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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen20
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am 27. August 2000
"Selbs Betrug" (detebe 22706 - deutsche Erstausgabe 1992) ist nach "Selbs Justiz" (detebe 21543 - deutsche Erstausgabe 1987) das zweite Buch Bernhard Schlinks mit dem Mannheimer Privatdetektiv Gerhard Selb. Es wurde mit dem Deutschen Krimi-Preis 1993 ausgezeichnet. Selb - mittlerweile 69 Jahre alt - war als junger Mann Staatsanwalt im Dritten Reich, was des öfteren zu Reflexionen zwischen Vergangenheit und Gegenwart führt. Ein Ministerialdirigent Salger aus Bonn ersucht ihn, seine verschwundene Tochter Leonore, Leo genannt, zu finden. Doch der Auftraggeber ist nicht der Ministerialdirigent Salger, denn dieser lebt nicht mehr. Es ist vielmehr der Ex- oder Noch-immer-Terrorist Helmut Lemke. Doch bvor Selb dies weiß, hat er die "Tochter Leonore" gefunden, die mit verändertem Aussehen und anderem Namen als Kindermädchen arbeitet. Doch als nach Helmut Lemke und auch nach Leo wegen terroristischer Umtriebe gefahndet wird, verhilft er ihr zur Flucht. Doch sie gerät erneut in die Fänge von Helmut Lemke und es kommt zum tragischen Fortgang und dem ebensolchen Ende der Geschichte. Den originellen Plot erzählt Schlink packend, pointenreich und zum Teil sarkastisch. Es wäre schön, wenn Selb - trotz seines Alters - noch einmal oder gar ein paarmal ermitteln würde.
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am 28. Oktober 2004
Ich habe geschwankt zwischen 3 und 4 Sternen.
Aber Krimipreis hin oder her. Ich habe mich für 3 Sterne entschieden. Der Klappentext versprach mehr als das Buch halten konnte.
Das Buch fing sehr gut an. Durch die Ermittlungen von Gerhard Selb und seine Suche nach Leonore Salger wurde die Spannung immer weiter aufgebaut. Schritt für Schritt wurde ich von der Geschichte mitgenommen.
Doch dann wurde die Geschichte immer flacher. Die Spannung war raus. Die Kapitel folgten ohne neue Erkenntnisse und manchmal ohne Zusammenhang. Besonders die Szene in der sich alles aufklärt ist unspannend und ohne viel Geschick geschrieben. Das Ende auch nicht mehr sehr überraschend und eine sehr konstruierte Geschichte.
Besonders schade finde ich, daß man über Gerhard Selb wenig erfährt. Was treibt ihn an? Was denkt er? Und auch seine Vergangenheit wird nur angedeutet. Schade.
Ich hatte mehr erwartet.
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am 21. Juli 2000
Dieses Buch ist ein typisches Sequel. Alle aus _Selbs Justiz_ bekannten Zutaten findet man hier wieder und werden entweder einfach wiederholt oder bis zur Lächerlichkeit gesteigert. Schlinks Schreibstil ist wie immer packend, doch es gibt nichts neues und die "Political Correctness" ist einfach zu penetrant. Dies ist ein durchschnittlicher deutscher Krimi und nicht soooo schlecht, aber von dem Schöpfer solcher Werke wie "Selbs Justiz (5 Sterne)" oder "Der Vorleser (4,5 Sterne)" hätte ich mehr erwartet.
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am 17. Januar 2013
Ein Bonner Regierungsbeamter beauftragt Detektiv Selb mit der Suche nach seiner Tochter Leonore, die sich mit Beginn des neuen Semesters nicht wieder an der Universität Heidelberg eingeschrieben hat. Eigentlich will Selb diesen Auftrag ablehnen, da Ministerialdirigent Salger nur telefonischen Kontakt zulässt. Aber als ihm postalisch das Foto der jungen Frau zugeht, wird der alternde Detektiv doch neugierig. Er nimmt die Nachforschungen nach der verschwundenen Studentin auf, interessiert sich aber parallel auch für seinen Auftraggeber, dessen Versteckspiel ihm verdächtig ist.

Mit Gerhard Selb hat Bernhard Schlink einen Detektiv der alten Schule erschaffen, der schon deswegen etwas betagter sein musste. Sollte es Zufall sein, dass sich Krimi-Kenner an Chandlers Philip Marlowe erinnert fühlen? Selb hat noch einen klaren Kodex für seinen Beruf, für ihn ist ein Auftrag noch mehr als eine Einnahmequelle. Er steht für Vertrauen, Ehrlichkeit und Solidität, wie man es bei einem Mann, der filterlose Zigaretten raucht einfach erwarten kann. Und so gibt er erst dann Ruhe, wenn er den ganzen Fall gelöst hat, auch wenn er sich dabei um die wahren Gründe seiner Beharrlichkeit selbst betrügt.

Schlinks Roman überzeugt durch Glaubhaftigkeit und Realismus. Selb ist in einer Bundesrepublik unterwegs, die vor unser aller Türen liegen könnte. Der Leser ist stets mit dem Gang der Ermittlungen vertraut, wird nicht durch Winkelzüge und Nebenschauplätze abgelenkt. Genauso geradlinig ist Schlinks Sprache, die wie sein Ermittler wehmütig an eine vergangene Zeit erinnert. Trotzdem bedient das Buch alle Erwartungen eines Krimi-Lesers, auch wenn die Geschichte zum Teil etwas konstruiert daher kommt. Aber Spannung auf der einen und Wirklichkeitsnähe auf der anderen Seite lassen sich nur so miteinander verbinden.

"Selbs Betrug" ist ein gut geschriebener, anregender Kriminalroman, der für eine längere Bahnfahrt oder die Wartezeit auf dem Flughafen bestens geeignet ist. Gute Unterhaltung in angenehmer Gangart, der richtige Lesestoff für unbeschwerte Stunden.
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am 7. August 2008
Der Jurist Bernhard Schlink wurde dem deutschen Publikum als Romanautor bekannt über seinen mit Ralph Fiennes und Kate Winslet 2007/2008 verfilmten Welterfolg "Der Vorleser" aus dem Jahre 1995. Mit dem in Mannheim lebenden Privatdetektiven Gerhard Selb, der Anfang der 40er Jahre noch Nazi-Staatsanwalt war, hat er eine neue Figur mit all ihren menschlichen Stärken, Schwächen, Unzulänglichkeiten und Marotten geschaffen, die im Mittelpunkt dreier Kriminalromane steht. Gemeinsames Merkmal der Trilogie (Selbs Justiz 1987, Selbs Betrug 1992 und Selbs Mord 2001) sind - wie schon Der Tagesspiegel betont hat - raffiniert gebaute Geschichten voller Bezüge zu politischer Aktualität und deutscher Vergangenheit.

Dies trifft auch bei Selbs zweitem Fall zu, der als knapp 8 1/2 stündiges Hörbuch vorliegt. Im Auftrag des Ministerialrats Salger sucht er dessen Tochter Leonore, genannt Leo, die von ihren Eltern nichts mehr wissen will. Selb findet sie. Doch der, der nach ihr suchen läßt, ist nicht ihr Vater, und es sind nicht ihre Eltern, vor denen sie davonläuft. Wer kann auch schon ahnen, daß alte Giftgasbestände auf deutschem, aber von amerikanischen Militärs verwaltetem Boden, Terroranschläge mit ganz und gar unideologischem Hintergrund und Selbs Wunsch nach einer Tochter der Auslöser für allerlei Verwicklungen sind, durch die sich der alternde Detektiv letztlich erfolgreich hindurchermittelt.

Fazit: Kurzweilige und spannende Hörbuchunterhaltung mit Heidelberger Lokalkolorit. Der renommierte Schauspieler Hans Korte hat Schlinks zweiten Band der Krimi - Trilogie mit seinem markanten Organ gelungen in das Medium Hörbuch umgesetzt. Einen Stern mehr hätte er allerdings ergattern können, wenn er die verschiedenen Akteure stimmlich noch besser unterscheidbar gemacht hätte.
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am 1. Juni 2014
Der zweite Fall von Privatdetektiv Selb hat mir deutlich mehr gefallen, als noch das Debut, was vor allem damit zu begründen ist, dass Schlink sich diesmal nicht in einer Vielzahl von Erzählansätzen verrennt, sondern recht straight den Kriminalfall heruntererzählt. Geschickt werden in diesem Fall, bei dem es anfangs um eine vermisste Person geht, die Nachwehen der RAF-Generation mit dem Protestverhalten der Antikriegsbewegung vermengt. Das beschauliche Mannheim und seine Umgebung werden auf einmal hochpolitisch, etwas was Privatdetektiv Selb nun einmal ganz und gar nicht ist. Dieser genießt weiterhin italienische Küche mitsamt Sambuca als Abgang, ist ironisch wie eh und je und mag den Leser durchaus zu unterhalten.
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am 13. Juni 2014
Na ja.

5 Sterne kann ich nicht vergeben. Die CDs wurden zwar zügig verschickt und funktionieren letztendlich, aber selbst von einem "gebrauchten Artikel" hätte ich mir erwartet, daß er in einigermaßen sauberem Zustand ist. Hülle und Verpackung der CDs sind "gebraucht" ok, die CDs selbst waren ziemlich verklebt, verschmiert und liefen erst nach Reinigung einwandfrei. Deshalb gibt's nur 3 von 5 Sternen.
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am 2. August 2008
Ein tadellos geschriebener Krimi (eigentlich 3,5 Sterne). Schlinks geschliffene Sprache gehört sicher zu den angenehmsten Stimmen zumindest der deutschen Krimi-Literatur.

Der Plot war spannend, aber mal wieder beschäftigte Schlink sich mit einem der "deutschen" Themen, hier also dem deutschen Herbst. Ob es auch mal eine Nummer kleiner ginge? Na, warum auch.

Einziges Manko war die etwas unangenehme Romanze zwischen dem 70jährigen Protagonisten und der hübschen Mittzwanzigerin. Man fragt sich, wie das die alten Männer im Roman immer anstellen.
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am 7. Januar 2009
Walter Popp und Bernhard Schlink schufen mit dem eigenbrötlerischen und schrulligen Privatdetektiv Gerhard Selb eine Figur, die durchaus das Zeug dazu hat, Marlowe und Maigret, den beiden Größten dieses literarischen Genres Paroli zu bieten. Originell und spannend aufgebaute Plots, ausgefeilte und ausgereifte Figuren, verpackt in unangestrengt zu lesende Literatur, gewürzt mit einer wohl dosierten Prise frischem Humor und dazu einen Protagonisten, der so gar nicht in irgendwelche Klischees passen will: der mit allerlei Macken ausgestattete kauzige Privatdetektiv Gerhard Selb nebst Kater, die man beide einfach ins Herz schließen muss!

Schlinks Sprache ist präzise und packend, reich an gut sitzenden Pointen, voller versteckter Ironie und zum guten Teil auch bitter böse und sarkastisch. Diese drei gesellschaftskritischen Kriminalgeschichten sind durch die Bank komplex aufgebaut, nicht immer ganz logisch und in der einen oder anderen Szene hat man schon ein bisserl geistige Arbeit zu verrichten, sollte man zwischen den Zeilen lesen können, um nicht den berühmten roten Faden zu verlieren! Der raffiniert angelegte Spannungsbogen entschädigt aber immer wieder für diese kleinen Lesestaus und treibt einen immer und immer wieder weiter.
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am 9. Februar 2004
Bernhard Schlink beweist, daß es auch im Deutschen "ernstzunehmende" Schriftsteller gibt, die Krimis schreiben. Und er zeigt, daß er schreiben kann: sprachlich gekonnt, mit wenigen Worten eine Person oder eine Stimmung zeichnend. Ein Thriller ist es nicht geworden. Das Geheimnis wird - ein bißchen zu gradlinig - Stück für Stück entblättert, so wie man Seiten in einem Buch aufschlägt. Aber dafür bekommt man das Ganze aus der Sicht des Privatdetektivs Selb geboten, der kauzig genug ist, um interessant zu sein, aber nicht so kauzig, daß man sich nicht in ihn hineindenken könnte.
Das Hörbuch ist dankenswerterweise ungekürzt (und trotzdem noch erschwinglich). Hans Korte ist zwar nicht der geborene Rezitator, aber der richtige Sprecher, um Selbs Geschichten zu lesen. Vielleicht spielt er ihn ja auch noch, wenn sie einmal verfilmt werden sollten.
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