werden...
Man kann den Roman nicht genau in eine bestimmte Gruppe von Lektüren einordnen. Es ist weder ein eindeutiger Entwicklungsroman, noch ein klar definierter Bildungsroman.
Dieses Buch enthält auch Merkmale weiterer Romangattungen (zum Beispiel Kriminal - und Detektivroman ).
Hierdurch wird der Roman zum Lehrstück für den Unterricht, da
es viel zu analysieren und zuerarbeiten gibt.
Durch all diese Aspekte gelingt es Patrick Süskind ohne spannungsüberladene Sätze den Leser an sein Werk zu fesseln.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur die Geschichte eines Mörders, 24. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Parfum (Taschenbuch)
Ich halte im Gegensatz zu den meisten Rezensenten dieses Buch nicht nur für die "Geschichte eines Mörders", sondern auch für die Geschichte eines "Künstlers". Grenoille versteht nicht nur aus menschlichen Düften hervorragende Parfums zu kreieren, der Autor versteht es meisterhaft, uns in die Welt eines Triebtäters zu führen ohne dass jemand das Buch aus der Hand legen kann. Hier liegt für mich die Qualität eines Buches verborgen. Außerdem waren die Düfte und der Gestank, in dem der arme Grenoille in Paris geboren wurde, so anschaulich beschrieben, dass ich mein Geschäft lüften musste, das war in einem Februar, weil ich der Meinung war, es rieche nach Fisch! (Ich hatte zu dieser Zeit eine Buchhandlung.) Meine Kollegen versicherten mir aber, dass es nur nach Büchern rieche und dass ich wohl unter Haluzinationen litte! Wie auch immer, es ist ein Genuss, dieses Buch zu lesen. Der Film interessiert mich allerdings nicht, weil er der schriftstellerischen Qualität dieses Buches nicht gerecht werden kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterhaft, 9. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Parfum (Taschenbuch)
Paris im achzehnten Jahrhunder. Der auf einem Fischmarkt geborene Junge Jean Baptist Grenouille ist ein außergewöhnlicher Mensch. Er unterscheidet sich nicht nur von allen anderen indem indem er keinen eigenen Geruch hat, sondern wird auch von allen gehasst die ihm begegnen.
Viele Mordversuche später hat er sich aufgrund seiner wiederständgkeit bis zum Gerbergessellen hochgearbeitet und auf umwegen kommt er zum Parfümer Baldini, der seine bessten Zeiten längst hinter sich hat.
Auf der Suche nach dem ultimativen Duft muss er einige unrechtmäßige Taten vollbringen, die ihn zum meistgesuchen Menschen der damaligen französischen Republik machen.

Ohne euch jetzt noch viel mehr zu verraten kann ich sagen dass dieses Buch ein echtes Meisterwerk ist und selten solch ein Buch in der Hand gehabt habe.

Obwohl ich den Film gesehen, bevor ich das Buch gelesen habe kann ich sagen das es dennoch sehr spannen war, denn der Film gibt nicht alles das wieder was im Buch so detalliert beschrieben ist.
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Das Parfum
Das Parfum von Patrick Süskind (Taschenbuch - 1994)
EUR 10,90
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