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47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familiendrama und Verfallsgeschichte
William Faulkner? Meiner Meinung nach der größte amerikanische Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. „Schall und Wahn" versetzt uns in einer nie zuvor dagewesenen Darstellung mitten in die letzte Phase des Niedergangs der einst bedeutenden und angesehenen Familie Compson. Der Roman bietet ein reiches Lesevergnügen auf all seinen Ebenen: einmal sind...
Am 21. Februar 2001 veröffentlicht

versus
1.0 von 5 Sternen Rätselraten statt Lesegenuss
Was macht man, wenn man eben einen anerkannten Klassiker der Weltliteratur gelesen hat und – beschämt – feststellen muss, dass man damit rein gar nichts anfangen kann? So geht’s mir mit dem von Frank Heibert neu übersetzten „Schall und Wahn“ von William Faulkner aus dem Jahre 1929. Das erste Kapitel ist aus der Sicht eines geistig...
Vor 9 Tagen von Andreas Schröter veröffentlicht


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47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familiendrama und Verfallsgeschichte, 21. Februar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Taschenbuch)
William Faulkner? Meiner Meinung nach der größte amerikanische Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. „Schall und Wahn" versetzt uns in einer nie zuvor dagewesenen Darstellung mitten in die letzte Phase des Niedergangs der einst bedeutenden und angesehenen Familie Compson. Der Roman bietet ein reiches Lesevergnügen auf all seinen Ebenen: einmal sind jeder Schritt und jedes Wort der Figuren mit unmittelbarstem und vibrierendem Leben gefüllt; zweitens lotet Faulkner in seinen Charakteren all die Wesenszüge und Triebkräfte aus, die bewirken, daß Menschen sich selbst zerstören, und damit auch alle, die mit ihnen verbunden sind zugrunde richten, ohne daß es einer äußeren Einwirkung bedürfte; drittens aber gewährt die Geschichte in ihrer Gesamtanlage einen Einblick in das Wesen von Zeit und Erinnerung und zeigt, wie alles, was wir einmal gesehen, gehört, erlebt, gesagt und getan haben uns in seiner Summe ausmacht und in jeder Sekunde unseres Lebens gegenwärtig ist. Dieses Buch ist unerschöpflich.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alle glücklichen Familien ähneln einander....., 9. August 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Taschenbuch)
...jede unglückliche aber ist auf ihre eigene Art unglücklich."

Mit dieser lapidaren, oft zitierten und parodierten Feststellung beginnt Tolstois "Anna Karenina", und sie könnte als Motto über "Schall und Wahn" ("Sound and Fury"), William Faulkners großartiger, formal
gewagter Schilderung des Niedergangs der Familie Compson, stehen.

Die vorliegende deutsche Ausgabe beginnt mit einer vom Autor verfaßten Genealogie der Compsons. Überschrieben ist sie mit "Zur Einführung".
Hierzu eine klärende Anmerkung. Die sogenannte "Einführung" wurde von
Faulkner 1946 für die Modern Literary Edition hinzugefügt, und zwar
als Anhang, als eine Art Epilog. Liest man diese "Einführung" vor der
Lektüre des eigentlichen Werkes, bringt man sich um das Vergnügen, die
Charaktere selbst zu entdecken, Zusammenhänge herzustellen und sich
Hintergründe zu erschließen. Wie alle Einführungen ist sie recht hilfreich zum Verständnis des nicht immer leicht zugänglichen Werkes, aber es bietet sich an, sie erst dann zu Rate zu ziehen, wenn man das
Gefühlt hat, den Überblick zu verlieren, und sie nach Lektüre des Romanes noch einmal in voller Länge zu genießen.

Der Niedergang der Familie Compson wird aus den Perspektiven dreier Familienmitglieder geschildert, den zeitlichen Fokus bilden drei Tage im April 1928.

