Kundenrezensionen


39 Rezensionen
5 Sterne:
 (14)
4 Sterne:
 (12)
3 Sterne:
 (9)
2 Sterne:
 (3)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Science Fiction aus dem 19. Jahrhundert
In Jules Vernes Abenteuerroman "Von der Erde zum Mond" geht es, wir der Titel schon sagt, um das Vorhaben einer Mondreise. Mit diesem Buch machte sich Jules Verne selber zum Mitbegründer des Science-Fiction-Genres! Packend und dem wissenschaftlichen Kenntnisstand des 19. Jahrhunderts entsprechend beschreibt er die Planung der phantastischen Reise zum...
Am 17. August 1999 veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Leider nicht besser als der Vorgänger
Wie der werte Leser bereits aus dem Vorgängerroman wissen wird, ist der Abschuss der Columbiade geglückt und die drei menschlichen Insassen Barbicane, Nicholl und Ardan, sowie einige tierische Zeitgenossen befinden sich auf dem Weg zum Mond. Bis dahin ist es allerdings wohlweislich ein langer und im wahrsten Sinne des Wortes 'steiniger Weg', so dass unsere...
Vor 24 Monaten von deathdealer92618 veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Science Fiction aus dem 19. Jahrhundert, 17. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Von der Erde zum Mond (Taschenbuch)
In Jules Vernes Abenteuerroman "Von der Erde zum Mond" geht es, wir der Titel schon sagt, um das Vorhaben einer Mondreise. Mit diesem Buch machte sich Jules Verne selber zum Mitbegründer des Science-Fiction-Genres! Packend und dem wissenschaftlichen Kenntnisstand des 19. Jahrhunderts entsprechend beschreibt er die Planung der phantastischen Reise zum Erdtrabanten, welche erst 102 Jahre nach Erscheinen des Buches hat wahr werden sollen. Dabei versetz Jules Verne den Leser mit seinen Ideen in Erstaunen und man fragt sich während des Lesens zuweilen, ob Jules Verne bestimmte Details, wie den Startplatz Florida, wie so oft vorhergesagt hat, oder ob sich die moderne Raumfahrt vielleicht sogar von seinem Werk hat beeinflussen lassen! Dennoch möchte ich, ohne an dieser Stelle zu viel zu verraten, anmerken, dass Jules Verne mit diesem Buch auch Kritik übt, und zwar an Vorhaben, denen Menschen nicht gewachsen sind. Obwohl ich persönlich der Meinung bin, dass dieses Buch nicht zu den besten Werken des Franzosen gehört, so empfehle ich trotzdem jedem, diesen Klassiker zu lesen, denn es ist gewiss eines der phantasievollsten Bücher Jules Vernes. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf dem Weg zum Mond, 2. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Von der Erde zum Mond (Taschenbuch)
Ein Autor mit Weitsicht.

Inhalt
Nach dem Ende des Sezessionskrieges in Amerika hat sich im „Gun Club“ gepflegte Langeweile breit gemacht. Bereits im ersten Kapitel lernen wir unter anderem J.T. Maston und den Präsidenten des Gun Clubs, Impey Barbicane kennen. Da die Herren bei der Frage auf was bzw. wen man als nächstes schießen sollte, zu keiner Einigung kommen, steht der Club kurz vor seinem Ende. Gerade noch rechtzeitig wendet sich Barbicane mit einem noch nie dagewesenen Vorschlag an seine Mitglieder. Die Fortschritte, die die Ballistik insbesondere während des Krieges erzielt hatte, sollen nunmehr dazu genutzt werden um eine Kanonenkugel bis auf den Mond zu schießen. Der Gun Club war gerettet.

In den nächsten Kapiteln begeleitet man den Präsidenten bei der Umsetzung seiner Idee. Der Entwicklung der Kanone, des Projektils, eines Teleskops um die Welt an dem Projekt teilhaben zu lassen und der Finanzierung der ganzen Unternehmung. Planung und Umsetzung sind bereits weit fortgeschritten, als zwei Dinge passierten:

Zum einen wettet ein gewisser Kapitän Nicholl, dass Barbicane sein Projekt niemals vollenden wird. Zum anderen wendet sich ein Franzose namens Michel Ardan an den Präsidenten und erklärt wer werde in diesem Projektil höchstselbst bis zum Mond reisen. Während ersteres bei den Anhängern dieser Unternehmung Empörung auslöste, war es bei letzterem kaum vorstellbar, dass jemand so waghalsig sein sollte (schon gar nicht ein Franzose).

Meine Meinung
Von der Erde zum Mond ist im Wesentlichen in zwei Teile aufgeteilt. In der ersten Hälfte des Buches erfährt man im Detail alles über die Planung des Projektes sowie über die technische und praktische Umsetzung. Und wenn ich an dieser Stelle schreibe „im Detail“ meine ich das auch. Jeder Vorschlag wird durch die handelnden Personen durch aufwendige Berechnungen und Erfahrungen aus der Geschichte belegt. Was Jules Verne zu seiner Zeit nicht recherchieren konnte, ergänzte er durch Fiktion. Für mich war diese Art zu erzählen beim ersten lesen der Grund, dass ich das Buch weggelegt habe. Wenn man aber bereit ist sich ein wenig darauf einzulassen, hat auch dieser erste Teil einiges zu bieten. Besonders mag ich Jules Vernes leicht ironische Sichtweise auf „den Amerikaner“ und „den Franzosen“.

So erfährt man im Dritten Kapitel, dass eine englische Theatergruppe in Baltimore „Viel Lärm um Nichts“ aufführen wollte. Hierin sahen die Leute einen Angriff auf IHR Projekt und nahmen den Theatersaal auseinander. Später kündigte dieselbe Theatergruppe das Stück „Wie es euch gefällt“ an. Hiermit war man dann sehr zufrieden.
Der zweite Teil des Buches ist eher erzählend. Man lernt die Personen und ihre Beziehungen zu einander näher kennen. Dieser Teil liest sich aus meiner Sicht leichter und flüssiger als der erste Teil. Nachdem ich das Buch nun im zweiten Anlauf zu Ende gelesen habe, bin ich froh ihm noch eine Chance gegeben zu haben.

Die Übersetzung scheint mir weitestgehend in Ordnung. Ein oder zwei Stellen haben so einfach keinen Sinn gemacht, so dass ich davon ausgehe, dass in der Übersetzung irgendwas verlorengegangen ist. Ansonsten finde ich die Ausgabe aus dem Diogenes Verlag sehr gelungen und angenehm zu lesen. Sie macht einen hochwertigen Eindruck, besonders da immer wieder Karten und Illustrationen eingefügt sind.

Fazit
Einen Stern Abzug gibt es von mir wegen der stellenweise etwas anstrengenden Erzählweise. Für den Rest, insbesondere auch für die wirklich gelungene Ausgabe, gibt es sehr gut gemeinte vier Sterne für meinen ersten Jules Verne.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Reise um den Mond in zwölf Tagen, 8. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Reise um den Mond (Taschenbuch)
Es ist eine fantastisch Idee: im Jahre 1860 wollen der Präsident des "Gun Club" Barbicane, Käpitän Nicholl und der französische Abenteurer Ardant in einer großen Kanonenkugel zum Mond reisen - begleitet von Hunden und Hühnern. Durch einen Asteroiden kommen sie allerdings ein wenig von ihrer Flugbahn ab und können daher nicht wie geplant auf dem Mond landen, sondern können nur um ihn kreisen. Aber auch dieses Missgeschick kann die beiden Forscher und den Abenteurer nicht daran hindern das "Gestirn der Nacht" ausgiebig zu erkunden.
Das Kartografieren der Mondoberfläche ist zwar etwas langatmig zu lesen, trotzdem bleibt es ungemein spannend wie viel Jules Verne vorhergesehen hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jules Verne - Vater der Sci-Fi, 27. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Von der Erde zum Mond (Taschenbuch)
Was für uns heute "normal" ist, davon wagten im 19 Jahrhundert nicht viele gar daran zu denken, Menschen fliegen zum Mond.
"Von der Erde zum Mond" ist ein Klassiker von Jules Verne der die Bemühungen und die Idee beschreibt Menschen zum Mond zu
schicken.

