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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Nur für Venedig-Fans,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Venezianisches Finale: Commissario Brunettis erster Fall (Taschenbuch)
Der große Dirigent Helmut Wellauer liegt vergiftet in seiner Garderobe in der venzianischen Oper La Fenice. Commissario Brunetti soll diesen Todesfall untersuchen. Soweit die Geschichte. Dieses Buch hat mich etwas enttäuscht. Die Charaktere bleiben das gesamte Buch über flach. Auch das Kapitel, in dem wir dem Privatleben der Familie Brunetti beiwohnen, kann diesen Eindruck nicht richtig korrigieren. Das gesamte Buch lebt von Klischees und Vorurteilen. Der böse Deutsche, der Italiener, der das Leben genießt... Außerdem habe ich den Eindruck, daß bei den Ermittlungen zu viel "herumgeeiert" wird. Wenn man schon nicht die Charaktere ausreichend beschreibt, sollte man die Geschichte bessermachen. Auch das Venedig-Flair kommt bei mir nicht so richtig an. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, daß man nicht unbedingt in Venedig leben muß, um dieses Flair, wie es beschrieben, aufs Papier zu bringen. Daß Venedig von Wasser umgeben ist, weiß jeder, die Sehenswürdigkeiten kann man auch anhand einer Straßenkarte hinzufügen. Die Übersetzung dieses Buches ist auch etwas seltsam. Es läßt sich zwar flüssig lesen, ist aber teilweise etwas holprig. ("Wenn er es bemerkte, ließ er es sich nicht anmerken...") Alles in allem läßt sich sagen, daß dieses Buch kein großer Wurf ist, jedoch unterhaltend. Wenn man es geschenkt bekommt sollte man es ruhig lesen. Ansonsten eher etwas für Venedig-Fans.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Zu viele Klischees,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Venezianisches Finale: Commissario Brunettis erster Fall (Taschenbuch)
Auf Empfehlung von Freunden und den guten Kritiken zu diesem Buch habe ich mich dazu durchgerungen es einem Elizabeth George Roman vorzuziehen. Allerdings weiß ich bis jetzt nicht so genau wie ich dieses Buch beurteilen soll. Der deutsche Stardirigent Helmut Wellauer wird in der Garderobe eines Opernhauses tot aufgefunden, kurz bevor der Vorhang zum letzten Akt der Traviata aufgeht. Commissario Brunetti, dem dieser Fall übertragen wird, ermittelt nicht nur in der künstlerischen Szene. Es stellt sich bald heraus, daß es für ziemlich viele Personen Motive gab, ihn umzubringen. So weit, so gut. Die Ermittlungen sind ganz spannend und vom Schluß war ich doch sehr überrascht. Dennoch hat die Autorin leider viele Klischees in dieses Buch reingebracht, was mir sehr misfällt. Wich ich schon richtig vermutete beim Lesen der Inhaltsangabe dieses Buches (ein "deutscher" Dirigent), ist der ermordete Dirigent ein alter Nazi, ein böser Deutscher also. Das hätte nicht sein müssen. Irgendwann ist auch dieses Thema mal ausgereizt. Überhaupt kommen die Deutschen hier nicht sehr gut weg. Aber auch andere Nationalitäten, wie z. B. die Belgier haben keine guten Karten. Lediglich die Italiener (wen wundert's) und Amerikaner (Donna Leon ist Amerikanerin) kommen hier gut weg. Außerdem werde ich nicht so recht schlau aus Commissario Brunetti. Mal ist er voller Ehrgeiz diesen Fall aufzuklären, dann hat er wieder Phasen, wo ihm die Lösung dieses Falles so ziemlich egal ist. Trotzdem ist dieses Buch nicht schlecht, es ist spannend geschrieben, man erfährt einiges unterhaltsames über Venedig und dessen Einwohner, bekommt einen Einblick in die Opern-Szene und wie schon erwähnt, finde ich den Schluß recht überraschend.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
nicht überragend, aber durchaus lesenswert,
