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Kundenrezensionen

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Seit vielen Jahren erfreut der russische Schriftsteller Andrej Kurkow sein Lesepublikum auch hierzulande und "Der Gärtner von Otschakow" ist bereits sein siebter Roman, der in deutscher Übersetzung beim Diogenes-Verlag erscheint.

Igor Andrejew lebt ganz wunderbar in den Tag hinein, wohnt mit seinen dreißig Jahren noch im Hotel Mama und ist erstaunt, als diese einen Landstreicher als Gärtner einstellt. Und klar, die Neugier siegt bei Igor, der hinter das Geheimnis der Tätowierungen und des alten Koffers mit der Milizuniform kommen möchte. Und dann geschieht das Unerwartete, das Ungewöhnliche, als Igor die uniform anprobiert und einen Sprung in der Zeit macht. Diesen bemerkt er zunächst aber gar nicht und wundert sich über das Völkchen von sonderbaren Leuten, Kleinkriminellen und schönen Frauen.

Mit seinem unnachahmlichen Stil setzt Andrej Kurkow die Worte gekonnt zu Sätzen zusammen, die in ihrer Gesamtheit ein spannendes und mit vielen phantastischen Episoden bestücktes Buch ergeben. Der Zeitreisenroman liest sich rasch und von fordernder Neugier geplagt, möchte man als Leser nicht nur Kurkows Erzählkunst genießen, sonder auch diesem Igor auf die Schliche kommen, wenn er fern des Hier und Jetzt seine Abendteuer erlebt. Neidisch fast folgt man Kurkows geschliffener Prosa und wünscht sich sehnlichste, eins zu werden mit den handelnden Personen des Buches und siehe da, ist dem Meister ein Einsehen gekommen und er gestattet es, sich in das Geschehen zu vertiefen, hineinzutauchen in die Zeit und plötzlich selbst gereist zu sein in die Vergangenheit. Mittendrin und wunderschön!
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am 24. März 2012
Igor ist ein junger Mann ohne Ambitionen, vielmehr ein Mann Anfang dreißig, der immer noch zuhause bei seiner Mutter in Irpen / Ukraine lebt - seine Ausrede? Er wurde als Kind durch die Unachtsamkeit seines Vaters schwer verletzt und ist amtlich (!) leicht behindert!

Kein Wunder, dass seine Mutter Hilfe von außen in Anspruch nimmt und dem Gärtner Stepan die Scheune überlässt. Der stille Geselle trägt eine seltsame Tätowierung am Arm, die Igor mithilfe seines Freundes - seines Zeichens Hacker - entziffern wird. Und auf geht die Reise nach Otschakow, auch wenn der Sommer schon vorbei ist und nur noch wenige Touristen am Schwarzen Meer ihr Unwesen treiben. Von dieser Reise bringen die beide zwei Koffer mit, der eine voll mit Gold, der andere mit hunderten Rubelscheinen - seit langem nichts mehr wert! - und einer alten Milizuniform.

Als er diese Uniform anzieht, um auf eine Retro-Party zu gehen, landet er im gleichen Otschakow, allerdings 53 Jahre zuvor im Jahr 1957! Nun beginnt der Hürdenlauf zwischen Irpen 2010 und Otschakow 1957, wobei er in der Vergangenheit ein wesentlich stattlicherer und ansehnlicherer Mann ist - ein Mann von der Miliz mit hunderten von Rubeln in der Tasche. Als er dort einer rothaarigen Schönheit begegnet, die durch sein Verhalten plötzlich in Gefahr gerät, ist eine Entscheidung unumgänglich! Gärtner oder Förster?

Vergleichen mit dem "Milchmann in der Nacht" ist der "Gärtner von Otschakow" ein ruhiges und gelassenes Buch, dessen roter Faden nicht auf einen einzelnen zerlegt werden kann - es sind halt ihrer manche! Die Story hat ein feines, liebevolles, Kurkow'sches Ende und die Charaktere sind mit vielen Ecken und Kanten gezeichnet, haben Witz und ihre ganz eigenen Probleme.

Kein wilder Ritt, aber kurzweilig und unterhaltsam zu lesen!
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Igor ist ein beschäftigungsloser Mann von 30 Jahren, der in der Nähe von Kiew mit seiner Mutter wohnt. Eines Tages kommt ein Mann zu ihrem Haus, der gegen Kost und Logis als Gärtner für die beiden arbeiten möchte und aus verschiedenen Gründen sorgt dies dafür, dass Igor in den Besitz einer alten Milizunform kommt. Als er damit zu einer Retro-Geburtstagsfete gehen möchte, landet er plötzlich in dem Hafenort Otschakow im Jahr 1957 - und findet hier ein deutlich geschäftigeres Leben als zuvor. Und die Liebe. Aber dies wäre kein Kurkow-Roman, wenn es alles so einfach wäre.

Wodka- und philosophiegetränkt wandert Igor zwischen den Zeiten und muss in beiden Bereichen zunehmend komplexe und gefährliche Probleme lösen - bis die Gefahr jemand anderen trifft und ihm eine endgültige Entscheidung aufgezwungen wird.

Sprachlich und von der Situationskomik ein typischer Kurkow alten Stil und damit deutlich wenige rüberdreht, als es einige der letzten Übersetzungen stellenweise gewesen sind. Hier fühlt man sich an "Petrowitsch" und die Pinguine erinnert und das macht wirklich Spaß. Spasiba.
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am 15. Mai 2012
... ein wunderschöner Kurkow-Roman, der es wahrhaft beherrscht, prägnante Figuren zu formen, die Handlungsstränge feinsinnig zu verweben und immer wieder etwas wirklich Neues zu schreiben.
Wie lautet das schönste Kompliment für ein Buch? Wenn man sich die letzten Seiten Abend für Abend einteilt, damit das Buch nicht so schnell zu Ende geht - man ist richtig traurig, sich von den liebenswerten, kantigen Protagonisten wieder loslösen zu müssen. Ich fiebere schon jetzt dem nächsten Kurkow entgegen!
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am 5. Januar 2013
KURKOW, Andrej: „Der Gärtner von Otschakow“, Zürich 2012
Kurkow ist einer der großen Schriftsteller der heutigen Zeit. Packend bindet er seine Leser in die Geschichten. Oder sind es moderne Märchen? Ein Verschnitt von Beidem. Im vorliegenden Buch erlaubt er mit Hilfe einer alten Soldatenuniform eine Zeitreise zurück in die Fünfzigerjahre in ein Dorf am Meer. Ein arbeitsloser junger Mann – Igor – nützt die Uniform, um zwischen den zwei Welten, dem Heute und dem der Fünfzigerjahre zu pendeln. Letztendlich hilft dieses Verschwinden in eine andere Zeit seinem Freund, einem Computerhacker, der unter Druck kam und bedroht war. 343 genussvolle Seiten erwarten den Leser …
(Hinterbrühl, 05.01.2013)
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am 28. Mai 2015
Ich würde jeden einzelnen Roman und jede Erzählung von Kurkov weiter empfehlen, allerdings ist die deutsche Übersetzung dieses Werks einfach nur schrecklich! Es wirkt als wäre alles Wort für Wort übersetzt worden. Eine solche Vorgehensweise kann gerade bei einer Übersetzung aus dem Russischen ins Deutsche nicht funktionieren. Viele Wörter wirken in dem Zusammenhang merkwürdig, ebenso wie die Konstellation der Sätze, wenn diese überhaupt der deutschen Syntax entsprechen!
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am 11. Januar 2013
Ich liebe alle Bücher von Kurkow. Mit diesem Roman aber hat er gleichzeitig zwei Zeiten in einer Zeit zusammengebracht. Ein Buch voller Emotionen.
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am 4. März 2013
Mal wieder ein sehr schönes Buch von Andrej Kurkow, und nicht so "grausig" wie manch anderes Buch von diesem Autor.
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am 11. Dezember 2014
Alles gut gerne wieder. Qualität paßt.
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