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32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von der Komplexität menschlicher Beziehungen
Diese acht Geschichten in McEwans "Erste Liebe-letzte Riten" handeln weder von unschuldigen Jugendlieben noch von süßer Romantik. Statt dessen erzählen sie von dunklem Begehren, latenten Sehnsüchten und verworrenen Wünschen und der Leser wünscht sich im Verlauf der jeweiligen Geschichten, dass die Intentionen der Protagonisten nur...
Veröffentlicht am 31. März 2002 von Amazon Kunde

versus
0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schade ums Geld!
Ich wollte und konnte dieses Buch nicht weiterlesen. Habe etwas gegen Schriftsteller, die glauben, dass sie sich über jegliche Grenzen hinwegsetzen können. Dies ist meine erste Rezension (und mein erster und letzte Mc Ewan), die ich nur schreibe, weil man vor dem Kauf wissen sollte, um welche Art Literatur es sich hier handelt.
Vor 12 Monaten von Petra Kriegel veröffentlicht


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32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von der Komplexität menschlicher Beziehungen, 31. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Erste Liebe - letzte Riten (Taschenbuch)
Diese acht Geschichten in McEwans "Erste Liebe-letzte Riten" handeln weder von unschuldigen Jugendlieben noch von süßer Romantik. Statt dessen erzählen sie von dunklem Begehren, latenten Sehnsüchten und verworrenen Wünschen und der Leser wünscht sich im Verlauf der jeweiligen Geschichten, dass die Intentionen der Protagonisten nur Intentionen bleiben. Es entwickelt sich während dem Lesen eine Idee-oft eher eine Befürchtung- von dem was passieren könnte, diese Idee findet sich in dem einem Satz bestätigt und im nächsten schon wieder widerlegt. McEwan vermag es mit erzählerischer Brillianz zu erstaunen oder zu entsetzen. Und ob seine Figuren nun verrückt sind, pervers oder gar Inzest betreiben, eins haben sie alle gemein: sie bleiben stets nachvollziehbar.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für Zimperliche, 20. August 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Erste Liebe - letzte Riten (Taschenbuch)
Erfrischend, was McEwan da vor über 30 Jahren geschrieben hat, vor allem, weil diese 70er Jahre noch ordentlich Lust auf Provokation und skurile Randale hatten. Das merkt man den heftigen Kurzgeschichten auch unbedingt an: Inzest, Mord, Missbrauch ... hier wird nicht gespart mit bizarren Settings, die allesamt sehr kunstvoll und mit teils sarkastischem Humor subtil beobachtet werden.

Besonders beeindruck hat mich die Wandelbarkeit der Stimme: Einige Geschichten klingen wirklich so, als würde sie ein Teenager erzählen -- nein: denken. Andere wiederum triefen nur so vor britischem, schwarzem Humor, klingen also sehr erwachsen.

McEwan nimmt kein Blatt vor den Mund und das kann auf sensible Naturen evtl. unangenehm wirken. Von der vorauseilenden Political Correctness der heutigen Zeit ist hier -- wie schön -- noch nichts zu merken.

Empfehlung!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen menschliche Abgründe, überzeugend dargestellt, 12. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Erste Liebe - letzte Riten (Taschenbuch)
Das, was man sich vermutlich unter 'Erste Liebe, Letzte Riten' vorstellt, wird man in diesem Buch wohl nicht finden. Wenn man den Titel jedoch näher betrachtet, so gibt er doch einen Hinweis darauf, was einen beim Lesen erwartet. Der erste Teil 'Erste Liebe' deutet auf Jugendliche, die aus der Unschuld der Jugend heraus die Liebe und deren Spielformen entdecken. Der zweite Teil des Titels ist ein absoluter Kontrast dazu. Nämlich die zum teil morbiden und skurrilen Riten mancher Erwachsener.

In diesem Buch lässt McEwan diese beiden Welten, in acht unabhängigen Kurzgeschichten aufeinanderprallen. Das Ergebnis sind zum teil sehr irritierende Geschichten, da es um Themen wie Vergewaltigung, Mord oder Missbrauch geht. Nach der Lektüre dieses Buches habe ich überlegt, welches Wort das Gefühl, das man nach dem Lesen des Buches hat, wohl am besten beschreibt. Mir ist hierzu nur ein englisches Wort eingefallen: ,disturbing'. Es ist nämlich komischerweise nicht wirklich schockierend, denn McEwan versteht es immer wieder, die sonst mit diesem Thema verbundenen reisserischen Töne (Presse), die Schuldzuweisungen und die Moral vom eigentlichen Geschehen zu entkoppeln. Fast lakonisch beschreibt er einen Mord und würden wir Leser diesen Mord nicht gedanklich in unsere reale Welt transponieren, so würde man vom Text her nicht meinen können, dass gerade etwas Schreckliches passiert ist.

Literarisch überzeugt das Buch voll und ganz. Nur der Inhalt und die Grausamkeiten, die hinter solchen Geschichten, wie sie auch die Wirklichkeit kennt stecken, hinterlassen einen ganz fahlen Nachgeschmack.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Makaber - Skurril - Morbide und verdammt ECHT und GUT, 22. Mai 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Erste Liebe - letzte Riten (Taschenbuch)
Wenn man sich einmal eine Kurzgeschichte aus diesem Band ausgewählt hat wie zum Beispiel jene, nach der die Sammlung benannt ist, so sieht man sich meist beim ersten Lesen überfordert...
...mit der Handlung und dem, was dahinter steckt.
...mit der direkten, manchmal schon ins Ekelhafte abgleitenden Sprache, die dennoch so realistisch ist, dass man glaubt, Teil der Geschichte zu sein.
...mit den raffinierten Metaphern, die so simpel wie auch schwierig zu interpretieren sind.
Doch wenn man sich davon nicht abschrecken lässt, und den Mut hat, sich an eine der wunderbaren short stories heranzuwagen, so wird man sich oder ein früheres Ich in ihnen wiederfinden.
Noch nie habe ich etwas gelesen, was so radikal und doch so realitätsnah die Schwierigkeiten junger Menschen auf der Schwelle zum Erwachsensein aufzeigt. Nach überflüssigen Schnörkeln und der Ironie der ach so vollkommenen Erwachsenenwelt wird man vergebens suchen.
DIESES BUCH SOLLTE MAN UNBEDINGT LESEN (nur vielleicht nicht unbedingt als Bettlektüre zum Einschlummern)
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Autor in Höchstform, 22. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Erste Liebe - letzte Riten (Taschenbuch)
Gleich vorweg, ich bin eigentlich kein Freund von Kurzgeschichten, muss aber uneingeschränkt zugeben, dass es diese Sammlung wirklich in sich hat. McEwan schaffte es, selbst bei einem so abgeschmackten Thema wie der Liebe, egal nun in welcher Form sie hier zutage tritt, mich zu überraschen. Er rutscht weder in schwülstige Leidenschaften ab, noch versucht er durch eingestreute Pornografie zu überzeugen. Er behandelt diese Momente, in ihrer jeweils eigenen Welt als die alltäglichen Dinge, die sie eigentlich darstellen, so tabubehaftet sie auch in manchen Fällen von der Gesellschaft gehandelt werden.
Short Storys mit zumeist erotischen Unterton, wobei Präzision und Komik nicht zu kurz kommen. Nichts Überflüssiges belastet die strenge, dichte Prosa, welche die Qualen der verworrenen Beziehungsgespräche in Unterhaltung umsetzt. Augenblicke, in denen sich das Unerklärliche auf leisen Sohlen in unsere Herzen stiehlt, werden auf einer literarischen Ebene fortsetzt, wo man über sie sogar lachen kann.
Lesen, lesen, lesen!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen beeindruckende Short-Stories, 17. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Erste Liebe - letzte Riten (Taschenbuch)
Nur durch Zufall bin ich an diesen Band geraten. Und beim ersten Lesen war ich fast schockiert, denn in sehr direkter, manchmal obszöner Sprache werden Lüste, Begierden und abnorme Vorstellungen Jugendlicher geschildert. Meist sind es nur Gedanken, aber was heißt schon "nur" in diesem Zusammenhang? Auf jeden Fall ging es mir bald so, dass sich ein Lese-Sog entwickelte. Die Sprache, die der Autor findet, um seine siebziger Jahre-Shortstories zu erzählen, zieht einen mächtig in ihren Bann. Dazu kommen die Inhalte, die so ganz und gar nicht gefällig, aber doch ungemein nachdenkenswert sind.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mut zum Einblick in das Versteckte, 16. Oktober 2010
Von 
Klaus Nuehrig (Braunschweig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Erste Liebe - letzte Riten (Taschenbuch)
Ein Band mit Erzählungen, von denen mehrere ihre Spuren hinterlassen. McEwan prüft seine Menschen wie ein Psychologe, nicht wie ein Chirurg. Er zerschneidet sie nicht, er analysiert, was sie zusammensetzt, und dabei lässt er sie von sich selbst erzählen. Umgangssprachlich gesagt zeigt er uns, wie sie ticken. Über den "Schrankmenschen" könnte man leichtfertig urteilen, da tickt einer nicht ganz richtig. Da will jemand zurück zu dem, was ihn krank gemacht hat. In "Schmetterlinge" folgen wir einem Jugendlichen, der zu einem Sexualstraftäter wird. Wir sind seine Zuhörer, sind an seiner Seite, aber wir können ihn nicht daran hindern.
In der Daily Mail schrieb Peter Lewis: "Die Unschuld der Pubertät wird weniger verloren als zerschmettert." Etwas ganz Wesentliches im Leben der Protagonisten geht in diesen Geschichten immer zu Bruch. Aber nicht die Schuld der Anderen wird behauptet, eher wird das dunkle Geflecht beschrieben, in dem es um menschliche Selbstbehauptung und Verfehlung geht.
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schade ums Geld!, 3. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Erste Liebe - letzte Riten (Taschenbuch)
Ich wollte und konnte dieses Buch nicht weiterlesen. Habe etwas gegen Schriftsteller, die glauben, dass sie sich über jegliche Grenzen hinwegsetzen können. Dies ist meine erste Rezension (und mein erster und letzte Mc Ewan), die ich nur schreibe, weil man vor dem Kauf wissen sollte, um welche Art Literatur es sich hier handelt.
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Erste Liebe - letzte Riten
Erste Liebe - letzte Riten von Ian McEwan (Taschenbuch - 1982)
EUR 10,90
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