Die Unions- und Befreiungskriege sind vorbei, die Rüstungsindustrie die sich im Gun Club vereinigt hat weiß zunächst
nicht was sie noch mit ihren Kanonen und dem großen Wissen um Ballistik anfangen soll da sie ja nun nicht mehr gebraucht
wird. Doch eine Idee bringt die Wende, man will versuchen denn Mond zu erobern und schnell werden die ersten Pläne für
dieses riesige Unternehmen ausgearbeitet. Durch das Zusammenspiels des Wissens um Ballistik und mit Hilfe der Astronomie
Wissenschaft wird in Florida eine riesige Kanone, die Columbiade gebaut um damit ein Projektil zum Erdtrabanten zu schicken.
Doch der Plan ändert sich ein wenig als der Franzose Micheal Ardant sich Anmeldet und nach Amerika reist. Er macht dem
Vorsitzenden Barbicane denn Vorschlag mit diesem Projektil Menschen zum Mond zu schicken, er meldet sich sogar Freiwillig
dafür.

Dieses Buch hatte und hat noch heute weitreichende Auswirkungen auf das Sci-Fi Genre und inspirierte viele Menschen.
Ein, wenn auch nicht literarisches Beispiel dafür ist die thematische Darstellung im Freizeitpark Disneyland Resort Paris
wo man Jules Verne fast einen ganzen Bereich zu dessen ehren gestaltete, das Discoveryland. Dort befindet sich auch die
Achterbahn Space Mountain bei der man mittels der Columbiade ins All geschossen wird.

