Kundenrezensionen


33 Rezensionen
5 Sterne:
 (15)
4 Sterne:
 (5)
3 Sterne:
 (8)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:
 (4)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut faszinierender Einblick in eine andere Kultur
Die Küche als Raum der Geborgenheit, der Zuflucht und der Ruhe. Und schließlich auch als Neuanfang. Es ist sehr erstaunlich; immer wenn man sich mit den Dingen und Personen in diesem Buch vertraut fühlt, passiert etwas Fremdartiges, das einem die andere Kultur, in der die Geschichte spielt, wieder vor Augen führt. Themen wie Selbstmord und...
Am 11. September 1999 veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine neue Erfahrung
Für einen Mitteleuropäer ohne jegliche Asienerfahrung ist "Kitchen" in erster Linie ein seltsames Buch, auf das man sich einlassen muss.

Nicht, daß die drei relativ kurzen Geschichten "Kitchen", "Kitchen (2)" und "Moonlight Shadow" schwierig zu lesen wären, im Gegenteil. Aber in allem, was die Autorin schreibt und in der Art WIE sie Dinge...
Veröffentlicht am 3. Mai 2007 von Isabella Gasparini


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut faszinierender Einblick in eine andere Kultur, 11. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Kitchen (Taschenbuch)
Die Küche als Raum der Geborgenheit, der Zuflucht und der Ruhe. Und schließlich auch als Neuanfang. Es ist sehr erstaunlich; immer wenn man sich mit den Dingen und Personen in diesem Buch vertraut fühlt, passiert etwas Fremdartiges, das einem die andere Kultur, in der die Geschichte spielt, wieder vor Augen führt. Themen wie Selbstmord und Geschlechtsumwandlung kommen wie selbstverständlich vor. Für wen ist Selbstmord schließlich nicht eine durchaus akzeptable Lösung für Probleme und Schmerz?! Und über allem das große Thema: Wie das Leben weiterleben, wenn man die wichtigste Bezugsperson verloren hat? Wie "Abschied" nehmen, kann man das überhaupt? Dieses Buch mit seinen zwei Geschichten hat mich sehr in seinen Bann geschlagen. Zum einen wegen seiner Thematik, aber auch wegen seines Einblicks in die Lebensphilosophie der östlichen Kultur. Meiner Ansicht ein Lesegenuß, den man nicht verpassen sollte. Und wer die Möglichkeit hat, die japanische Verfilmung der Geschichte "Kitchen" zu sehen, sollte die Chance nutzen. Sie ist genauso fremdartig wie das Buch und sehr schillernd. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbares Buch, 5. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Kitchen (Gebundene Ausgabe)
Ein Freund hat mir dieses Buch gegeben mit den Worten: Das musst du unbedingt lesen! Das habe ich auch gemacht und zwar fast an einem Stück. Dieses Buch hat so viele Gefühle in mir geweckt. Von Himmel hoch jauchzend bis zu tode betrübt! Ich glaube es ist egal in welchem Alter man ist, dieses Buch ist wirklich für jeden geeignet. Es geht in diesem Buch über den Tod, Abschied, Liebe, Einsamkeit. Das sind sicherlich alles Gefühle die man kennt. Es ist sehr interessant zu sehen wie diese Frau mit diesen Gefühlen in ihrem Buch damit umgeht. Teilweise war es so traurig das ich feuchte Augen bekam und ein anderes Mal machte es mir so wahnsinnigen Mut.
Das Buch ist auf jeden Fall ein Buch das man gelesen haben sollte.....
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glück bedeutet, nicht zu merken, dass man letztlich allein ist!, 25. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Kitchen (Taschenbuch)
Mikage wird nach dem Tod ihrer Großmutter von ihrem Studienkollegen Yuichi und dessen ttanssexueller Mutter Eriko aufgenommen. Beide junge Menschen verbindet eine große Einsamkeit, die sie noch näher zusammen führt als Eriko ermordet wird.

Diese Geschichte von Banana Yoshimoto ist eine der besten Geschichten über moderne urbane Einsamkeit, die ich je gelesen habe. Der Tod ist allgegenwärtig für Mikage, die ihre gesamte Familie verloren hat und alleine in der Welt steht. In Yuichi findet sie einen Seelenverwandten, doch es braucht viel Zeit, ehe die beiden ihre Schicksalsschläge überwinden und aufeinander zugehen. In einer der schönsten und zugleich völlig unspektakulärsten Liebesszenen überhaupt hat mit einer Portion Essen zu tun, die Mikage Yuichi im Taxi bringt.

Essen und Kochen spielt allgemein eine große Rolle im Leben der jungen Frau. Ihre liebsten Orte sind Küchen, eine Zeit lang schläft sie sogar in der Küche, und sie kocht, auch um ihre Seele zu ernähren. "Ich liebte Küchen als wäre diese Liebe im Gedächtnisspreicher meiner Seele als ferne Sehnsucht einprogrammiert", sagt Mikage einmal und der Vorgang des Essen Zubereitens und gemeinsam Essens zieht sich durch die gesamte Geschichte als Symbol für Geborgenheit, die dabei hilft, Trauer zu verarbeiten. Eine wunderschöne Liebesgeschichte, eine bittersüße Großstadtgeschichte und vor allem eine zutiefst aktuelle Beschäftigung mit Einsamkeit, Tod und Loslassen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine neue Erfahrung, 3. Mai 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kitchen (Taschenbuch)
Für einen Mitteleuropäer ohne jegliche Asienerfahrung ist "Kitchen" in erster Linie ein seltsames Buch, auf das man sich einlassen muss.

Nicht, daß die drei relativ kurzen Geschichten "Kitchen", "Kitchen (2)" und "Moonlight Shadow" schwierig zu lesen wären, im Gegenteil. Aber in allem, was die Autorin schreibt und in der Art WIE sie Dinge beschreibt, wird deutlich, daß asiatisches Denken und Handeln nicht mit europäischen Maßstäben zu messen sind. Dennoch tauchen in den von Mangas aber auch von traditionellen japanischen Motiven beeinflußten Geschichten immer wieder vertraute Bilder auf. Tod, Trauer und Liebe sind universelle Gefühle, auch wenn in verschiedenen Kulturen ganz verschieden damit umgegangen wird.

"Kitchen" liest sich ein bißchen wie das Tagebuch eines 15-jährigen Mädchens, ein wenig melodramatisch, teilweise etwas surreal. Trotzdem trifft der eine oder andere Satz zwischendurch mitten ins Herz.

Wie gesagt, ein seltsames Buch, auf das man sich einlassen muss.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Küche im Schatten des Mondlichts, 15. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Kitchen (Taschenbuch)
Die junge Mikage verliert erst ihre Eltern, später dann ihre Großmutter, bei der sie zuletzt lebte. Nun steht sie völlig alleine da in der viel zu großen Wohnung. Nur in der Küche fühlt sie sich wohl. Warum auch immer. Plötzlich und unvermittelt taucht dann der ehemalige Blumenjunge der Großmutter, Yuichi, auf und schlägt Mikage vor mit zu ihm und seiner Mutter Eriko zu ziehen. Gemeinsam versuchen sie nun, erst mit, dann gezwungener Maßen ohne Eriko, die Trauer zu bewältigen. Eine große Hilfe ist dabei immer wieder die Küche und natürlich das darin zubereitete Essen.
In der zweiten Geschichte "Moonlight Shadow" geht es ebenfalls um Tod und Verlust. Satsuki, die Hauptfigur, verliert bei einem Autounfall ihren Freund Hitoshi. Dessen Bruder Hiiragi, ebenfalls im Auto, verliert bei dem Unfall nicht nur den Bruder, sondern auch seine Freundin. Das schweißt beide zusammen. Satsuki versucht ihre Trauer durch exzessives Joggen zu kompensieren, während Hiiragi die Schuluniform seiner Freundin aufträgt. Irgendwann begegnet Satsuki einer fremden Frau am Fluß, die sie auf etwas Besonderes aufmerksam macht, was nur alle 100 Jahre passieren würde, bald aber wieder geschehen werde. Natürlich hat das mit ihrem verstorbenen Freund zu tun.

"Kitchen", und damit meine ich jetzt nur die erste Geschichte in diesem Buch, hat mich nicht ganz überzeugt. Inhaltlich fast gar nicht, sprachlich schon ein wenig mehr. Die Geschichte eines Mädchens, das nach mehreren schweren Verlusten ihr Wohl in der Küche findet, nicht nur beim Kochen (wir leben ja nicht mehr in den 1950ern ;-)), sondern einfach durch die reine Existenz einer schönen Küche, finde ich ein wenig abgeschmackt. Selbstverständlich lädt so eine Darstellung zu Interpretationen über metaphorische Dimensionen ein, schön und gut, aber es ist eben, in diesem Fall, nicht meins. Kitchen lebt vielmehr von der schönen und ruhigen Sprache, die zwar immer knapp gehalten, aber dennoch treffend und nachhaltig ist und die den Trubel der Großstadt außen vor lässt. Die dunklen Stadtszenarien, die Zurückhaltung in der Beschreibung des Innenlebens Mikages (zum Beispiel lässt die Autorin sie einen dunklen Rasen betrachten, anstatt einfach zu schreiben, dass sie Angst hat) oder auch die Tatsache, dass alles Unvorhergesehene und Ausgefallene (plötzlicher Tod, Transsexualität (wenn es ich wirklich darum handelt!) u.v.a) nicht der Effekthascherei dient, sondern nützlich ist und absolut mit in die Geschichte einfließt, so dass man es gar nicht hinterfragt, sind positive Aspekte von Kitchen. Aber nur deswegen hätte wahrscheinlich höchstens 2 Sterne vergeben. Deutlich besser gefällt mir die Geschichte "Moonlight Shadow". Hier beschreibt Banana Yoshimoto viel eindringlicher die Trauer und die dazugehörige Trauerarbeit. Auch hier gilt wieder diese Geschmeidigkeit in der Sprache, ganz sanft und schlüssig wird Surreales in die Erzählung eingewoben. Die Natur spielt eine wichtige Rolle und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens werden besser beschrieben als in Kitchen.
Als Resümee bleibt also zu sagen: Ein inhaltlich eher durchschnittliches Buch, in einer schönen Sprache verpackt. Sagt es uns was? Ja, zum Beispiel, dass man das Leben auskosten soll, so lange es noch möglich ist, dass man nie allein dasteht, wenn man es nicht will und das man vielleicht auch mal an "Wunder" glauben sollte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kitchen-japanische Kurzprosa voller Poesie, 26. November 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Kitchen (Taschenbuch)
Unglaublich, was die vielfach gerühmte Autorin Yoshimoto da schafft: in drei zauberhaften Geschichten vereint sie Magie mit dem Alltag, berichtet von Tod, Schmerz sowie Lebensmut.Man fühlt sich fast hineingesogen in die bildhaften Beschreibungen, die doch wieder einen traurig fernen Ausdruck mit sich bringen. Es sind drei frundlich warme Geschichten wie das Leben sie so schreibt, allerdings mit einem Schuß Poesie. Alles in allem das perfekte Einsteigerwerk für Leute, die noch nichts von Yoshimoto kennen. Danach sieht man alles mit anderen Augen...
Kitchen, die erste Geschichte, die auch in Asien verfilmt wurde, handelt von Mikage, die bei ihrer Großmutter gelebt hat und nun allein da steht, nachdem diese gestorben ist. Nach zahlreichen Nächten in der Küche sieht sie ein, daß ihr Leben auch weitergehen muß und der in einem Blumengeschäft arbeitende Yoshio, der die Großmutter kannte nimmt sie kurzerhand mit in eine Ersatzfamile zu ihm und seiner "Mutter" Eriko...
Moonlight shadow ist die zweite Geschichgte in der Mikages Geschichte weiter erzählt wird.. lasst euch überraschen!
Vollmond ist mein persönlicher Anlesetipp. Hier geht es wieder um ein junges Mädchen,Satsuki, dessen Freund Hitoshi auf tragische Weise bei einem Autounfall ums Leben kam. Mit ihm Wagen waren sein Bruder Hiiragi und dessen Freundin. Nur Hiiragi überlebte und verarbeitet die Trauer um seine Freundin, indem er ständig ihre Schuluniform anzieht. Satsuki hingegen joggt wie eine Besessene und hat eines Tages eine merkwürdige Begegnung, die ihr weiterzuleben hilft...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es hat einfach nicht k l i c k gemacht, schade!, 18. August 2009
Von 
Ela Flury (Rastatt, Baden-Württemberg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Kitchen (Taschenbuch)
Als Hörbuch habe ich mir diese Geschichte von Jessica Schwarz bis zum Ende vorlesen lassen, ob ich das als Selbstleser auch geschafft hätte, weiß ich nicht.
Obwohl die Geschichte von der Sache her etwas zu Herzen gehendes hat (liegt natürlich auch an der passenden Stimme) und philosophisch interessante Gedanken aufwirft, blieb ich seltsam unberührt.
Dabei frage ich mich, woran das gelegen haben mag.

Einen geliebten Menschen zu verlieren ist verständlicherweise etwas Schreckliches, ich kann als Leser die Reaktionen und Gedanken von Mikake, der Hauptfigur, auch verstehen.
Das Potpourri aus der weiteren Handlung (sie gerät in eine seltsame Familie, bei der wirklich alles individuell und fernab jeder Normalität abläuft) empfand ich aber immer wieder als theatralisch und ich fragte mich dabei, was soll das eigentlich alles?

Was vom Roman zurück blieb? --- Es lohnt sich, sein Leben in Eigeninitiative zu gestalten, es zu verändern, wenn man in eine Sackgasse geraten ist, und auf seine Gefühle zu hören, die einem sagen können, was man braucht, um eine persönliche Zufriedenheit zu finden. Für dieses Fazit gibt es vier Sterne, die für den Unterhaltungswert aber für meinen Geschmack zu viel wären.
Es hat einfach nicht k l i c k gemacht, schade!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überwinden und Wachsen, 28. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Kitchen (Taschenbuch)
Tod, Abschied, Einsamkeit - Banana Yoshimotos Kitchen" dreht sich genau um diese Themen und ist dennoch kein Roman, der deprimiert oder pausenlos auf die Tränendrüsen drückt. Die Autorin spricht die Herzen ihrer Leser an und vermittelt auf unschuldig leichtfüßige Weise, dass es immer weiter geht im Leben. Schließt sich eine Tür, so öffnet sich eine neue. Verloren sein und Wiederfinden, Unsicherheit und Liebe, Gefühlsachterbahnen, die jeder kennt und mit denen sich jeder identifizieren kann. Und genau diese Identifikation mit den so authentisch wirkenden Geschichten schafft die Autorin mit ihrem unverkennbaren Stil.

Mikage entwickelt eine schon fast absurde Affinität für Küchen. Die Küche ist ihr der liebste Platz überhaupt, dort fühlt sie sich sicher und geborgen, egal, wie groß oder klein, sauber oder schmuddelig dieser Raum auch sein mag. Bevor ihr Leben aus den Fugen geriet, schlief sie sogar auf dem Boden zusammengerollt in der Küche der Wohnung, die sie sich mit ihrer Großmutter teilte. Mikage ist ein Mädchen, dass früh schon fast ihre ganze Familie verlor. Nur ihre Großmutter ist ihr geblieben. Als auch die stirbt, bricht Mikages kleine Welt zusammen. Ihre Familie wurde immer kleiner, bis nur noch sie übrig geblieben war. An was sollte sie jetzt noch glauben, der Boden unter ihren Füßen war weg.

