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5.0 von 5 Sternen Connie Palmen bewegt sich mit diesem Roman aus dem Intellektuellenmilieu auf der Höhe ihres Schaffens
Spätestens seit ihrem beeindruckenden Buch "I.M.", das die 1955 geborene Connie Palmen über ihren 1995 plötzlich an einem Herzinfarkt verstorbenen Lebensgefährten Ischa Meijer, einem niederländischen Journalisten, Schriftsteller und Talkmaster, schrieb, ist sie eine meine Lieblingsschriftstellerinnen. Auf jedes neue Buch warte ich seit der...
Veröffentlicht am 17. März 2009 von Winfried Stanzick

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Es gibt Besseres von Connie Palmen
Das Buch konnte mich nicht in den Bann ziehen. Mit ihren anderen Büchern wie "Die Freundschaft" oder "Die Gesetze" ist dieses überhaupt nicht zu vergleichen und hat nicht ansatzweise deren Klasse oder Suchtfaktor.
Es geht um eine Künstlerehe, in der die Partnerin plötzlich während eines Griechenland-Urlaubs aufgrund eines Unfalls zu Tode...
Veröffentlicht am 25. Mai 2008 von Amazon Customer


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Es gibt Besseres von Connie Palmen, 25. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Luzifer (Gebundene Ausgabe)
Das Buch konnte mich nicht in den Bann ziehen. Mit ihren anderen Büchern wie "Die Freundschaft" oder "Die Gesetze" ist dieses überhaupt nicht zu vergleichen und hat nicht ansatzweise deren Klasse oder Suchtfaktor.
Es geht um eine Künstlerehe, in der die Partnerin plötzlich während eines Griechenland-Urlaubs aufgrund eines Unfalls zu Tode kommt.
Die Erzählerin rollt das Leben der beiden im Rückblick auf, diverse der Freunde treten auf und beschreiben das Leben der beiden und ihr Verhältnis zu ihnen. Denen ist nach dem Tod der Frau der Verdacht aufgekeimt, dass ihr Freund möglicherweise nicht ganz unschuldig am Tod seiner Frau ist - beweisen lässt sich jedoch nichts. Der Künstler selbst mit seinem Narzißmus, seiner Ich-Bezogenheit etc.pp. macht ihnen das Leben im Miteinander auch nicht einfach.
Wer das Buch nicht unbedingt lesen muss, kann auf die günstigere Taschenbuchausgabe warten oder gleich darauf verzichten. :-(
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Unerträglichkeit des plötzlichen, sinnlosen Todes, 9. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Luzifer (Gebundene Ausgabe)
Lucas Loos ist ein avantgardistischer Komponist und ein ruheloser Mensch. In einem gläubigen protestantischen Elternhaus aufgewachsen, will er sich von seinem Glauben befreien, erreicht dies jedoch nur durch die fanatische Anhängerschaft an wechselnde Ideologien. Er möchte einem Menschen, einer Gruppe und einem Glauben zugehörig sein. In der Zwischenmenschlichkeit kommt es jedoch durch seinen Idealismus, seinen Narzißmus und seine provozierende Art oftmals zu Konflikten. Für seine Kunst braucht er die Einsamkeit, und zwischen dieser und der Nähe der Haß-Liebe bewegt er sich. Seine Frau, die Schauspielerin Clara, liebt ihn leidenschaftlich, erniedrigt und provoziert ihn jedoch andauernd. Sie leidet darunter, daß der Homosexuelle Lucas oftmals sowohl jungen Männern als auch seiner Kunst mehr Beachtung und Leidenschaft entgegenbringt, als ihr. Als Clara tragisch, beim Sturz von einer Terrasse ums Leben kommt, ergreift die Freunde eine Fassungslosigkeit die in Spekulationen mündet. 'Unser Engel ist gefallen' schrieb Lucas Loos in der Traueranzeige...gibt es eine düstere Logik hinter Claras Tod? Von Selbstmord, über Mord bis hin zum Gedankenmord reichen die Versuche dem Geschehen Sinn zu geben und die Trauer durch Empörung zu maskieren.
Connie Palmen hat in diesem Roman nicht nur Trauer und Sinnsuche, sondern auch die Eigenheiten der Literatur und anderer Künste beschrieben. Sie Problematisiert die Tatsache, daß es in unserer heutigen Gesellschaft keine Wahrheit mehr gibt. Es gibt nur noch Wahrheiten, unterschiedliche Blickwinkel, unterschiedliche Grade der Fiktion. Der Roman basiert auf einer wahren Begebenheit und den historischen Personen Peter Schat und Marina Schapers. Er schafft zu diesem Ereignis eine eigene Perspektive und möchte weder ein Tatsachen-Roman sein noch einer Wahrheitsfindung dienen.
Es ist ein spannendes, gut lesbares Buch. Ich sehe jedoch die Themen des Romans in anderen Texten (u.a. auch von Connie Palmen) schärfer und gelungener thematisiert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Connie Palmen bewegt sich mit diesem Roman aus dem Intellektuellenmilieu auf der Höhe ihres Schaffens, 17. März 2009
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Luzifer (Gebundene Ausgabe)
Spätestens seit ihrem beeindruckenden Buch "I.M.", das die 1955 geborene Connie Palmen über ihren 1995 plötzlich an einem Herzinfarkt verstorbenen Lebensgefährten Ischa Meijer, einem niederländischen Journalisten, Schriftsteller und Talkmaster, schrieb, ist sie eine meine Lieblingsschriftstellerinnen. Auf jedes neue Buch warte ich seit der Ankündigung durch den Verlag gespannt und bin seither niemals enttäuscht worden.

Auch in ihrem neuem Roman bewegt sie sich auf der Höhe ihres Schaffens. Mit der Freiheit einer Schriftstellerin bearbeitet sie einen Stoff, dessen Handlung tatsächlich real ist, den sie aber doch so schildert, dass sie ihn zu einem Zeitzeugnis werden lässt.

1981 las Connie Palmen, so wie viele andere niederländische Intellektuelle, Künstler und Musiker eine Todesanzeige, die ihr seither nicht mehr aus dem Sinn gegangen ist.
"Unser Engel ist gefallen" - so war die Anzeige überschrieben, die den Tod von Marina Schapers anzeigte, der langjährigen Partnerin des genialen und berühmten Komponisten und Intellektuellen Peter Schat.

Als Connie Palmen im Sommer 2005 von einigen der ehemaligen Freunde dieses Paares an ihren "Tisch" gebeten wird, tun diese das nicht ganz ohne Hintergedanken. Sie haben ein Interesse daran, dass die von ihnen geschätzte Autorin sich dieses Stoffes annimmt, vielleicht auch deshalb, damit sie, die damals alle in irgendeiner Weise an dem unerklärlichen Geschehen beteiligt waren, es bearbeiten und kurz vor ihrem eigenen Tod es endlich auch für ihr Leben abschließen können.

Connie Palmen lässt sich auf das Vorhaben ein und beginnt zu recherchieren. Sie nimmt sich dabei große Freiheiten, indem sie sich in die handelnden Personen hineinversetzt. Während sie erzählt, was da vor 24 Jahren 1981 in Griechenland geschehen ist, als Clara Wevers, so heißt die Hauptfigur in Palmens Roman, tödlich in die Tiefe stürzte, und in den Tagen und Wochen danach bis zu ihrer extrem ungewöhnlichen Bestattung, malt sie ein Bild nicht nur einer Amsterdamer Intellektuellenszene der achtziger und neunziger Jahre mit ihren dauernd wechselnden revolutionären Subjekten" und künstlerischen Ambitionen, sondern sie führt den Leser in eine Welt der modernen Musik, denn Lucas Loos, so heißt der Komponist im Roman, ist einer der kreativsten musikalischen Köpfe der Neuzeit.

Schon 1981 stellte sich allen die Frage, ob der Tod Claras ein Unfall war, oder ein Selbstmord, oder hat gar Lucas selbst nachgeholfen ?

Auch im Nacherzählen und im Nachspüren finden die Autorin und die sie bei ihren Recherchen unterstützenden ehemaligen Freunde des Tisches", eines intellektuellen Zirkels, der über alle politischen und künstlerischen Differenzen über Jahrzehnte bestand und der in den Niederlanden ein Begriff war, keine wirkliche Antwort auf diese Frage.
Beim begeisterten Lesen, denn man legt das Buch kaum aus der Hand, obwohl es ein zum Teil sehr schwieriger Stoff ist für einen musikalischen Laien, merkt man auch schnell, dass es darum gar nicht wirklich geht. Eher geht es, ähnlich wie in I.M." um die Frage, wie Menschen umgehen mit der Trauer um einen anderen Menschen, mit ihrem Bedürfnis zu sprechen, zu klären, was gewesen ist und vor allem zu verstehen, wie die Zusammenhänge sind, auch wenn sie einem nicht einleuchten.

Ich glaube, Connie Palmen hat mit diesem Buch auch eine Art Bilanz gezogen einer Bewegung, die in den sechziger Jahren begann und die besonders im Amsterdamer Intellektuellenmilieu noch nachwirkt bis auf den heutigen Tag. Auf eine gewisse Weise gehört die Autorin seit langem dazu und so ist ihr neuer Roman auch eine Selbstverständigung intellektueller und künstlerischer Redlichkeit. Die Menschen, die sie in diesem Buch schildert, von denen wohl viele ein reales Vorbild haben, würde man gerne einmal kennen lernen ...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekte unterhaltsame Komposition um Wahrheit, Kunst und Leben, 5. März 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Luzifer (Gebundene Ausgabe)
Ich mag Connie Palmen und ihre tief im Menschlichen verwurzelten Romane. "Luzifer" handelt von dem Tod Claras, der Frau des Komponisten Lucas. Er handelt von der Reaktion auf ihren Tod. Er handelt von den Spekulationen ihrer Umwelt auf den Tat-Hergang und den Tat-Hintergrund. Alles noch mal gespiegelt in den Bemühungen einer zeitgenössischen Biografin.

Man wird in die Amsterdamer Künstlerszene der sechziger Jahre geführt. Man kann an den Reflektionen der Autorin über Kunst, Musik, Künstler und das Leben teilhaben. Intellektuell sehr erfrischend. Wenn man mag, kann man versuchen die vielen Aspekte des Titels Luzifer im Roman zu finden. Es ist bei weitem nicht nur der Titel von Claras Todesanzeige: "Unser Engel ist gefallen".

Persönlich ist mir erst bei diesem Roman so richtig bewusst geworden wie weit und wie perfekt die Werke von Connie Palmen komponiert sind.

Mir hat "Luzifer" viel Freude bereitet und ich kann diesen Roman von ganzem Herzen weiter empfehlen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Thriller! Ein Künstler(!)roman. Das muss man mögen., 3. April 2010
Von 
Grüner Baum - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Luzifer (Gebundene Ausgabe)
Der in der Ich-Form geschriebene Roman behandelt die Nachforschungen der Erzählerin (Schriftstellerin) bezüglich des Todes einer Frau eines holländischen Komponisten im Jahr 1981. Sie ist in Griechenland von einem Felsen gestürzt und seitdem halten sich in ihrem Freundeskreis und in Amsterdamer Künstlerkreisen (die Erzählerin gehört zu beiden) Gerüchte, dass ihr exzentrischer Ehemann etwas damit zu tun hat. Die Erzählerin redet mit vielen Figuren, die damals beteiligt waren, oder die das Ehepaar kannten. Sie hört deren Vermutungen über den Todesfall, aber auch allgemeine Erzählungen und Meinungen über diese Menschen und ihre Ehe. Nebenbei werden auch die Charaktere einiger anderer Figuren aus der Amsterdamer Künstlerszene abgehandelt. Man kann verraten, dass es sich durchweg um eher exzentrische (oder zumindest ungewöhnliche), eher egozentrisch-egoistische, sprunghafte, aber in vielen Fällen mit einer (sicher selbst nicht unbedingt eingeräumten) Tendenz zur bürgerlichen Spießigkeit handelt. Neben der Behandlung des mysteriösen Todesfalls entspannt sich so ein Kaleidoskop von Personen der Szene und der Zeit.

Mich hat das Buch größtenteils gelangweilt. Grund ist einfach, dass mich diese Künstlerwelt nicht interessiert. Ich kannte und mochte "Die Gesetze" und "Die Freundschaft" von der Autorin ("I.M." fand ich aus gleichem Grund wie dieses Buch hier auch schon eher schwach) und die Story mit einem ungeklärten Todesfall im Fokus fand ich ansprechend. Es hieß über das Buch laut Klappentext, es sei "Thriller und Künstlerroman". Das stimmt so nicht. Es ist nur ein Künstlerroman, es ist kein Thriller. Der Fokus liegt ganz eindeutig auf der Künstlerszene Amsterdams der letzten 20-30 Jahre. Wenn einen das nicht interessiert, dann interessiert einen das Buch nicht. Ich finde diese Menschen langweilig in ihrer eher eingeengten künstlerischen Sicht von allen, ihrer Abwehr des wahrhaftigen Eingeständnisses, dass man nicht alles verkünstlerischen kann, in ihrer ständigen Selbstüberhöhung und krampfhaften Intellektualität (nicht unbedingt Intelligenz). So langweilen einen die langen Passagen der Schilderungen, wer sich wann wo mit wem gestritten, wen wann wo betrogen hat, etc. Der Todesfall ist eh schon wenig im Zentrum und wenn er behandelt wird, dachte ich mir: Es ist mir egal, wer bei euch wen umgebracht hat, denn ihr nervt mich.

Wenn man von diesem persönlichen Geschmack absieht, sind Figuren und Sozialgefüge präzise und einfühlsam beschrieben. Die Sprache ist fließend, intelligent und kreativ, ohne prätentiös zu werden. Die Komposition mit wechselnden Foci und Zeit- und Handlungssprüngen gerät der Autorin ab und zu außer Kontrolle, aber das hat man schon viel schlechter gesehen, und meist hält sie den Überblick. Abgesehen vom Sujet ist es also ein ganz gutes Buch. Wer sich für exzentrische Künstlerfiguren interessiert, wird es vermutlich mit viel Gewinn lesen. Alle anderen nicht.
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Luzifer
Luzifer von Connie Palmen (Gebundene Ausgabe - März 2008)
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