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Kundenrezensionen

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am 20. Januar 2010
Gibt es ein Leben nach dem Tod der grossen Liebe? Der Liebe seines Lebens? Diese Frage versucht Dijan in "Verraten und Verkauft" zu beantworten. Dijan wartet dabei auf mit Alltaeglichem, Alltagsgeschichten, Beschreibungen seines Tagesablaufes. Nichts Grossartiges, Denkwuerdiges, nichts, das den Leser inhaltlich in seinen Bann zieht. Eher profanes, das Ziellosigkeit und Sinnlosigkeit (?) vermuten und erkennen laesst. Jeder ist seines Lebens Schmied, doch Dijan ist passiv, sein Leben oftmals destruktiv, so der Eindruck. Ich tue mich schwer mit Inhalten, die keine Entwicklung erkennen lassen. Doch ist es verwunderlich angesichts des Todes von Betty Blue, dieser Ueberfrau, Kann ein Leben normal weiterlaufen nach einem solchen Verlust? Interpretiert man Dijans Roman richtig, wohl kaum. Und das ist zu wenig, denn wir sind zeitlich begrenzt und koennen nicht ewiglich Verlusten hinterherhaengen, so schwer sie auch sind. Trotz seiner Sprachgewalt hat der Inhalt nicht vollends ueberzeugen koennen.
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am 7. Mai 2009
Betty ist tot! Aber das Leben geht weiter! Egal, ob das Zorg schmeckt oder nicht. Und so steuerlos und wirr wie Zorgs Leben davondriftet, so lässt Djian seinen Roman an der Langen Leine laufen. Vergeblich sucht man den roten Faden; es gibt ihn nicht. Verraten und verkauft ist die Beschreibung von Zorgs Leben nach Bettys Tod. Nicht mehr und nicht weniger. Dabei ist es vor allem Djians Schreibe, sein hingeworfener Stil, seine Flapsigkeit und Aggression, die ihn so unverwechselbar macht.

Wer Djians Bücher mag, der weiß meist nicht warum. Es liegt ein Zauber in den Sätzen, der sich nur schwer beschreiben lässt. Dabei sind es vor allem die ersten Romane, Betty Blue, Erogene Zone, Rückgrat und Verraten und verkauft, die Djian so trefflich gelungen sind. Da kleben die Augen am Text und wollen nicht von ihm lassen. Djian klatscht diese Typen, wie Zorg einer ist, aufs Papier, dass es eine wahre Freude ist, da mitzuleben. In späteren Werken hat Djian diesen Schwung verloren, sich verändert, andere Sichtweisen publiziert. Aber hier, in Verraten und verkauft, da ist er diese literarische Urgewalt, die sich wie ein Bulldozer den Weg in das Denken des Lesers bahnt. Das zuletzt veröffentlichte 100 zu 1 hat diesen Zauber noch einmal aufleben lassen. Aber die Klassiker der ersten Stunde sind Djian nie wieder gelungen.

Unter diesem Aspekt sollten sie Verraten und verkauft genießen. Ein Buch, das eigentlich niemanden unberührt lässt. Man liebt es, oder lehnt es ab. Finden sie heraus, welcher Typ sie sind.
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am 9. November 2006
Wie geht das Leben nach dem Tod einer großen Liebe weiter?

Bei Djian geht es dabei wieder mal um die Schriftsteller und Ihr Leben. Hier sind es vor allem Henri seine Exfrau Marlene, sein Tochter Gloria und der Ich Erzähler. Wieder gibt Djian den Schriftsteller der Schweinkram und Befindlichkeiten lebt, liebt und beschreibt. Was auffällt der Schweinkram kommt diesmal kurz, dafür geht es mehr um die inneren Befindlichkeiten des Schriftstellers. Dieser hat selten Geld, ist eitel im Vergleich zu den Leistungen anderer Schriftsteller (Vera) und tut körperlich arbeiten in Kurzzeitjobs, wenn man Geld braucht und um den Kopf freizukriegen. Also alles wieder ähnlich in Struktur und Ablauf der Handlung.

Djian Schriftstellerdasein kreist seit Jahren immer wieder um diese Gebiete, aber das gekonnt.

Was von Djian jedoch auch immer bleibt, ist seine unverwechselbare Sprache, seine Beobachtungsgabe und sein Stil der Ihn von anderen Autoren abhebt und seine Bücher immer wieder zu einen großartigen Spaß machen.
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am 3. Oktober 1999
Ein faszinierendes Buch, zum Verschlingen in kürzester Zeit. Wie bei vielen anderen Büchern Djians ist es nicht die Handlung, die besticht, sondern die Art, mit der er so poetisch und messerscharf beobachtend das Leben beschreibt. Das Buch lebt. So viele Sätze sprühen vor Weisheit. Selbst der Alltag erscheint lustvoll, denn er wird so empfindsam und kraftvoll beschrieben, daß sich als Quintessenz ergibt: Das Leben ist schön. Auch wenn....und auch wenn... Das Leben ist schön.
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am 24. März 2008
In "Verraten und verkauft" berichtet wieder der namenlose Ich-Erzähler aus seinem Schriftstellerleben. Es handelt sich um ein Sequel zu "Betty Blue", jedoch ist das Buch völlig anderes gestaltet und erinnert mehr an "Erogene Zone". Der Roman hat wenig Handlung, denn der Ich-Erzähler hängt einfach mit seinen Freunden herum, trinkt, hat Sex. Wichtig bei Philippe Djian ist der Stil, und "Verraten und verkauft" ist stilistisch wieder einmal grossartig geschrieben.
Der deutsche Titel ist einmal mehr ziemlich plakativ und schwach. Auf Französisch heisst der Roman "Maudit manège", also "Verdammte Manege". Das ist ein Bild für das Leben des Ich-Erzählers, worin er sich befindet. Irgendwie ausgestellt, aber doch einsam.
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am 20. März 2008
mein x-tes buch von djian hat mich letztendlich nicht enttäuscht obwohl ich mich in der mitte ein bißchen durchkämpfen müssen. die inneren befindlichkeiten des ich-erzählers kreisen und kreisen... ein wenig auf kosten der handlung. zum schluß legt djian aber dann ein furioses finale hin! und der stil ist wie immer großartig. die themen zu freundschaft, liebe und loyalität, sowie die handlungen und beweggründe der figuren (vor allem glorias zorn) lassen den leser nicht so schnell wieder los.
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In der französischen Literatur habe ich oftmals den Eindruck, dass der gefühlte Schmerz immer noch ein bisschen tiefer geht als in Werken von beispielsweise deutschen, englischen oder amerikanischen Autoren. Der Himmel des Lebens ist immer noch etwas schwärzer als in anderen Literatur-Ländern, das Gras ist immer noch ein kleines bisschen grüner und der Regen ist sowieso noch viel nasser und kälter als anderswo.

So eben auch in diesem Roman von Philippe Djian, welcher sich stets auf dem schmalen Pfad zwischen Alltäglichkeit und Weltuntergang bewegt. Der Autor pendelt auf den Seiten zwischen Wut und Gleichgültigkeit, zwischen Trauer und Abneigung.

Insgesamt ist es sehr interessant, wie der Protagonist den Tod seiner Freundin Betty und später auch die Trennung von seinem Freund Henri verarbeitet. Die literarische Theatralik, mit der er gelegentlich an den Rand seiner Lebensgeister gelangt, ist zuweilen leicht übertrieben. Dennoch verdiente 4 Sterne für das ganz große französische Leid!
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am 14. August 2000
Djian ist ein Meister. Ein Meister des Alltags, der ,ganz im Sinne Hemingways oder Kerouacs, mit einem Glas in der Hand, sein eigenens Schicksal belächelt oder beweint. Aber nie die Hoffnung und das Wissen aufgibt, dass das Leben einfach schön ist. Ein Muss neuer Literatur.
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