Im ersten Teil, 7. April 1928, schildert der Schwachsinnige Benji, zu
diesem Zeitpunkt 33 Jahre alt, seinen Nachmittag, den er mit Luster, dem Enkel der schwarzen Haushälterin Dilsey, damit zubringt, Leuten beim Golfspielen zuzusehen und mit Luster einen Quarter zu suchen, damit dieser am Abend ins Theater gehen kann. In diese Schilderung mischen
sich Erinnerungen an seine geliebte Schwester Candace ("Candace roch
wie Bäume und wie wenn sie sagt, wir schlafen."), die die Familie 1910
verlassen hat und deren uneheliches Kind, die frühreife Quentin, am
Abend dieses Tages durchbrennen wird, um der "Obhut" ihres kaltherzigen,
geldgierigen Onkels Jason zu entfliehen. Benjis Bericht ist in der Tat "a tale, told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing" (Macbeth, V, 5): kindlich einfach und poetisch, herzzerreißend in seinem Kummer über den Verlust der über alles geliebten Schwester, aber auch voll "leeren Wahns".

Im zweiten Teil schildert Quentin, der Bruder Caddys, nach dem sie ihr Kind noch vor der Geburt genannt hat, den letzten Tag in seinem Leben, an dessen Abend er sich das Leben nehmen wird. Auch er hat den Verlust
seiner großen Liebe, seiner Schwester Candace (Inzestmotive werden hier
angedeutet) nicht verwinden können und zerbricht an ihm. Konsequenter als in den anderen Teilen bedient sich Faulkner hier der Bewußtseinsstromtechnik, und nicht an Joyce, Woolf und Proust geschulte Leser werden viel Geduld brauchen, um bei der Stange zu bleiben. Sperrig,
aber atemberaubend schön und voll düsterer Poesie, ist dieser der Teil der anspruchsvollste, aber - neben dem letzten Teil - auch der gelungenste: "Hin und wieder flimmerte der Fluß jenseits der Dinge in niederschießendem Geflimmer über Mittag und später." Flüchtige Eindrücke, halberinnerte Gesprächsfetzen und Szenen aus seinem Leben, quälende, bittersüße Erinnerungen an Caddy mischen sich mit Gedanken wie "Es ist wohl so, daß die Menschen, die doch sich selbst und einander so sehr durch Worte abnutzen, wenigstens darin übereinstimmen, daß sie der Weisheit eine schweigende Zunge zuerkennen." zu einem faszinierenden, berauschenden impressionistischen Gemälde.

Der nächste Teil bringt uns wieder in den April des Jahres 1928 zurück.
Jason, der Bruder Caddys, Benjis und Quentins, der nach dem Tode des Vaters für die Familie - seine hysterische und kalte Mutter und seine frühreife Nichte Quentin - "sorgt", schildert die Familie und die Gründe für ihren Niedergang aus seiner Sicht, ein greller Kontrast zu dem Bericht seines Bruders; Jason, über dem es in der "Einführung" heißt: "Der erste geistig normale Compson seit der Zeit vor Culloden und (als kinderloser Junggeselle) der letzte (...) der gleich nach seiner Mutter Tod (...) seinen schwachsinnigen Bruder dem Staat auslieferte(...)" Jason ist ein vom Leben enttäuschter, verzweifelter, ständig von
Kopfschmerzen gequälter, kalter, brutaler, zynischer und verschlagener Gescheiterter, dessen Haß sich vor allem auf drei Menschen konzentriert:
seine Nichte Quentin, der er die Schuld für sein vermurkstes Leben gibt ("ihre Augen in dem völlig von Schminke verklebten Gesicht blickten kaltblütig wie die eines Straßenköters"), die schwarze Hausangestellte Dilsey, die entdeckt hat, daß er Quentin die Unterhaltszahlungen ihrer Mutter vorenthält, und deren Enkel Luster. Quentin ist aus seiner Sicht
nicht als ein frühreifes, verdorbenes Früchtchen, das Schande über ihn und die Familie bringt, eine "Hure", eine "verdammte kleine Schlampe".
Als Quentin mit rund 8000 $ durchbrennt, verfolgt er sie erfolglos,
außer sich vor Wut, mit hämmernden Kopfschmerzen, kommt dabei fast ums Leben und muß sich schließlich von einem der von ihm zutiefst verabscheuten "Niggern" zurück nach Hause fahren lassen. Nach dem Tod seiner Mutter wird er seinen ständig lallenden, wimmernden und sabbernden Bruder in ein Irrenhaus einweisen, das Haus verkaufen und in eine Einzimmerwohnung ziehen und seine Beziehung mit der Prostituierten Lorraine fortsetzen.

In der Genealogie heißt es: "Er war jetzt befreit. Er war frei."

Der vierte und letzte Teil schildert in der dritten Person, aber aus der Sicht von Dilsey, den Tag, an dem Quentins Flucht entdeckt wird. Dieser Teil ist sprachlich der schönste: "Kahl und kühl dämmerte der Tag herauf, eine aus Nordosten heranwandernde Wand grauen Lichts, die, statt sich in Feuchtigkeit aufzulösen, sich in winzige und bösartige Partikel gleich Staubkörnern zu zersetzen schien (...)". Zum erstenmal werden die
Charaktere "von außen" geschildert; die Mutter: "kalt und wehleidig und
mit schlohweißem Haar und verschwollenen, verwirten Augen (...)". Dieser
Teil bildet den Abschluß des Romans, nicht der Familie Compson: was aus
Jason, Quentin und Candace wird, darüber gibt die Genealogie Auskunft.
Und Faulkner läßt keinen Zweifel daran, wer letztendlich überleben wird:
"Und das war alles. Die Folgenden waren keine Compsons. Sie waren schwarz: (...) Sie harrten aus."

Ebenso wie Thomas Mann am Beispiel der Buddenbrooks das Ende einer Epoche schildert, so schildert Faulkner den "Niedergang des alten amerikanischen Südens" (Klappentext). Die Rolle der Hagenströms nehmen bei Faulkner die Snopes ein.... aber der sich durchaus anbietende Vergleich zwischen beiden Romanen ist ein anderes Thema.

Fazit: Der wohl schönste und formvollendetste Roman Faulkners ist zugleich auch der sperrigste und am schwersten zugängliche. Aber
die Geduld, die man gelegentlich aufbringen muß, lohnt sich. Ein
Lesevergnügen der allerfeinsten Sorte, das mich - nachdem ich
zuletzt die wohlfeilen Bestseller "Kite Runner" und "Sacred
Games" und zwei Thriller von Ellroy verschlungen hatte - wieder daran erinnert hat, was das eigentlich heißt: lesen, richtig lesen.
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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial!, 31. Dezember 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Taschenbuch)
Schall und Wahn, im Original 'The Sound and the Fury', beschreibt auf sehr eigene Art und Weise den langsamen Niedergang der Familie Compson.
Das ist an sich keine ungewöhnliche Geschichte: Ein alkoholkranker Vater, ein geistig behinderter Sohn, eine frühreife Tochter.
Den Rest kann man beinahe täglich in der 'Bild' nachlesen: Verwahrlosung, verfallendes Haus, ein Mädchen, das schliesslich mit dem kläglichen Rest des Familienvermögens durchbrennt.
Eine Geschichte die so alltäglich ist, dass sie keinen mehr berührt, geschweige denn interessiert.
Eine Chronik des Versagens.
Interessant wird die Handlung durch die ganz eigene Erzählweise von William Faulkner.
Es gibt keine Kapitel in diesem Sinn. Anstelle einer Kapitelüberschrift der Name eines Protagonisten. Die Handlung, von eben jenem erzählt. Gedanken, in losen Worten hingeschrieben.
Vieles steht zwischen den Zeilen, manches lässt sich erahnen, weniges gar nur erfühlen. Faulkner versteht es meisterlich seinen Leser miteinzubinden, ihn zu seinem Mitverschwörer zu machen.
Die Handlung konstruiert sich nicht über ein mühsam gebasteltes Gerüst erklärender Sätze, sondern sie entfliesst den Gedanken der Protagonisten.
Das verleiht dem Geschehen eine ungemeine Dichte. Und Redundanz. Das Buch ist wahrhaft eine unerschöpfliche Mine. Es bleibt unerobert, ungebeugt, egal wie oft man es liest. Und mit jedem weiteren Mal taucht man wieder mit etwas Neuem, nie Gelesenem, aus den Seiten heraus. Die Komplexität menschlichen Zusammenlebens, die unendlichen, sich wiederholenden Feinheiten im zwischenmenschlichen Umgang, und was sie auszulösen vermögen, Schall und Wahn vermag es darzulegen. Und es vermag zu bezeugen, welch ein meisterlicher Beobachter sein Erschaffer gewesen sein muss. Ein schriftstellerisches Genie. Die Informationsdichte, die er in jeden seiner beiläufigen, oftmals banalen, Sätze einwob, vermag der Leser kaum aufzunehmen.
Die düstere Stimmung die über der ganzen Szenerie liegt, kann man ihm da schon nachsehen.
Eine uneingeschränkte Empfehlung meinerseits.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine schwierige Sternstunde der Weltliteratur, 28. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Taschenbuch)
Wer es vermag, sollte den Roman im Original lesen.
Die Form macht ihn schwer verständlich. Das erste Kapitel wird aus der Sicht eines Idioten erzählt.
Faulkner hat seine Botschaft verschlüsselt.
Sie lautet etwas so:Ein Idiot hat sein Herz, seine ganze Liebe, seiner Schwester gegeben. Die ist weg und gibt sich vielen Männern hin. Da er ein Idiot ist, kann er weder Raum noch Zeit gedanklich überbrücken. Seine Liebe und sein Schmerz sind unbegrenzt und ungefiltert durch den Verstand.
Außerdem muss sie auch deshalb unerreichbar sein, weil sie seine eigene Schwester ist.
Faulkner hat diese Erzählung in seiner tiefsten Not jeden Morgen lange vor Sonnenaufgang mit seinem ganzen Herzblut geschrieben.
Seine anderen Werke sind Versuche, das zu wiederholen.
Obwohl William Faulkner den Literaturnobelpreis bekommen hat, ist er bei uns kaum bekannt und wenig gelesen.
Leider sind auch die Übersetzungen veraltet und lieblos.
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1.0 von 5 Sternen Rätselraten statt Lesegenuss, 11. August 2014
Von 
Andreas Schröter "Andreas Schröter" (Dortmund) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Gebundene Ausgabe)
Was macht man, wenn man eben einen anerkannten Klassiker der Weltliteratur gelesen hat und – beschämt – feststellen muss, dass man damit rein gar nichts anfangen kann? So geht’s mir mit dem von Frank Heibert neu übersetzten „Schall und Wahn“ von William Faulkner aus dem Jahre 1929. Das erste Kapitel ist aus der Sicht eines geistig Behinderten geschrieben. Die Handlung springt wild durch Zeiten und Räume, und es wird gleich auf den ersten Seiten eine derartige Vielzahl von Namen präsentiert, dass ich schlicht keine Chance sah, auch nur zu erahnen, wer wer ist und worum es wohl gehen könnte (um den Niedergang einer Südstaaten-Familie).

Das zweite Kapitel ist eine Art Bewusstseinsstrom aus der Sicht einer anderen Figur, Auch hier konnte ich nicht folgen.

Wenn Bücherlesen zum Hochleistungs-Denksport ausartet, um auch nur einen winzigen Bruchteil des Inhalts zu erfassen, dann ist das nicht mein Ding.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Experimenteller und innovativer Erzählstil, 16. Juli 2012
Von 
Manfred Orlick (Halle, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Taschenbuch)
Der Roman 'Schall und Wahn' ('The Sound and the Fury'), erschienen 1929, ist eines der frühen Werke des amerikanischen Schriftstellers William Faulkner (1897-1962) und dennoch gehört er zu den Klassikern der Weltliteratur des 20. Jahrhunderts. Für Faulkner war es sogar 'dasjenige meiner Bücher, das ich am meisten liebe'.

Am Beispiel der Familie Compson aus Jefferson, Mississippi, erzählt der Autor vom Niedergang des alten amerikanischen Südens, das ein zentrales Thema seines gesamten Schaffens war. Hier bedient sich Faulkner allerdings eines ungewöhnlichen Erzählstils, denn das Familienschicksal wird an nur drei aufeinanderfolgenden Apriltagen des Jahres 1928 dargestellt.

Zunächst gibt Faulkner eine kurze, aber detaillierte Einführung in die bewegte Vergangenheit der Compsons seit dem 17. Jahrhundert. Danach beginnt die eigentliche Familiengeschichte, die vielfach in inneren Monologen der Hauptfiguren dem Leser unterbreitet wird.

Am ersten Tag des Romans wird der beklemmende Alltag der Familie aus der Sicht des erwachsenen und geistig behinderten Benjamin geschildert. Daher wirken seine Betrachtungen und Sinneseindrücke zusammenhangslos und geheimnisvoll. Ergänzt werden Benjamins verworrene Gedankengänge durch die Erinnerungen eines seiner Brüder, wobei der Roman einen Zeitsprung um fast achtzehn Jahre zurück macht.

Am zweiten Apriltag, der allerdings einen Tag vor dem ersten Romanabschnitt liegt, schildert ebenfalls ein Bruder seine Sicht der Dinge, während am abschließenden dritten Tag der Erzähler selbst das Wort ergreift, ohne jedoch alle Geheimnisse der Familie Compson zu enträtseln.

'Schall und Wahn' ist, wie die meisten Roman Faulkners, keine leichte Lektüre. Die Handlung wird zersprengt von Rückblenden, Schnitten und inneren Monologen. Trotz dieses experimentellen und innovativen Erzählstils gelingt es dem Autor immer wieder, den Leser zu fesseln und die Spannung wachzuhalten. Der Roman wurde 1959 ('Fluch des Südens') unter der Regie von Martin Ritt und mit Yul Brunner und Joanne Woodward verfilmt.

Manfred Orlick
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein klassiker, 29. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Taschenbuch)
sehr gute lesbarkeit und fabelhafte übersetzung.
gerade heute ein wichtiges buch.
zum immer wieder lesen.
als taschenbuch gewohnt gut lesbar.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen immer gern bei medimops, 24. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Taschenbuch)
BÜCHER; DIE MAN NICHT UNBEDINGT VERSCHENKEN WILL UND DESHALB NATÜRLICH NEU KAUFEN SOLLTE; KANN MAN GUTEN GEWISSENS BEI MEDIMOPS BESTELLEN; SIE HABEN EINEN GUTEN PREIS UND SIND TADELLOS IN ORDNUNG:
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1 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Begründete Zweifel, 7. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Taschenbuch)
Den Titel dieses offenbar weltberühmten "sagenumwobenen" Romans, im Original "The Sound And The Fury" von William Faulkner, mit "Der Schall und der Wahn" zu übersetzen lässt Schlimmes erahnen; der Leser vergewissere sich doch selbst der englischen Bedeutung dieser Wörter. Ich lese gerade selbst diesen Roman auf Englisch, was zugegeben ein wenig mühselig ist aber durchaus machbar. Dieses sollte auch verhindern, dass man sich durch solche "Vorinterpretationen", die sich aus der Übersetung ergeben, dazu verleiten lässt etwas anderes zu verstehen, als das, was wirklich im Text steht. Und das wäte schade um dieses bemerkenswerte Buch, das man in der Tat lesen kann und lesen, währenddessen sich immer neue Deutungsperspektiven eröffnen können.
Fazit: Das Lesevergnügen scheint mir weit aus größer zu sein, wenn man den Roman auf Englisch liest...
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6 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen naja, 28. Juni 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Taschenbuch)
kann mir mal einer sagen warum dieses buch so genial sein soll?
das erste kapitel ist wirklich sehr ordentlich und macht, da es aus der sicht eines beschränkten erzählt wird, lust auf mehr, aber was dann im zweiten kapitel folgt ist mal sowas von ätzend langweilig das man irgendwann aufgibt, auch wenn man sich vorgenommen hat es zu lesen. über irgendwelche hirngespinste schreiben kann nun wirklich jeder, nichts anderes wird im zweiten kapitel dargeboten.
das dritte kapitel ist wieder ganz ordentlich wobei der roman im ganzen rcht schwerfällig daherkommt.
ich empfehle daher buddenbrooks von thomas mann oder worlds end von t.c. boyle zu lesen, diese bücher machen wirklich spass und sind wirklich mit das beste, das ich bisher gelesen habe.
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Schall und Wahn
Schall und Wahn von William Faulkner (Taschenbuch - 26. Juni 2012)
EUR 10,90
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