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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tagebuch des Präsidenten
In seinem neuen Roman beschreibt Andrej Kurkow das Leben des ukrainischen Präsidenten. Nicht seine Amtsführung stehen im Zentrum der liebevollen, detailgetreuen Erzählung. Vielmehr dreht sich die Geschichte um private, skurille und humorvolle Kuriosa und Anekdoten aus drei Lebensabschnitten des Politikers.
Sergej Stepanowitsch ist Präsident der...
Veröffentlicht am 4. November 2005 von Thomas

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu lang und manchmal ein bisschen langweilig
Ich habe die meisten Bücher von Andrej Kurkow gelesen und konnte mich für alle begeistern, bis auf dieses Buch. Es ist zu lang, es ist stellenweise langweilig. Vielleicht für Leser, die sich für die in diesem Buch vorkommenden Themen interessieren, vielleicht weil sie irgendeine Beziehung zur Ukraine haben, mag das Buch interessanter sein als für...
Vor 20 Monaten von Johann David Renner veröffentlicht


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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tagebuch des Präsidenten, 4. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Liebe des Präsidenten (Gebundene Ausgabe)
In seinem neuen Roman beschreibt Andrej Kurkow das Leben des ukrainischen Präsidenten. Nicht seine Amtsführung stehen im Zentrum der liebevollen, detailgetreuen Erzählung. Vielmehr dreht sich die Geschichte um private, skurille und humorvolle Kuriosa und Anekdoten aus drei Lebensabschnitten des Politikers.
Sergej Stepanowitsch ist Präsident der Ukraine und Protagonist des neuen Romans von Andrej Kurkow. In Häppchen von 2 bis 3 Seiten springt Kurkow zwischen drei Lebensabschnitten des mächtigsten Mannes des grössten Rivalen von Russland. In seiner Jugendzeit in den frühen Neunzigern machte er wertvolle Erfahrungen, die ihn später näher bringen. Seine Härte demonstriert er beim Eisschwimmen (was er später auch bei Präsident Putin unter Beweis stellen kann), das ihn bei den Mädchen beliebt macht. Er heiratet früh und lässt sich kurz darauf wieder scheiden.
Sender im Herz
Schliesslich heiratet er die Schwester der Frau seines schizophrenen Bruders. Als Präsident hat es der höchste Ukrainer nicht leicht. Dass ihm sein Sofa aus dem Arbeitszimmer gestohlen wurde, ist noch das kleinste Problem: ihm wurde kürzlich ein Herz verpflanzt und es stellt sich heraus, dass seine politischen Gegner dieses mit einem Sender versehen habe, um alles im Umfeld des Präsidenten abzuhören. Stepanowitsch ist einsam und lebt mit einem kleinen Umfeld von Beratern und Stabschefs, deren Namen er teilweise nicht einmal weiss. Privates Glück bleibt ihm vergönnt, er zieht gnadenlos Bilanz über sein Leben, das gegen Ende der Geschichte eine interessante Wende erfährt.
Tagebuchstil
In seinem Roman vereint Kurkow drei Lebensabschnitte im Tagebuchstil. Der Roman ist mehr als nur eine Geschichte, sie dokumentiert das gesamte Leben von Stepanowitsch und schafft mit seiner grotesken Situationen manchen Lacher. Er demonstriert mit seinem schwarzen Humor das Leben in Russland und den Übergang in die postsowjetische Gesellschaft. Einmal angefangen, möchte man das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen. Die Tagebucheinträge sind frisch, direkt und kommen ohne grosse Umschweife zur Sache. Für Schweizer Leser bietet Kurkow ein besonderer Leckerbissen. Ein Teil der Geschichte spielt in Zürich und Leukerbad. Hier merkt man, wie gekonnt und genau der in Kiew lebende Kurkow recherchiert. In einer Szene liest sein Protagonist sogar ein Buch von Martin Suter.
Kurkow in der Schweiz
Vor "Die letzte Liebe des Präsidenten" hat Kurkow vier Romane veröffentlicht. Das Sprachtalent - er studierte Fremdsprachen in Kiew und spricht heute elf Sprachen - weilte Mitte Oktober in Uzwil/St. Gallen und las in Deutsch aus seinem neuen Roman. Nach Gelegenheitsjobs als Kameramann, Redaktor und Gefängniswärter wurde der 1961 geborene Schriftsteller Verfasser von Drehbüchern und Dokumentarfilmen. Er gilt als das Talent in der russischen Literatur. Vom Guardian wird er bezeichnet als "einer der interessantesten russischsprachigen Schriftsteller, die heute leben."
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu lang und manchmal ein bisschen langweilig, 13. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Liebe des Präsidenten (Gebundene Ausgabe)
Ich habe die meisten Bücher von Andrej Kurkow gelesen und konnte mich für alle begeistern, bis auf dieses Buch. Es ist zu lang, es ist stellenweise langweilig. Vielleicht für Leser, die sich für die in diesem Buch vorkommenden Themen interessieren, vielleicht weil sie irgendeine Beziehung zur Ukraine haben, mag das Buch interessanter sein als für mich, aber selbst solche Leser, glaube ich, werden sich über einige Stellen in diesem Buch "hinwegquälen" müssen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar, tragisch, 15. September 2008
Das ist die Ukraine wie sie heute ist und wohl noch in 50 Jahren sein wird. Keine gute Voraussetzung fuer die meisten Menschen dort. Das Buch ist witzig und die beste Studie ueber das Land, die ich bisher gelesen habe.
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4.0 von 5 Sternen Die letzte Liebe des Präsidenten, 10. August 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Liebe des Präsidenten (Gebundene Ausgabe)
KURKOW, Andrej: 'Die letzte Liebe des Präsidenten', Zürich 2007
Ein Roman, der einen Mitteleuropäer in eine andere Welt führt. Ein Roman, der in einem sehr guten und leicht lesbaren, aber auch interessantem Stil geschrieben ist. Ein Roman mit einer eigenartigen Struktur. Die Geschichte eines Präsidenten wird nicht sequentiell erzählt, sondern in drei Zeitfenstern. Ein Kapitel aus den 70er und 80er Jahren wird gefolgt von einem zu Beginn des 21. Jahrhunderts und abgeschlossen mit dem Jahr 2015 und 2016. In dieser Reihenfolge reihen sich die Kapitel aneinander. Zeitschlitze, die sich mit zunehmender Seitenzahl schließen und am Ende ein Ganzes, eine lückenlose, auf einer kompletten Zeitachse stattfindendes Geschehen ergeben.
Die Zeitfenster schlossen sich erst nach fast 700 Seiten. Das erste begann mit Mai 1975 und endete mit Oktober 1992. Das dritte begann mit Mai 2015 und fiel dann zurück auf das Jahr 2013 um am Ende mit März 2016 zu enden. Das zweite Zeitfenster kam erst spaeter dazu und begann mit den Erzählungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts und endete 2006. Ein genialer Trick des Autors, der den Leser immer aktiv hielt. Er müsste schauen, um die Zusammenhänge nicht zu verlieren.
Nun zur Story: das Leben eines ukrainischen Mannes. Aus einer einfachen Familie. Der Vater früh gestorben und die Mutter zur Alleinerzieherin geworden. Zwei Buben: Zwillinge. Einer muss in ein Nervenheim und später in die Schweiz. Der "normale" Zwilling wird Präsident der Ukraine. Wie so ein Leben eines führenden Politikers verläuft ist für einen mitteleuropäischen Laien unvorstellbar.
Bei all den Tiefschlägen, die die Menschen dieses Romans bekommen endet die Geschichte mit einem Happy End.
Ein genialer Roman. Ein interessanter Schriftsteller.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht so magisch wie gewohnt, aber sehr interessant, 28. Dezember 2007
Von 
K. Beck-Ewerhardy "kgbeast" (Moers) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Andrej Kurkows Romane erzählen in zauberischer und manchmal geradezu kafkaesker Art und Weise vom Leben der Menschen in der Ukraine vor und nach dem Ende des Kalten Krieges.

Das vorliegende Buch ist auch von seltsamen Zufällen durchsetzt, die geradezu magischen Charakter haben, aber eigentlich stehen die Erlebnisse und Erfahrungen des Ich-Erzählers im Vordergrund, die in der Vergangenheit , der schreiberischen Gegenwart und in der Zukunft spielen. Dieser Ich-Erzähler heißt Sergej Pawlowitsch, geboren in Kiew und Zwillingsbruder eines geistig Behinderten, der den größten Teil der Energie der allein erziehenden Mutter aufzehrt. Und Sergej selbst dümpelt eigentlich zunächst in seinem Leben so vor sich hin.

Durch meist zufällige Kontakte in seinen frühen Jahren in einen Ministerialposten gerutscht, scheint Sergejs Karriere sich ganz selbstständig zu entwickeln, während sein Leben mit den Frauen immer komplizierter wird. Ständig heiratet er aus unterschiedlichen Gründen um sich dann bald wieder scheiden zu lassen, bis er mit Swetlana eine Frau gefunden zu haben scheint, die zu ihm passt. Sie hat eine Verwandte mit den gleichen Problemen wie sein Bruder und als die beiden heiraten, legen auch Sergej und Swetlana ihre Fundamente für eine gemeinsame Familie, die sich aber ganz anders entwickelt, als zunächst erwartet. Und Sergejs emotionaler Flexibilität allerlei abverlangt.

In der Zukunft hat es Sergej zum Präsidenten der Ukraine gebracht und das bringt allerlei po-litische und persönliche Schwierigkeiten mit sich. Auf die Spitze wird dies getrieben, als er nach einem Herzinfarkt ein Spenderherz bekommt und die Ehefrau des Herzspenders sich vertraglich ein Nähe- und Besuchsrecht zubilligen lässt, während Putin außen- und innenpolitischen Druck erzeugt, die Opposition mit stählerner Faust agiert und die katholische und die orthodoxe Kirche versuchen den Ukrainern einen neuen Heiligen durch ein Kartoffelwunder unterzuschieben.

Im stetigen Wechsel entwickeln sich diese Zeiten vor den staunenden Augen der Leserinnen und Lesern, was nicht unbedingt leicht zu lesen ist, aber nach eine kurzen Eingewöhnungszeit ziemlich viel Vergnügen bereitet. Besondere Tiere spielen in diesem Buch zur Abwechslung mal keine größere Rolle, aber trotzdem werden auch schon etabliertere Fans Wiedererkennungsmomente bei der Lektüre haben. Ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Art Insider-Roman, 17. Dezember 2006
Eine Art Insider-Roman über die Gefühls- und Wertewelt der neuen Eliten im Osten Europas. Dazu eine spannende Geschichte, humorvoll leicht geschrieben und wunderschön in die deutsche Sprache übertragen: Neben "Pinguin auf dem Eis" eindeutig das beste Buch von Andrej Kurkow.
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Die letzte Liebe des Präsidenten
Die letzte Liebe des Präsidenten von Sabine Grebing (Gebundene Ausgabe - 1. Januar 2005)
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