Von tabula_rasa2605 (Rhein-Neckar) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Venezianisches Finale: Commissario Brunettis erster Fall (Taschenbuch)
Der erste Fall des venezianischen Commissario Brunetti handelt von einem Dirigenten, der statt nach einer Orchesterpause wieder zu erscheinen, vergiftet hinter der Bühne gefunden wird. Anfangs gibt es einige Verdächtige, die vor allem durch Lügen/Falschaussagen auf sich aufmerksam machen. Im Laufe der Geschichte gräbt sich Brunetti durch die Vergangenheit des Toten und entdeckt dort einige potenzielle Rachemotive.Dies war mein erster Brunetti-Krimi und vermutlich auch nicht der letzte. Die Erzählweise erscheint zwar recht brav und konventionell, Donna Leon hat leider nicht den Tiefgang wie beispielsweise Mankell. Außerdem kommt der Commissario ziemlich nüchtern und farblos rüber, über seinen Gemütszustand erfährt man so gut wie nichts. Jedoch ist die Geschichte genau das richtige für diejenigen, die ohne große Erwartungen einfach mal ein paar Stunden abschalten wollen und nicht allzu viel nachdenken möchten. Sehr gelungen ist das überraschende und etwas plötzliche Ende. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Viel zu sanfte Wellen der Spannung,
Von Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 100 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Venezianisches Finale. SZ Krimibibliothek Band 33 (Gebundene Ausgabe)
Gerade der Debütroman eines neuen Autors / einer neuen Autorin kann über die Karriere entscheiden, so auch im Falle Donna Leons, deren Bücher grundsätzlich auf Englisch erstveröffentlicht werden und auf Italienisch nicht erscheinen sollen, damit die Venezianer, welche ihr als Inspirationsquelle dienen sich keine voreingenommene Meinung über sie bilden. Ihr Debüt wurde deshalb 1992 als Death at La Fenice veröffentlicht und aufgrund des Erfolges zum Beginn der Serie um den venezianischen Commissario Brunetti. Erst in den letzten Jahren veröffentlichte Leon Bücher die einmal nicht mit Brunetti zu tun hatten, sondern dem venezianischen Lebensgefühl gewidmet sind.Im Vergleich ist Venedig ja eigentlich eine Stadt mit geringer Quote an Gewaltverbrechen und vor allem Morden, dennoch hat sein Beruf den Mordermittler Commissario Guido Brunetti schon seit langem verändert, als der weltberühmte Dirigent Helmut Wellauer mit Zyankali während einer kurzen Pause einer Vorstellung ermordet wird. Schnell finden sich die üblichen Verdächtigen und der Fall gerät in die Medien, weshalb sein Vorgesetzter Brunetti eindeutig klar macht, dass er im Falle schlechter Publicity persönlich zur Verantwortung gezogen wird. Doch die Ermittlungen gestalten sich als überaus schwierig, da es gerade nach dem Tod des Dirigenten kaum jemanden gibt der etwas nachteiliges über ihn sagen möchte, auch wenn die letzte Aufführung des Genies ein wahrer Flopp zu werden und etwas nicht mehr ganz mit ihm zu stimmen schien... Es ist kaum zu glauben aber auch nach weit über 10 Jahren und Büchern scheint das Konzept von Commissario Brunetti noch derart zu funktionieren, dass alle Jahre wieder ein neuer Donna Leon-Roman aufgelegt wird. Ob die Serie dennoch Gefahr läuft anhand mangelnder Ideen irgendwann auszuleiern, lässt sich aus dem ersten Band leider nicht schließen. Was sich jedoch erkennen lässt ist Donna Leons Stil, der eindeutig nicht jedermanns Sache sein dürfte und weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist. Ein melancholischer Kommissar mit persönlichen Problemen? Vielleicht in Ansätzen, aber trotzdem weit davon entfernt. Die Versprechen vom Tiefsinn des Protagonisten Guido Brunetti werden schlicht nicht eingelöst, Brunetti bleibt einfach ein