Kundenrezensionen

29
4,4 von 5 Sternen
In der Nacht
Format: Gebundene AusgabeÄndern
Preis:22,90 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Februar 2014
Vor dem Rahmen einer USA in den Zwanziger- und Dreißigerjahren, gefangen zwischen Arbeitslosigkeit, Weltwirtschaftskrise und Prohibition rankt sich "In der Nacht" als grandioses Gangster-Movie, als mafiöses Konstrukt aller feinster Sorte empor, das in Boston seinen Anfang nimmt und mit Blick auf Kuba sein Ende findet. Joseph alias Joe Coughlin, irischer Abstammung und Sohn eines Gesetzeshüters höchsten Ranges wählt in seinem jungen Leben einen anderen Weg. Einen Weg der ihn am Gesetz vorbei, über die eine oder andere Gaunerei die Fährte zum ganz großen Capo legt. Das Schicksal hat ihn geführt, als er mit seinen italienischen Freunden den Spielsalon Albert Whites überfällt. Doch dem nicht genug, verliebt er sich ausgerechnet in Alberts Mädchen Emma Gould, und das so richtig. Doch das gemeinsame Leben ist nur von kurzer Dauer, der Hass Alberts verfolgt ihn noch sehr viel länger.

Der Roman fesselt von der ersten Seite und erinnert in Spannung und ungebrochener Sympathie für den Gangster, den Verbrecher, den Mörder streckenweise an Mario Puzos Paten. Wir begleiten den Helden Joe auf seinen Überfällen, werden Zeuge der Verhaftung durch seinen Vater, begleiten ihn ins Charlestown State Prison und beobachten, wie er sein schlaues Köpfchen klug einsetzt und sich strategisch gut platziert für seine Tage nach dem Gefängnis. Er soll zur Zeit der Prohibition im Süden des Landes den Rumschmuggel kontrollieren und gekonnt die Platzhirschen, einen nach dem anderen vom Thron stoßen - herrlich!

Absolut gekonnt zieht der Autor die Fäden persönlicher Beziehungen seiner Protagonisten zu einem unsagbar dichten Netz, das über eine durchaus kontroverse Vater-Sohn-Beziehung weit hinaus reicht. Die Story ist unglaublich flüssig, ungebrochen spannend und schafft vor allem Sympathie für einen schweren Verbrecher, leugnen zwecklos! Doch auch der unschlagbare Gewinner hat seine wunden Stellen und oftmals ist der größte Feind ein unterschätzter!

Wie sehr freut es mich, ein so tolles Buch weiterzuempfehlen!
!Standing Ovation!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Januar 2014
Inhalt

Amerika während der Prohibition: Joe Coughlin ist ein kleiner Gangster. Zu seinem Vater, der ein korrupter Polizeichef ist, hat er ein schwieriges Verhältnis und als er sich aus Liebe zu Emma mit einem Bandenboss anlegt, landet er nur kurze Zeit später im Gefängnis. Dort lernt er den Mafia-Boss Maso kennen, der ihm dazu verhilft vorzeitig entlassen zu werden und zum mächtigsten Rumschmuggler seiner Zeit aufzusteigen. Doch bei all seinem Erfolg, kann er Emma nie vergessen. Aber ist sie seiner Liebe wirklich wert?

Meine Meinung

Dennis Lehane legt mit "In der Nacht" ein Gangster-Epos vor, welches durch eine großartige Atmosphäre, eine bittere Liebesgeschichte und einen Protagonisten, der zwar alles Geld der Welt hat, aber das was ihm am kostbarsten ist, verliert. Die Zeit der Prohibition und das Gangster-Leben ist auf Grund der plastischen Schilderung so gut skizziert, dass ich mir eine Verfilmung des Buchs nicht nur sehr gut vorstellen kann, sondern auch wünschen würde.

Joe ist ein Hauptprotagonist, den man über viele Jahre seines Lebens begleitet. Ist er zunächst noch ein junger hitzköpfiger Spund, entwickelt er sich im Verlauf der Geschichte zu einem Gangster mit nicht nur Ecken und Kanten, sondern auch Herz. Denn gerade auf den letzten ca. 100 Seiten stellt er sich und sein Leben in Frage und wird weicher. Gerade das hat mir besonders gut gefallen, weil es ihn menschlicher wirken lies und man so mit ihm mitfühlen konnte.

Den Schreibstil des Autors finde ich bemerkenswert. Er erzählt seine Geschichte auf höchstem sprachlichem Niveau, mit einer wohl gewählten Prise Spannung und einer Liebesgeschichte, die nicht tragischer Enden könnte.

Einen kleinen Punktabzug gibt es für den Mittelteil, in dem das Buch ein wenig an Spannung verliert und mich nicht ganz zu fesseln wusste.

Fazit

Wer Lust hat ein Gangster-Epos zu lesen, sollte bei "In der Nacht" zuschlagen und die Reise zurück in die Prohibitionszeit antreten
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. März 2014
Dennis Lehane - Autor des Meisterwerks "Mystic River" und des gnadenlosen Thrillers "Shutter Island" - legt hier den 2 Teil einer Trilogie vor, deren erster Band, "Im Aufruhr jener Tage" bereits erschienen ist und welche die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts in Boston beschreibt. Hier nun begegnen wir einem Abkömmling der Coughlin-Familie wieder, die auch im Vorgänger eine wichtige Rolle spielte.

Joe Coughlin, Sohn des stellvertretenden Bostoner Polizeichefs Tom Coughlin, sieht sich als Gesetzlosen - in Abgrenzung zu Gangstern - und bereitet seinem Vater dadurch verständlicherweise Kopfschmerzen. Als er sich in eine junge Frau verliebt, kommt es zu einem Rivalitätsstreit mit Albert White, einem der örtlichen Gangsterbosse. Joe wird während eines Überfalls Opfer eines Verrats und muß schließlich feststellen, daß es seine Geliebte war, die ihn ausgeliefert hatte. Während Joe nun ins Gefängnis geht, stirbt die Frau seiner Träume bei einer Autoverfolgungsjagd. Im Gefängnis gerät Joe unter die Fittiche eines der großen Mafiabosse der Gegend, der ihn als einen seiner Stellvertreter aufbaut. Aus dem Gefängnis entlassen, wird Joe nach Florida geschickt, wo er den Rumschmuggel aus Kuba neu organisieren und verbessern soll. Es sind die Jahre der Prohibition und mit Alkohol ist eine Menge Geld zu verdienen. Joes Aufstieg zu Floridas führendem Schmuggler und Gangsterboss, seine Liebe zu einer Kubanerin und schließlich sein Fall, werden dem Leser auf nahezu 600 Seiten episch geschildert.

Dennis Lehane greift in seiner Geschichte auf die Topoi der vielen amerikanischen Gangsterepen zurück. Ob literarische oder filmische Vorbilder - er weiß sich in guter Gesellschaft, er weiß sich dieses großen Fundus zu bedienen und er versteht es, dieser Tradition doch auch wieder Neues hinzuzufügen. Denn seine Protagonisten stellen sich zusehends einer moralischen Verantwortung, reflektieren ihr Tun und fragen sich, ob sie die feine Differenzierung, die ihnen so wichtig ist - Gangster oder Gesetzloser? - wirklich aufrecht halten können. Denn je weiter sie nach Süden gehen, je mehr sie dort schalten und walten, je deutlicher sie sich durchsetzen - ihre Methoden werden ebenso immer härter, brutaler und maßloser und Joe, anfangs ein zwar selbstverliebter aber durchaus sympathischer 20jähriger entwickelt zusehends eben jene Maßlosigkeit, eben jene Arroganz und eben jene Egozentrik, die seinesgleichen ausmachen und mehr und mehr in Monster verwandeln. Der alte Boss Meso, den wir schon während Joes Jahren im Gefängnis kennenlernen und der ohne Skrupel töten läßt, um die eigene Vorteile auszuspielen, die eigenen Pfründe zu sichern, ist ein warnendes Beispiel dafür, was dieses Leben voller Annehmlichkeiten einerseits, voller Gewalt, Angst und Unterdrückung andererseits aus einem Menschen machen kann. Und Joe Coughlin verfolgen wir bei seinem Weg in genau diesen Zustand.

Lehane gelingt es, seinen epischen Text spannend und kurzweilig zu halten. Man kann diese Geschichte als reine Unterhaltung lesen und bekommt ein Gangsterepos, daß an DER PATE erinnert, ansatzweise auch an einen Film wie GOODFELLAS. Rasant treibt es die Handlung voran, die sich immerhin über einen Zeitraum von nahezu zehn Jahren erstreckt. Dabei bekommt der Leser viel Lokalkolorit geboten, es gibt ein gerüttelt' Maß an Action und auch derber Gewalt, ohne daß das Buch zu einem Actionthriller verflachen würde, es gibt eine zu Herzen gehende Liebesgeschichte und jede Menge kumpelige Gespräche zwischen Kerlen, die uns bei all ihren Fehlern natürlich immer noch sympathischer sind, als ihre Gegenspieler.

Man kann das Buch allerdings auch als einen historischen Roman über eine wilde Zeit der jüngeren amerikanischen Geschichte lesen. Dann bleiben die oben genannten Vorzüge zwar immer noch dieselben, doch kommt hinzu, daß es dem Autoren gelingt - allerdings ohne allzu tiefe Tiefen anzupeilen - diese Jahre der Prohibition, der beginnenden und sich dann immer weiter ausbreitenden Depression, die Jahre, in denen Gangster wirklich zu Volkshelden aufsteigen konnten, die Zeiten, als Amerika trotz der Armut der meisten zu prosperieren begann und langsam zu dem wurde, was es heute ist, all dies einzufangen und nicht nur in die bekannten Zusammenhänge zu stellen, sondern auch Zusammenhänge noch einmal aufzuzeigen und zu knüpfen, die heute nicht mehr so bekannt und naheliegend sind.

So ist uns Kuba - als der amerikanischen Politik verhasste Insel des gottlosen Kommunismus sowieso - ja vor allem als jenes Land der Korruption bekannt, das der Diktator Batista den großen Gangstern wie Lansky und Luciano zur Verfügung stellte, damit diese dort ihre Casinos und Bettenburgen als Geldwaschanlagen erbauen und Abenteurer, Machos und Spieler wie Hemingway oder Huston ihre Männerträume ausleben konnten. Lehane erzählt von dem agraischen Kuba aus der Zeit vor Batista, erzählt, wie das Augenmerk Amerikas erstmals intensiver auf Kuba fiel.

Ähnliches gelingt ihm mit Florida, das uns heute aus Serien wie MIAMI VICE und vor allem Brian De Palmas Gangsterfilm SCARFACE (1983) als kokainverseuchtes Gangsterparadies im Bewußtsein verankert ist. Da er Tampa, dort den Stadtteil Ybor, zum Schauplatz der Geschehnisse macht, unterläuft er bewußt dieses Image und kann ein anderes Florida zeichnen, eines, das noch ländlich geprägt ist, das teils erst erschlossen wird und eines, wo die Sezession, der Südstaatenmythos, noch zu spüren ist. Auch den Gegensatz zwischen einem "echten" Yankee - also jemandem aus Neuengland - und den Südstaatlern weiß Lehane sich zunutze zu machen, um dem Leser zu vermitteln, wie groß dieses Land ist, das Amerika heißt, und was für enorme Zerreißproben es zu bestehen hatte. Aber auch, um daraus Spannung(en) zu generieren. So entsteht schon ein recht differenziertes Bild dieser Zeit und ihrer inneren Widersprüche.

Wirklich geschickt jedoch ist die Figurenzeichnung und wie diese Figuren ihre Zeit reflektieren, aber IN diesen Figuren das Genre selbst reflektiert wird. Dennis Lehane ist ein zu gewiefter Autor und ein durch die Verfilmungen seiner Werke auch mit der Filmindustrie zu verbandelter Schriftsteller, als daß er sich nicht voll bewußt wäre, daß man anfangs des 21. Jahrhudnerts eine solche Geschichte nicht erzählen kann, ohne daß jeder potentielle Leser vor allem filmische Vorbilder und Referenzen vor Augen hat. Erzählt der moderne Gangsterfilm eines Francis Coppola oder eines Martin Scorsese von relativ modernen Gangstern, so wissen wir, daß Filme wie Howard Hawks Original zu SCARFACE von 1932 genau von der Zeit berichten, derer sich auch Lehane annimmt - den Jahren der Prohibition, in denen Typen wie Capone groß werden konnten. Ohne Referenz auf diese Geschichten und ihre Protagonisten wird man heute keinen ernsthaften Gangsterroman schreiben, keinen klassichen Gangsterfilm mehr drehen können. Also verabreicht er seinen Figuren genug Klischee, um an ihre Vorbilder/Vorgänger zu gereichen, gibt ihnen jedoch so viel eigenes, daß sie im Kosmos des amerikanischen Gangsterpantheons durchaus eigenständig bestehen können.

Dabei ist es v.a. die moralische Reflexion, die Lehane seine sympathischeren Figuren immer wieder anstellen läßt, die gefallen. Zwar ist Joe uns schon allein deshalb ein Guter, weil er kein Rassist ist (und den damals allenthalben vorherrschenden Rassismus läßt Lehane nun wahrlich nicht außen vor), weil er ein soziales Gewissen hat (und nicht erst entwickelt), weil er eine Frau liebt, die als Kubanerin (natürlich) auf der richtigen Seite der unterdrückten Landarbeiter steht usw. - darin gerinnt ihm diese Figur manches Mal dann doch auch etwas zu holzschnittartig und oberflächlich - doch wirklich interessant wird uns Joe aufgrund seiner Reflexionen und auch sein schließlich von ihm eingestandener moralischer Bankrott (und die Erkenntnis, schlicht ein Gangster zu sein, kein romantischer, romantisierter "Gesetzloser"), machen ihn zu einer weitaus spannenderen Figur, als man erwarten würde.

Und mit dieser Figur stellt Lehane eine Menge dessen in Frage, was die amerikanische Populärmythologie aus den amerikanischen Gangstern und Gesetzlosen - seien es die Jamesbrüder im 19. Jahrhundert, seien es Capone und Typen wie er gerade im frühen 20. Jahrhundert - gerne gemacht hat: Helden. Helden, die in gewisser Weise den Pioniergeist der Vorväter weitertrugen: entweder weil sie sich nicht geschlagen gaben, als sie längst geschlagen waren (Die Gebrüder James), oder weil sie den Urwald, den die einstigen echten Pioniere durchquerten, nur um dann an die großen Flüsse und die weiten Ebenen zu gelangen, ins Dickicht der Großstädte übertrugen und dort ein Geflecht bürokratischer Fallstricke schlicht durchschlugen, sich von einer als zusehends diktatorisch empfundenen Staatsmacht wenig sagen ließen und das puritanische Arbeitsethos zwar moralisch nicht einwandfrei, allerdings immerhin mit Furor auslebten und befeuerten. Sie machten Dollars - und das hat in Amerika noch immer imponiert. Dieser Joe Coughlin nun entspringt zwar der Tradition, unterläuft sie jedoch auch, da er zwar Dollars anhäuft, allerdings weiß, daß er sowohl vor der Geschichte, ebenso aber vor seinen hart arbeitenden, sich abstrampelnden und dennoch im Leben viel zu kurz gekommenen Zeitgenossen moralisch schlicht versagt hat.

Wie es Dennis Lehane dabei gelingt, bei aller Sympathie, die wir für diesen Kerl empfinden, leise und still und sozusagen durch die Hintertür davon zu erzählen, wie der bei zunehmender Macht und Verantwortung auch zunehmend zynisch, brutal und skrupellos wird, das ist schon ein literarisches Bravourstück. Es lohnt sich, dieses Buch zu lesen, das ebenso zu unterhalten weiß, wie es uns etwas über die amerikanische Verfasstheit zu erzählen hat.
22 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 16. Februar 2014
Der amerikanische Autor Dennis Lehane legt mit „In der Nacht“ einen Roman vor, der zum einen ein klassisches Gangster-Epos, zum anderen aber auch ein höchst spannende Historienroman ist, denn die amerikanische Prohibitionszeit ist gerade im Hinblick auf die Revierkämpfe der verschiedenen Gangstersyndikate äußerst interessant.

Handlungsort ist das Boston der zwanziger Jahre, die Hauptfigur ist Joe Coughlin, irischer Abstammung und Sohn eines leitenden Beamten der Bostoner Polizei, der aber nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten möchte, sondern sich, obwohl er ein heller Kopf ist, für eine „Karriere“ jenseits von Recht und Gesetz entscheidet. Er beginnt als Straßenräuber, stellt sich aber bald in den Dienst eines Syndikats, das Alkohol für die Versorgung der diversen illegalen Kneipen schmuggelt – anfangs Handlanger, später Boss. Wenn da nicht die Liebe wäre, die für einige höchst unangenehme Verwicklungen sorgt.

„In der Nacht“ ist die Fortsetzung von „Im Aufruhr jener Tage“, dem ersten Teil der Familiengeschichte der Coughlins, in dem Dennis Lehane die Jahre 1918/19 in Boston mit dem Schwerpunkt auf Klassen- und Rassengegensätzen beschreibt. Der vorliegende Roman knüpft dort an, wo der Vorgänger endet und beschreibt detailliert die Prohibitionszeit in den Vereinigten Staaten sowie deren Auswirkung auf die Gesellschaft. Dazu finden aber auch Ereignisse aus der amerikanischen Politik Eingang in den Roman, wie z. B. die Ermordung von Sacco und Vanzetti, den beiden Aktivisten der anarchistischen Arbeiterbewegung.

Gleichzeitig betrachtet er aber auch die Entwicklungsgeschichte eines einfachen Straßenräubers zu einem mächtigen Syndikatsboss, der mit Gewalt und unter Einsatz seines Lebens diejenigen beschützt, die er liebt. Was Coughlins eigene Moral angeht, gerät er immer wieder in Situationen, in denen er entscheiden muss, wem seine Loyalität gilt. Und gerade in diesen Sequenzen zeigt sich die Brillanz des Autors, der diese Konfliktsituationen seines Protagonisten nie gefühlsduselig sondern eher neutral beschreibt. Coughlin ist nicht der strahlende Held, im Gegenteil, denn unterm Strich ist er doch auch nur ein Gangster – wenngleich auch einer mit Gewissen.

„In der Nacht“ ist ein spannender Ausflug in die amerikanische Geschichte, und die Filmrechte des Romans sind bereits verkauft: Ben Affleck wird Regie führen und Leonardo DiCaprio wird Joe Coughlin spielen – wir dürfen gespannt sein!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Januar 2014
Der neue Roman von Dennis Lehane geht ähnlich wie einer seiner Vorgänger „Im Aufruhr dieser Tage“ (2010) auf vielen hundert, niemals langweilig werdenden Seite zurück in die amerikanische Geschichte.

Damals waren „jene Tage“ in Boston die zwischen dem Frühjahr 1918 und dem Herbst 1919, eine Zeit, die von großer antikommunistischer Hysterie erfüllt war.

Auf dem Hintergrund der Geschichte der beiden Hauptfiguren des Romans, dem Farbigen Luther Laurence und dem Polizisten Danny Coughlin breitete Lehane in epischer Form die ganze Geschichte dieser Zeit aus. Es las sich wie eine Kultur- und Sozialgeschichte nicht nur Bostons, sondern der ganzen USA.

Auch das neue Buch spielt in Boston und beginnt im Jahr 1926 mit einer Szene, die der Handlung vorgreift, aber nichts wirklich über sie verrät.

Es ist die spannende und unterhaltsame Geschichte von Joe Coughlin, der zunächst als kleiner Handlanger eines Bostoner Syndikats sich während eines zweijährigen Aufenthaltes im härtesten Knast des Landes in Charlestown zahlreichen Bewährungsproben ausgesetzt sieht. Wieder entlassen, entwickelt er sich während der Prohibition zu einem Stehaufmännchen, dem es gelingt, immer wieder auf die Füße zu fallen, und der sich geschickt in den verschiedenen sich bekämpfenden Clans positioniert.

Immer mächtiger wird er, bis er am Ende zum mächtigsten Rum-Schmuggler in Florida aufgestiegen ist. Wenn da nur nicht seine unstillbare Faszination für eine Frau wäre, die ihn immer wieder vom Weg abzubringen droht…

Mit zahlreichen Verweisen auf die Politik der Jahre 1926-1935, dem Handlungszeitraum des Romans, gespickt, etwa die Hinrichtung von Sacco und Vanzetti in Charlestown im August 1927, ist der Roman eine spannende Lektüre, die trotz der Länge an keiner Stelle langweilig wird, und mit dauernden Überraschungen und Wendungen aufwarten kann.

Wer ein richtiges Gangster-Epos mit literarischer Qualität sucht, hier ist es.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 13. Dezember 2013
Das singt Van Morrisson, einer meiner All-Time-Favoriten, und die Nacht passt natürlich auch gut in den Titel eines Buches im Noir-Stil: Dennis Lehane, einer der ganz großen Autoren der stilvollen Spannungsliteratur, hat sein neuestes Werk in das USA der 1920er/1930er Jahre verlegt, in die Zeit der Prohibition und der großen Wirtschaftskrise. Warum? Nun, lassen wir den Protagonisten Joe Coughlin, der sich vom kleinen Handlanger des Syndikats zum Drahtzieher entwickelt, selbst zu Wort kommen - in einem Dialog mit Dion, seinem Weggefährten über lange Jahre:

"Wir sind süchtig danach." "Wonach? Nach der Nacht - sie ist unwiderstehlich. Wer sich für den Tag entscheidet, der muss nach ihren Regeln spielen. Darum haben wir uns für die Nacht entschieden und spielen nach unseren eigenen. Das Dumme ist nur, wir haben im Grunde keine Regeln." (S.528)

Ein kleiner Eindruck vom großartigen Stil des Romans, der den ein oder anderen Interessierten vielleicht schon Blut lecken lässt. Mehr erfahren vom Leben für die Nacht heißt, alles zu erfahren über Joes Leben: hier geht es vor allem um sein Leben als Gangster, eingebettet in eine aufregende Epoche des 20. Jahrhunderts. Wer sich auf das Buch einlässt, der lässt sich auf jede Menge Spannung, aber auch auf Brutalität ein, denn die Jungs, um die es hier geht , gehen nicht sanft miteinander um.

Lehane schreibt - wie bereits angedeutet - einfach toll und sehr, sehr atmosphärisch.... schwuppdich, ist man direkt im Boston in den 1920er Jahren, dann wieder im Süden Amerikas bei den Schnapsbrennern und Zigarrenbaronen, wohin der Leser, will er bei der Stange bleiben, Joe folgen muss. Aber das wird den meisten Rezipienten nicht schwer fallen, liest sich das Buch doch ungeheuer packend und fesselnd. Mir persönlich allerdings fiel es an manchen Stellen dann doch schwer - zu brutal und erschütternd die Entwicklungen, aber ich war dann doch zu neugierig und kann nur sagen - es hat sich gelohnt, am Ball zu bleiben.

Die Atmosphäre, die Präsenz des Zeitgeistes - das sind ganz eindeutig die Vorzüge dieses Romans. Der Leser spürt auf Schritt und Tritt, wie Joe sich ändert, spürt dessen sich ändernde Wahrnehmungen schrittweise im Text. Joe als naiver Jungspund, als Strippenzieher des Syndikats, als Liebhaber... diese und andere Rollen nimmt man dem Autor Lehane vorbehaltlos ab: der ganze Erzählstil wechelt extrem von Teil zu Teil . joe klingt nicht mehr so emotional, so überschäumend, er ist zunächst ernüchtert und dann selbstbewußt...

Eine bzw. zwei Schwächen gibt es aus meiner Sicht: die Figuren sind nicht so richtig plastisch gezeichnet - es passiert mir selten genug beim Lesen, aber hier habe ich mir immer mal wieder gewünscht, das alles als Film zu sehen, um mir ein "richtiges" Bild machen zu können. Das Zeichnen eines Charakters mit wenigen Pinselstrichen ist nicht Lehanes Stärke. Und teilweise waren die Entwicklungen dann doch ausgesprochen vorhersehbar - zumindest im Groben wusste man dann doch sehr oft schon im Voraus, wohin die Reise geht...

Trotzdem ein großer Roman, einer der Botschaften transportiert und der mit Genuss gelesen werden kann - wie schon erwähnt, werden Freunde der gehobenen und stilvollen Spannungsliteratur ihre helle Freude haben!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. März 2014
Dieses Buch gehört zu jenen, auf die man sich freut. Es ist dicht und spannend geschrieben, die Charaktere erstehen vor dem geistigen Auge und nehmen Form und Farbe an, die Zeit der Prohibition und die Ränke darum in den USA werden äußerst anschaulich und nacherlebbar. Ein absolutes Lesevergnügen.
Für mich ein großer Pluspunkt: Um den Helden, den Protagonisten Joe, der sich als "Gesetzloser" sieht, nicht als "Gangster", um ihn muss man sich keine Sorgen machen. Nach den ersten Hürden weiß man einfach, dass er die Aufgaben seines illegalen Lebens schon klug meistern wird. Joe denkt, denkt sehr klar, und das lässt ihn überleben. Diese Leser-Entlastung mag man unterschiedlich empfinden, mich hat sie überzeugt.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 26. Dezember 2013
Die 20er Jahre: Wirtschaftskrise, Prohibition, Alkoholschmuggel. Im Prolog des Romans - auf einem Boot Richtung offenes Meer, die Füße in einem Kübel aushärtenden Zements, umgeben von einem Dutzend schwerbewaffneter Mafiosi - sinnt Joe Coughlin darüber nach, dass wohl alles anders gekommen wäre, hätte er nicht die bildschöne, undurchschaubare Emma Gould kennen gelernt.

Klingt nach Passion & Crime, nach Hochspannung, Action, Atemlosigkeit. Tatsächlich passiert unglaublich viel in diesem Roman; Alligatoren zerreißen Menschen, Gangster stürzen Menschen von Dächern, Mobster schlachten Mithäftlinge, Männer jagen Frauen durch Sümpfe und Schiffe in die Luft. Das alles müsste eigentlich viel aufregender rüberkommen, ist auch durchaus unterhaltsam, aber riss mich trotzdem nicht vom Hocker.

An der Sprache oder an mangelnder Recherche lag das auf keinen Fall. Lehane ist ein Meister der szenischen Schreibe; man fühlt die Schwüle Floridas und schmeckt das Miasma der Sümpfe. Er hat die 1920er so gründlich recherchiert, dass er die Kleidung seiner Protagonisten bis zu den Schnürsenkeln der zweifarbigen Schuhe beschreiben kann; vielleicht tut er hier auch manchmal des Guten zu viel. Auch die Architektur und das politische Szenario hat er perfekt drauf; sogar Sacco und Vanzetti wurden eingearbeitet, die Rassenunruhen in Tulsa ... Woran lag es also sonst?

Erstens an den Figuren. Joe ist ein anständiger Junge, der beschlossen hat, bei den Bad Guys mitzumischen. Lehane weiß natürlich, dass glaubhafte Figuren einen inneren Konflikt brauchen: Also will Joe zwar ein Gesetzloser sein, aber auf keinen Fall ein Gangster. Nicht, dass man den Unterschied erklären könnte. Daher wirkt Joe weder tiefsinnig noch zerquält, sondern hat philosophisch einfach nicht den Durchblick. Dito seine kubanische Geliebte Graciela, die als zigarrenrollende Revolucionista beginnt und als Luxusweib eines Mobsters, nämlich Joe, endet. Gracielas kubanische Freunde behaupten hartnäckig, diese Kluft zwischen Ideal und Realität sei für sie schier unerträglich, aber der Figur scheint es damit blendend zu gehen. Die Konflikte werden behauptet, nicht ausagiert. Daher gehen Joe und Graciela nicht unter die Haut. Mit den Nebenfiguren ist es ähnlich.

Was außerdem fehlt, ist ein übergreifender Spannungsbogen; ein Plot, in dem eins zwingend zum anderen führt; das Detail am Anfang zum Resultat am Ende; aber so ist es nicht; jeder Teil des Buches hat seine Ereignisse, alles plätschert vor sich hin. Es gibt eine Reihe von Bögen, die alle nach und nach ihr Spannungspotential verpuffen. Der einzige übergreifende Bogen ist die verschwundene Emma, und der funktioniert nicht: Ich habe nicht eine Sekunde lang (und das ist kein Spoiler!) geglaubt, dass Emma wirklich tot ist.

Vor allem aber: Damit die geneigte Leserin die Botschaft des Romans auch bestimmt versteht, legt Lehane sie seinen Figuren in den Mund. Mehrfach. "Gewalt gebiert Gewalt", lässt der Autor Thomas Coughlin ziemlich zu Anfang zu seinem Sohn sagen. "Das ist ein Naturgesetz. Was du in die Welt setzt, kehrt immer zu dir zurück." Und um es noch deutlicher zu machen, erklärt Tim Hickey, Joes erster nicht ganz legaler Arbeitgeber ihm, die erste Termite sei am Einsturz eines Hauses genauso schuld wie die letzte. Joe versteht das nicht so recht: Hat sie zu diesem Zeitpunkt nicht längst das Zeitliche gesegnet? Und entscheidet sich für "die Gesetze der Nacht." Was Joe nicht versteht, durchschaut die Leserin mühelos, und das bereits auf Seite 56. Mehr Tiefsinn hat "In der Nacht" nicht zu bieten. Auch ethisch vergaloppiert sich der Autor gewaltig: "Seit Anbeginn der Zeit waren gute Taten mit schmutzigem Geld erkauft worden", sinniert Joe als Patrón seiner Tabakplantage, auf der 6jährige Kinder 14-Stunden-Schichten schieben, dafür aber Baseball spielen dürfen. Der Sozialkitsch der letzten 30 Seiten liest sich wie eine Apologie des amerikanischen Kulturimperialismus - und ich fürchte, Dennis Lehane meint das so.

An diesem Buch kann man sehr schön erkennen, was geschieht, wenn ein talentierter Autor sich durch die Filmindustrie korrumpieren lässt. Der Roman mutet an wie ein Architekturmodell; mit schön ausgeführten Details, aber ohne Seele. Wie man hört, hat DiCaprio bereits die Rechte erworben. Das dürfte einer der Filme werden, die besser sind als das Buch.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Dezember 2013
DL lässt einem keine Zeit zum ruhigen "reinlesen"! Bereits auf Seite 1 ist man mitten drin im Amerika der Prohibition. Schnell fiebert man mit dem "gesetzlosen" Protagonisten mit, wenn er liebt und leidet und sein Imperium aufbaut!
Ich brauchte nur 24h.....dann war das Buch gelesen!

Fesselnd und Spannend, flüssig erzählt und stilistisch sicher! Absolut lesenswert!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
“Konfrontiert mit einem so klaren Beweis des Jenseitigen, spürte er, dass er unbedeutend und sterblich war wie alle anderen, dass bereits der Tag seiner Geburt nicht mehr als der Anfang vom Ende gewesen war.” (S.97)

Joe Coughlin wird mit vielem konfrontiert – nicht nur mit dem Tod. Als Kleinkrimineller in Boston versucht er sich einen Namen zu machen. Das funktioniert mehr schlecht als recht, denn viele andere wollen auch mehr zu Sagen haben. Joe ist die Hauptfigur einer Gangsterwelt, die mich fortan gefesselt hat. Sein Witz, sein Charme und seine tiefsinnigen Gedanken sind nur einige Gründe, die diese Figur für mich zu einem Jahreshighlight machen – und das erst im Januar 2014.

Dennis Lehane kannte ich bis dato nur als den Mann, der das Buch zu “Shutter Island” geschrieben hat. Ich wusste gar nicht, dass mir so viel entgangen ist. Es ist die Art wie Dennis Lehane erzählt, mit einem Auge für Kleinigkeiten und das ganze Große. Immer wieder wird Joe zusammen mit neuen Protagonisten in ein neues Abenteuer verwickelt. Ruhe ist in diesem Roman ein Wort, das nicht vorkommt. Immer wieder wird Joe in aberwitzige Überfälle und Schmuggelaktionen hineingezogen. Mal freiwillig, weil er weiß, dass es ihn reicher macht, mal eher unfreiwillig, weil da jemand noch eine Rechnung offen hat.

Meist bin ich nicht für irgendwelche Gangster Epen: “Der Pate” muss nicht unbedingt sein und auch andere Mafiabücher m'haben mich nicht gefesselt. Wenn ich Gründe aufzählen müsste, warum ich dieses Buch mochte, dann einen, der mit dem obigen Zitat zu tun hat: Joe lebt die ganze Zeit im Jetzt! Er ist kein Gangster, der sich Gedanken über das Aufhören macht, der jammert und Angst hat. Er lebt in jedem Augenblick und das mit seinem ganzen Herzen, denn das vermittelt Lehane auch: Der größte Gangster hat in gewisser Weise ein Herz. Das sieht der Leser auch hier nicht immer, aber dann gibt es einen Augenblick und Joe ist einfach nur Mensch.

“Je öfter Joe es sagte, desto sicherer wusste er, dass sie nicht mehr am Leben war. Er spürte es genauso untrüglich, wie er gespürt hatte, dass sie ihn liebte, auch wenn sie mit einem anderen Mann ins Bett gegangen war.” (S. 138)

Joe ist manchmal ein Trottel, das passt vor allem seinem Vater nicht, der immerhin Polizist ist. Und gerade deswegen frage ich mich immer wieder beim Lesen: Wie kann so jemand abrutschen in die Nacht? Die Nacht, die die Gangster lieben und in der man Ärger bekommt, wenn man sie Kleinkriminelle nennt?

“Wir sind süchtig danach.” “Wonach? Nach der Nacht – sie ist unwiderstehlich. Wer sich für den Tag entscheidet, der muss nach ihren Regeln spielen. Darum haben wir uns für die Nacht entschieden und spielen nach unseren eigenen. Das Dumme ist nur, wir haben im Grunde keine Regeln.” (S.528)

Die Nacht ist es, die der Autor immer wieder schillern lässt, das ist die Welt der Gangster. Durch seine Wortwahl und seine prall gefüllten Sätze, ist es so, als ob der Leser mit dabei wäre in schwülen Nächten und aufregenden Bars im Untergrund.

Lehane schafft es mich auf 583 Seiten zu fesseln. Ich habe mitgelitten, mitgefiebert und mitgelacht, wenn sie ihre Späßchen machten. Ich wollte nicht, dass irgendeine Figur in diesem Roman stirbt. Sie sollten alle ein Happy End bekommen. Und das es dann nicht so gekommen ist, ist fast eine Erlösung, denn es macht diesen Roman perfekt.

Ich empfehle ihn gerne weiter, an alle die, gerne Gangster Geschichten lesen oder einen wirklich guten Roman lesen wollen. Von mir gibt es 5 Bücherpunkte/Sterne.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Mystic River
Mystic River von Dennis Lehane (Broschiert - 29. Oktober 2014)
EUR 11,90

Im Aufruhr jener Tage: Roman
Im Aufruhr jener Tage: Roman von Dennis Lehane (Taschenbuch - 10. Oktober 2011)
EUR 12,99

The Drop - Bargeld
The Drop - Bargeld von Dennis Lehane (Gebundene Ausgabe - 29. Oktober 2014)
EUR 19,90