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159 von 176 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, einfach wunderbar
Jemand, der dieses Buch als finster und deprimierend empfindet, hat dieses Buch nicht verstanden, oder hat noch nie soetwas wie Dunkelheit und Leere im Herzen empfunden. Paolo schreibt so emotionsgeladen, das jedes seiner Worte ins Herz geht.
Ich las als erstes "Elf Minuten", ein wunderbares Buch über das Leben, die Liebe und die menschlichen Triebe und...
Veröffentlicht am 24. Januar 2008 von Maria König

versus
29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut aber nicht vollends überzeugend
Ich mochte das Buch, las es gern und dennoch erschien mir die Geschichte nicht ganz glaubhaft. Zu banal schien mir der Grund, dass Veronika aus dem Leben scheiden wollte, zu einfach ihre Heilung und ihr Weg zurück zum Leben. Mir schien beim Lesen, dass Coehlo über etwas schreiben wollte, was er niemals selbst gefühlt hatte. Eine depressive Episode, der...
Veröffentlicht am 7. Januar 2002 von Andre Iseli


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159 von 176 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, einfach wunderbar, 24. Januar 2008
Von 
Maria König "Maria" (Sachen-Anhalt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Jemand, der dieses Buch als finster und deprimierend empfindet, hat dieses Buch nicht verstanden, oder hat noch nie soetwas wie Dunkelheit und Leere im Herzen empfunden. Paolo schreibt so emotionsgeladen, das jedes seiner Worte ins Herz geht.
Ich las als erstes "Elf Minuten", ein wunderbares Buch über das Leben, die Liebe und die menschlichen Triebe und Beweggründe.
Danach las ich "Veronika beschließt zu sterben", zu einer Zeit, in der ich in einem tiefen Loch aus Sinnlosigkeit steckte, alles um mich herum war auf einmal wertlos, völlig ohne Liebe, oder Verstand.
Mein Vater ist ein paar Tage zuvor gestorben, und ich fühlte mich so unvollständig, auf einmal war alles zu spät, was man hätte ändern können.
Ich las dieses Buch und ich habe wieder erkannt was das Leben so wunderbar und wertvoll macht.
Es ist nicht Geld, oder sonstige materialistischen Dinge,
nein, ich saß auf meinem Balkon und lauschte den Bäumen, die im Wind raschelten. Ich empfand eine innere Ruhe und Zufriedenheit, die mit keinem Wort zu beschreiben ist.
Paolo möchte uns Lesern mitteilen, dass genau das etwas so wunderbares ist, und das wir hin und wieder hinhören sollten, um wieder Kraft zu schöpfen. Er ist ein großartiger Autor, der sich auf seiner Homepage zu jeder Kritik, ob positiv, oder negativ privat äußert. Und wenn es doch nur einer seiner Angestellten ist, egal, er kümmert sich und interessiert sich für seine Mitmenschen. Wie sonst könnte er schreiben, wie eine Frau fühlt in manchen Momenten, wie dunkel es manchmal in der Seele eines Menschen ist. Ich kannte das Gefühl von Veronika nur zu gut, und es besucht mich noch immer sehr oft, aber es geht auch wieder und macht Platz für alles Lebenswerte, ich denke das ist es, was er uns sagen wollte.
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59 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine hymne an das leben, 7. Dezember 2003
Das Buch handelt von einer jungen Frau, die sich entschließt zu sterben. Sie nimmt eine Überdosis von Schlafmitteln und erwacht in der Klapse "Vilette".
Dort erfährt sie nachdem sie aus dem Koma aufgewacht ist, dass sie nur mehr ein paar Tage zu leben hat, weil ihr Herz irreperabel geschädigt ist. Im Angesicht des Todes überdenkt sie ihr vorheriges Leben und durch Gespräche mit anderen Patienten, erkennt sie wie unwichtig es ist immer nur das zu tun, was den anderen gefällt bzw. diese von einem erwarten.
Sie geht aus sich heraus, tut was ihr gefällt und niemand hasst sie dafür.
Sie beginnt wieder an ihrem Leben zu hängen und erinnert sich an ihren Kindheitstraum Pianistin zu werden.
Sie spielt am Klavier der Anstalt wie eine besessene für einen Schizophrenen in den sie sich verliebt und dem sie sich ohne Hemmungen und Schranken hingibt.
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen der seine verloren geglaubten Träume wieder entdecken will, und Leuten die schon Psychiatrieerfahrung haben ganz besonders, denn man entdeckt viel viel Wahres in den persönl. Geschichten der betroffenen Patientin in diesem Buch.
Coelho war ja selber 3 mal psychiatriert und weiß wovon er spricht.
Ein absolut positives Buch und eine Hymne an das Leben.
Andrea
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38 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...ich weine immer noch..., 7. Februar 2002
Von Ein Kunde
ich habe gerade das buch zu ende gelesen und ich kann nicht aufhören zu weinen und zu lachen - einfach verrückt! ich kann nicht glauben, dass jemand solch eine geschichte aufs papier bringen kann, sollte mich allerdings bei paulo coelho nach "der alchimist" und "Am Ufer des Rio Piedro sass ich und weinte" nicht mehr wundern. aber ich will nicht zu viel erraten - nur soviel - das buch nimmt eine ganz andere wendung, als man von der kurzbeschreibung annehmen könnte. es ist schlicht und ergreiffend eine liebeserklärung an das leben, ein appell an alle menschen, die jeden tag gelangweilt vor sich hinleben und so ihre kostbare zeit verschwenden. tut das, was euch gefällt, jeder auf seine art und weise und nicht so, wie es uns gezeigt oder gesagt wurde. wir wissen am besten, was uns guttut-wenn wir nur darauf hören - müssen. ich muss fange gleich wieder an zu lesen...
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Titel der vielleicht falsche Vorstellungen weckt...., 21. August 2001
Rezension bezieht sich auf: Veronika beschließt zu sterben (Gebundene Ausgabe)
Sobald man die ersten Seiten dieses Buches gelesen hat, ist man schon hypnotisiert. Die Faszination dieser Geschichte, steigt von Seite zu Seite. Man hat durch den Titel des Buches höchstwahrscheinlich eine ganz andere Vorstellung vom Inhalt. Man stellt jedoch sehr schnell fest, dass der Sinn hinter allem nicht der TOT ist, sondern das LEBEN! Dieses Buch sprüht förmlich vor Leben, und vor Hoffnung, und darauf kommt es an. Man sollte sein Leben so leben, als könnte morgen schon der letzte Tag sein. Paulo Coelho versteht es meisterhaft diese Erkenntnis seinen Lesern zu vermitteln. Vielleicht muß man aber erst an seine Grenzen gestoßen sein, um den tieferen Sinn dieses Buches wirklich zu begreifen...
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen vom nahen Tod ins Leben zürück, 5. März 2006
Von 
Stephan "buchtippse.de" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
°
´Veronika beschließt zu sterben´, weil sie einfach keinen Sinn mehr sieht in ihrem tristen Lebensalltag. Sie nimmt Schlaftabletten, wird allerdings noch rechtzeitig gefunden und erwacht in der Psychiatrie. Der Arzt dort erklärt ihr, dass die Tabletten ihr Herz so geschädigt hätten, dass ihr nur noch kurze Zeit zu leben bleibt. Um sie noch mehr davon zu überzeugen, injiziert er Medikamente, die Herzschmerzen verursachen. Und tatsächlich erwacht durch die Nähe des bevorstehenden Todes der Lebenswille in Veronika. Sie verliebt sich sogar noch in der kurzen Zeit und wagt einen Fluchtversuch aus der Anstalt, um draußen den vermeintlichen Rest von Leben voll auszuschöpfen. Das Buch macht betroffen und lässt den Leser darüber nachdenken, worin der eigene Lebenssinn besteht. Im besten Fall bricht man danach selbst aus der Anstalt aus, in die man sich lebensmüde gebracht hat und beschließt, seine Tage zu leben statt zu erleiden. Das Buch steigt gleich zu Beginn recht tief ein – eben bei Selbstmordgedanken – und entwickelt aus der anfangs düsteren Sinnlosigkeit eine inspirierende Zukunftsperspektive. Dennoch ists nicht das beste Buch von Coelho und bekommt daher ´nur´ 4 Sterne.
~
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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut aber nicht vollends überzeugend, 7. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Veronika beschließt zu sterben (Gebundene Ausgabe)
Ich mochte das Buch, las es gern und dennoch erschien mir die Geschichte nicht ganz glaubhaft. Zu banal schien mir der Grund, dass Veronika aus dem Leben scheiden wollte, zu einfach ihre Heilung und ihr Weg zurück zum Leben. Mir schien beim Lesen, dass Coehlo über etwas schreiben wollte, was er niemals selbst gefühlt hatte. Eine depressive Episode, der Wunsch der eigenen Existenz ein Ende zu setzen fühlt sich anders an und lässt sich nicht ganz so einfach aus der Welt schaffen, wie man es uns hier glaubhaft machen will. Wer das Gefühl verstehen möchte, wie man sich mit seinem Todeswunsch fühlt, dem empfehle ich Hesses Steppenwolf.
Trotzdem, ein hübsches Buch, mit vielen weisen Worten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswert!, 1. Dezember 2009
Zur Handlung denke ich, wurde schon genug gesagt. Ich war eigentlich, angesichts des großen kommerziellen Erfolgs Coelhos Bücher, durchaus skeptisch, muss aber zugeben, dass die Skespsis unbegründet war, und der Erfolg des Autors zu Recht besteht.
Man kann dieses Buch sicherlich kritisieren, in Bezug auf die durchwegs simpel gehaltene Sprache, die stellenweise etwas eigenartigen Metaphern oder die Erzählweise.
Das sei jedem unbenommen. Das Buch jedoch als "belanglos", "platt" oder gar "gefährlich" darzustellen, ist nicht möglich. Dass viele Leute dieser Ansicht sind, rührt wohl daher, dass vielen Menschen, gerade in unseren Breitengraden, die Fähigkeit symbolisches, mystisches oder spirituelles zu verstehen, abhanden gekommen ist. Leute, die -außerhalb einer anerkannten Religionsgemeinschaft- offen für soetwas sind, werden gerne in das Eck der kommerziellen Esotherik, des Feng Shui udgl. gestellt.

Nun, was ist es also, was an diesem Buch gerne kritisiert wird? Die mangelnde Auswälzung der Hintergründe für das Handeln vA der Protagonistin, generell die "Banalität" der Personen und der Botschaft. Das soll, diese Meinung habe ich schon oft gehört, die literarische Qualität dieses Wekes schmälern.
Meinetwegen, auch sei es jedem unbenommen, etwas als Literatur zu qualifizieren, oder es als Selbsthilfebuch einzuordnen.
Ob das Sinn macht, ist eine andere Frage. Literatur ist ein so wandelbarer Begriff, und vieles was früher als Schund abgetan wurde, ist heute anerkannte Kunst. Und vieles was füher anerkannte Kunst war, kann heute kein Mensch mehr konsumieren (man denke zum Beispiel an Barocklyrik, oder wer erträgt denn bitte Wagners Operntexte ohne die zugehörige Musik?)

Tatsache bleibt, dass dieses Buch Millionen von Menschen berührt hat, und zwar auf einer ganz persönlichen Ebene. Und warum hat es das? Weil eben nicht, wie es in den als Literatur anerkannten Werken, ein psychologischer Voyeurismus betrieben wird, um eine erfundene Figur möglichst realistisch und greifbar darzustellen, sondern vielmehr bleibt bewusst sehr viel offen und scheibar (!) banal.
Wie es in der anerkannten Literatur übrigens auch manchmal ist. Um bei einem Selbstmörder zu bleiben: Wird denn Woyzeck bis in letzte Detail psycholgisch beleuchtet? Würde ich nicht sagen. Dass der Woyzeck mit einem Amoklauf endet ist ein denkbares Ende. Er hätte auch anders enden können. Der Versuch übrigens die Gedanken eines Selbstmörders einem geistig gesunden Menschen verständlich zu machen, ist außerdem wohl ein Versuch, der von vornherein in vielen Fällen keine realistische Erklärung bietet.
Hält jemand Hänsel und Gretel für ein schlechtes Märchen, weil darauf verzichtet wird, psychologische Details bis ins letzte zu durchleuchten? Ist die Geschichte weniger qualitätvoll, weil wir nicht erfahren, was Hänsel und Gretel fühlen, als sie beschließen, die Hexe ins Backrohr zu schieben? Wir erfahren nicht, wie sie mit der Tatsache einen Mord begangen zu haben ihr restliches Leben fertig werden. Macht das was? Oder macht es was, das die Idee, dass Eltern ihre Kinder im Wald aussetzen, ja auch nicht gerade die glaubhafteste Variante ist?

Nein, hier stört es keinen. Aber nur weil ein moderner Autor Literatur verfasst, die etwas anders als die gewohnte ist, erhebt man sofort den Vorwurf der Banalität. Tasache bleibt, dass dieses banale Werk Millionen von Menschen berührt hat. Heißt dass, das all diese Menschen banal sind? Ich denke nicht.
Vielmehr sind jene, die zu der Symbolhaftigkeit des Buches keinen Zugang haben, einfach eher jene Menschen, die so sehr von der Vernunft geprägt sind, dass ihnen das ganze natürlich banal erscheinen mag, oder solche, die das Problem des "unverwirklichten Traums" einfach nicht kennen. Vielleicht, weil sie das Problem verleugnen, oder zuviel Angst haben, sich nicht stark genug dafür interessieren, oder vielleicht zu den wenigen Glücklichen gehören, die ihren Traum schon leben.

Unstrittig ist es aber sicher ein Werk, das in der westlichen Leistungsgesellschaft unerwünscht ist. Die Leute könnten ja auf die Idee kommen, dass ihr Job mit 60 Stunden Woche zwar gut für die Wirtschaft, nicht aber gut für sie selber ist.
Wie die Individualität generell eher unerwünscht ist, denn es ist ja leichter Waren herzustellen, die den Geschmack hundert gleichgeschalteter Menschen treffen, als hundert von einander unterschiedlicher.

Ein sehr lesenwertes Buch, allerdings nur, wenn man einer dieser rastlosen Menschen ist, der gerne über das Leben philosophieren, denn das ist eindeutig die Zielgruppe.
Natürlich vermittelt das Buch auch direkte Botschaften, die sind aber garnicht so das interessante. Das wirklich interessante sind die Denkanstöße, zu denen dieses Buch führen kann. Inwieweit man Denkanstöße findet, wohin sie führen, hängt natürlich vom Leser ab.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Hommage an das Anders-Sein, 19. Januar 2011
Da ich zu den größten Kritikern Paulo Coelhos gehöre (der Alchimist als misslungenstes Werk allen voran) war es eher Zufall, dass ich auf das Buch stieß. Eigentlich interessierte ich mich vielmehr für den Film, dessen Vorschau ich im Fernsehen sah. Schnell kam ich jedoch dahinter, dass die Geschichte ein Buch Coelhos war, lieh es mir von meiner Schwiegermutter und fing an - frei von jeglichen Erwartungen - zu lesen. Der sachliche Inhalt wurde ja hier nun schon zur Genüge platt getreten, wobei ich mich immer wieder über die Aussage der 1-Sterne-Bewerter zum Thema "Stereotypen" wundern musste - allen Anschein nach waren diejenigen noch nie in einer solchen Institution und haben auch sonst nicht viel mit, wie Coelho es eigentlich ganz treffend nennt "VerRÜCKTen" zu tun. Wie dem auch sei, am Meisten störte mich die sich immer wieder wiederholende (abgeguckte) Aussage jener Rezensenten, das Buch sei "Banal". Ich vermute jeder, der dieses Buch als banal betrachtet, ist einer derjenigen Menschen, die noch viel zu sehr in dem Stadium stecken sich der Gesellschaft anzupassen und krampfhaft versuchen nicht "verrückt", nämlich anders, nämlich instinktiv sie selbst zu sein. Denn nur so ist zu erklären, warum sie mit der Aussage des Buches nichts anfangen können. Es kommt in diesem Buch nicht darauf an, wie überzeugend oder authentisch die Charaktere einen realen Psychatriealltag darstellen. Dies ist ein buch um zu sich selbst zu finden und sich darüber bewusst zu werden, dass man niemandem etwas schuldet außer sich selbst.
Zugegeben, die 2-3 Anspielungen Coelhos auf sich selbst fand ich auch störend, aber sie sind Gott sei Dank nur am Rande zu finden.

Fazit: Ich empfehle dieses Buch jedem, der selbst Erfahrungen mit psychosomatischen Symptomen gemacht hat, der selbst schon mal Angst hatte als "verrückt" bezeichnet zu werden, der das Gefühl hat sich um jeden Preis einer Gesellschaft anpassen zu müssen, der selbst einmal in einem tiefen Loch saß und keinen Ausweg mehr sah. Allen Anderen rate ich: Finger weg - die Lektüre ist etwas für fortgeschrittene "Verrückte", nicht für Anfänger, die mehr mit leugnen als mit sich selbst beschäftigt sind...
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ...wer kauft schon ein Buch mit einem solchen Titel?, 26. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Veronika beschließt zu sterben (Gebundene Ausgabe)
Das können doch wohl nur Menschen sein, die entweder den Autor kennen (was bei mir nicht der Fall war) oder weil der Titel sie irgendwie anzieht (was bei mir der Fall war).
Natürlich sind die Botschaften Binsenweisheiten...aber wen stört das, wenn sie so nett verpackt daherkommen? Und kann mensch oft geung davon lesen? Davon, daß "verrückt sein" manchmal nicht mehr heißt, als Mut zur Indvidualität zu haben, die Unfähigkeit, sich Regeln anzupassen, die nicht für einen gemacht sind. Davon, daß mensch Grenzerfahrungen braucht, um das Leben schätzen zu lernen oder vielmehr zu verstehen, daß viele Erfahrungen im Leben maßgeblich von sich selber abhängen. Davon, daß die eigene Bitterkeit einen töten kann.
Es rührt irgendwie an, Veronika, Zedka, Mari, Eduard und Dr. Igor zu begegnen, und ich wage einmal dreist zu behaupten, daß die meisten Menschen mehr oder weniger von einem oder mehreren dieser Personen in sich wiederfinden.
Was jeder für sich aus dem Buch mitnimmt oder auch nicht mag ein Spiegelbild der eigenen Verfassung, Einstellung, Seelenlage,... sein.
Lesern, die "Geh' wohin Dein Herz Dich trägt" oder "Der kleine Prinz" mögen, wird auch dieses Buch gefallen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Frage nach dem Leben, 28. Mai 2013
Kurzbeschreibung:

Veronika hat sich lange Gedanken darüber gemacht, wie sie sich umbringen sollte. Sich zu erhängen oder eine Kugel in den Kopf zu schießen kommt aus vielen unterschiedlichen Gründen nicht in Frage. Deshalb greift sie zu Schlaftabletten. Eine große Menge davon schluckt sie und fällt kurz darauf in eine umarmende Dunkelheit. Nur um etwas später in einem Sanatorium aufzuwachen. Der Selbstmordversuch ist gescheitert und nun muss sie einige Zeit in der Anstalt verbringen, mit scheinbar gleichgesinnten – Verrückten. Aber schnell entwickelt sie einen Draht zu den Patienten und muss lernen, dass es keinen allzu großen Unterschied zwischen dem Leben und dem Verrückt sein gibt.

Erster Satz: Am. 11. November 1997 entschied Veronika, jetzt sei es – endlich – an der Zeit, sich das Leben zu nehmen.

Meine Meinung:

Diogenes ist nicht grad ein Verlag zu dem ich allzu oft greife – eigentlich nie, aber dieses Buch wollte ich ausprobieren. Der Titel “Veronika beschließt zu sterben” hat mich total neugierig gemacht: wie kann man sowas wie das Sterben – das Beenden eines Lebens – einfach so beschließen? Nun konnte ich meine Neugierde wirklich nicht mehr unterdrücken und hab zum Buch gegriffen und meine Antwort erhalten.

Ich muss nach dem Lesen sagen, dass mich das Buch in vielen Punkten sehr überrascht hat. Ich habe ein depressives und melancholisches Buch erwartet, dass nur so vor Trauer triefen würde, aber ich habe was ganz anderes bekommen. Eine Liebeserklärung. Eine Liebeserklärung an das Leben. Mir ist bewusst, dass das ziemlich makaber klingt, wenn man den ziemlich düsteren Titel bedenkt, aber wenn man das Buch gelesen hat versteht man es. Man erkennt etwas, was man immer, irgendwo im Unterbewusstsein kannte, nur nie beachtete.

Veronika ist eine sehr interessante Protagonistin der Paulo Coelho sehr viel emotionale Tiefe und Entwicklung gegeben hat. Durch das Buch hinweg hat man Veronika im Sanatorium begleitet, ihr gelauscht und versucht zu verstehen, warum sie tat, was sie nun mal angeregt hat sich umzubringen. Aber sehr gut fand ich, dass man die Geschichte durch ihre Augen sah, durch Veronikas Filter sozusagen, der sich im Laufe des Buches sehr verändert. Damit wirkt die Moral die Coelho “lehrt” nicht belehrend sondern Lebensnah. Denn eine Moral braucht jemanden der sie verstehen soll und Veronika ist genau die, und zu sehen, wie sie diese Moral im Laufe der Handlung immer mehr versteht, lässt die Moral echter wirken, oder einfach verständlicher.

Paulo Coelho’s Schreibstil ist sehr poetisch, wenn doch zu gleich sehr verständlich. Der einzige Grund, warum man einige Sätze mehrmals lesen müsste, ist einfach weil die Sätze so schön sind. So steckt in jedem Wort eine Wirkung auf die Leser und man genießt das Buch, man schätzt es wertvoll ein.

Coelho verwendet im Buch oft einen Perspektiven Wechsel, so wird die Geschichte nicht nur von der Sicht von Veronika, sondern auch anderen Patienten und sogar Doktoren erzählt. Dieser Wechsel bietet dem Leser eine Möglichkeit viele Facetten und Meinungen zum Leben zu holen. Jede Sichtweise unterschiedet sich von der anderen, aber doch hatten sie alle das Leben im Fokus. Alle erzählten sie von ihren Versuch sich anzupassen und bloß nichts zu riskieren, bloß nicht als Verrückt zu gelten, und dass sie dann am Ende doch in einer Psychiatrie landen, ist zum einem zwar die pure Ironie, aber auch der Moment in dem sie die Augen öffnen und verstehen, dass es im Leben nicht darum geht, irgendwelchen Regeln hinterher zu jagen, sich in einer perfekten Gesellschaft anzupassen. Das Leben soll man leben. Es nutzen und verrückt sein, denn sie sind die Glücklichen. Das nehme ich von dem Buch mit und obwohl mir das irgendwie schon immer klar war, war diese “Erinnerung” daran doch vielleicht nötig.

Fazit:

“Veronika beschließt zu sterben” ist eine bizarre Liebeserklärung an das Leben, die dem Leser festhält und lange nach dem Beenden des Buches noch begleitet.
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Veronika beschließt zu sterben
Veronika beschließt zu sterben von Paulo Coelho (Gebundene Ausgabe - 1. März 2000)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,81
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