Für Menschen die bisher um den Namen Jules Verne und seiner Werke drum herum gekommen sind sei gesagt, dieses ist Sci-Fi aus dem
19 Jahrhundert! Es beruht auf Wissen und Theorien über das Weltall und denn Mond aus dem 19 Jahrhundert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Astronomisch gut, 13. Juli 2007
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Von der Erde zum Mond (Taschenbuch)
Dass Jules Verne ein hervorragender Utopist und glänzender Erzähler war, ist hinlänglich bekannt. Doch er ist gleichzeitig auch ein hinreißender Satiriker. Das zeigt sich in "Von der Erde zum Mond" ganz besonders deutlich: Spott auf Militarismus und übertriebenes Nationalbewusstsein verpackt er in die Geschichte des Kanonenklubs, einer Vereinigung von Ballistikern während des amerikanischen Bürgerkriegs. Den alten Haudegen kommt der Friedensschluss gar nicht zupass, und um die Existenzkrise abzuschütteln, will ihr Präsident eine für damalige Verhältnisse unglaubliche Idee in die Tat umsetzen: Er will eine Kanone bauen und eine Kugel zum Mond schießen, woraus sich - ursprünglich nicht beabsichtigt - der erste bemannte Mondflug ergibt. Vernes Roman beschäftigt sich fast ausschließlich mit den Vorbereitungen der Mondreise und bietet viel Platz für technische Hintergründe, waghalsige Mutmaßungen, mathematische Spielereien und all den Zutaten, welche die später so bezeichnete Science-Fiction ausmachen. Der Roman liest sich wunderbar leicht ' nicht zuletzt dank seinem erfrischend ironischen Humor.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenswert, 16. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Von der Erde zum Mond (Kindle Edition)
Eines von vielen der hervorragenden Bücher von Jules Verne findet man mit diesem Buchtitel. Der Zeitgeist kommt sehr gut zur Geltung und der Leser wird von der Geschichte mitgerissen. Jetzt, auf zur den Nachfolgewerken...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannendes Buch, 27. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Von der Erde zum Mond (Kindle Edition)
Schön aufgebautes Buch. Mir hat auch die Beschreibung der einzelnen "Volksgruppen" (Europäer, Texanern, ...) mit samt der ganzen Vorurteile, die sich bis in die heutige Zeit gehalten haben, sehr gefallen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super, 5. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Von der Erde zum Mond (Kindle Edition)
Von Anfang bis Ende spannend geschrieben. Die Fantasie geht mit einem durch.
Dieser Schriftsteller ist einfach super und alle seine Bücher empfehlenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Buch am besten gleich die fortsetzung mitbestellen..., 4. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer gerne fantastische Reisen erleben möchte und trotzdem den Bezug zur Realität nicht ganz verliert, der ist mit diesem Buch gut bedient...allerdings geht es tatsächlich nur um die Reise zum Mond nicht um die Ankunft oder das Ziel...von daher würde ich sehr Empfehlen gleich den Zweiten Teil mit zu bestellen, da dieser die Fortsetzung und einen wesentliche Teil der Reise beinhaltet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen lohnt auch heute noch !!, 7. September 2010
Von 
Stefan Erlemann (Witten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Von der Erde zum Mond: 4 CDs (Audio CD)
Leider ist der amerikanische Sezessionskrieg mit einem übereilten Friedensschluss beendet worden. Dies finden zumindest die vielen tausend Mitglieder des Kanonenclubs zu Baltimore. Sie sehen sich ihrer edelsten Aufgabe, der Entwicklung noch besserer Kanonen, beraubt. Langeweile macht sich bei den Mitgliedern breit und die gewaltigen Versammlungssäle sind gähnend leer.
Da ruft der Vorsitzende des Kanonenclubs Impey Barbicane alle Mitglieder und Freunde zu einer außerordentlichen Sitzung. Der Plan, den er der Versammlung unterbreitet, stößt auf einen Enthusiasmus, der erst Amerika, dann die ganze Welt erfasst. Einzig der persönliche Feind Barbicanes, Kapitän Nicholl, lässt keine Gelegenheit aus, das Unternehmen lächerlich zu machen.
Barbicane will die Fähigkeiten des Clubs, durch den Frieden brach liegend, einsetzen, um eine Kugel auf den Mond zu schießen.
Seinen Berechnungen nach ist dieses fantastisch anmutende Ziel sehr wohl möglich und die Mitglieder und jeder einzelne Amerikaner stimmen ihm begeistert zu.
Nach Auskunft der Astronomen bietet sich knapp 20 Monate in der Zukunft liegend ein idealer Zeitpunkt, das Projektil Richtung Mond zu feuern. Der Mond steht an diesem Tag im Zenit und im Perigäum, also der Erde so nahe wie für achtzehn Jahre nicht mehr.
Die Planungen sehen ein in die Erde zu gießendes Kanonenrohr mit einem Kaliber von 2,7 Metern, bei einer Länge von 276 Metern, vor. Der Standort muss zwischen dem Äquator und dem 28. Breitengrad liegen, also wird Florida als Standort ausgewählt.
Gewaltige Mengen Eisenerz, Schießbaumwolle, Kokskohle, Menschen und Material sind zu beschaffen und nach Florida zu transportieren. Barbicanes Spendenaufruf stößt auf der ganzen Welt auf lebhaftes Echo, bis auf England, dass aus Gründen der Rivalität keinen Cent überweist, und finanzielle Schwierigkeiten sind nicht zu befürchten.
Nach dem Guss des gewaltigen Rohres, für das im Umkreis des Standortes über eintausend Hochöfen errichtet werden müssen und der Wartezeit, die das Rohr zum Abkühlen benötigt, bleiben dem Unternehmen "Columbiade" knapp vier Monate Zeit, das Projektil zu gießen, die Schießbaumwolle einzufüllen und den Abschuss vorzunehmen.
Da erschüttert ein Brief Barbicane, die Mitglieder des Kanonenclubs und schließlich die ganze Welt. Ein Franzose telegrafiert an Barbicane einen noch fantastischeren Plan, als es das Abfeuern einer knapp drei Meter Umfang messenden Granate schon ist: Michel Ardan schlägt vor, die Granate zu bemannen und den Mond persönlich zu betreten. Nach anfänglichem Zögern stimmt Barbicane zu. Nach endlosen Vorbereitungen starrt die ganze Welt auf den Tag des Abschusses: Barbicane, Nicholl und Ardan wollen gemeinsam dieses Wagnis eines bemannten Fluges zum Mond eingehen. Doch kann dieses Unternehmen gelingen?

