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62 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Er lebte, als er starb!"
Die Vorstellung vom Zahir entstammt der islamischen Tradition
und kam warscheinlich um das 18. Jahrhundert auf.
Zahir bedeutet auf arabisch: sichtbar,gegenwärtig,augenfällig.
Konkret bedeutet dies, daß uns eine Sache oder eine Person- mit der wir in kontakt getreten sind - vollständig ausfüllt, bis wir uns auf nichts Anderes mehr...
Veröffentlicht am 23. Juni 2007 von D. Olde

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Esoterisches Bettgeflüster...
Schade - Coelho habe ich einst sehr geschätzt; insbesondere die Bücher "Der Alchemist" und "Veronica beschließt zu sterben"! Aber schon "11 Minuten" war eine große Enttäuschung, doch "Der Zahir" toppt diese noch. Sehr selten freute ich mich über Coelhos tiefsinnige Gedanken (deshalb gibt es noch 2 Punkte)- doch insgesamt erschien mir alles...
Veröffentlicht am 17. Mai 2011 von tiha


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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dem Geheimnis der Liebe auf der Spur, 7. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
Mit dem Titel seines neuen Romans "Der Zahir" stellt der berühmte Buchautor Paulo Coelho einen Bezug zu einer Geschichte von Schriftsteller Jorge Louis Borges her. Ebenso wie Borges geht es Coelho darum das Wesen des Geheimnisvollen zu ergründen.
Seine Untersuchungen stellt aus einem ganz üblichen Kontext heraus an: "Mein Zahir hat einen Namen und sein Name ist Esther." Esther ist die Ehefrau des Ich-Erzählers und sie hat ihn nach zehnjähriger Ehe ohne einen erklärenden Hinweis verlassen. Auf der Polizeistation stellt man Recherchen an: gab es ein Zerwürfnis in der Ehe, ist Esther etwa fremdgegangen und wo ist ihr Pass?
Doch das Problem liegt gar nicht im Verschwinden der Ehefrau. Sie liegen viel tiefer. Der Erzähler begibt sich in der Folge auf eine spirituelle Reise, um die Liebe zu seiner Frau in sich voll aufleben zu lassen. Ein Freund Esthers, Mikhail aus Kasachstan, der ihm zunächst als ihr möglicher Liebhaber verdächtig vorkommt, ist ihm dabei behilflich. Doch der vermeintliche Konkurrent versorgt den Ehemann mit wertvollen Hinweisen über den Aufenthalt Esthers und ihre möglichen Beweggründe vom Ehemann fern zu bleiben. Dieser ist im übrigen schon längst in den Armen einer neuen Freundin angekommen, bei der schönen Marie, die ihm bei seiner Suche ebenfalls unterstützt.
Coelho zeigt auf, dass die Erwartungen von Kindern, Nachbarn und Freunden an ein Ehepaar nicht einfach zu erfüllen sind. Es scheint als sagten sie: "Ihr dürft euch nicht mehr verändern, müsst sein wie die Schienen: Der Abstand zwischen euch muss beim Ausgangsbahnhof, unterwegs und am Zielbahnhof immer gleich groß sein." Zwar kann man sich bemühen diesen Abstand und problemlose Dahinrollen zu gewährleisten, doch wie sieht es mit dem persönlichen Glück dabei aus?
"Der Zahir" ist ein in vielen Teilen autobiografischer Roman. Die Lebensweisheit, die zwischen den Zeilen mitschwingt hat sich der Autor in ereignisreichen Jahren erarbeitet. Die Leichtigkeit seines Ausdrucks und seine inhaltlich anspruchsvollen Ausführungen zum Wesen der Liebe als eine Form der Energie erzeugen ein reizvolles Spannungsfeld, das den Leser in Atem hält. "Der Zahir" ist ein ausgezeichnetes Buch. Eindeutige Kaufempfehlung!
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das schlechteste Buch, das ich von Coelho gelesen habe., 21. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
Ich kann jeden verstehen der nach der Hälfte des Buches keine Lust mehr hat weiterzulesen. Selbst mit dem Alchemistenbonus ist es schwer dieses Buch zu ertragen. Ich hatte bei fast jeder Seite den Eindruck Coelho versucht einfach die Seiten zu füllen. Am Ende häuften sich sogar die Stellen wo er mit "etc." endete. So etwas ist eine Schande für einen Schriftsteller. Ich finde "Der Alchemist" und "Veronika beschliesst zu sterben" genial, "Der Jakobsweg" und "Der Dämon und das Fräulein Prym" sind sehr interessante Bücher, aber "Der Zahir" ist reine Zeitverschwendung.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen esoterischer kitsch, 6. Juli 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
tut mir leid aber bei diesen vielen unkritischen lobhudeleien muß ich mich hier zu wort melden.
coelho hat nichts mehr zu sagen, also begeht er die todsünde vieler erfolgreicher autoren, er schreibt über sich selbst als erfolgsautor und alles was man schon aus seinen anderen werken kennt, wird hier noch einmal verwurstet. die kraft der liebe, übersinnliche marienerscheinungen, alte religionskulte, die die menschheit erlösen könnten usw.
was mich aber wirklich aufgeregt hat, waren totalitäre, um nicht zu sagen faschistoide tendenzen im roman.
der krieg wird gelobt und gepriesen wie einst bei ernst jünger. nur im krieg ist der mensch gott wirklich nahe und kommt zu sich selbst etc.
es ist nicht zu ertragen!!! wenn sowas ein deutscher geschrieben hätte?
weiteres beispiel gefälligst?
die revolte auf haiti im fernsehen findet er völlig unwichtig und sollte nicht berichtet werden, wen interessiert das schon - das als gebürtiger lateinamerikaner.
bezeichnend ist auch, das einer der übelsten diktatoren der post-sowjetischen ära, der kasachische präsident nasabarjew im nachwort mit lobeshymnen überschüttet wird.
fazit:
das buch hat alle ideologie um eine neue sekte zu gründen, mit coelho natürlich als obersten liebesguru an der spitze.
ca. 7 mill. dollar jahreseinkommen, mit welchem er sich auf s. 300 nicht scheut zu brüsten, machen nicht glücklich.
vielleicht will er als neuer religionsstifter in die geschichte eingehen.
gehen sie ihm bitte nicht auf den leim!!
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Zahir von Paulo Coelho, 6. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
In seinem neuen Roman, „Zahir", beschreibt Coelho die emotionalen Höhen und Tiefen, die man erleben muss, wenn der Gedanke an einen Menschen zur Obsession wird.
Ausgangsthema des Romans ist nicht, wie man glauben könnte, die „wahre Liebe" zwischen Mann und Frau. Ausgangsthema ist eine ganz übliche Liebe, die von dem Gefühl des Besitzens dominiert ist. Coelhos Protagonist, der mit ihm selbst viele biographische Gemeinsamkeiten teilt, macht sich genau in dem Moment auf den Weg eines inneren Reifeprozesses über die Bedeutung der Liebe, als ihm klar wird, dass ihn seine Frau verlassen hat. Jahrelang haben sie nebeneinander einher gelebt. Sie mochten einander, hatten sich an einander gewöhnt, einander respektiert, einiges miteinander unternommen. Ihre Liebe war zu einem angenehmenTrott geworden. Der ursprüngliche Sinn ihrer Liebe war verschüttet worden. Das Notwendigkeit die bestehende Liebe zwischen ihnen täglich neu zum Leben zu erwecken, ihre Vielfältigkeit und Tiefe auszukosten, war im Kampf des Alltags verschüttet worden.
Esther, die Frau des weltberühmten Schriftstellers, dem Ich-Protagonisten des Buches, verschwindet als sein Desinteresse an ihr seinen Höhepunkt erreicht hat. Dieser Höhepunkt trifft mit dem Beginn der Geschichte und der übelsten Ausfromung des Egoismus im Protagonisten zusammen. Von dan an kann der Roman seinen Anfang nehmen als „innerer Entwicklungsroman".
Der plötzliche Verlust jener Frau an seiner Seite, an deren Gegenwart er sich gewöhnt hatte, die ihm aber gerade deshalb immer unbedeutender geworden war, zwingt den Ich-Erzähler über sein bisheriges Leben Bilanz zu ziehen. Minutiös erinnert er sich aller Teile in seiner Lebensgeschichte, wo diese Frau massgeblich bei ihm war. Wo ihn ihre Liebe wachsen lies und ihn unterstützte. All ihr Tun war darauf ausgerichtet ihm dienlich zu sein. Dienlich mit einer an Selbstaufgabe grenzenden Liebe, damit er seine persönliche Legende in seinem Herzen finden und ausleben könne. Sie war die Erde, damit seine Träume Wurzeln schlagen können und er die Früchte hervorbringen würde können, die hervorzubringen er bestimmt war. Seine Bücher wären ohne sie nie geschrieben worden.
Doch da er nun seine Bestimmung gefunden hatte und voll zur Blüte gebracht hatte indem er die Welt mit seinen Büchern beglückt, war sie, Esther, zu einem nebensächlichen Talisman geworden. Ein Beiwagen, der an seiner Seite entlangrollte. Hatte Esther nicht auch eine Bestimmung zu erfüllen? Ihre eigene? Gab nicht auch in Ihr ein Talent oder eine Aufgabe, für die sie in dieser Welt war?
Auch Esther schrieb. Sie hatte entdeckt, dass sie der Journalismus vor aufregende Aufgaben stellte, in denen sie ganz aufgehen konnte und sich verwirklichte. Besonders reizten sie die gefährlichen Herausforderungen in Kriegsgebieten. War es nicht egal ob sie lebte oder starb, Hauptsache, sie tat Gutes? Das war ja auch etwas Gutes: die Menschen über die Wahrheit des Krieges informieren; in den Frontgebieten die persönlichen Geschichten der Betroffenen niederschreiben; das Leid der Menschen als Vermächtnis für jene, denen es in anderen Ländern gut ging, festhalten.
Esther hat ihre Aufgabe an ihrem Mann erfüllt, indem sie ihn dabei begleitet, seine Lebensbestimmung zu erkennen und sich ihr ganz hinzugeben. Doch ihre Verpflichtung an seiner Seite zu verweilen hob sich auf, als klar war, dass ihr Ehemann ganz in sich selbst aufging, ohne ihr dienlich zu sein, ohne ihre Einzigartigkeit im täglichen Zusammensein ausreichend zu würdigen.
So zieht Esther los. Sie verschwindet spurlos, weil sie schon lange nicht mehr von ihrem Ehemann bemerkt worden war. Sie zieht los, um ihre eigene Legende zur Erfüllung zu bringen. Es ist der Ruf des Herzens, der sie dazu veranlasst, als Kriegsjournalistin tätig zu sein. Ihr Beweggrund ist nicht Selbstverklärtheit. Dank der Reinheit ihrer Beweggründe führt ihr Verschwinden zu einem Läuterungs- und Erkenntnisprozess in ihrem Mann.
Der Umstand, dass bei Esthers Verschwinden sehr wohl auch die Liebe zu einem anderen Mann im Spiel war, ist dabei durchaus bedeutend. Der Ich-Erzähler, der soeben seine leidenschaftliche Liebe für Esther durch deren plötzliche Abwesenheit wiederentdeckt hat, wird auf sich selbst zurückgeworfen, als er erkennen muss, dass Esther vielleicht niemals mehr zurückkommen wird. Weil es einen anderen gibt.
Doch im Laufe einer sehr spannenden Erzählung offenbart sich, dass nichteinmal der andere Mann Grund für Esthers weitere Fernbleiben ist. Es gibt tiefere Gründe. Diese mit dem Ich-Erzähler gemeinsam mitzuerleben, während sich die Handlung vorsetzt ist eine ungemeine Herausforderung an den Leser. Es setzt ein grosses Mass an Courage voraus, um sich selbst und seinen Gefühlen so ehrlich gegenüber zu treten, wie es der Erzähler tut. Er verschont sich nicht. Nach einer Etape des inneren Widerstands, der Verzweiflung und des Eingeständnisses der eigenen Machtlosigkeit, lässt er sich schliesslich darauf ein in den reissenden Strom des Lebens voll einzusteigen:
Coelho scheut sich nicht davor, seine Seele blank zu legen. Er enthüllt seine innersten Ängste, Leidenschaften, Wüsche. In diesem Buch, „Zahir" wird Paulo Coelho wie in keinem anderen seiner Bücher den Lesern greifbar als Mensch. Unverholen mit Schatten und Licht.
„Zahir" ist ein Meisterwerk, das in seiner Grandiosität nachzuvollziehen, wir noch einige Zeit benötigen werden, auch wenn, berechtigterweise, „Zahir" schon auf allen Bestsellerlisten auf dem ersten Platz Einzug hält.
In diesem Roman wird klar wie in keinem anderen der vorherigen, dass Coelho „für sich selbst" schreibt. Paulo Coelho fabuliert nicht nach dem Trend der Zeit sondern er wird zu einem Vorreiter seiner Zeit, weil er sich selbst treu ist. Die Fähigkeit Leser in allen Ländern und jeden Alters zu begeistern, ist darauf zurückzuführen, dass Coelho, trotz Ruhm und Ehren, immer zuerst MENSCH ist und als solcher seine Liebe mit anderen teilt. Beim Schreiben.
„Zahir" ist ein facettenreiches Buch, in dem das Leben selbst sich mit der Gewalt seiner Höhen und Tiefen inkarniert. Emotionen führen zu Bewusstseinsprozessen und diese wiederum zu Erkenntnissen. Am Ende des Buches, das eine innere Wandlung zur Selbsterkenntnis mitreissend und manchmal schmerzhaft beschreibt, ist der Ich-Erzähler ein neuer Mensch geworden. Seine Liebe findet er in symbolhafter Weise wieder, doch wem er eigentlich zum ersten Male nahe kommt, ist er selbst.
Ein Bestseller, den jedermann lesen sollte, der aber eine Bereitschaft im Leser zum Mitleben voraussetzt. Ein reifes Buch, das seinen Lesern Reife abverlangt.
Meine Beurteilung: hervorragend.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles zu seiner Zeit..., 29. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Broschiert)
Der Zahir muss den Leser zur rechten Zeit finden. Die hochgepriesensten Bücher können banal erscheinen und erreichen nur, wenn das Bewusstsein gerade an jenem Ort ist. Dieses Buch hat mich gefunden und ich habe eine wunderschön erzählte Geschichte erfahren, die mich da gestützt hat, Mut gemacht hat, wo Sinnlosigkeit an meiner Seele nagte. Es ist authentisch und lebensnah geschrieben. Natürlich gibt es immer ein paar Stellen, an denen die spirituellen Ausuferungen selbst mein Verständnis etwas herausfordern, die Essenz jedoch gibt Antworten an die die suchen. Die Zitate aus vorausgegangenen Büchern fügen sich wunderbar ein. Letzlich klinkt sich jede seiner Geschichten wie Rädchen in einem Zahnrad ein und beschreibt eine magische Welt innerhalb der wir leben und gibt Kraft...unsere eigene Geschichte neu zu schreiben.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Buch ohne Tiefgang - tatsächlich!, 9. September 2008
Von 
K. Beer "Erdbeere" (Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Broschiert)
Eigentlich habe ich Paulo Coehlo Bücher ganz gerne gelesen, aber mit 'Der Zahir' bin ich von dieser Krankheit nun kuriert.
Es ist leider so, dass der Autor mit diesem Buch absolut nichts Neues, sogar nur 'Nichtssagendes' und 'esoterisches Geblubber' bietet. Das einzig Gekonnte ist der feine esoterische Schreibstil, der es immer wieder schafft, völlig subjektiven Einschätzungen den Glanz von weltumspannenden Wahrheiten zu geben- die bei näherer Betrachtung aber einfach nur die eigene Weltsicht legitimieren sollen. Bei anderen Büchern ist das nicht schlimm, weil sie mehr bieten, 'Der Zahir' bietet aber leider- gar nichts!

Der Plot ist schnell erzählt, was einer guten Erzählung eigentlich nicht schadet. Allerdings macht der Autor nicht viel aus der schönen Anfangssituation. Er philosophiert lediglich ausschweifend über seine eigene Profession, seine spirituellen Erfahrungen, die er schon in anderen Büchern bis zum Exzess beschrieben hat und würzt dies mit langweiligen und überflüssigen Beobachtungen seiner Umwelt.

Wer ein leises Dahinplätschern von überflüssigen Gedanken und unrealistischen Diskussionen mag, - der wird dieses Buch mögen. Denn es gängelt ja niemanden und bietet auch keine Weisheiten: Es sagt im Grunde nur: irgendwie ist alles ok (-aber eben auch nicht mehr).

Die Seichtigkeit des Daseins wurde deswegen von Paulo Coehlo sehr talentiert in Szene gesetzt, für mich bleibt das Buch damit aber leider auch völlig gehaltlos.

Die einzigen zu empfehlende Bücher von Coehlo sind 'Veronika beschließt zu sterben' und 'Fräulein Prym und der Dämon'- denn in diesen Büchern gibt es tatsächlich eine Reflektionsebene mit Gehalt, Spannung und einen richtigen Plot. Bei 'Der Zahir' bleibt das Buch leider auf einer vorgetäuschten Reflektionsebene verhaften, die demnach auch keinen Tiefgang zulässt. Das Buch ist tatsächlich bestand- und gehaltlos und ich finde es schade, dass ich Coehlo so etwas attestieren muss,- aber gegen eine blinde Folgschaft hätte ja auch er etwas. Also gebe ich damit die blinde Folgschaft als Leser von Coehlo mit und durch 'Der Zahir' auf.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bezaubert und macht nachdenklich..., 13. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Broschiert)
Eigentlich ist mit der Überschrift alles gesagt. Das Buch verzaubert beim Lesen, die Suche des Mannes nach seiner verschwundenen Frau und seine Gedanken über sein eigenes Leben. Das Buch beinhaltet eigentlich fast mehr philosophische Gedankengänge als Handlung, doch das ist ja gerade das schöne an Coelhos Büchern. Allerdings muss man sich darauf einlassen, das Ganze an sich heranlassen und mitdenken. Also kein Buch für solche, die einen schnellen, spannenden, actiongeladenen Roman suchen, sondern eher für Langsamleser und Liebhaber philosophischer Bücher.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebessehnen und -leiden, 5. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
Paulo Coelho ist wieder einmal ein Meisterwerk gelungen. In seinem viel erwarteten Buch "Der Zahir" gewährt der Bestseller Autor autobiographische Einblicke. Die Geschichte handelt von seiner Ehe und ist auch seiner Frau gewidtmet, mit der er seit über 20 Jahren zusammenlebt. Noch immer zusammen lebt. In dem Roman wird die Liebe der beiden vor eine Zerreisprobe gestellt und endet mit dem endgültigen Auseinandergehen der stets einander Liebenden.
"Zahir" ist ein Nachdenken des Autors über die Natur der Liebe in einer Zweierbeziehung. Schliesslich führt ihn sein Nachdenken zu jener universellen Liebe von dessen Warte aus er mitfühlend und liebevoll gegenüber allen Menschen geworden ist. Bis er dahin kommt, muss er sich selbst stellen und sich seine Fehler eingestehen. Die Abkehr von der Ich-Fixierung führt ihn dazu sich anderen Menschen mehr zu öffnen. Er beginnt sie in ihrem Schmerz zu verstehen, in ihrer Suche, denn auch er ist plötzlich auf der Suche.
Das Wichtigste im Leben, die Liebe der geliebten Ehefrau, ist ihm abhanden gekommen. Wohl mag sie ihn noch lieben, doch sie ist seinem Einflussbereich entronnen, ist auf ihrem eigenen Weg, der mit dem seinen nicht mehr übereinstimmt. Der erzählende Protagonist versucht zuerst die Frau zurückzugewinnen bis er erkennt, dass es schon viel ist, wenn es ihm einfach gelingt sie wieder zu treffen für ein offenes Wort.
Als er sie trifft findet er sie verändert aber auch als mehr sie selbst vor. Sie ist schwanger von einem anderen Mann und dies wird wie zu einer verschlüsselten Kernaussage über die Natur des Menschen und der Liebe: wir sind in ständiger Veränderung und es die Liebe ist in einem sich erneuernden Werdeprozess begriffen.
Sprachlich ist Coelhos "Zahir" knapp wie gewohnt und aussagekräftig wie gewohnt. Im Vergleich zu seinen vorhergehenden Büchern findet im "Zahir" mehr Dramatik statt. Das Ende ist kein Happy End im üblichen Sinne und liebäugelt auch nicht damit dem Leser einen Gefallen zu machen, indem alles gut ausgeht. Vielmehr wirft Coelho diesmal den Leser auf sich selbst zurück, zwingt ihn nahezu seine eigene Sicht der Liebe zu überdenken und Konsequenzen zu ziehen. Nach der Lektüre dieses Buches beginnt die eigentliche Aufgabe des Lesers.
Coelho ist ein ausserordentlich spannendes Buch gelungen, das nicht leicht zu lesen ist, uns aber um viele persönliche Einsichten reicher machen kann. Meiner Ansicht nach verdient "Zahir" die beste Beurteilung in der Skala.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Rückkehr des Zauberers, 6. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
Wenn ein Autor mit der unumwundenen Bewunderung von Persönlichkeiten wie Umberto Eco, Bill Clinton, Madonna und dem Fussballer Ronaldo zählt, dann ist jede Neuerscheinung eines Romans ein Grossereignis. Die Erwartungshaltung der Leser und Fans an Paulo Coelho ist sehr hoch.
Kein Wunder und keine Zauberei ist es aber, dass "Der Zahir", das eben im Qualitäts-Verlag Diogenes erschienene Buch von Coelho, wie alle anderen Romane Coelhos auf Rekordkurs steuert.
Nach einer atemberaubenden Lektüre des Buches kann ich nur sagen: Hut ab. Paulo Coelho findet immer neue und doch stets authentische Wege, um seinem Plädoyer für Selbstfindung Gehör zu verschaffen. In "Der Zahir" enthüllt der Autor Details aus seinem Privatleben, schafft sich ein literarisches Alter Ego und nimmt sich kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht notwendige Gesellschaftskritik vorzunehmen. Coelho entpuppt sich in "Der Zahir" als mutiger Revolutionär wie wir ihn aus seinen früheren Büchern noch nicht kennenzulernen die Gelegenheit hatten.
Nicht von ungefähr kommt es, dass die Frau des Ich-Erzählers eine Kriegsberichterstatterin ist. Coelho lässt sich nicht herab, einen derzeit schwelenden Krieg direkt als unrecht zu bezeichnen, doch er verschafft dem Leser Einblicke in die Gefühlswelt der Menschen, die sich in Kriegsgebieten aufhalten. Coelho ist ein Meister der Transformation: aus widrigen Situationen reissen sich die Protagonisten seines Romans wie der Vogel Phönix heraus um zu einem reineren Leben zu finden. Coelhos Alter Ego muss die Gradwanderung zwischen Ehekrise und gesellschaftlicher Unwirtlichkeit gehen. Schliesslich findet er in der Steppe von Kasachstan die Koordinaten dessen, was wirkliche Liebe in all ihrer Tiefe und Breite bedeutet.
Der Plot ist scheinbar einfach: "Zahir" ist der Name, den der Ich-Erzähler seiner Frau gibt, um zu zum Ausdruck zu bringen, dass sie für ihn jemand ist, der "hat man sie einmal berührt oder gesehen, nie mehr vergisst und das sein ganzes Denken von ihr bis zur Besessenheit eingenommen wird".
Es gibt nur zwei Möglichkeiten: den Zahir wiedergewinnen oder sich seiner zu veräussern. Coelho löst diese Geschichte, die einem Seelendrama nahe kommt, auf spektakuläre Weise.
Paulo Coelho ist eben ein Erzähler der besonderen Art. Zu Recht gilt er als "Alchimist der Literatur". In dem neuen Werk stellt Coelho seine Erzählkunst wieder einmal unter Beweis. Besonders faszinierend finde ich, dass Coelho in jedem Buch unerwartete Ansätze findet mittels derer er sich, obwohl sich eine Kontinuität in seinem Werk ablesen lässt, stets neu zu erfinden vermag.
"Der Zahir" ist mit Sicherheit eine der empfehlenswertesten und erquicklichsten Pflichtlektüren unter den Neuerscheinungen des Jahres.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Untiefen, 15. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
Das Konzept des Autors ist denkbar einfach: man schreibe über das, was man selber erlebt hat und würze dies mit den Einflüssen unterschiedlichster (religiöser) Strömungen - von Erdgeistern bis hin zu Gott.
Der egozentrische Zug des Buches ist deshalb keineswegs überraschend: alles dreht sich um den Autor selbst, der hier relativ platt und pseudokritisch seine Laufbahn als Schriftsteller (da ist alles drin; sogar die Titel der eigenen Bücher tauchen irgendwann auf) Revue passieren lässt, wobei auch die unvermeidbaren Seitenhiebe auf die Literaturkritiker nicht fehlen. Sein Fazit: auch wenn man verrissen wird, die vielen Leser können sich einfach nicht irren.
Am Ausgangspunkt des Romans steht das Verlassenwerden. Ehefrau Esther verschwindet spurlos in die Wüste und der Ehemann plagt sich nun mit Selbstzweifeln, die jedoch nicht lange danach in eine merkwürdige Art von Akzeptanz münden - anders kann man sich seine nunmehrige Beziehung zu der Schauspielerin Marie, die augenfällig zu Lückenbüßerin und Mädchen für alles wird, nicht erklären.
Auf der anderen Seite ist die abtrünnige Frau noch lange nicht vergessen - ihre Vorstellung wird übermächtig und beherrscht fortan das Leben des Geplagten. Nach einiger Zeit taucht ihr angeblicher armenischer Geliebter Mikhail auf, der zudem noch meint, seiner inneren Stimme und den äußeren Zeichen folgen zu müssen und so lange nicht mit dem Aufenthaltsort der Verschwundenen herausrückt. In der Zwischenzeit unterzieht er den Ehemann einer wie auch immer gearteten „Licht und Liebe - Therapie", an deren Ende die große Erkenntnis stehen soll: bringe dich selbst und deine Geschichte ins Reine bzw. zu Ende, damit letztendlich nur die reine Liebe übrig bleibt. Doch beachte, diese Liebe hat nichts mit Treue zu tun, denn dass man nur einen Menschen lieben kann, ist nichts anderes als ein gesellschaftlicher Zwang, nur dazu da, um dem Einzelnen eine bestimmte Weltsicht aufzuzwingen.
Bleibt man in dieser Logik, muss man sich auch nicht mehr über das schon erwähnte Verhältnis zu Marie (die im Übrigen nach rückstandslos erhaltener Klarheit vom Protagonisten verlassen wird - was soll's, die reine Liebe bleibt sicher übrig), die Schwangerschaft der Ehefrau (von irgendeinem dahergelaufenen Wüstling) und die schlussendliche Wiedervereinigung der Eheleute mitten in der Pampa wundern.
Merkwürdig an diesem Buch sind jedoch vor allem zwei spezielle Dinge: zum einen wäre da die Problematik der Bettler. Unseren Helden des Romans macht ein riesiges Jahresgehalt nicht glücklich - aber es gibt ihm sehr wohl die Zeit und Gelegenheit, verworrenen Dingen nachzugehen, ohne sich Gedanken über den nächsten Tag machen zu müssen. Vermutlich sind Coelho's Vagabunden deshalb alle freiwillig aus der Gesellschaft ausgestiegen - weil diese ja die Menschen wie Sklaven an sich bindet - um dem Protagonisten jedwede Art eines schlechten Gewissens zu ersparen - macht sich ja auch nicht gut.
Wirklich gesellschaftskritische Elemente sucht man hier vergeblich - in Wirklichkeit lebt es sich hier völlig im Einklang mit Verpflichtungen und solch naiven Begriffen wie einer „Gefälligkeitsbank", sei es wegen unerklärlicher Genügsamkeit oder verkommener Moralvorstellungen. Wobei wir schon bei der nächsten Wunderlichkeit des Buches sind: innerlich angereichert durch esoterisches Allerlei meint der Autor, die Dummheit der Berichterstattung in den Nachrichten zu erkennen, da seiner Meinung nach einem Aufstand auf Haiti dabei zu viel Raum gegeben wurde. Unfasslich - aber um sich auf so etwas einzulassen, hätte man seine unfassbar egomane Schiene ja verlassen müssen.
Nicht zu vergessen wäre letztlich noch die wunderliche Sicht von Kriegen. Die abtrünnige Ehefrau glaubt doch allen Ernstes, in Gemetzeln schlimmster Art ließe sich das wahre Wesen des Menschen erkennen, da sich gerade auf den Schlachtfeldern die reine Liebe offenbare, wodurch sich manche Soldaten trotz Familie dort am wohlsten fühlen.
In welche Propaganda sind wir denn hier bitteschön hineingeraten?
Dieses Buch ist in der Schublade besser aufgehoben als bei „Millionen Lesern". Zwei Sterne für den viel versprechenden Titel, der eine ganz andere Thematik erahnen lässt.
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Der Zahir
Der Zahir von Paulo Coelho (Gebundene Ausgabe - April 2005)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,79
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