leicht verbitterter Mann, fast wie ein Nebencharakter in seiner eigenen Erzählung. Was Donna Leon schon mehr zu liegen scheint als ihren Charakteren Leben einzuhauchen ist es über Venedig zu referieren, etwas bei dem sie sehr ins Schwärmen gerät, was sich jedoch nicht so sehr negativ auf die Spannung auswirkt, wie die Alltagserlebnisse des Commissarios, welche sich meist zwischen ihn und den Fall drängen. Spannung, ein Rätseln wer der Täter ist und warum er oder sie es getan hat, könnte man fast überlesen, wenn man kein Fan von Alltagsgeschichten ist. Und das ist das Gefühl dass Venezianisches Finale hinterlassen kann, ein Buch gelesen zu haben, dass nur hintergründig ein Krimi ist und eher eine Erzählung über die schönen und etwas dunkleren Seiten Venedigs aus der Sicht Guido Brunettis sein soll, wobei dessen Beruf von nachrangiger Bedeutung ist. Irritierend zudem wie vieler Italien-Klischees sich die Autorin als "Venezianerin" bedient. Fazit: Gelungener Venedig-Reiseführer, der nur wenig mit einem Kriminalroman zu tun hat, bis auf den Klappentext und Beruf des Protagonisten natürlich. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Schnörkellos, spannend und ohne unnötigen Klimbim,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Venezianisches Finale: Commissario Brunettis erster Fall (Taschenbuch)
Ob Donna Leons Krimis ein so stimmiges (und stimmungsvolles) Bild von Venedig zeichnen, wie die Kritiker zuweilen, sich überschlagend und überbietend, meinten, kann ich leider mangels eigener Venedigerfahrung nicht beurteilen. Commissario Brunetti ist mir auf jeden Fall sehr schnell ans Herz gewachsen. Zum Teil mag das daran liegen, daß er nicht zu den Standardschnüfflern gehört, die unbedingt eine kaputte Beziehung haben müssen, damit sie auch ein bißchen interessant werden. Bei Brunetti ist alles paletti, dafür versteht er sich mit seinen Schwiegereltern nicht besonders gut. Im besprochenen Band nun (sein "erster Fall") kommt ein Dirigent höchst unnatürlich zu Tode, während das Publikum auf den Beginn des dritten Aktes wartet. Berühmt war der Mann und mit reichlich Vergangenheit versehen, die ihm auch reichlich Feinde eingebracht haben könnte. Die tatsächlichen Hintergründe liegen natürlich an anderer Stelle verborgen, aber davon will ich nichts verraten. Natürlich schreitet Leon nicht geradlinig auf die Lösung des Falles zu; das wäre ja auch recht langweilig. Man erfährt so allerlei aus dem Leben und dem Bekanntenkreis des Dirigenten, und ist lange Zeit noch herzlich eingeladen, mit Brunetti zusammen zu rätseln, wer denn nun warum, bitte schön?, und das ist keineswegs langweilig gemacht, sondern sehr abwechslungsreich. Auch wenn es nicht zu meinen Fünf-Sterne-Kandidaten gehört, macht das Buch dennoch Lust auf weitere Abenteuer des Commissario. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Langeweile und Klischee,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Venezianisches Finale: Commissario Brunettis erster Fall (Taschenbuch)
Donna Leon ist in aller Munde (und Bücherregal), da war ich gespannt, ihr erstes Werk (englische Version) zu lesen. Es war, glaube ich, das langweiligste Buch, das ich nach Ende der Schulzeit (d.h. seit 10 Jahren) gelesen habe. Der Kommissar ist so lahm und farblos, daß man Mitleid bekommen möchte, wie er sich einer Schnecke gleich durch Dialoge mit seinen Verdächtigen quält, die ihn selbst an Farblosigkeit z.T. noch übertreffen. Ausnahme: die alte 'Hexe'. Eine eigentliche Handlung gibt es in diesem Buch nämlich nicht. Der Ausgang der Sache ist nach spätestens 2/3 des Buches vorhersehbar, und ich hätte den Inhalt komplett vergessen, wäre ich nicht - immerhin etwas bleibt!- so verärgert über das Klischee am Ende gewesen: In amerikanischen Romanen dieser Kategorie sind Deutsche selten 'moralisch einwandfrei'.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Sympathischer Ermittler - fade Story,
Von
Rezension bezieht sich auf: Venezianisches Finale: Commissario Brunettis erster Fall (Taschenbuch)
Während einer Opernaufführung in Venedig wird der deutsche Star-Dirigent Helmut Wellauer in seiner Garderobe tot aufgefunden, mit Zyankali vergiftet. Commissario Guido Brunetti ermittelt, und er weiss, dass er zunächst einmal die Persönlichkeit des Ermordeten ergründen muss, um den Mörder zu finden. Mit Hilfe von Leuten, die rein zufällig und äußerst praktisch Klatschreporter oder Persönlichkeiten aus höheren Kreisen sind, erfährt der Commissario alles Wissenswerte aus Wellauers Vergangenheit. Die ist es auch, allerdings nicht die aus der Nazizeit, die letztendlich zur Auflösung führt. Commissario Guido Brunetti ist einer zum Gernhaben. Er ist kein allwissender Supermann, aber auch nicht dumm und nicht mit Hilfe von Bestechung und Beziehungen an seinen Job gekommen. Er hat eine normale, gut funktionierende Familie und einen bescheuerten Chef. Dies erinnert irgendwie an die allüblichen Freitagabendkrimis aus deutscher Produktion - hatte Kommissar Köster nicht auch einen solchen Chef? Unverständlich ist, warum Brunetti Leute mit Fragen beleidigt. Warum muss er eine Ärztin nach ihrer politischen Überzeugung befragen, um ihr dann sagen zu können, Kommunismus passe nicht zu ihrer Behandlung reicher Patienten? Eigentlich ist das nicht Brunettis Art. Wahrscheinlich eher das Bemühen der Autorin, dem Leser italienische Verhältnisse nahezubringen, vielleicht auch ihr Erstaunen über das Vorhandensein von Kommunismus in einem westlichen Land auszudrücken. Die Geschichte an sich ist fade und holprig erzählt, die Dialoge hölzern, die Ermittlungsarbeit beschränkt sich auf Brunetti und seine schwachköpfigen Mitarbeiter. Schade eigentlich, denn Brunetti und seine Familie fand ich wirklich nett. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Venedig - die Opernkulisse als Kulisse eines Opernmordes,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Venezianisches Finale: Commissario Brunettis erster Fall (Taschenbuch)
Das berühmte venezianische Opernhaus "La Fenice" ist Schauplatz des ersten Falls von "Komissario Brunetti", dem berühmten Komissar der venezianischen Questura, den die Amerikanerin Donna Leon in ihrem Debütwerk zum Leben erweckt. Wer Venedig kennt oder kennenlernen möchte, wird durch das venezianische Gewirr von Kanälen und Gassen geführt, verfolgt gleichsam einem heimlichen Beobachter mit Brunetti die Spur eines Mörders und lernt dabei vieles über die Alltagsgewohnheiten Venedigs, der Stadt, die einer Opernkulisse gleicht. Und dort, in La Fenice, ereignet sich auch der Mord an einem berühmten deutschen Dirigenten, der auf Gastbesuch in der Stadt weilt. Allein der bestürzte Aufschrei der Kunstwelt aufgrund dieser grausamen Tat zwingt die Polizei zu rascher Aufklärung. Die Presse vermutet hinter dem Giftanschlag die beleidigten Mitglieder des Ensembles, und auch Brunetti sieht sich gezwungen, die zweifelhafte Sopranistin sammt ihrer merkwürdigen, hochgebildeten Begleiterin genauer unter die Lupe zu nehmen ... . Leon schildert die Geschehnisse in ihrer Wahlheimmat mit einer Authentizität, die das Geschehen nicht nur gleichsam einem Film vor dem inneren Auge ablaufen, sondern sogar beinahe die Gerüche der Inselstadt riechen läßt. Die Geschehnisse des Krimis treten dabei keinesfalls in den Hintergrund, vielmehr werden sie gerade verstärkt durch das bewußte Mitempfinden des Lesers. Bei derartiger Identifikation des Lesers mit dem Komissario kann das dann auch mal dazu führen, daß man sich leicht auf eine falsche Fährte locken läßt. Denn langsam lichtet sich der Trubel um die dunkle Vergangenheit des berühmten toten Künstlers, und wenn der letzte Vorhang des Romanes fällt, bleiben ob des überraschenden Endes so manche Gedanken bei Brunetti. Es haftet der Geschichte neben dem der letztlich siegenden Gerechtigkeit doch auch ein Hauch von Tragik an - was dieses Werk von den gewöhnlichen Krimis im Bücherregal unterscheidet. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Holprige Uebersetzung, keine stringente Handlungsfuehrung,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Venezianisches Finale: Commissario Brunettis erster Fall (Taschenbuch)
Liegt es an der Uebersetzung oder am Original: viele Passagen sind in "schlechtem" Deutsch geschrieben, oft haetten treffendere Ausdruecke mehr Klarheit gebracht. Muss "honeymoon" unbedingt mit "Honigmond" ins Deutsche uebertragen werden? Der Kapitelanfang (!) "Da man hier in Venedig war, kam die Polizei mit dem Boot [...]" erklaert vielleicht die Faszination der Autorin darueber, dass die Verkehrsmittel in Venedig Boote sind, reisst aber aus dem Ambiente, welches sich der Leser, die Leserin aufbaut, heraus.Die Dramatik ist m. E. nicht stringent entwickelt, zu viele Personen, Hinweise, die eingefuehrt und nicht verfolgt werden, hinterlassen am Ende ein unbefriedigendes Gefuehl. Mir war recht frueh klar, wer der Moerder, die Moerderin war, da die Charaktere zu sehr schwarz-weiss gezeichnet sind. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Mamma mia!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Venezianisches Finale (Gebundene Ausgabe)
Donna Leon ist "in", und als jemand, der gerne Krimis liest (insbesondere jene aus dem Diogenes-Verlag) konnte ich der Versuchung dann doch nicht widerstehen. Einer inneren Logik folgen entschied ich mich für Commissario Brunettis ersten Fall - und der entpuppte sich gleich als Reinfall. Enttäuschend die eher konventionelle Story mit dem etwa ab der Mitte absehbaren "Venezianischen Finale", enttäuschend auch der eher biedere Kommissar, dessen im Klappentext gepriesene Originalität mir nicht so recht aufgehen will. Okay, ist ja nur ein Krimi, könnte man sagen. Aber einer aus den Neunzigern! Ärgerlich bis nicht nachvollziehbar sind deshalb die Klischees, die hier bedient werden. Die Italiener sind - was sonst - durchweg liebenswerte Menschen, ein wenig chaotisch zwar und auch ein wenig korrupt, dabei aber immer sinnen- und lebensfroh. Dagegen die Ausländer, allen voran die Deutschen: Barsche Sprache, humorlos, penibel, so dass es am Ende geradezu schade ist, dass der Tote - ein deutscher Dirigent mit (natürlich) Nazi-Vergangenheit, musikalisch perfekt, gleichzeitig ein ziemliches Schwein mit sexuellen Abgründen, der kleine Mädchen schwängert, obgleich er doch mit einer hübschen hochgewachsenen blonden Frau namens "Elisabeth" (noch besser wäre "Heidi" gewesen) verheiratet ist - sich mit Zyankali selbst gerichtet hat und Commissario Brunetti damit die Gelegenheit nimmt, den Täter bzw. die Täterin wider besseren Wissens laufen zu lassen. Mamma mia! Ein ähnlicher Roman mit umgekehrten (nationalen) Vorzeichen würde hierzulande wahre politisch-korrekte Stürme der Empörung hervorrufen - zu recht. Mag sein, dass die anderen Brunetti-Romane besser sind. Aber ich muss erst einmal diesen verdauen. Ciao!
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Venezianisches Finale: Commissario Brunettis erster Fall von Donna Leon (Taschenbuch - Mai 1995)
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