Auf 282 Minuten und vier CDs gepresst, liefert Rufus Beck eine großartige Leistung ab. Die sehr komplexe Vorlage, strotzend vor Zahlen und astronomischen Fachbegriffen, überquellend von ballistischen Angaben und höchst genau in allen Planungen und Einzelheiten, ist alles andere als einfach zu lesen. Und noch schwerer ist es, dies in Form eines Hörbuches hinreichend spannend zu gestalten.
So verschlingt allein die Idee des Impey Barbicane, die Planung der Kanone, der Kugel und des zu verwendenden Sprengstoffes exakt zwei CDs, also 140 Minuten.
Immer wieder fragt sich der Hörer, ob wirklich jede Einzelheit, jede Spendensumme jedes einzelnen Landes genannt werden muss? Ob wirklich jede Rede Barbicanes, jeder Zwischenruf und noch die kleinste Anmerkung des wissenschaftlich sehr bewanderten Autors Jules Verne, in Wort und Sprache erklingen muss?
Doch Rufus Beck umschifft diese Klippen mit Eleganz. Er verleiht den einzelnen Protagonisten unterscheidbare Dialekte und Stimmen, gibt einen souveränen Erzähler ab und verwandelt noch die trockensten Zahlen in spannende Informationen - allein mit seiner Wandlungsfähigkeit und Präsenz.
So schrammt dieses Hörbuch knapp am Versagen entlang. Doch gelingt es Beck und den verantwortlichen Redakteuren des Verlags, diese lange Phase der Vorbereitung spannend genug zu halten. Und mit dem Auftritt des Franzosen Ardan und den sich überstürzenden Ereignissen in dessen Folge nimmt das Hörbuch dermaßen an Fahrt auf, dass man fast atemlos dem Ende zueilt. Der zweite Teil des Hörbuches glänzt denn auch mit hohem Tempo, Witz und Dramatik und versöhnt mit dem etwas betulichen und ausufernden Anfang.
Am Ende ist der Hörer sehr zufrieden, die Produktion ist mehr als gelungen und vermag die Faszination der Menschen am Werk Jules Vernes, dessen Bücher nach der Bibel und den Werken Lenins und Tolstois zu den am häufigsten übersetzten Werken der Welt gehören, begreifbar zu machen.
Einzig die musikalischen Unterbrechungen sind nicht gelungen und stören eher den Hörgenuss.
Die Hörbuchausgabe ist im festen Plastikgehäuse verlegt, dem ein informativer Papp-Schuber übergeschoben wurde, der Inhalt, Pressestimmen und ein wirklich gelungenes Titelbild trägt.
Wer Jules Verne in gedruckter Form kennt oder ihn kennen lernen will, sollte zugreifen, die Geschichte vermag, bis auf leichte Schwächen in der Anfangsphase, zu fesseln und zu begeistern. Immerhin sollte der Zuhörer nicht vergessen, dass ein realer Mondflug erst einhundert Jahre nach Erscheinen des Buches stattfand.

.

Stefan Erlemann
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Von der Erde zum Mond
Von der Erde zum Mond von Jules Verne (Taschenbuch - 1994)
EUR 10,90
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen