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Kundenrezensionen

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am 19. September 2012
Es ist wie ein alter Bekannter, den man lange nicht mehr getroffen hat. Das allerdings im positiven Sinne. Denn unser Privatdetektiv Kayankaya ist reifer geworden. Mittlerweile lebt er seit 10 Jahren mit der gleichen Frau zusammen, die eine Weinbar betreibt und auch so ist der Protagonist jetzt Anfang 50 und muss sich nicht unbedingt neu erfinden.
Die gute Nachricht aber vorweg. Alles bleibt gut. Slibulsky und seine Freunde bei der Polizei tauchen wieder auf und auch das bekannte Frankfurter Milieu ist unter anderem Spielwiese der Handlung.
In diesem Roman werden zwei eigentlich nicht zusammengehörige Handlungsstränge intelligent miteinander verwoben. Auf der einen Seite geht es um eine "entführte" Tochter aus besseren Kreisen und auf der anderen Seite spielt unser Lieblingsermittler den Bodyguard für einen vermeintlich gefährdeten arabischen Schriftsteller, der auf der Frankfurter Buchmesse groß auftreten möchte.
Da geht es um Erpressung, Mord und Entführung in bewährter Manier und schön gemixt. Herrliche Dialoge, die teilweise hochgradig politisch unkorrekt sind. Bei Jakob Arjouni fällt das aber nicht so sehr ins Gewicht, weil er damit die Charaktere in dem etwas raueren Frankfurter Umfeld besser beschreiben kann. Der Wortwitz ist einmalig.

Hoffentlich muss man nicht wieder gefühlte 10 Jahre auf den nächsten Fall von Kayankaya warten. Das wäre sehr schade. Kayankaya ist das deutsche Pendant zu Philippe Marlowe und Jakob Arjouni erzählt ähnlich groß wie Raymond Chandler. Nur halt in Frankfurt.
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am 27. April 2013
Ich hatte schon von Bruder Kemal - Krimis gehört, wohnte 13 Jahre in der Nähe von Frankfurt und dachte, das wäre ein Buch für mich. Weit gefehlt! Weder konnte ich Spannung verspüren, noch empfand ich das Buch humorvoll. Die Story plätscherte dahin und ich habezwischendurch immer wieder etwas anderes gelesen, es wieder aufgenommen. Irgendwann entschied ich mich, es ist jetzt Schluss, das war bei ca. 80 %. Ich war sehr enttäuscht, hatte ein spannendes Buch erwartet. Angeblich soll es witzig sein, auch danach habe ich gesucht. Frankfurter Flair hat es mir nicht transportieren können, alles in allem eine Enttäuschung.
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am 26. Dezember 2012
Jakob Arjouni schreibt mit viel Witz und Esprit vom Privatdetektiv Kayankaya, der einerseits eine vermisste Tochter zurückbringen und anderseits einen (noch) wenig bekannten Schriftsteller als Leibwächter an der Frankfurter Buchmesse vor einem drohenden (?) Attentat beschützen soll. Auch wenn der Humor auf Dauer etwas ermüdend wird und die Geschichte in der zweiten Hälfte etwas an Dynamik verliert, kriegt das Buch 4 Sterne, weil es so erfrischend daher kommt und sich extrem gut liest.
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am 27. August 2012
Schade - der neue Arjouni/Kayankaya-Roman, auf den man sich als treuer Arjouni-Leser und alter Kayankaya-Fan schon lange gefreut hatte, entpuppt sich als ziemlich uninspirierte Enttäuschung. Im Gegensatz zu Arjounis letztem Roman ("Cherryman jagt Mister White"), einer doppelbödigen erzählerischen Tour de force mit packenden Charakteren vor einem sehr brisanten politischen Hintergrund, lahmt dieser fünfte Fall um den Frankfurter Privatdetektiv ganz erheblich an allen Ecken und Enden: Die Titelfigur ist wahrhaft "alt" und "weich" (Zitate) geworden, was sich an mehreren Stellen der faden Handlung überdeutlich bemerkbar macht. Die Motivation, mit der "Bruder Kemal" in dem vorliegenden Kriminalfall agiert und sich zunehmend selbst in Bedrängnis bringt, ist teilweise völlig nebulös und kaum nachvollziehbar, etliche der Figuren bleiben regelrecht Blaupausen (so etwa die betörende Frau de Chavannes und ihr künstlerischer Mann); die letztliche Auflösung des Falles (die hier natürlich nicht wiedergegeben werden kann) erinnert unangenehm an seichte Fernsehkrimi-Klischees aus dem "Alten" oder "Derrick". Hinzu kommt, dass die ethnisch-religiösen Themen (Migrationshintergrund, Rassismus, religiöser Fanatismus usw.), von denen die Kayankaya-Saga immer gekonnt und unter Einhaltung eines Spannungsbogens durchwirkt war, hier extrem aufgesetzt und blutleer wirken. Auch das Frankfurter Milieu, das die Krimis bislang so filigran widergespiegelt haben, ist nur noch austauschbare geografische Staffage.

Angereichert wird der vorliegende Roman unnötigerweise noch mit zig Seiten teils leidlich amüsanter Seitenhiebe, teils aber auch nur schaler Sottisen aus der Welt der Frankfurter Buchmesse (etwa um den fanatischen Katholiken Matussek, Verzeihung: Lewandowski). Das haben aber - muss man leider festhalten - andere Autoren in der jüngeren Vergangenheit schon deutlich besser in ihren Romanen verarbeitet.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Kayankaya eine Figur aus den 80er/90er Jahren gewesen ist, aus einer gänzlich anderen Zeit, und nunmehr zu einem Relikt der Vergangenheit geworden ist, das 2012 aus Gründen des Verkaufserfolgs mühsam wiederzubeleben versucht wurde. Ob dies nun der Autor selber zu verantworten hat oder ob Verlag oder Anhängerschaft auf einen weiteren "Kayankaya" gepocht haben - nach der starken Leistung mit "Cherryman" ist der neue Arjouni jedenfalls eine deutliche Enttäuschung.
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am 29. Januar 2013
Der Letzte von Jakob Arjouni , und man soll ja nicht schlecht über die Toten reden, hat meine Oma immer gesagt. Er hat sich mir nicht erschlossen , weder thematisch noch inhaltlich, wirkte bemüht und schablonenhaft. Gute Grundideen wurden sehr schlecht umgesetzt. Die Lektüre war leider verschenkte Lebens/Lesezeit, schade drum.
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am 6. März 2013
Naja, der eigentliche Krimi ist nur bester Durchschnitt! Eine etwas wirre Handlung mit viel Blut, Erbrochenem, Messerstichen und scharfen Schüssen, die aber doch packt und zum Weiterlesen ermuntert. Der Reiz und die Brillianz dieses Buches liegt in den Reflexionen und Gesprächen des handelnden Privatdedektivs Kemal Kayankaya. Was für eine Type! Unrasiert, meistens mit etwas zu viel Bier abgefüllt und frech gegenüber seinen Kunden. Und doch - wieso eigentlich? - wird er einem immer sympathischer. Was wird alles völlig respektlos angeschnitten: Religionen (nicht nur eine), Fanatismen, drogengetränkte Leidenschaften, Prostitution - wann wurde sie schon einmal so aus der Sicht von Insidern geschildert? Deshalb kann man - bei einem Krimi völlig ungewöhnlich - das relativ teure Buch mehrmals lesen! Eine echte Entdeckung auf dem Büchermarkt; jammerschade, dass der Autor so früh sterben musste!
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am 25. August 2012
So lange ist selten eine berühmte Krimiserienfigur von der literarischen Bildfläche verschwunden gewesen. Nach „Happy Birthday, Türke!“(1985), „Mehr Bier“ (1987),“Ein Mann ein Mord“ (1991) und „Kismet“ (2001) legt Jakob Arjouni nun mit dem Buch „Bruder Kemal“ seinen fünften Kayankaya-Roman vor.

Kemal Kayankaya lebt, mittlerweile über fünfzig , immer noch als Privatdetektiv in Frankfurt, unterhält in der heruntergekommen Gutleutstraße in der Nähe des Hauptbahnhofs ein kleines Büro und hält sich mit seinem Aufträgen wie immer gerade so über Wasser. Mit seiner langjährigen Freundin Deborah, einer ehemaligen Prostituierten, führt er eine glückliche Beziehung.

Da kommt eines Tages eine Frau in sein Büro, die normalerweise diese Gegend meiden würde. Valerie de Chavannes, Bankierstochter, bewohnt mit ihrem Mann, einem angeblich berühmten Künstler und ihrer sechzehnjährigen Tochter Marieke eine mondäne Villa in der Zeppelinallee. Diese Tochter ist verschwunden. Wahrscheinlich ist sie mit einem älteren Mann zusammen, der sich als Künstler ausgibt und einen Migrationshintergrund hat. Kemal sagt ihr auf den Kopf zu, dass das wohl auch der Grund sei, dass sie ihn als Detektiv ausgewählt habe. Valerie de Chavannes widerspricht nicht und muss bald auch zugeben, dass sie selbst beinahe mit diesem Mann eine sexuelle Beziehung eingegangen wäre.

