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59 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen in einem Zug durch
Ich hab mich um 4 Uhr nachmittag auf einen Sessel gesetzt, die erste Seite aufgeschlagen und bin erst wieder aufgestanden, als ich das Buch ausgelesen hatte. Sowas hatte ich weder vorher noch nachher gemacht.
Warum mich das Buch ganz tief in der Seele berührt hat ?
Ja, es ist ein wunderbares Gegenstück zu unserer materialistischen Welt. Der Reichtum...
Veröffentlicht am 10. Oktober 2008 von Isabell

versus
11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen naja....
Offenbar glaubte da ein männlicher Schriftsteller in die sexuelle Gefühslwelt einer Frau eintauchen zu können.
Ob dies nun einfach als Mut zur künstlerischen Freiheit oder doch eher als Anmaßung zu werten ist, sei einem jeden selbst überlassen...
Gott sei Dank habe ich von Paul C. noch andere Bücher gelesen, in dem er beweist,...
Veröffentlicht am 29. September 2004 von anna


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59 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen in einem Zug durch, 10. Oktober 2008
Von 
Isabell - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Elf Minuten. Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich hab mich um 4 Uhr nachmittag auf einen Sessel gesetzt, die erste Seite aufgeschlagen und bin erst wieder aufgestanden, als ich das Buch ausgelesen hatte. Sowas hatte ich weder vorher noch nachher gemacht.
Warum mich das Buch ganz tief in der Seele berührt hat ?
Ja, es ist ein wunderbares Gegenstück zu unserer materialistischen Welt. Der Reichtum von glücklichen Momenten, von bewegenden Erkenntnissen wird weit über den materiellen Reichtum gestellt.
Coelho ist ohne Zweifel ein sehr spiritueller Autor - seine Bücher sind randvoll mit Lebensweisheiten. Er gibt Mut, über sich selber hinauswachsen zu wollen und da nicht loszulassen - bis man sein Glück gefunden hat. Und dass das Glück nicht im Aussen zu finden ist, sondern im eigenen Erleben der Wirklichkeit, wird aus seinen Büchern auch immer wieder klar.
11 Minuten ist eins der sinnlichsten Bücher, die ich je gelesen habe."Das tiefe Beghren, das realste Begehren ist dann in einem, wenn man zum ersten Mal auf jemanden zugeht. Das löst das Knistern aus. Danach erst kommen Mann und Frau ins Spiel....Wenn das Begehren in diesem ursprünglichen Zustand ist, verlieben sich Mann und Frau in das Leben, kosten jeden Augenblick ehrführchtig und ganz bewusst aus und feiern jeden der Aúgenblicke wie eine Segnung."
Für solch magische Augenblicke im Leben nehme ich das Buch immer wieder zur Hand, schlage es irgendwo auf...manche Absätze kann ich fast auswendig.
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102 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht wie die anderen "Coelhos"., 25. April 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Elf Minuten (Taschenbuch)
Ich habe schon viel von Coelho gelesen, wenn nicht sogar alles mittlerweile. Mit seinen anderen Büchern & Handlungen im Hinterkopf kaufte ich "Elf Minuten".

"Elf Minuten" ist aber definitiv anders, als seine restlichen Bücher.

Irgendeiner meiner Vorrezensenten bezeichnet es wo als "Groschenroman". Dem möchte ich widersprechen. Nicht alles, was anscheinend gut endet ist ein Groschenroman. In dem Buch geht es um weit mehr als schnulzige Liebe und Sex.

Wie von den meisten schon zuvor geschrieben geht es um eine Prostituierte namens Maria, die in das Gewerbe nicht etwa einsteigt, weil sie Drogen oder sonst was nimmt, sondern weil man damit gutes Geld macht und sie mit ihrer Seele ohnehin nicht dabei ist.

Und sie war auch bevor sie als Prostituierte anfing beim Sex mit einem Mann nie mit der Seele dabei. Sie erlangte Befriedigung nur durch sich selbst und bis zum Ende des Buches versucht sie die Leidenschaft, die Liebe und im Endeffekt damit auch guten Sex nicht in ihr Leben zu lassen.

Schon auf Seite 22 schreibt sie in ihrem Tagebuch: Ich will begreifen, was Liebe ist, aber bislang leide ich nur. Diejenigen, die meine Seele berühren, können meinen Körper nicht wecken. Und die, denen ich mich hingebe, können meine Seele nicht berühren.

Abgesehen von einer schönen Liebesgeschichte (und damit mein ich auch, die Selbstfindung von Maria) behandelt das Buch aber auch indirekt Themen wie die "heilige Prostitution" und den weiblichen Orgasmus. Ehrlich gesagt hat es mich auch sehr verwundert, wie ein Mann so gut über sowas schreiben kann.

Eingebettet in die Haupthandlung sind auch immer wieder kleinere Geschichten und Gleichnisse - passend zur Handlung. Marias Tagebuch zwischendurch lockert die Geschichte auch immer wieder etwas auf und regt den Leser selbst zum Nachdenken an.

Gerade das ist es, was ich an Coelhos Büchern so schätze. Man merkt, dass er sich mit dem Thema wirklich auseinander gesetzt hat und nicht einfach etwas geschrieben hat um damit viel zu verdienen.

Wie immer bin ich beim Lesen selbst auch sehr nachdenklich geworden und auch wenn ich dieses Mal sogar ein paar Tage für das ganze Buch benötigt habe, hat es mir sehr gut gefallen.

Ich kanns jeder Frau nur empfehlen. Was die Männer angeht: ich weiss nicht, obs euch gefällt. Interessant ist es auf alle Fälle.
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131 von 147 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erst mit 40 gelesen und doch Neues erfahren, 25. September 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Elf Minuten. Roman (Gebundene Ausgabe)
Die anderen Rezesionen geben den Inhalt von 11 Minuten zu genüge an. Also gehe ich darauf ein, welche meine Erfahrungen im 40. Lebensjahr damit sind.
Zu erst benötigt man bei Paulo Cohelo eine gewisse spirituelle Grundhaltung um den tieferen Sinn seiner Storys zu verstehen.Ziemlich viele Kritiker leben in unserer materialisitischen Welt und befreien sich nicht daraus wie eben Paolo C. Wer 11 minuten mit einer sensiblen Ader liest, sich die Erkenntnisse auf sein eigenes Leben projeziert, der macht in der Tat erstaunliche Entdeckungen. Außerdem hilft es in der Realität weiter. Eine der Haupterkenntnisse für mich ist, daß Niemand Niemanden besitzt. Wieviele Beziehungen gehen kaputt weil unentwegt Besitzansprüche von den Partnern angemeldet werden?? Ich habe mich daruf eingelassen, mir die Entscheidenen Stellen notiert und halte sie mir täglich vor Augen. Damit wird auch meine Seele wieder ruhiger in unserer schnellen oberflächlichen Welt. Ich wünsche das es Ihnen eben so ergeht. Gehen Sie offenen Herzens und mit Ihrer Seele an das Lesen und sie werden gleiches feststellen.
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140 von 165 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Euphorie pur, 27. August 2003
Von 
Dipl Ing R. Kohler (Ingolstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Elf Minuten. Roman (Gebundene Ausgabe)
Es war einmal...
So beginnt der neue Roman von Paulo Coelho, den ich innerhalb kürzester Zeit gelesen und genossen habe. Ich bin in das Buch eingetaucht und habe mich durch die wunderbare und klare Sprache Coelhos abermals wie berauscht gefühlt.
Man verfolgt die Geschichte der Maria mit Hoffnung und Neugier: Einerseits fühlt sich Maria durch ihre Arbeit als Prostituierte verschlossen gegenüber der wahren Liebe.
Auf der anderen Seite begegnet sie einem Künstler, dem es möglich ist, die starken Emotionen der Freiheit und der Liebe in Maria wieder zu erwecken. Die Kombination von Spiritualität und Erotik ist Coelho in diesem Roman perfekt gelungen.
Coelho hatte beim Schreiben dieses Buches Angst vor zwei Dingen:
Sich einerseits lächerlich zu machen, andererseits zu anstößig zu schreiben. Ich bin der Meinung, daß ihm der Spagat zwischen reinem Sex und der Freiheit, die nur die einzig wahre Liebe hervorbringen kann, perfekt gelungen ist.
Nachdem ich das Buch zuende gelesen hatte, war ich total euphorisch. Mich überfiel einerseits ein Gefühl der Traurigkeit, dieses wundervolle Buch bereits zu kennen und nun sozusagen auf kommende Bücher von Paulo Coelho zu hoffen. Andererseits bin ich zutiefst dankbar, daß es Menschen wie Paulo Coelho gibt, aus deren Büchern die reine Wahrheit und Klarheit spricht.
Ich bin Buchhändlerin und ich freue mich auf den Moment über die „Elf Minuten" von Paulo Coelho berichten zu dürfen. Ich werde dieses Buch an Menschen herantragen, die ebenfalls auf der Suche sind...
Ich fühle mich verbunden mit allen Männern und Frauen dieser Welt, denen die Worte Coelhos soviel bedeuten wie mir !
Danke- Andrea Samstag
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jenseits der 11 Minuten, 29. April 2010
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Elf Minuten (Taschenbuch)
Merkwürdigerweise finde ich dieses Buch inhaltlich klasse, aber nicht immer gut geschrieben. Dabei merkt man auf den ersten hundert Seiten, dass der Autor das mit dem Schreiben schon kann. Großartig werden die ersten zwei Jahrzehnte im Leben der Protagonistin erzählt, und zwar vor allem ihr Werden als sexuelles Wesen, aber auch all die Nöte, die Frauen haben, wenn es darum geht, mit den Männern und auch mit dem eigenen Körper klar zu kommen. Die Stärke dieses ersten Abschnittes des Buches ist es, dass hier nicht zuletzt ein paar Wahrheiten ausgesprochen werden, die man als Mann sonst nur erfährt, wenn man eine wirklich ehrliche Geliebte hatte (ist extrem selten) oder zumindest ein paar sehr offene, weibliche Freundinnen (auch nicht gerade häufig). Ich kann an dieser Stelle nur sagen, dass das hier Beschriebene mit den meisten Erfahrungen mit Frauen in meinem Leben übereinstimmt - wenn auch nicht mit allen. Großartig finde ich, dass dies alles aber nicht als Vorlesung präsentiert wird, sondern schlüssig und schön zu lesen in eine überzeugende und spannende Biographie integriert ist. Pornographie sucht man deshalb auch in diesem Abschnitt des Buches vergeblich.

Überhaupt wird hier schnell ein weiteres Thema noch viel spannender. Aus der tiefsten Provinz Brasiliens kommt diese Maria, um die es hier geht. Und im Gegensatz zu allen anderen Dorfschönheiten dieser Welt träumt sie nicht nur vom schönen Leben in der Ferne, sie besitzt auch den Mut, aus ihrer Welt auszubrechen und ihr Glück zu suchen - ein Thema was wohl auch in den anderen Büchern von Paulo Coelho eine wichtige Rolle spielt. Abenteuer, das ist es, was das Leben schließlich ausmacht. Und so bricht sie auf, erst aus ihrem kleinen Kaff nach Rio, dann in die kalte Schweiz, wo sie erst Tänzerin, dann Prostituierte wird. Aber dieses Schicksal ist hier fern von einem gesellschaftlichen Abstieg. Im Gegenteil, Maria sucht ihr Glück nicht nur, sie findet es auch. Mut wird eben doch belohnt, in diesem Buch und wohl auch in der Wirklichkeit.

Und damit kommen wir dann leider zu dem Teil des Buches, der mir weit weniger gelungen erscheint als der gerade beschriebene Anfang. Zu plötzlich wird innerhalb weniger Monate aus dem unschuldigen Ding vom Land die welterfahrene und auch noch in einer Fremdsprache poetisch flirtende Göttin, deren Unsicherheit nur noch künstlich herbei geschrieben zu sein scheint, weil sie immer wenn es darauf ankommt, dann doch die richtigen, klugen und mutigen Entscheidungen fällt und durchdachte Dinge sagt. Das ist etwas zuviel und vor allem einige Dialoge scheitern hier einfach (so der aus dem ersten Treffen mit dem Maler Ralf). Und auch die schnelle Begeisterung der Protagonistin für den "speziellen Freier" scheint einem mehr als ein Vehikel, doch noch etwas harten Sex im Buch unterbringen zu können. Ein bisschen S/M tut den Verkaufszahlen dann vielleicht gut. Negativ bleibt auch das Ende in Erinnerung, wo vieles von dem, was am Anfang so geschickt in die Geschichte der jungen Maria eingebaut war, noch einmal lehrbuchhaft erläutert werden muss. Ich will es mal so ausdrücken: Wer es als männlicher Leser bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht verstanden hat, für den (und dessen Freundin) ist es ohnehin zu spät.

Mir scheint das Buch aber ohnehin neben der Erläuterung der Funktion der weiblichen Anatomie (so wichtig sie auch für erfüllte Liebe auch sei) ein weit wichtigeres Thema zu enthalten. Lieben und Liebe machen, das ist etwas, was den kompletten Menschen fordert. Und so erlebt Maria erst dann Liebe und Befriedigung, als zu den 11 Minuten Kopulation etwas dazu kommt. Nämlich die Bereitschaft, sich jenseits des Aktes auf Menschen wirklich einzulassen, mit ihnen zu reden und sich dabei auch über wirklich Bewegendes im Leben austauschen zu können. Das Buch ist ein Plädoyer für die Leidenschaft im Leben, und fast schon wie Houellebecq wird hier die traurige Gesellschaft der Schweiz beschrieben, in der weder erotische Spannung noch Liebe noch Leiden noch Glück einen Raum finden. Und wo das alles nicht ist, ist eben auch kein Leben. Und das ist dann wieder eine Erfahrung, die ich ebenfalls aus meinem Leben zu kennen meine, wo sich zu viele Bekannte in Beziehungen wiederfinden, in denen nicht mehr gesprochen, geliebt und gelitten wird. Dieser in der Regel dauerhafte Zustand der bürgerlichen Existenz ist im Buch leider nur zu treffend dargestellt.

Und vielleicht ist genau das dann auch der Grund, warum dieses Buch handwerklich nicht überzeugend ist. Der Autor hat einfach mit zu viel Engagement für die Sache geschrieben. Aber da seine Botschaft wohl doch die richtige ist, muss man ihm das wohl am Ende doch verzeihen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Angenehm, gefühlvoll - voller Liebe, 8. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Elf Minuten (Taschenbuch)
Das erste Buch was ich von P. Coelho gelesen habe - ich war fasziniert.

Das Buch beginnt eigentlich wie ein Märchen für Erwachsene, verliert aber schnell den märchenhaften Charakter und führt uns ein in das Mysterium der Liebe.
Coelho setzt sich mit den dunkeln und hellen der menschen, Liebe und Gefühle auseinander.

Maria darf und muss alles erfahren um vom profanen zum heiligen zu gelangen. So wirkt das Buch zeitweilig wie rein erotische Literatur, wären da nicht die Quintessenzen die Maria aus Ihren Erfahrungen herauszieht. Weisheiten die den Leser berühren und ihn zum Nachdenken anregen. Jedoch, so wie sich Maria und ihr Maler gegenseitig Sexlektionen erteilen, so werden dem Leser Sexlektionen erteilt. Es gibt Zeiten der träumerischen Höhen und der realen Tiefen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch hat meine Seele berührt..., 25. Juni 2008
Von 
N. Ohl "Ace" (Ludwigsburg, BaWü) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Elf Minuten (Taschenbuch)
.... auf so vielen Ebenen, dass es fast unmöglich ist, sie in einer kurzen Rezension zur Zufriedenheit aufzuführen.
Wenn man Beschreibungen dieses Buches liest, stößt man auf Worte wie Sex, Sadomasochismus, Hure und Brasilien. Doch dieses Buch ist vielmehr als ein Groschenroman über die Sexeskapaden einer Hure. Es geht vielmehr um die Selbstfindung, für die es eben manchmal nötig ist, die eigenen Grenzen kennen zu lernen und zu überschreiten - sowohl die inneren Grenzen, als auch die Grenzen zur Heimat. Es geht um Liebe, um die wahre Liebe. Liebe um der Liebe Willen, ohne Besitzansprüche, ohne festhalten. Es geht um das innere Licht. Das innere Licht, dass man nur sehen kann, wenn man seine Seele und sein Herz öffnet. Es geht um die Fähigkeit des Loslassens, des absoluten Vertrauens und es geht um die eigene Macht. Die Macht, die jeder Mensch über sein eigenes Leben und sein eigenes Schicksal hat. Es geht darum an dieser Macht festzuhalten und sie nicht abgeben zu wollen. Es geht um Unabhängigkeit und um Seelenfrieden. Aber es geht auch um kleine Dinge, die viele Menschen erst noch oder wieder lernen müssen. Zum Beispiel, dass es nicht schlimm ist, wenn man nicht weiß was Kurden sind oder wo sie herkommen, sondern dass es viel schlimmer ist, wenn man sich nicht einmal traut danach zu fragen. Denn läßt uns nicht die Angst davor, dumm zu wirken Schluß endlich dumm bleiben?

Dieses Buch sagt jedem, der es mit offenem Herzen liest: Steht zu Euren Fehlern und Eurem Unwissen; seid ehrlich zu Euch selbst und Anderen; schämt Euch nicht zu fragen; laßt Euer Ziel nicht aus den Augen; geht an Eure Grenzen und darüber hinaus; öffnet Eure Seele und Euer Herz; wahre Liebe bedeutet lieben und vertrauen, aber nicht besitzen; und am allerwichtigsten, Begehren findet in erster Linie in der Seele statt, nicht im Körper und zu begehren ist wichtiger, als zu nehmen.

Ich danke Paolo Coelho für dieses Buch und die Erkenntnisse, die es mir gebracht hat. Und ich wünsche jedem Leser, dass er dieses Buch so lesen kann, wie es gelesen werden sollte, mit weitgeöffnetem Geist.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 11 Minuten - Liebe und Sex, 30. Dezember 2008
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Elf Minuten (Taschenbuch)
11 Minuten ist wohl schon zu den Klassikern zu zählen. Ich habe das Buch"Das 11 Minuten Mädchen" gelesen und natürlich in diesem Zusammenhang auch dieses Buch von Paulo Coelho.

Der Zusammenhang besteht folgendermaßen.

"Es war einmal eine Prostituierte namens Maria." - so beginnt Paulo Coelhos Erfolgsroman Elf Minuten. 1999 in Mantua zum Literaturfestival hielt Mariana Brasil (eine Prostituierte) ein Schild in die Höhe, auf dem stand "Lassen Sie meinen Traum wahr werden und widmen Sie mir eine Minute Ihrer Zeit". So lernte sie Paulo Coelho kennen, gab ihm ihr Manuskript zu lesen und inspirierte ihn zu seinem Weltbestseller "Elf Minuten.

Inhalt:
=====

Die Tänzerin und Prostituierte Maria, eine junge Frau aus dem brasiliansichen Hinterland, ist die Protagonistin des Romans.

Sie ist gezwungen, ihr Geld auf diese Art zu verdienen.

Rio de Janeiro ist der Ort, in dem das Buch spielt.

Maria übt ihren "Job" aus, ohne ihr Herz einzubringen. Sie hat sich gesagt, dass sie sich nie verlieben wird. Aber da hat sie nicht mit "Der Sprache der Seele" gerechnet, die ihr begegnet und ihr ganzes Leben durcheinanderbringt.

Das Verhältnis zwischen Liebe und Sexualität wird von Coelho ungeschminkt dargestellt - sozusagen aus den Augen einer "Sexarbeiterin"

Dieser Roman wird ein provozierendes modernes Märchen über die Alchemie der Liebe genannt. So empfinde auch ich es, wenn ich das Buch lese. Es sind märchenhafte Züge enthalten, es ist provozierend und zu Herzen gehend, es rüttelt auf mit seinen gekonnten Aussagen über Liebe und Sexualität und es lässt nachdenken über Lust und Liebe. Sind Körper und Seele eins, wie kann man beides definieren ??? All dies und viele weitere Fragen hat das Buch in mir aufgeworfen.

Ich finde die Art des Schreibens von Coelho sehr markant aber auch wiederum sehr ausschweifend und vor allen Dingen äußerst flüssig zu lesen.

Das Buch beginnt mit einem Auszug aus Lukas, 7: 37-47 - es geht um eine Sünderin und einen Pharisäer ....
Danach folgt die Hymne an Isis, 3. oder 4. Jhd. nach Christus, entdeckt in Nag Hammadi (Weil ich die erste und die letzte bin, bin ich verehrt und verachtet, bin ich Hure und Heilige, bin ich Gattin und Jungfrau, bin ich Mutter und Tochter, bin ich die Arme meiner Mutter, bin ich unfruchtbar und die Zahl meiner Kinder ist groß, bin ich gut vermählt und ledig, bin ich die begiert und niemals geboren hat, bin ich die Trösterin der Wehen, bin ich die Gattin und der Gatte, und es war mein Mann, der mich geschaffen hat, ich bin die Mutter meines Vaters, bin die Schwester meines Mannes und er ist mein abgelehnter Sohn, achtet mich immer, denn ich bin der Anstoß Erregende und die Prächtige.)

Die Geschichte ist in der Vergangenheitsform geschrieben, und so, als ob der Schriftsteller die Geschichte der Maria erzählt.

Maria erlebte einige Enttäuschungen in der Liebe, worüber Coelho dem Leser zu Beginn berichtet, um den Einstieg zu finden, warum sie zur Prostitution gefunden hat.
Viele Widersprüche werden aber von Coelho geschrieben, wo man als Leser denkt: "Ops, soll das so sein, oder hat sich der Autor da vertan?", aber ich denke, dass soll einfach auch die Ungereimtheit und Wiedersprüchlichkeit zwischen Liebe und Sexualität und das Leben der Prostituierten Maria darstellen. Sozusagen ein Doppelleben zwischen Körper und Seele. Ich finde diese Wiedersprüche, die mir aufgefallen sind einfach passend. zum Beispiel schreibt Coelho, dass Maria Angst hat und im gleichen Atemzug erzählt er, dass sie sich nicht fürchtet.

Wie oft gibt es im Leben Widersprüchlichkeit und wie oft habe ich die Gedanken aus diesem Buch schon auf mein persönliches Leben projizieren können. Ich habe sehr viel aus diesem Buch mitgenommen. Man muss sich auf die Geschichte einlassen, man muss Coelho mögen, dann ist dieser Erfolgsroman auch ein Erfolg ihn gelesen zu haben.

Er schreibt sowohl drastisch und dramatisch, aber auch einfühlsam und zu Herzen gehend, je nachdem, wie es für die bestimmten Stellen und Handlungen im Roman benötigt wird. Ich liebe Coelho und gerade dieser Roman hat bewiesen, das wir es mit einem großen Schriftsteller zu tun haben.

an dieser Stelle noch einige Anmerkungen zum Autor:
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brasilianischer Schriftsteller
geboren: 24. August 1947 in Rio de Janeiro
Seine Kindheit war schon religiös - er besuchte eine Jesuitenschule.
Er studierte Rechtswissenschaften und war u.a. Theater- und Drehbuchautor.
Schon immer setzte er seine Meinung durch und seine Eltern lieferten ihn, weil sie meinten, er sei geistesgestört, in eine Psychiatrische Anstalt ein. In seinem Roman "Veronika beschließt zu sterben" verarbeitet er diese Zeit.
Auch politisch ist er tätig.
Er geht im Jahr 1986 den Jakobsweg und im Anschluss kommt sein Buch "Auf dem Jakobsweg - Tagebuch einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela" heraus.
Der Alchimist ist ein weiteres Buch aus seiner Feder, auch hier hat er Details aus seinem Leben verarbeitet.
P. Coelho erhielt 2001 den Bambi und am 25. Juli 2002 folgte die für brasilianische Schriftsteller größte Auszeichnung "Academia Brasileira de Letras"
Die UNESCO ernannte ihn 1996 zum Sonderbotschafter für interkulturellen Dialog. Man kann nicht alle Preise aufzählen, die dieser tolle Schriftsteller und Mensch erhalten hat. Ihm gebührt einfach nur Bewunderung.

Der Diogenes-Verlag hat viele seiner Romane herausgebracht, wie man das von diesem Verlag nicht anders erwartet. Viele Klassiker und Weltbestseller sind bei Diogenes erschienen. Das Cover und die Aufmachung des Buches sind auch sehr positiv zu bewerten. Man kennt ja die Diogenes-Romane, sie haben alle ihre eigene und bekannte Aufmachung, sind einfach und speziell.
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49 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verwerflich - und deshalb ein Teil von mir, 29. November 2004
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Elf Minuten. Roman (Gebundene Ausgabe)
In „Elf Minuten" spricht Paolo Coelho mit der ihm eigenen klaren und einfachen Sprache ein Thema an, das mich seit über 30 Jahren in Atem hält und meinem Leben genauso viele wunderschöne wie traurige Momente beschert hat: die überwältigenden Erfahrungen mit Sexualität und Liebe und ihre gleichsam folgenden tiefen Abgründe. Selten hat mich ein Buch in gleicher Weise angeregt und Erinnerungen wach gerufen, über die ich mich mit anderen Menschen bislang nicht austauschen konnte oder wollte.
Ich bin Maria, der Hauptfigur des Romans, mehrfach begegnet, auch wenn keine meiner Freundinnen als Prostituierte gearbeitet hatte. Es waren die bildschönen, verheirateten oder viel zu jungen Frauen aus unterschiedlichsten Kulturen, die mir jeweils bis zum Schluss der Beziehungen unendliche Liebe bewiesen, um dann im nächsten Augenblick scheinbar ohne nachvollziehbaren Grund die Beziehung zu beenden. Paolo Coelho hat mir geholfen, Frauen in einem wesentlichen Punkt besser zu verstehen - ihren Zwiespalt zwischen Lust und Moral. „Elf Minuten" hat mir aber auch geholfen, meine Ehefrau aus einem neuen Winkel zu betrachten - zu sehen, dass in ihr die Lust nicht erloschen ist.
Ich kann jedem erwachsenen Menschen nur empfehlen, dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite in aller Ruhe und in einem Zug zu lesen und dabei sich selber zu beobachten - zu beobachten, wie sehr man selber zwischen Ablehnung und Angeregtheit hin und her gerissen wird. Ganz wichtig war für mich das Nachwort von Paolo Coelho und damit die Erkenntnis, dass all das, wovon das Buch handelt, nicht der abwegigen Phantasie eines in die Jahre gekommenen Autors entspringt.
Nur wenn man die moralisch verwerflichsten Gedanken als Teil seiner selbst akzeptiert, kann man sie auch bei anderen akzeptieren und lieben. Auf jeden Fall habe ich nach der Lektüre des Buches mit vielen meiner Ex-Freundinnen und mit meiner - moralisch gesehen - „dunklen" Seite Frieden geschlossen und freue mich darauf, das „Licht", mit dem mich meine Ehefrau damals angezogen hat, neu an ihr zu entdecken.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Polarisierend!, 6. März 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Elf Minuten (Taschenbuch)
Ich möchte nicht jedem Negativ-Rezensenten unterstellen, er habe sich auf das Thema nicht einlassen können. Ich glaube aber schon, dass die frustrierten Äußerungen durchaus zu einer gewissen Verklemmtheit und einem Nicht-Glauben an die Möglichkeit eines seelisch erfüllenden Sex passen. Ich jedenfalls habe das Buch gern gelesen und einige Denk- und auch Handlungsanstöße dadurch erhalten. Vor Allem sehe ich täglich viele frustrierte Menschen - und Coelho liefert eine durchaus plausible Erklärung dafür.
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Elf Minuten. Roman
Elf Minuten. Roman von Paulo Coelho (Gebundene Ausgabe - September 2003)
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