Tod. Die Frage nach dem Warum. Warum hat es sie nicht getroffen? Welche Gedanken quälen einen Menschen, der so jung seine gesamte Familie verliert. Yoshimoto führt uns hier in die verworrene Welt einer jungen Frau, die versucht, die Leere aus ihrem Leben hinaus zu katapultieren. Es geht immer weiter - sie wird von den Tanabes aufgefangen. Yuichi Tanabe kannte Mikages Großmutter. Wenig später zieht das Mädchen bei ihm und seiner Mutter, die gleichzeitig sein Vater ist, ein. Das Leben erhält für sie wieder einen Sinn und sie gewinnt an Stärke. Die braucht sie auch - für ihren Kampf gegen die eigene Unsicherheit und den Sieg der Liebe. Sehr einfühlsam beschreibt Yoshimoto die Unsicherheiten zweier Menschen, die ineinander verliebt sind, aber sich nicht trauen, diese Gefühle zuzulassen und gegenseitig einzugestehen. Jeder, der so etwas schon einmal erlebt hat, fühlt sich hier aus dem Herzen gesprochen.

Loslassen. Damit könnte man die letzte der drei Geschichten im Buch beschreiben. Satsuki verliert bei einem Autounfall ihren Freund. Ein harter Schlag, der das Mädchen vollkommen aus der Bahn wirft. Doch Satsuki erhält die große Chance, das Erlebte endgültig zu verarbeiten und ihren Frieden zu finden. Sie lernt eine geheimnisvolle Frau kennen, die ihr ein erstaunliches Erlebnis verschafft, das Satsuki hilft, los zulassen.

Der Tod ist ein schwieriges Thema. Wer möchte sich schon freiwillig damit auseinander setzen. Banana Yoshimoto wagt sich in ihrem Erstling in diese Gefühlswelt und schafft es durch ihre authentische Sprache, einen Blick in die Seele ihrer Protagonisten zu geben. Doch sie malt nicht nur einen Gefühlsausschnitt von Menschen, die einen schweren Verlust erlitten haben, sondern vermittelt eine Botschaft: Überwinden und Wachsen, (...) Dinge, die den geistigen Weg eines Menschen prägen, mit all seinen Hoffnungen und Möglichkeiten".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen berührend, 1. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Kitchen (Taschenbuch)
Einfach berührend, wie Yoshimoto die Einsamkeit einer jungen Frau in der Großstadt beschreibt. Wer würde sich nicht angesprochen fühlen? Eine Zufluchtsstätte - die Küche - wird zum Mittelpunkt für einen einsamen und tieftraurigen Menschen. Schade ist nur, daß dem europäischen Leser zwangsweise entgeht, welche Revolution der Roman in der japanischen Literatur darstellt. Trotzdem ein empfehlenswertes Werk über Einsamkeit, Trauer un den Mut zum Leben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jugend in Japan, 27. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Kitchen (Taschenbuch)
Mit dem Roman "Kitchen" hat die Japanerin mit dem netten Namen Banana Yoshimoto einen Treffer gelandet. Das Buch wurde über und über gelobt, sogar mit Salingers "Der Fänger im Roggen" verglichen. Es ist leicht zu lesen, manchmal ein wenig oberflächlich, doch sonst sehr gut. Die Autorin hat Talent, die Stimmungen, die Atmosphäre, in der sich ihre Personen befinden, genau einzufangen. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, handelt vom Erwachsenwerden, von Orientierungslosigkeit und vom Sich-selbst-suchen, von der Großstadt und ihrer Anonymität, von Freundschaft und Liebe, von Film und Fernsehen und Comics und vom schönsten Platz auf der Welt: von der Küche - vom Leben eben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Kitchen
Kitchen von Banana Yoshimoto (Taschenbuch - 1994)
EUR 9,90
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen