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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Literarische Genremalerei,
Von
Rezension bezieht sich auf: Liza von Lambeth: Ein Liebesroman (Taschenbuch)
Die 18jährige Liza ist die ungekrönte Königin der Veere Street, einer Straße der Londoner Arbeitersiedlung Lambeth, die man heute wohl eher als Slum bezeichnen würde. Das eigenwillige Mädchen hat einen herzensguten Verehrer, doch sie verliebt sich in den viel älteren, verheirateten Jim und lässt sich auf ein Verhältnis mit ihm ein. Natürlich gelingt es ihnen nicht, die Liaison geheim zu halten, bald redet das ganze Viertel darüber. Die Frau des Liebhabers "inszeniert" als Racheakt schließlich eine öffentliche Schlägerei, die fatale Folgen hat.Die Inhaltsangabe klingt sehr nüchtern, tatsächlich ist der Roman ein Kabinettstückchen britischer Erzählkunst. Maughams Erstlingswerk, das 1897 erschien und ihm zu seinem literarischen Durchbruch verhalf, hat seitdem nichts von seiner Frische eingebüßt. Der große Romancier erzählt bar jeder Sentimentaliät, doch mit wachem Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse im ausgehenden 19. Jahrhundert, den er als praktischer Arzt der "Unterschicht" geschärft hatte. Wie in allen seinen Werken ist der Autor auch in diesem Buch im besten Sinne des Wortes "unmoralisch": er erzählt ohne Partei zu ergreifen, ohne zu urteilen. Dadurch gerät besonders die Schlussszene, deren Inhalt hier jedoch nicht verraten werden soll, ungemein eindrücklich und bewegend. "Nur" vier Sterne, weil mir Maughams Meisterwerke "Auf Messers Schneide" und "Des Menschen Hörigkeit" noch besser gefallen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Maughams Erstling,
Von
Rezension bezieht sich auf: Liza von Lambeth: Ein Liebesroman (Taschenbuch)
"Liza of Lambeth" (1897), William Somerset Maughams kurzer Debütroman, ist eine kleine und immer noch lesenswerte Fingerübung eines grossen Autors. Das Buch schildert vier Monate aus dem Leben der 18-jährige Fabrikarbeiterin Liza Kemp, die in Lambeth lebt, einem öden Arbeiterquartier von London. Liza hat einen aufgeweckten und frechen Charakter, schon fast eine kleine Emanze, die gegen die Konventionen aufbegehrt, um ihr eigenes, kleines Glück zu finden. Die Annäherungsversuche ihres Kollegen Tom weiss sie selbstbewusst abzuwehren, stattdessen verliebt sie sich leidenschaftlich in den viel älteren und verheirateten Jim. Das kann nicht gut enden.Maughams Roman breitet eine damals unmögliche Liebesgeschichte vor einem schwierigen sozialen Umfeld aus. Dabei beleuchtet er das Verhältnis zwischen Mann und Frau. Es ist die Zeit, in der noch der Mann als Haupt der Familie angesehen wurde und folglich die Frau eine unterwürfige Rolle in der Beziehung inne hatte. Das Buch zeigt schön, dass das Liebesglück nicht nur in der Ehe gefunden werden kann. Die traditionelle Ehe erscheint vielmehr als Ehehölle. Alkoholismus und Gewalt der Ehemänner gehören zur Tagesordnung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Das elendige Leben eines unbedeutenden Mädchens in einem Londoner Arbeiterviertel - Maughams überzeugender Erstling,
Von Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hérimoncourt, Frankreich) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Liza von Lambeth: Ein Liebesroman (Taschenbuch)
London Ende des 19.Jahrhunderts: Liza Kemp ist ein junges, derbes Mädchen aus dem Arbeiterviertel Lambeth. Der schüchterne und jungenhafte Tom versucht ständig sie zu einer Heirat mit ihm zu überreden und drängt sich ihr unentwegt auf. Doch Liza drückt sich sehr klar aus in ihren Absagen und hegt eine tiefe Zuneigung für den bereits verheirateten und sechsfachen Vater Jim. Liza muss sich dem Viertel gegenüber für ihr Verhalten rechtfertigen, ihre rheumakranke und nörgelnde Mutter behandeln und sich einer Schlammschlacht mit Jims Frau liefern, die sie grün und blau schlägt, bis Lizas Leben eine traurige Wendung bekommt..."Liza von Lambeth" ist William Somerset Maughams erster Roman und er hat es in sich: Er beschreibt das Elend in den Hinterhöfen der damaligen Arbeiterviertel, die Härte und das Armsein im Alltag der weiblichen Arbeiterinnen und die schroffe Behandlung durch ihre Umwelt. Die Sprache im Roman ist ebenfalls sehr schroff und direkt, sie weist keinen Grad von Affektiertheit oder Beschönigung auf, denn Liza hat trotz der Tatsache ein junges weibliches Wesen zu sein eine sehr deftige und nahezu schon vulgäre Sprache für die damaligen Verhältnisse. Das Buch lässt sich fließend lesen und man ist kein Fünkchen gelangweilt, denn manche Stellen sind sehr grausam und trist, insbesondere die Kapitel in denen überdurchschnittlich viel Frauen verprügelt werden und andererseits sind einige Szenen sequenzenartig stellenweise zum schief lachen, da sie sehr banal für den Leser rüberkommen und den Alltag von damals wiederspiegeln, den man die ganze Zeit zu begreifen sucht und plötzlich hingeklatscht bekommt. Es bewahrheitet sich mal wieder: In der Kürze liegt die Würze, denn man kann das Buch innerhalb eines Tages schnell durchlesen und erhält dennoch einen bleiben Eindruck über die Figur "Liza von Lambeth" und über Maughams Hang zur Komik in der Tragödie aufgrund seines Stils. Weiter zu empfehlen für einen angenehmen Lese-Nachmittag mit etwas Unterhaltung! ~Bücher-Liebhaberin~ Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3.0 von 5 Sternen
Ganz ok,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Liza von Lambeth: Ein Liebesroman (Taschenbuch)
Ich bin ein großer Somerset Maugham Fan. Mir hat seine Beschreibung der widersprüchlichen Beziehungen der Hauptakteure zueinander im "Bunten Schleier" sehr gefallen. Daher hoffte ich auf mehr, als ich die Beschreibung "Ein Liebesroman" bei Liza von Lambeth las. Diese Hoffnung wurde enttäuscht. Der Handlungsstrang erschien mir recht vorhersagbar, einzig das Ende war überraschend. Die Charakterisierung der Mutter gelang sehr gut und die stärkste Szene ist meiner Meinung nach der Dialog am Ende zw. der Mutter und der Nachbarin.Es ist ein nettes Bücherl, zumindest so packend geschrieben, dass man es in einem Zug durchlesen kann, was aber auch am geringen Umfang gelegen haben mag. Jedenfalls hatte ich es in einem Nachmittag durch. Ich finde es verfehlt, es als "Liebesroman" anzupreisen, weil die Liebe auf jeden Fall zu kurz kommt. Da war "Der Menschen Hörigkeit" zu diesem Thema bei weitem ausführlicher. Alles in allem: Lieferung war rasch, Buch war in gutem Zustand, wenn man Zeit hat und sonst nichts besseres zu tun, kann mans lesen. Tipp: vielleicht kann man es wo leihen, weil noch mal kaufen würd ich es nicht (obwohl Maugham zu meinen Lieblingsschriftstellern zählt). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Liza von Lambeth,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Liza von Lambeth: Ein Liebesroman (Taschenbuch)
Das Erstlingswerk von William Sommerset Maugham, schön zu lesen wenn man die damalige Zeit liebt. Es beschreibt die liebe zwischen einem verheirateten Mann und einer jungen Frau die nach dem schwanger werden der Frau in Anbetracht der damaligen Zeit schnell vieles verändert und die Grenzen und eine abrupte Veränderung aufzeigt. Schön zu lesen, als Abrundung wenn man schon andere Bücher des Meisterautors kennt.
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Liza von Lambeth: Ein Liebesroman von W. Somerset Maugham (Taschenbuch - Dezember 2005)
EUR 8,90
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