Kundenrezensionen


6 Rezensionen
5 Sterne:
 (2)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich halte „Der jüdische Messias“ für ein zentrales Werk im Oeuvre von Arnon Grünberg. Endlich ist es deutschen Lesern zugänglich
Jahrelang wurde die deutsche Übersetzung und Veröffentlichung des nun vorliegenden großen jüdischen Romans von Arnon Grünberg zurückgehalten. In den Niederlanden seit dem Jahr 2004, als er erschien, mit viel Kritikerlob bedacht, erfuhr das Buch Veröffentlichungen in England, Frankreich, Spanien, Italien, Portugal und Ungarn. Ja, sogar...
Vor 20 Monaten von Winfried Stanzick veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen zwiespältig
Keine Frage, Arnon Grünberg ist ein guter Unterhalter und er hat einen bissigen und intelligenten Witz. Ich habe die 637 Seiten gelesen, ohne der Versuchung zu erliegen, vorzeitig abzubrechen. Dennoch ist der Roman für meinen Geschmack sehr überfrachtet. Ich möchte wirklich nicht den Reich-Ranicki machen, aber hier hätte man gut um 150 bis 200...
Vor 9 Monaten von Nino di Bari veröffentlicht


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich halte „Der jüdische Messias“ für ein zentrales Werk im Oeuvre von Arnon Grünberg. Endlich ist es deutschen Lesern zugänglich, 17. April 2013
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der jüdische Messias (Gebundene Ausgabe)
Jahrelang wurde die deutsche Übersetzung und Veröffentlichung des nun vorliegenden großen jüdischen Romans von Arnon Grünberg zurückgehalten. In den Niederlanden seit dem Jahr 2004, als er erschien, mit viel Kritikerlob bedacht, erfuhr das Buch Veröffentlichungen in England, Frankreich, Spanien, Italien, Portugal und Ungarn. Ja, sogar in der Türkei, die nicht gerade dafür bekannt ist, Bücher von jüdischen Schriftstellern zu protegieren, wurde das Buch auf den Markt gebracht.

Die nun um fast ein ganzes Jahrzehnt verspätete deutsche Übersetzung brauchte deshalb so lange, weil man beim Verlag offensichtlich der Meinung war, einen Roman, in dem „du-weißt-schon-wer“, wie Adolf Hitler in diesem Buch durchgängig genannt wird, eine Art jüdischer Reinkarnation erfährt, nicht einem deutschen Publikum zumuten zu können. Warum es nun 2013 auf einmal geht – wir wissen es nicht.

Tatsache ist, dass Arnon Grünberg in diesem Werk seine ironische und voller bizarrem Humor ( hinter dem sich immer ein besonderer Ernst verbirgt) steckende literarische Kunst zu einem Höhepunkt gebracht hat.
Zwei Protagonisten hat er erdacht für diesen Roman. Da ist zum einen Xavier Radek aus Basel, dessen deutscher Großvater bei der SS als Aufseher in einem KZ viele Juden eigenhändig erschlagen hat, und dessen Mutter von diesem Großvater eine Art von Heldenlegende erschaffen hat. Sie selbst hat als Mädchen „du-weißt-schon-wen“ geliebt und ihre Verehrung bis in die Jetztzeit hinüber gerettet.

Xavier Radek, in dessen Person Arnon Grünberg im Verlauf des Romans alle Mythen über Hitler verarbeitet, fühlt eine große Berufung: er hat sich der Idee verschrieben, die Taten des Großvaters auf seine Weise zu büßen: „Er würde die Juden trösten.“

Er sucht den Kontakt zur jüdischen Gemeinde in Basel, lernt dort den Rabbinersohn Awrommele kennen und gibt sich als assimilierter Jude aus. Awrommele, mit dem Xavier bis zum Ende des Buches eine homoerotische Beziehung hat, hat sehr schnell eine nachträgliche Beschneidung organisiert, bei einem alten Mohel, dem jedoch, fast blind, die Beschneidung zum Massaker gerät. Xavier verliert nicht nur , wie er wollte, seine Vorhaut, sondern auch einen Hoden, der, von den Ärzten, die den schwer verletzten Xavier operieren, nachdem ihn seine Mutter und deren Freund lange liegen gelassen haben, in einem Glas konserviert wird. Xavier wird den Hoden immer mit sich tragen und ihn bald als „König David“ verehren.
Xavier ist von seiner großen Mission, die Juden trösten zu müssen (»Auch das jüdische Volk braucht Lebensraum«) ganz erfüllt, und er will mit seinem Freund Awrommele beginnen. Beide versichern sich gegenseitig immer wieder, dass sie nichts fühlen und fliehen bald nach Amsterdam, wo Xavier in einer Kunstschule anzukommen versucht. Doch die raten ihm, lieber einen Blumenladen aufzumachen, eine Kränkung, die ihn lange beschäftigt.