Kemal nimmt den Auftrag an und beginnt schon bald, nach dem Mädchen zu suchen. Mit dem zweiten Fall, den er zeitgleich mit dem Fall des verschwundenen Mädchens zu lösen hat, wird er beauftragt von der Pressechefin des Maier Verlags. Deren Autor, der Moslem Malik Raschid, wird auf der Frankfurter Buchmesse seinen umstrittenen Roman vorstellen, in dem es um den Umgang mit Homosexualität in einem arabischen Land geht. Der Maier Verlag will seinen Autor vor den befürchteten Übergriffen religiöser Fanatiker schützen und engagiert Kemal für die Tage der Messe als dessen Leibwächter.

Hier, in der ironischen Karikierung des Literaturbetriebs mit seinen Partys und Leerformeln läuft Jakob Arjouni wieder zu der literarischen Höchstform auf, mit dem er 2011 in „Cherryman jagt Mister White“ so überzeugt hatte. Hatte er damals ein beeindruckendes psychologisches Porträt eines jungen Mannes verfasst, das seinen Leser hin- und herriß zwischen Sympathie und Abscheu für ein Opfer, das zum Täter wurde, ist sein fünfter Kayankaya-Roman wieder ein Beispiel für Arjounis Fähigkeit, die Ijoma Mangold in der ZEIT einmal als „die angelsächsische Begabung (bezeichnete), Leichtigkeit, Witz und soziologische Schärfe sprachlich elegant zusammenzuführen.“

Dieser Kayankaya ist noch für mehrere weitere Bände gut.
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Kemal Kayankaya, der Frankfurter Privatdetektiv, ist wieder in Aktion. Gleich zwei Fälle warten auf ihn, scheinbar leichte Angelegenheiten. Da bestellt ihn die Bankierstochter Valerie de Chavannestochter in ihre Villa im Frankfurter Diplomatenvierten und beauftragt Kemal, ihre verschwundene 16jährige Tochter Marieke zu finden.

Weiterhin bittet ihn ein Buchverlag, während der Frankfurter Buchmesse einen marokkanischen Schriftsteller zu beschützen. Man befürchtet Übergriffe religiöser Fanatiker, denn der Autor hat ein Buch über Homosexualität in einem arabischen Land geschrieben.

Die beiden Aufträge scheinen für Kemal auf den ersten Blick „krimineller Kinderkram“ zu sein. Der Teenager Marieke will offensichtlich die Bekanntschaft zu einem älteren Herren dazu nutzen, um ihren Eltern ihr Erwachsensein zu beweisen. Und die Leibwächter-Rolle für einen Schriftsteller scheint auch kein übermäßiges Gefahrpotential zu besitzen.

Doch es kommt, wie so oft im Leben, ganz anders. Plötzlich sieht sich Kemal mit Mord, Vergewaltigung und der Entführung des Schriftstellers konfrontiert. Und es kommt noch schlimmer, denn Kemal gerät selbst in den Verdacht, hinter den Verbrechen zu stecken und ein Auftragskiller zu sein. Kann er da noch rechtzeitig seinen Hals aus der Schlinge ziehen?

„Bruder Kemal“ ist Kayankayas fünfter Fall - wie immer rasant und spannend erzählt und mit einer glänzenden Milieubeschreibung. Eine Wiedersehensfreude mit dem sympathischen Kemal Kayankaya.

Manfred Orlick
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am 24. November 2012
Zwischen "Bruder Kemal" und seinem Vorgänger "Kismet" liegt mehr als ein Jahrzehnt. Aber die Hauptfigur, der charmante Privatdetektiv Kemal Kayankaya ist in Würde gealtert. Was geblieben ist: Brilliante Formulierungen, großartiger Wortwitz und eine unvergleichliche Beobachtungsgabe... Nachtrag: Mit großer Trauer habe ich vom Tod des Autors erfahren! Den 6. Kayankaya-Roman wird es nicht mehr geben. "Bruder Kemal" bleibt das Vermächtnis des großartigen Jacob Arjourni!
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am 2. Februar 2013
Schön, dass Arjouni noch einen Band herausgebracht, damit schließt sich der Kreis. Hier passen wieder die Charaktere und die Personen sind liebevoll beschrieben, dass was Arjouni ausgemacht hat und ich zuletzt leider vermisst habe. RIp
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