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40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über die gut verträgliche Leichtigkeit des Seins
Eingestellt auf eine kontinuierliche Geschichte fühlt man sich am Anfang ein wenig vor den Kopf gestossen. Laurence Sterne lässt Geschichten abrupt enden, wenn sie gerade am spannendsten sind. Er kommt vom Hundersten ins Tausendste und der zeitliche Ablauf der Ereignisse erfolgt alles andere als chronologisch.
Es scheint mir nicht genug dieses Buch einfach...
Veröffentlicht am 19. November 2000 von Hans Henkel

versus
9 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen nur noch literaturgeschichtlich bedeutsam
Gewöhnlich erwartet man von einem Roman, wie ein Kommentator zu diesem Werk schrieb, zweierlei:
erstens eine chronologisch erzählte Geschichte in der Form ihres Zeitablaufs, also eine Geschichte mit Anfang und Ende;
zweitens eine "Fabel", das heißt, eine stoffliche Grundlage, welche die Basis der Erzählung bildet (neudeutsch: Story)...
Veröffentlicht am 2. Juli 2008 von helmut seeger


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40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über die gut verträgliche Leichtigkeit des Seins, 19. November 2000
Von 
Hans Henkel (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tristram Shandy (Taschenbuch)
Eingestellt auf eine kontinuierliche Geschichte fühlt man sich am Anfang ein wenig vor den Kopf gestossen. Laurence Sterne lässt Geschichten abrupt enden, wenn sie gerade am spannendsten sind. Er kommt vom Hundersten ins Tausendste und der zeitliche Ablauf der Ereignisse erfolgt alles andere als chronologisch.
Es scheint mir nicht genug dieses Buch einfach nur zu lesen. Vielmehr verwickelt es den Leser in ein Gespräch mit dem Autor, das ständiges Wachsein und eine gewisse Eigenaktivität erfordert. Nach dem Überwinden anfänglicher Irritationen, stellte ich fest, dass es gerade diese Art des Miteinbezogenseins, eine Art interaktiven Lesens, war, die mich fesselte. Bei Sterne weiss man nie was der nächste Satz bringt, ja man weiss nie, ob er nicht das nächste Kapitel auslässt, um es später nachzuholen oder auch nicht. Das erzeugt Spannung und erfordert Aufmerksamkeit.
Aber das eigentlich Bezaubernde und Tröstliche an diesem Buch ist die Haltung des Ich-Erzählers, hinter dem sich der Autor erkennen lässt. Es zeichnet ihn aus ohne Vorwurf, ohne Klage und ohne Urteil seine Geschichten zu erzählen. Bemerkenswert ist die Freundlichkeit und Gutmütigkeit mit der er menschliche Schwächen, Missverständnisse und Eigenheiten seiner Charaktere sehenden Auges aus tiefem Herzen wertschätzt. Es gibt kein Geziehe und Gezerre an seine Gestalten, sie sind manchmal hilflos, oft lächerlich aber immer liebenswert.
Die Seiten des Buches sind voll von erfrischenden, scheinbar belanglosen Alltäglichkeiten und obwohl ich mich nicht mehr so sehr an deren Inhalte erinnere, erinnere ich mich an die fröhliche Heiterkeit, die sie in mir auslösten. Gerade im Vermeiden jeder Tragik erweist sich sein Tiefgang und man geniesst die gut verträgliche Leichtigkeit des Seins
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Roman der Abschweifungen - ausufernd unterhaltsam., 16. August 2004
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tristram Shandy (Taschenbuch)
Die Geschichte von "Tristram Shandy" beginnt mit einem Coitus interruptus. Mal abgesehen davon, dass Laurence Sterne den Mut hatte, den Roman ausgerechnet mit der Zeugung des Helden anfangen zu lassen, ist die Unterbrechung das wichtigste Strukturprinzip des Romans: Sterne mäandert durch die fiktive Autobiographie, liefert zu jedem Ereignis noch die Vorgeschichte und gefällt sich in Abschweifungen, Exkursen und Anekdoten. Kein Wunder, dass die Handlung nicht über den fünften Geburtstag des Helden hinauskommt! Bis dahin passieren ihm allerhand Unglücksfälle: Bei der Geburt wird ihm die Nase eingedrückt, er erhält einen falschen Namen und wird von einem niedersausenden Fenster beschnitten. Große Teile des Romans handeln aber noch nicht einmal von Tristram, sondern von seinem Onkel Toby. Dessen obsessives Steckenpferd ist der Festungsbau in seinem Gemüsegarten, wo er die Kriegszüge der Briten en detail nachspielt. Sterne versammelt noch mehr wunderliche Typen in seinem Roman, der alles ist, nur nicht langweilig. Frei wie die Gedanken schweifen die skurrilen Erzählungen durcheinander und halten sich selten an die chronologische Erzählzeit. Ein humorvolles, bisweilen auch anrührendes Lesevergnügen - für jeden, der genügend Zeit mitbringt. Im 20. Jahrhundert wurde Sternes Werk von modernen Autoren wie James Joyce und Virginia Woolf wiederentdeckt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tristram Shandy, 30. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tristram Shandy (Taschenbuch)
In den so skurrilen und verschlungenen Meinungen und Erzählungen des T.S. kommt ein so herrlicher Humor hervor, dass man über das Leben nur noch schmunzeln (lachen) kann.Er ist ein Wegbereiter für Jean Paul, den ich auch sehr mag.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lieblingsbuch!, 26. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tristram Shandy (Taschenbuch)
bitte unbedingt zeit nehmen und lesen, staunen, lachen und nochmals lesen, lesen, lesen,.... Must Have für alle Fans des guten alten britischen Humors
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5.0 von 5 Sternen Empfehlung von Arthur Schopenhauer, 10. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tristram Shandy (Taschenbuch)
DIeses Buch zu bewerten ist nicht einfach. Sagen wir mal so: Es ist viel leichter zu lesen, als Gargantua und Pantagruel von Rabelais, in dessen Geiste es wohl geschrieben ist. Und das Werk ist wirklich unglaublich witzig! Ich hatte von dem Autor nie etwas gehört, bis ich (ich weiß nicht mehr wo) von Arthur Schopenhauer diesen Buchtipp erhalten habe. Schopenhauer war voll des Lobes und das ist schon was Besonderes.
Der Autor ist heute vielleicht schon vom Vergessen bedroht. Mein Tipp: Lest nicht, was euch Goethe und Schiller empfehlen (wie den unsagbar langweiligen Goldsmith). Hört auf Schopenhauer und lest dieses Buch!
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18 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen This is a hell of a book, 10. August 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Tristram Shandy (Taschenbuch)
... das Buch aller Bücher, ich weigere mich, nur fünf Sterne zu vergeben. Dieses Werk ist unglaublich und unerreicht. Wer Seinfeld liebt muss Tristram Shandy lieben und umgekehrt natürlich auch. Sicher war Sterne nicht der erste, der Abschweifungen zum Thema eines Buches machte. Man denke an Swift oder Rabelais, doch den beiden letztgenannten fehlt m. E. das Verständliche im Unverständlichen. Wo das rezipieren des "Tale of a Tub" ein Kampf gegen Sprache und Fussnoten ist, liesst sich Tristram Shandy bald in einer Nacht und lässt trotzdem nichts an Tiefe und Obskurem Blödsinn vermissen. Gross.
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9 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen nur noch literaturgeschichtlich bedeutsam, 2. Juli 2008
Von 
helmut seeger "liberaler" (karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tristram Shandy (Taschenbuch)
Gewöhnlich erwartet man von einem Roman, wie ein Kommentator zu diesem Werk schrieb, zweierlei:
erstens eine chronologisch erzählte Geschichte in der Form ihres Zeitablaufs, also eine Geschichte mit Anfang und Ende;
zweitens eine "Fabel", das heißt, eine stoffliche Grundlage, welche die Basis der Erzählung bildet (neudeutsch: Story).
Sterne betrügt die Leser absichtlich bewusst um beides. Weder ist dieser Roman chronologisch noch hat er im eigentlichen Sinn eine erzählenswerte Geschichte.
Man riecht damit schon den Braten. Sterne war einer der großen stilistischen Neuerer der Literaturgeschichte und in diesem Zusammenhang hat dieses Werk seine Bedeutung nach wie vor.
Ob es das allerdings wert ist, sich durch mehrere hundert Seiten zu quälen, die so voller Sprünge und Abschweifungen und ellenlanger Ausführungen über belanglose Details sind, darf bezweifelt werden.
Man muss sich das so vorstellen: Da wird eine Erzählung irgend welcher banalen Geschehnisse begonnen, noch bevor etwas passiert aber widmet sich der Autor einem Detail der Erzählung, walzt dieses aus und springt von dort zu einem völlig anderen Punkt, bis er irgendwann eventuell wieder auf den Ausgangspunkt zurück kommt.
Letztlich kann Sterne auch nicht seine Predigerkarriere verleugnen und die geistreichsten und witzigsten Passagen des Buches sind dem religiösen Sektor und daneben dem militärischen zu verdanken.
Letztlich kommt das Buch mit 3-4 Hauptpersonen aus, nämlich Vater und Onkel des Titelhelden, dem Arzt und Geburtshelfer sowie den Bediensteten und der Mutter. Zwischen diesen und ihren jeweiligen Eigenheiten und Spleens bewegt sich der Roman hin und her, ohne jedoch einen Fixpunkt zu finden.
Leider ist das ganze für heutige Verhältnisse auch nicht mehr sonderlich witzig, so dass es schon einiger Geduld bedarf, will man sich durch das Gesamtwerk hindurch arbeiten.
Die Details der Geburt des Tristram Shandy, so skurril sie auch sein mögen, dürften die für die rund 500 Seiten Literatur benötigten verlorenen Stunden nicht aufwiegen.
Ich muss natürlich fairer Weise hinzufügen, dass ich das Buch nach 150 Seiten zum Altpapier getan habe.
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2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen it's cool to be a tristram shandy!, 23. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Tristram Shandy (Taschenbuch)
Wenn dies das Ergebnis der Aufklärung des 18. Jahrhunderts ist! Was wäre danach noch möglich gewesen? Der Ulysses oder nur noch Finnegan's Wake? Zettels Traum? Man hätte auch aber Eis essen gehen können. Lesen Sie es doch am Besten selber. Das ist wohl die einzige Möglichkeit, sich ein Verständnis zu verschaffen vom Leben und den Ansichten des Tristram Shandy. Sind wir nicht alle ein bischen Tristram Shandy? Oh yea ... it's so cool to be a tristram shandy!
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Tristram Shandy
Tristram Shandy von Laurence Sterne (Taschenbuch - 1982)
EUR 14,90
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