Ihr großes Projekt ist allerdings die Übersetzung von Hitlers „Mein Kampf“ ins Jiddische, an dem sie ihr ganzes Leben lang arbeiten. Auch später noch, als nach der Einwanderung nach Israel Xavier eine große Karriere macht mit der er wie sein Abbild „du-weißt-schon-wer“ ein Weltenbrand heraufbeschwört. Einem alten Hamasführer entwickelt er dabei seine Theorie über die Israelis und die Palästinenser:
„Wir bleiben geteilt und beherrscht. Reine Blitzableiter. Ohne uns würde die Region in die Luft fliegen, von Ägypten bis Syrien, Bahrein bis Saudi-Arabien, aber das brauchen wir uns nicht ewig gefallen zu lassen. Jetzt sind wir bloß Spielfiguren, Statisten, die ab und zu einen Brief auf die Bühne bringen dürfen, aber wissen Sie, wovor die anderen wirklich Angst haben? Dass wir uns zusammentun könnten. Meine Mutter sagte einmal: Hätte der Faschismus sich nicht gegen die Israeliten gekehrt, sondern sich mit ihnen vereint, wäre er in Europa immer noch eine lebendige Strömung. Wir sind nicht zu dieser Statistenrollen verurteilt, wir müssen nicht ewig für die Interessen anderer bluten.“

Obwohl das Buch schon seit dem 25. März 2013 auf dem Markt ist und schon Wochen vorher an die Kritiker verschickt wurde, gibt es bis zur Stunde noch keine einzige Besprechung von der etablierten Literaturkritik. Offenbar weiß man nicht, wie man mit dieser Form eines zynischen und ironischen Humors umgehen soll.

Ich halte „Der jüdische Messias“ für ein zentrales Werk im Oeuvre von Arnon Grünberg und bin froh, dass es endlich deutschen Lesern zugänglich ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach neun Jahren endlich ins Deutsche übersetzt, 3. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Der jüdische Messias (Gebundene Ausgabe)
Liebhaber der Prosa Arnon Grünbergs (Niederländer) wussten um den Roman und fragten sich immer wieder, warum nur gibt es diesen Roman nicht in deutscher Übersetzung? Die Frage ist einfach beantwortet. In dem Roman werden alle erdenklichen religiösen Klischees aufgegriffen, politisch inkorrekt dargestellt und dennoch nicht überzeichnet. Eine Form der Satire, um die es in Deutschland nicht zum Besten bestellt ist. Dass es diesen Roman bereits in englischer, französischer, spanischer, italienischer, portugiesischer, ungarischer und türkischer Übersetzung gab, lässt den Rückschluss zu, dass man dieses Werk dem geneigten deutschen Lesepublikum nicht zumuten wollte oder konnte, obwohl sich halb Europa schon köstlich darüber amüsierte.

Grünberg schafft für seinen Romanplot zwei bizarre Hauptcharaktere. Zum einen den introvertierten Schweizer Teenager Xavier Radek und zum anderen den orthodoxen, in einer 15-köpfigen jüdischen Großfamilie aufwachsenden Jugendlichen Awrommele Michailowitz. Xavier entdeckt, dass sein Großvater ein Nazischerge in einem Konzentrationslager war und fühlt sich dazu berufen, die schändlichen Taten auf seine Art und Weise zu büßen. Als Erstes sucht er Kontakt zur jüdischen Gemeinde in Basel und gibt sich hier als assimilierter Jude aus, den man vergaß zu beschneiden. Hals über Kopf wird dies nachgeholt und geht gründlich in die Hose. Bei der Prozedur verliert Xavier nicht nur seine Vorhaut sondern auch noch einen seiner Hoden. Der Hoden, konserviert in einem Glas, wird seitdem zu seinem ständigen Begleiter und mit dem erlittenen Schmerz tat sich die Tür zur Findung der absoluten Wahrheit und zu seiner Berufung, die Juden trösten zu müssen, auf. Eine Obsession beginnt und endet in Tel Aviv in einem Desaster.

Grünberg bettet die Handlung in eine homoerotische Beziehung zwischen Xavier und Awrommele, wobei sich beide hoch und heilig versprechen, nichts dabei zu empfinden. Awrommele sieht die Sache, genau wie sein Vater, der als Rabbi sein Vergnügen bei Transsexuellen in Basler Massagesalons sucht, nicht so eng und kämpft sich in Amsterdam, wohin er Xavier aufgrund eines angestrebten Kunststudiums folgt, erstmal durch sämtliche Betten. In einem bleiben sie sich aber einig: Die Übersetzung von "Mein Kampf" ins Jiddische bleibt trotz des Beziehungsstress' ihre Lebensaufgabe. Es ist unverkennbar, dass Grünberg alle Mythen, die sich um Hitler ranken, in der Person Xaviers verarbeitet.

Grünberg versteht es, wie kaum ein anderer, zu unterhalten und dennoch lässt er den Leser irritiert und beeindruckt zurück. Nachdenklich stimmen die letzten Kapitel des Romans, in denen Xavier über Macht und seine Folgen philosophiert und eine kühne These nach der anderen aufstellt. Kann es sein, dass der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern extern geschürt wird und nur der Status Quo ein Garant für die Stabilität in Israel, der einzigen Demokratie im Nahen Osten, sein kann?

Elke würde sagen: "LESEN!".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Der possessive Heisbringer, 25. Juli 2014
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der jüdische Messias (Gebundene Ausgabe)
Der Niederländer Arnon Grünberg ist nicht nur im Literaturbetrieb ein wahrer Workaholic. In seinen jungen Jahren hat er bereist 22 Romane geschrieben, einige davon unter dem Pseudonym Marek van der Jagst. Er verfügt über eine große Produktivität, wenn man bedenkt, dass er nebenbei noch täglich eine große Kolumne in einer Tageszeitung schreibt und jedes Jahr ein Buch publiziert. Arnon Grünberg hat auch schon die unterschiedlichsten Jobs ausgeführt, er war Kellner, Immobilienmakler, Liebesbriefschreiber, Schauspieler, Schachlehrer, Verleger, etc.

„Der jüdische Messias“ ist schon vor acht Jahren in Holland, Spanien, Italien und den USA publiziert worden und ist erst jetzt in der Übersetzung von Rainer Kersten im Diogenes Verlag erschienen. Angeblich hatte der Verlag ursprünglich Bedenken, dass dieses Buch in Deutschland möglicherweise falsch verstanden werden könnte. Doch nun hat man die Skepsis aufgegeben in der Hoffnung, dass man auch in Deutschland weiß, wie man einen solchen mit grimmigen Esprit gewürzten Roman lesen sollte.

Zum Plot, der von wüsten Ereignissen überbordend ist. Hauptfigur ist der als Sohn eines Schweizer Architekten geborene Xavier Radek. Der findet schon sehr früh als Kind heraus, dass seine Mutter eine euphorische Antisemitin war und sein Großvater ein engagierter SS Mann. So beginnt er sich für die Leiden der Juden zu interessieren, möchte sie für alles was ihnen widerfahren ist trösten.

Er lernt Awrommele, den Sohn eines Rabbiners kennen und lieben. Dieser Junge ist ja viel weniger mit der Vergangenheit belastet wie unser Held. Er bringt Xavier Jiddisch bei und eines Tages beschließen die beiden Hitlers „Mein Kampf“ ins Jiddische zu übersetzen.

In der Folge lässt sich Xavier beschneiden und bei der Beschneidungszene verliert er einen Hoden. Den konserviert er und tauft ihn auf den Namen „König David“. Erster Hinweis auf eine historische Figur.

Nächstes markantes Ereignis, Xavier möchte an der Amsterdamer Kunstakademie studieren. Da er schwul ist wird er abgewiesen. Eine Hitler Parallele.

Im Gelobten Land geht es weiter, wo Xavier seine Berufung als Politiker entdeckt. Er wird Premierminister von Israel und spielt gedanklich mit dem Einsatz von Atomwaffen, denn er sieht seine Bestimmung erst dann erfüllt, wenn er der Welt „seinen Stempel aufdrückt“ und damit schließlich den Juden den verdienten Trost zu kommen lässt. In diesem Zusammenhang eignet sich Xavier auch so etwa an, was man als jüdischen Selbsthass bezeichnen könnte, den er wird immer mehr zu einer Figur die über eine unwahrscheinliche Machtfülle verfügt.

In diesem Roman, der am Anfang sehr witzig, ein wenig spöttisch, aja auch vergnüglich beginnt, ist doch sehr viel zündkräftige Brisanz. Grünbergs Prosa besticht auch hier und bei all seinen Figuren ist eigentlich immer wieder festzustellen, dass sie unter Zwangsvorstellungen leiden, denn sie haben ein festes Ziel im Fokus, das sie nicht immer mit viel Fortune, aber mit viel Ausstrahlungskraft und einer gehörigen Portion Appeal zu erreichen versuchen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen zwiespältig, 26. Februar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der jüdische Messias (Gebundene Ausgabe)
Keine Frage, Arnon Grünberg ist ein guter Unterhalter und er hat einen bissigen und intelligenten Witz. Ich habe die 637 Seiten gelesen, ohne der Versuchung zu erliegen, vorzeitig abzubrechen. Dennoch ist der Roman für meinen Geschmack sehr überfrachtet. Ich möchte wirklich nicht den Reich-Ranicki machen, aber hier hätte man gut um 150 bis 200 Seiten abspecken können. Einige Nebenstränge, besonders der mit einem Ägypter, der sich zu meinem Verdruss auch noch "Nino" nennt, erscheint mir sehr überflüssig und bläht diesen Roman nur auf, selbst wenn es sich zum Schluss mit dem Gegenspieler des Protagonisten, einem Führer der Hamas, wieder in die Geschichte einfügt.
Enttäuschend war für mich auch, das die beiden Protagonisten Xavier und Awrommele, denen man trotz aller Absurdität, die sie verbindet, nahe kommt und liebgewinnt, bis zum Ende enorm an Sympathie einbüßen. Da waren wenig Nuancen und viel Schwarz-Weiß-Malerei.
Schockierend waren für mich einige Stellen hinsichtlich des Großvaters des Protagonisten Xavier. Er war ein übereifriger SS-Mann und nicht nur ein Mitläufer. Xaviers Vater sagt z.B. "Wenn es damals schon Fitness gegeben hätte, wäre die Geschichte anders verlaufen. Leute wie dein Opa wussten nicht, wohin mit all ihrer Energie." Seine Mutter fügte hinzu "Und er hat auch nie grundlos geschlagen". Später heisst es gar "Wenn's vor vierzig Jahren schon Fitness gegeben hätte, wären die Konzentrationslager gigantische Sportstudios gewesen, wo die Juden überschüssiges Fett hätten loswerden können. Glaub mir, hätte's früher schon Fitness gegeben, wäre die Geschichte anders verlaufen". Ist das eine mutige Provokation oder primär eine kaum zu überbietene Geschmacklosigkeit?
Die Geschichten um "König David", einem verloren gegangenen Hoden nach einer rituellen und schlecht ausgeführten Beschneidung waren zunächst ganz amüsant, wurden aber durch immer neue Einstreuungen ins Geschehen nicht wirklich spannender. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen.
Trotz aller Kritik hat Grünberg was sehr Eigenes, trotz seiner Neigung zur (bewussten) Redundanz ist er nicht langatmig. Es war meine erste Begegnung mit dem Autor und trotz einiger Einwände will ich gerne noch das eine oder andere von ihm lesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nervt auf die Dauer, 14. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der jüdische Messias (Gebundene Ausgabe)
Zu Beginn fand ich das Buch gut, witzig und komisch. Je Länger ich es las, umso mehr nervten mich die angehäuften und immer wieder wiederholten und wie ein Platzregen auf einen niederprasselnden Absurditäten und unappetitlichen, sexuellen Absonderlichkeiten. Mit Satire würde ich das nicht bezeichnen, auch wenn es immer wieder bemerkenswerte, lapidare Feststellungen gibt. Ich hatte nicht die Geduld, das Buch zu Ende zu lesen und gab nach 320 Seiten auf.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gewöhnungsbedürftig, 6. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Der jüdische Messias (Gebundene Ausgabe)
Aufgrund sehr positver Besprechungen, habe ich mich darauf eingelassen diese Buch zu lesen. Um es vorauszuschicken: Ich habe alles verstanden und erfasst, was der Autor damit (sicher auch zu Recht) zum Ausdruck bringen möchte- keine Frage. Dennoch finde ich dieses Buch in weiten Teilen einfach geschmacklos. Manche (auch die abstrusen) Dinge könnte man über Ironie, Zynismus oder auch Sarkasmus gerade noch verkaufen, aber auf diese nüchterne Art und Weise, die alles ins Überdrastische potenziert, gerät das Ganze sehr schnell an alle erdenklichen Grenzen. Allein die Häufung des Aberwitzes, aus der eine Welt entspringt in der nichts und niemand "normal" tickt, in der eine - im Großen wie im Kleinen - destruktive Gewaltat zerstörerischen Ausmaßes der nächsten folgt, ist schlicht unerträglich. Dabei findet selbst bei den absurdesten und abstrusesten Geschehnissen keine besondere Auseinandersetzung damit statt- im Gegenteil wird das alles ganz gelassen in der fortlaufenden Handlung aufgetischt, abgespult...

Natürlich handelt es sich hierbei um "richtige" Literatur und keinen trivialen Historienroman oder was gerade sonst gerne mal durch die einschlägigen Bestsellerlisten geistern mag. Eine Leseempfehlung für ein breites Publikum mit "ganz normalen" Ansprüchen an ein Buch, kann ich aber nicht aussprechen, da den Meisten der Inhalt dieses Buches mehr als sauer aufstoßen würde.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Der jüdische Messias
Der jüdische Messias von Arnon Grünberg (Gebundene Ausgabe - 26. März 2013)
EUR 24,90
Gewöhnlich versandfertig in 2 bis 3 Tagen.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen