earlybirdhw2015 Hier klicken mrp_family lagercrantz Cloud Drive Photos Professionelle Fotografie2 Learn More praktisch Siemens Fire HD 6 Shop Kindle Sparpaket Autorip SummerSale

  • Tirza
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

12
4,8 von 5 Sternen
Tirza
Format: Gebundene AusgabeÄndern
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Juni 2009
Arnon Grünbergs neuester Roman "Tirza" beginnt unspektakulär. Der Protagonist Jörgen Hofmeester, Lektor für fremdsprachige Literatur an einem niederländischen Verlagshaus beschäftigt, bereitet Sushi und Sashimi für die quasi als Vorabend zu einer Afrikareise stattfindende Abiturfeier seiner Tochter Tirza vor, bis seine Frau im Bademantel in die Küche tritt...

Schnell erfährt der Leser mittels Rückblenden, wie Jörgen Hofmeesters Frau sechs Tage vor diesem Abend nach drei Jahren absoluter Abstinenz wieder vor der Tür stand und sich einfach so zurück in das Leben Jörgen Hofmeesters und seiner Tochter gedrängt hat. Dieses Ereignis, wie auch die Freistellung (bei vollem Bezug) als Lektor triggern in Jörgen Hofmeester den finalen Abbau seiner moralischen und persönlichen Werte.

Mittels permanenter Rückblenden wird man in den Sog der letzten knapp über zwanzig Jahre des Protagonisten gezogen. Jahre, in die die Bekanntschaft mit seiner Frau, die Geburt der beiden Töchter, das Zerwürfnis mit der älteren Tochter, das Verschwinden der Frau und das liebevolle, aber neurotische Kümmern um die jüngere Tochter Tirza, die Sonnenkönigin Jörgen Hofmeesters fallen.

Arnon Grünberg entwickelt dieses Portrait auf beeindruckende Weise; ohne viel in das Handeln seiner Protagonisten einzugreifen, lässt er diese mittels der Geschichte unkommentiert agieren. Das funktioniert wirklich blendend. Er zeigt, wie sich der generelle moralische Verfall und das provokativ sexuelle Verhalten von Hofmeesters Ehefrau, sowie eine Affäre seiner damals fünfzehnjährigen Tochter mit einem Mieter auf die folgenden Ereignisse auswirken. Hinweise, im ganzen Buch verstreut, die man erst mit der Kenntnis der letzten ca. dreißig Seiten als Hinweise wahrnimmt.

Die absolut inkonsequenten Vorwürfe, die auf jahrelang fehlende Kommunikation und unterschiedlichste Wünsche und Bedürfnisse im sexuellen Bereich deuten, mit denen sich Hofmeester nun täglich von seiner Ehefrau konfrontiert sieht, versucht er durch Nichtbeachtung zu verarbeiten, kann sich aber auch nicht wirklich dazu bringen, seine nach ihren sexuellen Eskapaden aus Mangel an anderen Möglichkeiten zu ihm zurückkehrende Frau, vor die Tür zu setzen.

Ein weiterer Störfaktor ist die Bekanntschaft Jörgen Hofmeesters mit Choukra, dem dunkelhäutigen Freund Tirzas, mit dem sie auf die sechsmonatige Afrikareise gehen wird. Jörgen Hofmeester sieht in Choukra ein Ebenbild Mohammed Attas, eine Spiegelung, die ihn wie im Wahn nicht mehr loslässt.
Als sich Tirza aus Namibia nicht meldet, begibt sich Jörgen Hofmeester auf eine irrationale Suchaktion in der Wüste Namibias, über die ich hier nicht mehr verraten möchte.

Somit entsteht im Kopf des Lesers ein beeindruckendes Psychogramm eines einerseits liebenden Vaters, andererseits zu sehr Besitz ergreifenden Vaters, eines hilflos unfähigen Ehemanns und Liebhabers, eines erfolglosen Lektors; eines Mannes, der immer versucht hat, es allen Recht zu machen, sich den Konventionen gebeugt hat, der letztendlich aber im Zusammenspiel einiger Faktoren an seiner Umgebung zerbricht.

Die letzten ca. dreißig Seiten dieses Romans haben mich regelrecht erschlagen, die Wucht, mit der Arnon Grünberg das Buch schließt, gehört, wie schon der ganze Roman, in eine ganz besondere Liga der Literatur. Arnon Grünbergs frühere Romane waren schon ausgezeichnet, "Tirza" geht noch einen großen Schritt weiter und ist große Literatur.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Juli 2009
Ich habe mehrere Bücher von A. Grünberg gelesen und ihn auf einer Lesung erleben dürfen. Wegen des Inhalts verweise ich auf andere Rezensionen und den Klappentext. Es dauerte eine Weile (ca.50-60 Seiten), bis man in das Buch und den Schreibstil von A.Grünberg hereinwächst, weil sich vieles wiederholt und eigentlich nichts passiert, außer, dass man Einblick in das Leben des "Helden" J. Hofmeester erhält. Aber dann entwickelte es plötzlich eine Eigendynamik und ich war gefesselt. Die Geschichte wird unheimlich, man ahnt, dass es kein Happy-End gibt.

Die "Helden" von A. Grünberg haben immer ein Loser-Image, verzweifelte, gescheiterte, hoffnungslose Charaktere, bei denen ich nicht weiß, ob ich sie bedauern oder verachten muss. Etwas dämonenhaftes haftet auch J.Hofmeester an. Großartig.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Juli 2008
TIRZA ist Jörgen Hofmeesters zweite Tochter, und bald sein einziger (Über-)Lebensgrund. Zuerst verlässt ihn die Ehefrau mit einer Jugendliebe und verschwindet über mehrere Jahre spurlos. Dann geht seine ältere Tochter, Ibi, mit einem Farbigen nach Frankreich und eröffnet eine Pension. Schließlich verliert er seinen Job als Lektor. Nur noch die hochbegabte Tirza, seine Sonnenkönigin, gibt ihm eine Daseinsberechtigung: als Vater, der sie umsorgt, ohne einzuschränken. Mit ihrer Abiturabschlussfeier beginnt ein neues Kapitel in Tirzas Leben. Und hier beginnt auch der Roman TIRZA. Das Fest, geschickt durchbrochen von Rückblenden im Familienleben der Hofmeesters, bietet die Rahmenhandlung des Buchteils, der in Europa spielt.

Tirza will nach dem Abitur mit ihrem Freund eine Reise nach Afrika unternehmen. Jörgen Hofmeester bringt die beiden kurze Zeit nach dem Fest und einem Wochenende im Haus seiner Eltern zum Flughafen nach Frankfurt. Dann hört er nichts mehr von ihnen, und macht sich schließlich selbst auf den Weg nach Namibia. Doch weniger auf der Suche als vielmehr um sich aufzulösen, zu verschwinden...

Arnon Grünberg ist mit TIRZA wieder ein grandioser Roman gelungen, der immer wieder überrascht und nie langweilig wird. Es geht um Elternliebe und Loslassen, Loslassen können. Großartig!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Mai 2012
Grünberg erzählt in Tirza das Leben von Jörgen Hofmeester, eines Mannes Ende 50 in Amsterdam, Lektor für fremsprachige Literatur in einem angesehenen Literaturverlag, ein hoffnungslos verzweifelter, gebildeter, kritischer, empfindsamer Mann, dem nach dem plötzlichen Verlust seiner langjährigen Ersparnisse im Rahmen der Finanzkrise, nach dem plötzlichen Verlust seines Arbeitsplatzes und dem bevorstehenden Flügge werden und dem daraus sich notwendig ergebenden Abschied von seiner Lieblingstochter Tirza, seiner Sonnenkönigin, die letzten tragfähigen Fundamente seines Lebens verloren gehen.

Und er erzählt das Leben seiner Familie in Amsterdam, in einem Stadium also, in dem sich für Hofmeester alles noch mehr ins Negative wendet als es sich für ihn ohnehin schon immer dargestellt hat.

Seine Frau, die ihn wegen ihrer Jugendliebe vor 3 Jahren verlassen hat, sucht ihn wieder heim und begründet ihr heimkommen damit, dass sie sonst nirgendwo mehr hinkann, weil sie niemand sonst mehr will. Er fügt sich in alles, gibt scheinbar alle Ansprüche an seine Mitmenschen und das Leben auf, weil er gelernt hat, dass er mit seinen Ansprüchen idR. nur zusätzliches Unlück einfordert, wie z.B. durch seine Einstufung seiner Tochter Tirza als hochbegabt und entsprechend eingeleiteter Fördermassnahmen von ihr durch ihn, in die er viel Energie und Zeit investiert und die auch viel Erfolg zeitigen, die schliesslich aber - wie er einsehen muss - dazu geführt haben, dass sich seine Tochter schliesslich zu Tode gehungert hätte, um die daraus sich ergebenden Ansprüche abzuwehren und wieder selbst die Kontrolle über ihr Leben zu erlangen.

Ebenso fällt es ihm sehr schwer, die freie Sexualität seiner teilweise noch nicht volljährigen Töchter zu akzeptieren, zumindest wenn er unvorbereitet direkt damit konfrontiert wird und ebenso kann er die Liebhaber und die Männer seiner Töchter und die sich daraus ergebenden sozialen Einstufungen nicht wirklich akzeptieren und ertragen. In solchen Zusammenhängen und Situationen verliert er die Kontrolle, die ihn ansonsten fest im Griff hat, und die er idR. auch rational rechtfertigt, obwohl er den Verlust an Kontrolle andererseits auch als Gewinn an Lebendigkeit und Wahrhaftigkeit preist.

Hofmeester also, ein von der Zivilisation geknechteter, hoch intelligent seine Situation räsonierenden Stadtneurotiker, der das Tier in sich nicht ganz besiegen kann und will, weil es Licht in die Dunkelheit bringt und der sich schliesslich von den modernen Umständen, seiner kognitiven Verarbeitung derselben und seiner Dünnhäutigkeit getrieben, notwendig ins Abseits manövriert.

Eine Geschichte die am Ende eskaliert, weil der Mann durch die Zumutungen des Lebens zunehmend mehr die Kontrolle verliert und in den Wahnsinn abdriftet und schliesslich nur noch verschwinden will, ohne aber zu wissen wie, wo und von wem er die Kunst zu sterben lernen kann.

Der Roman hat seine Stärke nicht so sehr in der skizzierten grossen Linienführung sondern mehr noch in den konkreten Minihandlungen, Dialogen und Gedanken, die detailliert und geistreich das Gesamtbild erzeugen. Ein Buch, das einen, wenn man dafür empfänglich ist, trifft wie eine sich ständig wiederholende Kombination aus Kinnhaken, Leberhaken und Tiefschlägen und bei dem man sich am Ende beeindruckt fragt, ob es das wert war. Also nichts für Leute, die sich mit einem Buch wohl fühlen wollen, sondern eher etwas für Leute, die sich mit den harten Tatsachen des Lebens auf eine geistreiche und tragikkomische Weise konfrontiert sehen wollen
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der niederländische Autor Arnon Grünberg hat mit "Gnadenfrist", "Der Heilige des Unmöglichen", "Phantomschmerz" und "Blauer Montag" sehr bizarre, komische auch merkwürdige Bücher geschrieben und jetzt präsentiert er mit "Tirza" eine ganz bitterernste, beklemmende, bedrückende Geschichte.

Zum Plot: Es geht um einen Vater. Sein Name ist Jürgen Hofmeester. Zunächst sieht alles ganz ordentlich aus. Der Ende fünfzigjährige, gut situierte Familienvater wohnt mit seiner Familie in einem schicken Haus, in einer ansprechenden Wohngegend. Er erfüllt seine Vaterrolle scheinbar vorbildlich. Aber wie so häufig im Leben, die Fassade trügt.

Der Protagonist war Lektor in einem Verlag, wurde dort aber vor einiger Zeit beurlaubt, weil die Ergebnisse seiner Arbeit unbefriedigend waren. Seine Familie erfährt davon nichts. Hofmeester verlässt wie gewöhnlich morgens sein Haus, geht satt in den Verlag in die Stadt, auf den Bahnhof und kehrt abends scheinbar abgearbeitet nach Hause zurück. Dort ist es auch nicht mehr wie es einst war. Die älteste Tochter spricht schon lange nicht mehr mit dem Vater, die Frau betrügt ihn mit einem Liebhaber, hat die Hausgemeinschaft verlassen. Ihm ist nur seine jüngste Tochter Tirza geblieben, die liebt er abgöttisch und ihr erfüllt er jeden Wunsch. Für sie plant er auch die bevorstehende Abiturfeier. In die Vorbereitungen platzt die Mutter herein. Sie steht eines Tages vor der Tür, die Liebesaffäre ist beendet, ihr Lover hat sie vor die Tür gesetzt. Die Abiturfeier gerät zum Chaos, nichts läuft in geplanten Bahnen. Dann will seine Tirza mit einem Freund unbedingt nach Afrika, ausgerechnet mit einem Burschen der für Hofmeester verdammte Ähnlichkeit mit dem von einem nationalsozialistischen Weltbild geprägten Mohammed Atta, einem Attentäter des 11. September, aufweist.

Hofmeester steigert sich in abwegige Visionen, und Grünberg brilliert, wie er nun in einer ergreifenden Art und Weise erzählt, wie in diesem sexuell, beruflich und familiär gescheiterten und gebrochenen Mann so etwas wie Wahnvorstellungen entwickeln. Der Erzählstrang wird Schritt für Schritt immer weiter fokussiert.

Die Erniedrigungen und die grenzenlose Demut kann er einfach nicht mehr ertragen, in seinem gesteigerten Aktionismus fällt er aus der Rolle, steuert in eine noch größere Katastrophe, als es scheinbar seine Familie war, reißt alle mit. Letztendlich liegt aber die Schuld nicht immer bei den anderen, sondern der Teufel Schuld ist häufig in uns selbst. Er wollte die Vaterrolle richtig gut spielen, nicht einmal das gelingt ihm. Ein wunderbares Buch, dieses Familiendrama ist rasant geschrieben, spannend wie ein Krimi erzählt, von unglaublicher Sogkraft, in einer Klarheit der Sprache, die geradezu phantastisch ist. Arnon Grünberg gehört zweifellos zu den brillantesten zeitgenössischen Erzählern, Kolumnisten und Essayisten.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Mai 2008
In seinem neuen, voluminösen Roman "Tirza" setzt der in New York lebende niederländische Schriftsteller Arnon Grünberg seinen literarischen Weg fort, die Abgründe und Abstrusitäten menschlicher Existenz und seelischer Zustände auszuloten.

Sein Protagonist in diesem Buch, das sich locker und leicht liest, ist der in Amsterdam lebende Jürgen Hofmeester. An einer kleinen Stelle wird angedeutet, dass seine Eltern konvertierte Juden waren, dann wird das Thema dieses Mal bei Grünberg nicht weiter verfolgt. Er ist weit jenseits der fünfzig und hat sich finanziell gut in seinem Leben eingerichtet. In den anderen Bereichen seines Lebens klemmt es dagegen sehr. Sein Arbeitgeber, ein renommierter Verlag, hat ihn bei bleibenden Bezügen bis zur Rente nach Hause geschickt. Hofmeester, Spezialist für osteuropäische Literatur, ist es in seiner jahrzehntelangen Lektorentätigkeit nicht gelungen, auch nur einen einzigen guten Schriftsteller zu entdecken und bekannt zu machen.
Er verschweigt diese Schande vor der Welt und geht jeden Morgen wie gewohnt aus dem Haus. Der Flughafen Schiphol wird zum neuen Ort seiner beobachtenden Tätigkeit.

Jürgen Hofmeesters Frau hat ihn vor langer Zeit verlassen und ist mit einem anderen Mann weggegangen. Er hat zwei Töchter, von denen die jüngste, Tirza, sein Augenstern, sein Ein und Alles ist. Seine Liebe zu ihr ist grenzwertig inzestuös, weil er selbst nicht richtig erwachsen geworden ist.

Auch als er nach dem 11.9.2001 sein ganzes Geld, das er in einen Hedgefonds investiert hatte, verliert, der sich einfach in Luft auflöst, verliert er nicht den Lebensmut. Solange er nur seine Töchter lieben darf, ist alles in Ordnung.
Doch dann geschehen zwei Dinge, die sein Leben endgültig durcheinander bringen. Zunächst steht eines Abends seine Ehefrau wieder vor der Tür und bleibt einfach da, so als wäre nichts gewesen ("wir haben doch niemand mehr außer uns selbst, schau uns doch an") und dann lernt seine vergötterte Tochter Tirza einen Marokkaner (!) kennen, der aussieht wie Mohammed Atta.

Arnon Grünberg hat ein Buch geschrieben voller Mitgefühl mit der Tragik eines Mannes, der nie zum Mann geworden ist und sich in die Liebe zu seinen Töchtern flüchtet. Ein weiteres Beispiel für die grandiose Weigerung von immer mehr Menschen dieser Zeit, wirklich erwachsen zu werden, zum Leidwesen ihrer Kinder, die ohne das Erlernen von Frustrationstoleranz letztlich zu kleinen Tyrannen werden.

Der noch junge Arnon Grünberg gehört mit seinen Büchern in die internationale Riege der Topschriftsteller.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Inhaltsangaben kann man hier an anderer Stelle schon ausreichend lesen. Dieses Buch hat mich, wie schon lange keines mehr, absolut in den Bann gezogen und das Ende beschäftigt mich heute noch. Es war mein erstes Buch von Arnon Grünberg, aber sicherlich nicht mein letztes. Durch die Rückblenden erfährt man die Vergangenheit von Jörgen Hofmeester, der Vater von Tirza. Der Autor schreibt in kurzen Sätzen, was mir sehr gefällt. Die Beschreibungen der (Sex-) Szenen und seine Sprache sind sehr direkt. Es ist ein Buch, was fesselt, verstört, erschreckt, aber sehr gut ist. Absolut lesenswert.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Juli 2010
Es dauert ein bisschen, bis man warm wird mit diesem Roman. Aber dann brauchte ich immer wieder Verschnaufpausen um das Gelesene zu verdauen. Im letzten Drittel gewinnt das Buch derart an Fahrt, dass mir stellenweise ganz schwindelig wurde. Ein unglaublich gutes Buch, Arnon Grunberg ist ein grossartiger Schriftsteller. Ich werde jetzt alle seine Buecher lesen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Juni 2008
Arnon Grünberg muss man mögen können. Wenn man sich an die Charaktere gewöhnt hat, an den Stil und die Skurilität der Figuren, dann hat man ein hervorragendes Buch vor sich. Als Vater, der seine Tochter sehr liebt, musste ich dies Buch von ihm lesen. Die letzten Seiten nahmen mir den Atem. Sehr gut aber auch sehr erschreckend.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Januar 2012
Tirza von Arnon Grünberg ist etwa 600 Seiten Ärgernis...
Grünberg hatte es auch Jörgen Hofmeester nennen können, denn es handelt eigentlich vom Vater. Tirza ist seine jüngste Tochter. Am Anfang wohnt er mit ihr in Amsterdam. Sie hat Abitur gemacht und er organisiert ihr ein Fest.
Dann kehrt seine Frau nach jahrelange Abwesenheit zurück und folgt die erste der vielen widerlichen Szenes welche das Buch charakterisieren...
Am Abend des Festes ist aber die Tochter anfangs nicht da und Hofmeester versorgt die Gäste überflüssig mit Alkohol und vergisst sich selber dabei nicht. Dann wird er ertappt als er im Schuppen ein Mädchen verführt.
Tirza bring ein Freund mit zum Fest, ein Afrikaner, der Hofmeester für einen Terroristen hält.
Mit dieser Freund will Tirza nach Afrika.
Im letzten Teil fliegt Hofmeester nach Afrika um seine Tochter zu suchen, denn ohne ihr kann er nicht leben.
Der Hofmeester ist ein widerlichen Kerl und oft habe ich aufhören wollen weiterzulesen, aber Grünbergs Fantasie ist so überraschend dass ich trotzdem weiter lesen musste bis am Ende.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Amour fou
Amour fou von Marek van der Jagt (Gebundene Ausgabe - 2002)

Der Heilige des Unmöglichen
Der Heilige des Unmöglichen von Arnon Grünberg (Gebundene Ausgabe - 1. März 2007)

Gnadenfrist
Gnadenfrist von Arnon Grünberg (Gebundene Ausgabe - 1. Januar 2006)
EUR 4,99