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59 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Er lebte, als er starb!"
Die Vorstellung vom Zahir entstammt der islamischen Tradition
und kam warscheinlich um das 18. Jahrhundert auf.
Zahir bedeutet auf arabisch: sichtbar,gegenwärtig,augenfällig.
Konkret bedeutet dies, daß uns eine Sache oder eine Person- mit der wir in kontakt getreten sind - vollständig ausfüllt, bis wir uns auf nichts Anderes mehr...
Veröffentlicht am 23. Juni 2007 von D. Olde

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Esoterisches Bettgeflüster...
Schade - Coelho habe ich einst sehr geschätzt; insbesondere die Bücher "Der Alchemist" und "Veronica beschließt zu sterben"! Aber schon "11 Minuten" war eine große Enttäuschung, doch "Der Zahir" toppt diese noch. Sehr selten freute ich mich über Coelhos tiefsinnige Gedanken (deshalb gibt es noch 2 Punkte)- doch insgesamt erschien mir alles...
Veröffentlicht am 17. Mai 2011 von tiha


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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen meine Erwartungen waren wohl zu hoch..., 27. November 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Broschiert)
denn P. Coelho schien für dieses Buch nicht viel eingefallen zu sein. Die Ideen und Gedankengänge kamen mir aus den vergangenen Büchern - und ich habe sie alle gelesen - sehr bekannt vor. Immer wieder ertappte ich mich bei dem Gedanken: ach ja, das hatten wir ja schon mal.

Auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens kann man sicher verschiedene Wege gehen, doch P. Coelho scheint sich beim Alchimisten verausgabt zu haben (welch wunderbares Buch!). Hier faszinieren keine überraschenden Wendungen oder Gedanken, die Geschichte ist voraussehbar - tödlich für die Lebenssuche.

3 Punkte vergebe ich, weil die Geschichte trotzdem nett geschrieben ist und für alle, die die vorangegangenen Bücher nicht kennen, etwas Stoff zum Nachdenken bietet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die unerträgliche Seichtigkeit des Scheins, 8. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
Paulo-Coelho-Erstleser tun gut daran, sich vorab mit der Vita des erfolgreichen brasilianischen Autors vertraut zu machen, um zu wissen, worauf sie sich da einlassen. Erhellend wirken beispielsweise seine zweijährige Weltreise als Hippie, seine nicht weniger als drei Aufenthalte in einer psychiatrischen Anstalt inklusive Elektrokrampf-Therapie, sein auffallendes Interesse für die Hare-Krischna-Bewegung und ähnliches mehr. Gekrönt wird das alles von seiner Vision bei einem Besuch im Konzentrationslager Dachau, bei der ihm ein Mann erschienen sei, der ihm wenig später leibhaftig in Amsterdam begegnete und ihn zur Rückkehr zum katholischen Glauben überredet hat. Wofür er sich dann symbolträchtig auf den Pilgerweg nach Santiago de Compostela machte.

Kein Wunder, dass Coelhos häufig unübersehbar autobiografisch geprägte Bücher angefüllt sind von Symbolen, Metaphern, mystischen Zeichen und viel Hokuspokus, wobei «Der Zahir» vermutlich einen Höhepunkt des Esoterischen darstellt im Werk des Autors, soweit ich das beurteilen kann. In einfacher, schnörkelloser Sprache geschrieben, erleben wir in diesem Roman eine rastlose Suche des Ich-Erzählers, ein erfolgreicher Romanautor natürlich, nach wahrer Liebe, den Sinn des Lebens, richtiger Lebensweise und glückhafter Selbstverwirklichung. Auslöser dafür ist seine Frau Esther, tätig als Kriegsberichterstatterin, die ihn ohne jede Erklärung überraschend verlassen hat und fortan als «Zahir», als beherrschende Kraft, alle seine Gedanken und sein Tun steuert. Fernsteuert, müsste man richtiger sagen, denn sie hat sich in die öden Steppen Kasachstans zurückgezogen. Man ahnt zwar bald, wie das alles ausgeht, aber bis dahin muss sich der geduldige Leser durch viele Seiten mit belanglosem Geschwafel, unrealistischen Dialogen und unerträglichen Plattheiten quälen, auf denen das absurde Weltbild des Autors langatmig ausgebreitet wird.

Für seine Tagebuchskizze «In Stahlgewittern», in der Ernst Jünger Kampf, Blut und Grauen als Erlebnis feiert, wurde er zu Recht heftig kritisiert. Paulo Coelho zeigt uns mehr als acht Jahrzehnte später in seinem Roman, das solche den Krieg verherrlichenden Ideen noch lange nicht tot sind, nur im Krieg nämlich sei der Mensch Gott wirklich nahe! Und so gibt es in diesem Roman immer wieder das blutgetränkte Stückchen Stoff, herausgeschnitten aus dem Hemd eines im Kampf tödlich getroffenen Soldaten, mit dem Esther auf dessen Wunsch hin alle sich als würdig erweisenden Personen symbolträchtig versorgt, als mystisches Erkennungszeichen gewissermaßen. Es gibt noch mehr derartig unsäglicher Thesen und Fettnäpfchen, in die Coelho unverdrossen tappt, so wenn er seinen Protagonisten, unverkennbar ja sein Alter Ego im Roman, großspurig über sein Einkommen berichten lässt bei einem Tischgespräch, nur um ihn dann sagen lassen zu können, dass ihn diese fünf Millionen Dollar jährlich auch nicht glücklich machen. Er ist ein egozentrischer Macho durch und durch, erobert spielerisch und ohne jeden Widerstand die schönsten Frauen, wann immer er will, er geniest seine Rolle als Star der Literaturszene, den jeder kennt, dessen Bücher natürlich auch jeder gelesen hat, ein Applaus heischendes Motiv, das sich übrigens häufig wiederholt im Roman. Er spielt den Moralisten und verhält sich wie ein hemmungsloser Egoist, was nicht selten ja die bigotte Verhaltensweise von stark religiös orientierten Menschen ist. Man hat also einiges zu ertragen, wenn man diesen Roman liest!

«So viele Millionen Leser können nicht irren», suggerieren uns die Verlage, wenn sie ihre Bestseller anpreisen, und Coelho gehört selbstverständlich zu den Top Ten der Auflage-Millionäre. «Seid umschlungen, Millionen», kann ich da nur sagen, die ihr gutgläubig solchen Schwachsinn kauft - und die vielen wirklich guten Bücher allesamt ganz einfach links liegen lasst!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade, 24. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Broschiert)
Der Zahir hat mich enttäuscht. Nach der kraftvollen Lektüre von Der Alchemist, ist der Zahir eine nicht gelungene Transformation in die heutige Zeit. Der Mann, Schriftsteller, alter ego von Coelho, wird von seiner Frau verlassen. Lange Zeit ist unklar, ob entführt oder aus eigenen Stücken davongelaufen. Der Schriftsteller versucht, über einen Zeitraum von zwei Jahren, die liebe seiner Frau wieder zu gewinnen. In der Zwischenzeit steckt er in einer Beziehung mit Marie, die ihn nicht richtig glücklich macht. Er driftet in Aussteigermilieu ab von jungen Menschen, die sich dem normalen" Leben verweigern. Coelho hat sich mit diesem Roman zu viel vorgenommen und zu wenig geschaffen. Zeitweise lässt er banale Weisheiten vom Stapel, die im Alchemisten zwar auch vorkommen, jedoch kunstvoll verarbeitet sind. Schade, um diese Geschichte.
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Zahir von Paulo Coelho, 6. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
In seinem neuen Roman, „Zahir", beschreibt Coelho die emotionalen Höhen und Tiefen, die man erleben muss, wenn der Gedanke an einen Menschen zur Obsession wird.
Ausgangsthema des Romans ist nicht, wie man glauben könnte, die „wahre Liebe" zwischen Mann und Frau. Ausgangsthema ist eine ganz übliche Liebe, die von dem Gefühl des Besitzens dominiert ist. Coelhos Protagonist, der mit ihm selbst viele biographische Gemeinsamkeiten teilt, macht sich genau in dem Moment auf den Weg eines inneren Reifeprozesses über die Bedeutung der Liebe, als ihm klar wird, dass ihn seine Frau verlassen hat. Jahrelang haben sie nebeneinander einher gelebt. Sie mochten einander, hatten sich an einander gewöhnt, einander respektiert, einiges miteinander unternommen. Ihre Liebe war zu einem angenehmenTrott geworden. Der ursprüngliche Sinn ihrer Liebe war verschüttet worden. Das Notwendigkeit die bestehende Liebe zwischen ihnen täglich neu zum Leben zu erwecken, ihre Vielfältigkeit und Tiefe auszukosten, war im Kampf des Alltags verschüttet worden.
Esther, die Frau des weltberühmten Schriftstellers, dem Ich-Protagonisten des Buches, verschwindet als sein Desinteresse an ihr seinen Höhepunkt erreicht hat. Dieser Höhepunkt trifft mit dem Beginn der Geschichte und der übelsten Ausfromung des Egoismus im Protagonisten zusammen. Von dan an kann der Roman seinen Anfang nehmen als „innerer Entwicklungsroman".
Der plötzliche Verlust jener Frau an seiner Seite, an deren Gegenwart er sich gewöhnt hatte, die ihm aber gerade deshalb immer unbedeutender geworden war, zwingt den Ich-Erzähler über sein bisheriges Leben Bilanz zu ziehen. Minutiös erinnert er sich aller Teile in seiner Lebensgeschichte, wo diese Frau massgeblich bei ihm war. Wo ihn ihre Liebe wachsen lies und ihn unterstützte. All ihr Tun war darauf ausgerichtet ihm dienlich zu sein. Dienlich mit einer an Selbstaufgabe grenzenden Liebe, damit er seine persönliche Legende in seinem Herzen finden und ausleben könne. Sie war die Erde, damit seine Träume Wurzeln schlagen können und er die Früchte hervorbringen würde können, die hervorzubringen er bestimmt war. Seine Bücher wären ohne sie nie geschrieben worden.
Doch da er nun seine Bestimmung gefunden hatte und voll zur Blüte gebracht hatte indem er die Welt mit seinen Büchern beglückt, war sie, Esther, zu einem nebensächlichen Talisman geworden. Ein Beiwagen, der an seiner Seite entlangrollte. Hatte Esther nicht auch eine Bestimmung zu erfüllen? Ihre eigene? Gab nicht auch in Ihr ein Talent oder eine Aufgabe, für die sie in dieser Welt war?
Auch Esther schrieb. Sie hatte entdeckt, dass sie der Journalismus vor aufregende Aufgaben stellte, in denen sie ganz aufgehen konnte und sich verwirklichte. Besonders reizten sie die gefährlichen Herausforderungen in Kriegsgebieten. War es nicht egal ob sie lebte oder starb, Hauptsache, sie tat Gutes? Das war ja auch etwas Gutes: die Menschen über die Wahrheit des Krieges informieren; in den Frontgebieten die persönlichen Geschichten der Betroffenen niederschreiben; das Leid der Menschen als Vermächtnis für jene, denen es in anderen Ländern gut ging, festhalten.
Esther hat ihre Aufgabe an ihrem Mann erfüllt, indem sie ihn dabei begleitet, seine Lebensbestimmung zu erkennen und sich ihr ganz hinzugeben. Doch ihre Verpflichtung an seiner Seite zu verweilen hob sich auf, als klar war, dass ihr Ehemann ganz in sich selbst aufging, ohne ihr dienlich zu sein, ohne ihre Einzigartigkeit im täglichen Zusammensein ausreichend zu würdigen.
So zieht Esther los. Sie verschwindet spurlos, weil sie schon lange nicht mehr von ihrem Ehemann bemerkt worden war. Sie zieht los, um ihre eigene Legende zur Erfüllung zu bringen. Es ist der Ruf des Herzens, der sie dazu veranlasst, als Kriegsjournalistin tätig zu sein. Ihr Beweggrund ist nicht Selbstverklärtheit. Dank der Reinheit ihrer Beweggründe führt ihr Verschwinden zu einem Läuterungs- und Erkenntnisprozess in ihrem Mann.
Der Umstand, dass bei Esthers Verschwinden sehr wohl auch die Liebe zu einem anderen Mann im Spiel war, ist dabei durchaus bedeutend. Der Ich-Erzähler, der soeben seine leidenschaftliche Liebe für Esther durch deren plötzliche Abwesenheit wiederentdeckt hat, wird auf sich selbst zurückgeworfen, als er erkennen muss, dass Esther vielleicht niemals mehr zurückkommen wird. Weil es einen anderen gibt.
Doch im Laufe einer sehr spannenden Erzählung offenbart sich, dass nichteinmal der andere Mann Grund für Esthers weitere Fernbleiben ist. Es gibt tiefere Gründe. Diese mit dem Ich-Erzähler gemeinsam mitzuerleben, während sich die Handlung vorsetzt ist eine ungemeine Herausforderung an den Leser. Es setzt ein grosses Mass an Courage voraus, um sich selbst und seinen Gefühlen so ehrlich gegenüber zu treten, wie es der Erzähler tut. Er verschont sich nicht. Nach einer Etape des inneren Widerstands, der Verzweiflung und des Eingeständnisses der eigenen Machtlosigkeit, lässt er sich schliesslich darauf ein in den reissenden Strom des Lebens voll einzusteigen:
Coelho scheut sich nicht davor, seine Seele blank zu legen. Er enthüllt seine innersten Ängste, Leidenschaften, Wüsche. In diesem Buch, „Zahir" wird Paulo Coelho wie in keinem anderen seiner Bücher den Lesern greifbar als Mensch. Unverholen mit Schatten und Licht.
„Zahir" ist ein Meisterwerk, das in seiner Grandiosität nachzuvollziehen, wir noch einige Zeit benötigen werden, auch wenn, berechtigterweise, „Zahir" schon auf allen Bestsellerlisten auf dem ersten Platz Einzug hält.
In diesem Roman wird klar wie in keinem anderen der vorherigen, dass Coelho „für sich selbst" schreibt. Paulo Coelho fabuliert nicht nach dem Trend der Zeit sondern er wird zu einem Vorreiter seiner Zeit, weil er sich selbst treu ist. Die Fähigkeit Leser in allen Ländern und jeden Alters zu begeistern, ist darauf zurückzuführen, dass Coelho, trotz Ruhm und Ehren, immer zuerst MENSCH ist und als solcher seine Liebe mit anderen teilt. Beim Schreiben.
„Zahir" ist ein facettenreiches Buch, in dem das Leben selbst sich mit der Gewalt seiner Höhen und Tiefen inkarniert. Emotionen führen zu Bewusstseinsprozessen und diese wiederum zu Erkenntnissen. Am Ende des Buches, das eine innere Wandlung zur Selbsterkenntnis mitreissend und manchmal schmerzhaft beschreibt, ist der Ich-Erzähler ein neuer Mensch geworden. Seine Liebe findet er in symbolhafter Weise wieder, doch wem er eigentlich zum ersten Male nahe kommt, ist er selbst.
Ein Bestseller, den jedermann lesen sollte, der aber eine Bereitschaft im Leser zum Mitleben voraussetzt. Ein reifes Buch, das seinen Lesern Reife abverlangt.
Meine Beurteilung: hervorragend.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles zu seiner Zeit..., 29. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Broschiert)
Der Zahir muss den Leser zur rechten Zeit finden. Die hochgepriesensten Bücher können banal erscheinen und erreichen nur, wenn das Bewusstsein gerade an jenem Ort ist. Dieses Buch hat mich gefunden und ich habe eine wunderschön erzählte Geschichte erfahren, die mich da gestützt hat, Mut gemacht hat, wo Sinnlosigkeit an meiner Seele nagte. Es ist authentisch und lebensnah geschrieben. Natürlich gibt es immer ein paar Stellen, an denen die spirituellen Ausuferungen selbst mein Verständnis etwas herausfordern, die Essenz jedoch gibt Antworten an die die suchen. Die Zitate aus vorausgegangenen Büchern fügen sich wunderbar ein. Letzlich klinkt sich jede seiner Geschichten wie Rädchen in einem Zahnrad ein und beschreibt eine magische Welt innerhalb der wir leben und gibt Kraft...unsere eigene Geschichte neu zu schreiben.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bezaubert und macht nachdenklich..., 13. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Broschiert)
Eigentlich ist mit der Überschrift alles gesagt. Das Buch verzaubert beim Lesen, die Suche des Mannes nach seiner verschwundenen Frau und seine Gedanken über sein eigenes Leben. Das Buch beinhaltet eigentlich fast mehr philosophische Gedankengänge als Handlung, doch das ist ja gerade das schöne an Coelhos Büchern. Allerdings muss man sich darauf einlassen, das Ganze an sich heranlassen und mitdenken. Also kein Buch für solche, die einen schnellen, spannenden, actiongeladenen Roman suchen, sondern eher für Langsamleser und Liebhaber philosophischer Bücher.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Buch ohne Tiefgang - tatsächlich!, 9. September 2008
Von 
K. Beer "Erdbeere" (Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Broschiert)
Eigentlich habe ich Paulo Coehlo Bücher ganz gerne gelesen, aber mit 'Der Zahir' bin ich von dieser Krankheit nun kuriert.
Es ist leider so, dass der Autor mit diesem Buch absolut nichts Neues, sogar nur 'Nichtssagendes' und 'esoterisches Geblubber' bietet. Das einzig Gekonnte ist der feine esoterische Schreibstil, der es immer wieder schafft, völlig subjektiven Einschätzungen den Glanz von weltumspannenden Wahrheiten zu geben- die bei näherer Betrachtung aber einfach nur die eigene Weltsicht legitimieren sollen. Bei anderen Büchern ist das nicht schlimm, weil sie mehr bieten, 'Der Zahir' bietet aber leider- gar nichts!

Der Plot ist schnell erzählt, was einer guten Erzählung eigentlich nicht schadet. Allerdings macht der Autor nicht viel aus der schönen Anfangssituation. Er philosophiert lediglich ausschweifend über seine eigene Profession, seine spirituellen Erfahrungen, die er schon in anderen Büchern bis zum Exzess beschrieben hat und würzt dies mit langweiligen und überflüssigen Beobachtungen seiner Umwelt.

Wer ein leises Dahinplätschern von überflüssigen Gedanken und unrealistischen Diskussionen mag, - der wird dieses Buch mögen. Denn es gängelt ja niemanden und bietet auch keine Weisheiten: Es sagt im Grunde nur: irgendwie ist alles ok (-aber eben auch nicht mehr).

Die Seichtigkeit des Daseins wurde deswegen von Paulo Coehlo sehr talentiert in Szene gesetzt, für mich bleibt das Buch damit aber leider auch völlig gehaltlos.

Die einzigen zu empfehlende Bücher von Coehlo sind 'Veronika beschließt zu sterben' und 'Fräulein Prym und der Dämon'- denn in diesen Büchern gibt es tatsächlich eine Reflektionsebene mit Gehalt, Spannung und einen richtigen Plot. Bei 'Der Zahir' bleibt das Buch leider auf einer vorgetäuschten Reflektionsebene verhaften, die demnach auch keinen Tiefgang zulässt. Das Buch ist tatsächlich bestand- und gehaltlos und ich finde es schade, dass ich Coehlo so etwas attestieren muss,- aber gegen eine blinde Folgschaft hätte ja auch er etwas. Also gebe ich damit die blinde Folgschaft als Leser von Coehlo mit und durch 'Der Zahir' auf.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebessehnen und -leiden, 5. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
Paulo Coelho ist wieder einmal ein Meisterwerk gelungen. In seinem viel erwarteten Buch "Der Zahir" gewährt der Bestseller Autor autobiographische Einblicke. Die Geschichte handelt von seiner Ehe und ist auch seiner Frau gewidtmet, mit der er seit über 20 Jahren zusammenlebt. Noch immer zusammen lebt. In dem Roman wird die Liebe der beiden vor eine Zerreisprobe gestellt und endet mit dem endgültigen Auseinandergehen der stets einander Liebenden.
"Zahir" ist ein Nachdenken des Autors über die Natur der Liebe in einer Zweierbeziehung. Schliesslich führt ihn sein Nachdenken zu jener universellen Liebe von dessen Warte aus er mitfühlend und liebevoll gegenüber allen Menschen geworden ist. Bis er dahin kommt, muss er sich selbst stellen und sich seine Fehler eingestehen. Die Abkehr von der Ich-Fixierung führt ihn dazu sich anderen Menschen mehr zu öffnen. Er beginnt sie in ihrem Schmerz zu verstehen, in ihrer Suche, denn auch er ist plötzlich auf der Suche.
Das Wichtigste im Leben, die Liebe der geliebten Ehefrau, ist ihm abhanden gekommen. Wohl mag sie ihn noch lieben, doch sie ist seinem Einflussbereich entronnen, ist auf ihrem eigenen Weg, der mit dem seinen nicht mehr übereinstimmt. Der erzählende Protagonist versucht zuerst die Frau zurückzugewinnen bis er erkennt, dass es schon viel ist, wenn es ihm einfach gelingt sie wieder zu treffen für ein offenes Wort.
Als er sie trifft findet er sie verändert aber auch als mehr sie selbst vor. Sie ist schwanger von einem anderen Mann und dies wird wie zu einer verschlüsselten Kernaussage über die Natur des Menschen und der Liebe: wir sind in ständiger Veränderung und es die Liebe ist in einem sich erneuernden Werdeprozess begriffen.
Sprachlich ist Coelhos "Zahir" knapp wie gewohnt und aussagekräftig wie gewohnt. Im Vergleich zu seinen vorhergehenden Büchern findet im "Zahir" mehr Dramatik statt. Das Ende ist kein Happy End im üblichen Sinne und liebäugelt auch nicht damit dem Leser einen Gefallen zu machen, indem alles gut ausgeht. Vielmehr wirft Coelho diesmal den Leser auf sich selbst zurück, zwingt ihn nahezu seine eigene Sicht der Liebe zu überdenken und Konsequenzen zu ziehen. Nach der Lektüre dieses Buches beginnt die eigentliche Aufgabe des Lesers.
Coelho ist ein ausserordentlich spannendes Buch gelungen, das nicht leicht zu lesen ist, uns aber um viele persönliche Einsichten reicher machen kann. Meiner Ansicht nach verdient "Zahir" die beste Beurteilung in der Skala.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Rückkehr des Zauberers, 6. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
Wenn ein Autor mit der unumwundenen Bewunderung von Persönlichkeiten wie Umberto Eco, Bill Clinton, Madonna und dem Fussballer Ronaldo zählt, dann ist jede Neuerscheinung eines Romans ein Grossereignis. Die Erwartungshaltung der Leser und Fans an Paulo Coelho ist sehr hoch.
Kein Wunder und keine Zauberei ist es aber, dass "Der Zahir", das eben im Qualitäts-Verlag Diogenes erschienene Buch von Coelho, wie alle anderen Romane Coelhos auf Rekordkurs steuert.
Nach einer atemberaubenden Lektüre des Buches kann ich nur sagen: Hut ab. Paulo Coelho findet immer neue und doch stets authentische Wege, um seinem Plädoyer für Selbstfindung Gehör zu verschaffen. In "Der Zahir" enthüllt der Autor Details aus seinem Privatleben, schafft sich ein literarisches Alter Ego und nimmt sich kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht notwendige Gesellschaftskritik vorzunehmen. Coelho entpuppt sich in "Der Zahir" als mutiger Revolutionär wie wir ihn aus seinen früheren Büchern noch nicht kennenzulernen die Gelegenheit hatten.
Nicht von ungefähr kommt es, dass die Frau des Ich-Erzählers eine Kriegsberichterstatterin ist. Coelho lässt sich nicht herab, einen derzeit schwelenden Krieg direkt als unrecht zu bezeichnen, doch er verschafft dem Leser Einblicke in die Gefühlswelt der Menschen, die sich in Kriegsgebieten aufhalten. Coelho ist ein Meister der Transformation: aus widrigen Situationen reissen sich die Protagonisten seines Romans wie der Vogel Phönix heraus um zu einem reineren Leben zu finden. Coelhos Alter Ego muss die Gradwanderung zwischen Ehekrise und gesellschaftlicher Unwirtlichkeit gehen. Schliesslich findet er in der Steppe von Kasachstan die Koordinaten dessen, was wirkliche Liebe in all ihrer Tiefe und Breite bedeutet.
Der Plot ist scheinbar einfach: "Zahir" ist der Name, den der Ich-Erzähler seiner Frau gibt, um zu zum Ausdruck zu bringen, dass sie für ihn jemand ist, der "hat man sie einmal berührt oder gesehen, nie mehr vergisst und das sein ganzes Denken von ihr bis zur Besessenheit eingenommen wird".
Es gibt nur zwei Möglichkeiten: den Zahir wiedergewinnen oder sich seiner zu veräussern. Coelho löst diese Geschichte, die einem Seelendrama nahe kommt, auf spektakuläre Weise.
Paulo Coelho ist eben ein Erzähler der besonderen Art. Zu Recht gilt er als "Alchimist der Literatur". In dem neuen Werk stellt Coelho seine Erzählkunst wieder einmal unter Beweis. Besonders faszinierend finde ich, dass Coelho in jedem Buch unerwartete Ansätze findet mittels derer er sich, obwohl sich eine Kontinuität in seinem Werk ablesen lässt, stets neu zu erfinden vermag.
"Der Zahir" ist mit Sicherheit eine der empfehlenswertesten und erquicklichsten Pflichtlektüren unter den Neuerscheinungen des Jahres.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Untiefen, 15. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zahir (Gebundene Ausgabe)
Das Konzept des Autors ist denkbar einfach: man schreibe über das, was man selber erlebt hat und würze dies mit den Einflüssen unterschiedlichster (religiöser) Strömungen - von Erdgeistern bis hin zu Gott.
Der egozentrische Zug des Buches ist deshalb keineswegs überraschend: alles dreht sich um den Autor selbst, der hier relativ platt und pseudokritisch seine Laufbahn als Schriftsteller (da ist alles drin; sogar die Titel der eigenen Bücher tauchen irgendwann auf) Revue passieren lässt, wobei auch die unvermeidbaren Seitenhiebe auf die Literaturkritiker nicht fehlen. Sein Fazit: auch wenn man verrissen wird, die vielen Leser können sich einfach nicht irren.
Am Ausgangspunkt des Romans steht das Verlassenwerden. Ehefrau Esther verschwindet spurlos in die Wüste und der Ehemann plagt sich nun mit Selbstzweifeln, die jedoch nicht lange danach in eine merkwürdige Art von Akzeptanz münden - anders kann man sich seine nunmehrige Beziehung zu der Schauspielerin Marie, die augenfällig zu Lückenbüßerin und Mädchen für alles wird, nicht erklären.
Auf der anderen Seite ist die abtrünnige Frau noch lange nicht vergessen - ihre Vorstellung wird übermächtig und beherrscht fortan das Leben des Geplagten. Nach einiger Zeit taucht ihr angeblicher armenischer Geliebter Mikhail auf, der zudem noch meint, seiner inneren Stimme und den äußeren Zeichen folgen zu müssen und so lange nicht mit dem Aufenthaltsort der Verschwundenen herausrückt. In der Zwischenzeit unterzieht er den Ehemann einer wie auch immer gearteten „Licht und Liebe - Therapie", an deren Ende die große Erkenntnis stehen soll: bringe dich selbst und deine Geschichte ins Reine bzw. zu Ende, damit letztendlich nur die reine Liebe übrig bleibt. Doch beachte, diese Liebe hat nichts mit Treue zu tun, denn dass man nur einen Menschen lieben kann, ist nichts anderes als ein gesellschaftlicher Zwang, nur dazu da, um dem Einzelnen eine bestimmte Weltsicht aufzuzwingen.
Bleibt man in dieser Logik, muss man sich auch nicht mehr über das schon erwähnte Verhältnis zu Marie (die im Übrigen nach rückstandslos erhaltener Klarheit vom Protagonisten verlassen wird - was soll's, die reine Liebe bleibt sicher übrig), die Schwangerschaft der Ehefrau (von irgendeinem dahergelaufenen Wüstling) und die schlussendliche Wiedervereinigung der Eheleute mitten in der Pampa wundern.
Merkwürdig an diesem Buch sind jedoch vor allem zwei spezielle Dinge: zum einen wäre da die Problematik der Bettler. Unseren Helden des Romans macht ein riesiges Jahresgehalt nicht glücklich - aber es gibt ihm sehr wohl die Zeit und Gelegenheit, verworrenen Dingen nachzugehen, ohne sich Gedanken über den nächsten Tag machen zu müssen. Vermutlich sind Coelho's Vagabunden deshalb alle freiwillig aus der Gesellschaft ausgestiegen - weil diese ja die Menschen wie Sklaven an sich bindet - um dem Protagonisten jedwede Art eines schlechten Gewissens zu ersparen - macht sich ja auch nicht gut.
Wirklich gesellschaftskritische Elemente sucht man hier vergeblich - in Wirklichkeit lebt es sich hier völlig im Einklang mit Verpflichtungen und solch naiven Begriffen wie einer „Gefälligkeitsbank", sei es wegen unerklärlicher Genügsamkeit oder verkommener Moralvorstellungen. Wobei wir schon bei der nächsten Wunderlichkeit des Buches sind: innerlich angereichert durch esoterisches Allerlei meint der Autor, die Dummheit der Berichterstattung in den Nachrichten zu erkennen, da seiner Meinung nach einem Aufstand auf Haiti dabei zu viel Raum gegeben wurde. Unfasslich - aber um sich auf so etwas einzulassen, hätte man seine unfassbar egomane Schiene ja verlassen müssen.
Nicht zu vergessen wäre letztlich noch die wunderliche Sicht von Kriegen. Die abtrünnige Ehefrau glaubt doch allen Ernstes, in Gemetzeln schlimmster Art ließe sich das wahre Wesen des Menschen erkennen, da sich gerade auf den Schlachtfeldern die reine Liebe offenbare, wodurch sich manche Soldaten trotz Familie dort am wohlsten fühlen.
In welche Propaganda sind wir denn hier bitteschön hineingeraten?
Dieses Buch ist in der Schublade besser aufgehoben als bei „Millionen Lesern". Zwei Sterne für den viel versprechenden Titel, der eine ganz andere Thematik erahnen lässt.
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Der Zahir
Der Zahir von Paulo Coelho (Gebundene Ausgabe - April 2005)
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