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32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Cool Britannia" - eine brilliante Satire auf den Zeitgeist
Ein Kapitel in Ian McEwans Buch "Ein Kind zur Zeit" aus dem Jahr 1987 handelt von einem konservativen Politiker, der sich überraschend aus der Politik zurückzieht und in einen Zustand kindlicher Regression fällt. Wenig später begeht er Selbstmord. Seine Frau, eine Physikerin, liefert eine Erklärung für sein bestürzendes...
Veröffentlicht am 3. April 2001 von Oliver Wieters

versus
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht auf der Höhe!
Wer kennt sie nicht: Die Bücher, die man immer lesen wollte und die einem doch immer wieder entgehen:
"Amsterdam" von Ian MacEwan, der mich mit "Liebeswahn", "Abbitte" und vorallem "Saturday" wirklich begeistert hat, gehört für mich dazu. Diese Lücke habe ich nun geschlossen.
"Amsterdam" ist...
Veröffentlicht am 7. April 2006 von zeilensprung


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3.0 von 5 Sternen Eher langweilig, 3. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Amsterdam (Taschenbuch)
Ich fand dieses Buch nicht sehr spannend - irgendwann habe ich dieses (auch vom Umfang her recht dünnes Werk) angefangen nur noch quer zu lesen. Ich muss aber dazu sagen, dass ich generell Romane, in denen wenig passiert zugunsten von ausufernden Beschreibungen von Alltagssituationen nicht sonderlich mag.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schluss mit dem Gebarme, 4. Mai 2008
Von 
Diethelm Thom - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Amsterdam (Taschenbuch)
McEwan, Ian, Amsterdam, 1998 (Diogenes 1999)

Die schöne Molly hatte mehrere Liebhaber, die sich bei ihrem Begräbnis treffen: Clive, den Komponisten, Vernon, den Chefredakteur einer regierungskritischen Zeitung mit sinkenden Auflagenzahlen, dann den Außenminister Garmody, der sich von ihr in der Aufmachung eines Transvestiten fotografieren ließ, und George, den reichen Verleger, der auf die anderen äußerst eifersüchtig war und in dessen Haus Molly schließlich gestorben war - unter unwürdigen Umständen gestorben, wie Clive und Vernon meinen, die sich schon seit ihrer Jugend kennen. Deswegen, so verabreden sie später, soll jeder den Tod des anderen herbeiführen, falls sie selbst einmal so hinfällig wie Molly werden sollten.

Man sieht, es geht um die gehobene Middle Class, in erster Linie um Clive und Vernon, deren Karrierenhöhepunkte jeweils unter die Lupe genommen werden: Clive hat den Auftrag, die offizielle Millenniumssymphonie zu schreiben, und Vernon will seiner ehemals traditionsbewussten Zeitung mit Enthüllungsjournalismus - George hat ihm die Fotos über den Außenminister zugespielt - zu neuer Popularität verhelfen. Nicht nur die Karrieren der beiden scheitern, auch ihre sogenannte Freundschaft, am Schluss verabreden sie sich unter dem Vorwand einer Versöhnung in Amsterdam und bringen sich gegenseitig im Rahmen der Sterbehilfe um, der Außenminister muss auch seinen Hut nehmen, obwohl die öffentliche Meinung zur Toleranz neigt, übrig bleibt nur der von allen verachtete, korrupte Miesepeter George.

Es ist hochinteressant zu lesen, wie der Autor die Protagonisten, besonders den Komponisten Clive und den Chefredakteur Vernon sowohl in ihrer Beziehung zueinander als auch in ihrer Selbstwahrnehmung und in ihrer öffentlichen Rolle seziert und analysiert. Beide scheitern, weil sie durch ihre Bedeutung in der Öffentlichkeit mit zu viel heißer Luft vollgepumpt sind: Clive ist zu unbegabt oder hat seinen Zenith überschritten, versucht aber alles, um die spärlich tröpfelnden musikalischen Einfälle zu konservieren und liebäugelt dabei mit dem Gedanken, ein Genie zu sein - wie Beethoven. Letzlich stellt sich aber nur heraus, dass er von Beethoven abgekupfert hat. Vernon ignoriert moralische Bedenken gegen die Veröffentlichung der Fotos, er rationalisiert seine Machtgier und seinen Größenwahn mit politischer Verantwortung und schätzt die Verhältnisse und seine Position falsch ein. Ihre "Freundschaft" scheitert in dem Moment, als beide die egoistischen Interessen des jeweils anderen ankratzen: Clive, von dem Vernon sich moralische Unterstützung erhoffte, drückt Zweifel an der Veröffentlichung der Fotos aus, und aus Wut will Vernon Clive zwingen, eine bestimmte Zeugenaussage bei der Polizei zu machen, was diesen aber in seinem krampfigen Schaffensprozess so stört, dass er glaubt, dadurch letztlich an der wunderbaren Vollendung seiner Symphonie gehindert worden zu sein. So weit so gut.

Indem McEwan die Szene nach Amsterdam verlegt, kippt die Glaubwürdigkeit der genauen satirischen Schilderung in die Farce und ins Kasperletheater. Wie an Fäden gezogen bewegen die beiden sich jetzt in einer Hotelhalle aufeinander zu, jeweils mit einem vergifteten Champagnerglas in einer Hand, das der andere auch brav trinkt, beide werden in ihrem Hotelzimmer schläfrig , sofort erscheinen die willfährigen holländischen Sterbehelfer, die ihren Dämmerzustand nutzen, um an die nötigen Unterschriften zu gelangen, und schnell sind beide als Leichen abholbereit.

McEwan hat den scharfen, satirischen Blick auf die englischeGesellschaft, aber er erliegt hier am Schluss seiner Neigung, eine Geschichte allzu synthetisch und schematisch zu konstruieren. Vielleicht hat er auch plötzlich die Lust an dem ganzen Theater verloren und wollte nur Schluss mit dem Gebarme machen. Schade, weil er dadurch an Glaubwürdigkeit verloren hat.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eigentlich eine Kurzgeschichte, 8. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amsterdam (Taschenbuch)
Ich habe das Buch gern und schnell durchgelesen. Witzig fand ich es nicht, aber vor allem dann sehr interessant, wenn beschrieben wird, wie Clive komponiert. Gelungen sind auch die Szenen, in denen Eigen- und Fremdwahrnehmung auf einander prallen. Molly als Dreh- und Angelpunkt der Geschichte bleibt leider völlig blass. Und dass es in England nicht strafbar sein soll, bei einer beobachteten Vergewaltigung nicht einzuschreiten, kann ich nicht glauben. Von der Struktur her erinnerte mich das Buch eher an eine Kurzgeschichte als an einen Roman, die Handlung ist sehr konstruiert und auf einen großen und wie ich finde, unmotivierten Showdown angelegt, der mich auch nicht überzeugt hat. Dieser Slapstick wird dem wichtigen Thema Sterbehilfe auch nicht gerecht, finde ich. Da ich beim Lesen nicht gelitten habe und das Buch immer wieder interessante Passagen hat, gebe ich drei Sterne. Als Amsterdam-Reiselektüre taugt es übrigens nicht, die Stadt kommt nur ganz am Ende und da auch nur in wenigen Sätzen vor. Und wer sich für englische Oberschicht-Satiren und Gesellschafts-Panoramen interessiert, die wirklich komisch sind, ist bei Julian Fellowes sicher besser aufgehoben.
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5.0 von 5 Sternen Schnelle Zusendung., 4. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amsterdam (Taschenbuch)
Die Sendung kam sehr promot,ich hatte das Bicxgh wieder ncoh ein,a, nachbestellen müssen, weil ich es jedes Mal wieder verschenkt hatte. Lesenswert: Spannend !
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Stilistisch hervorragend, aber aufgesetzter Schluss, 21. August 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Amsterdam (Taschenbuch)
Ich bin durch "Abbitte" auf McEwan aufmerksam geworden und war fasziniert von den differenzierten, psychologisch stimmigen Innenansichten der Figuren, den sinnlichen Beschreibungen und dem wunderbar lesbaren Stil. In "Amsterdam" sind Psychologie und Stil ebenso stimmig, der Plot allerdings weniger. Alles gipfelt in einem vermutlich satirisch gemeinten Schluss, bei dem sich die beiden Hauptfiguren gegenseitig "euthanasieren". Das Ende ist mir zu aufgesetzt und entwickelt sich nicht organisch aus der Geschichte.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nette Satire!, 6. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Amsterdam (Gebundene Ausgabe)
Die beiden langjährigen Freunde Vernon und Clive sehen sich bei der Einäscherung einer Frau wieder, mit der sie beide einmal mehr verband, als nur Freundschaft. Angesichts des Todes von Molly geben die beiden Freunde sich gegenseitig ein Versprechen. Sollte einer von ihnen an einer unheilbaren Krankheit erkranken, werde der andere alles daran setzten, das Leiden des Kranken zu verkürzen. Clive ist Komponist und als er sich von der Beerdigung erholen möchte und im Lake Distrikt einen Spaziergang unternimmt, kommt ihm eine Idee für das Finale seiner Milleniumsinfonie, doch just in dem Moment schreit eine Frau um Hilfe, Clive muß sich nun zwischen Kunst und Leben entscheiden. Auch Vernon hat eine schwere Entscheidung zu treffen: ihm sind belastende Photos des rechten Politikers Garmony zugespielt worden. Es bistet sich ihm eine Chance den politischen Gegner zu vernichten. In Amsterdam kommt es endlich zum erneuten Zusammentreffen der beiden EX-Liebhaber Mollys.... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen für McEwan enttäuschend, 15. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Amsterdam (Taschenbuch)
Ich habe Bücher von Ian McEwan wie "Enduring Love", "Cement garden" und das großartige "Atonement" mit wachsender Begeisterung gelesen und dachte einen Autor entdeckt zu haben, der die Erwartungen seiner Leser jedes Mal aufs neue übetrifft, doch meiner Meinung nach ist ihm das mit seinem Roman "Amsterdam" nicht gelungen.
Das Buch handelt von einer Männerfreundschaft zwischen Vernon und Clive, die sich bereits seit vielen Jahrzenten kennen und sich eine gemeinsame verflossene Liebe namens Molly teilen. Vernon ist Verleger einer seriösen Tageszeitung, die sich jedoch auf absteigendem Ast befindet, Clive ist ein bekannter Komponist klassischer Musik, der an dem Auftrag eine Millenium-Hymne zu komponieren arbeitet. Durch mehrere unvorsehbare Vorfälle wird diese Freundschaft auf die Probe gestellt. Die Kluft zwischen Vernon und Clive, die dem Buch seine Wendung gibt, ist nicht überzeugend hergeleitet und erfolgt viel zu abrupt. Es bedarf mehr Tiefblick, um das Bröckeln einer fast lebenslangen Freundschaft überzeugend darzustellen. Ich hatte fast das Gefühl als wenn McEwan die Lust am eigenen Roman verlassen hat und er zu einem schnellen Ende kommen wollte.
Gut gefallen haben mir hingegen die Passagen in denen Clives kreativer Schaffungsprozess beschrieben wird. Ich finde es immer wieder faszinierend wie gut sich McEwan in die Interessengebiete seiner Protagonisten einarbeitet und diese so glaubhaft wiedergibt als wäre er selbst ein Komponist oder Verleger. Streckenweise beschlich mich das Gefühl, daß zwischen der Frustration des Komponisten über sein Werk und McEwans Frustration in Bezug auf seine eigene Arbeit starke Parallelen herrschen. Der Konflikt um die Millenium Hymne war packender als der eigentliche Konflikt der zwei Freunde. Clives Charakter wirkte auf mich viel lebendiger und echter als Vernon oder der Außenminister und ich hatte hinterher den Eindruck, dass die Geschichte nicht ausgewogen genug war. Der innere Konflikt des Künstlers um sein letztes Meisterwerk hat dem eigentlichen Hauptplot des Buches den Rang abgerungen und das konnte auch das dramatische, schroffe Ende nicht mehr rausreissen.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschung, 15. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Amsterdam (Taschenbuch)
booker preis hin booker preis her, die handlung des romans amsterdam wirkt abgesehen natürlich von der grandiosen virtuosität der sprache auf mich aufgesetzt bzw. künstlich. der eine protagonist schwadroniert seitenlang über das entstehen einer sinfonie, der andere weiht uns in die intriganz des zeitungswesen ein, na darüber wurde auch schon besser geschrieben! ich habe bei diesem roman das gefühl, es ist ein typisches rezeptbuch man nehme....."nämlich das eigene talent und für die handlung wurschtelt man sich halt so durch.....
und was das ende des romans betrifft, dramatisches ende angedacht? resignativ oder was?
vielleicht urteile ich deswegen so streng" weil ich vorher den roman abbitte gelesen habe, mein gott was für ein packendes werk. Ian mcewan gelingt in diesem die vollkommene harmonie zwischen handlung und sprachbegabung herzustellen.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ein kluger aber nicht besonders gut gebauter Roman, 18. Januar 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Amsterdam (Taschenbuch)
Auf McEwan bin ich über seinen Roman "Abbitte" aufmerksam geworden. Ein wirklich beeindruckend gut geschriebener Roman, den ich an einem Wochenende durchgelesen habe. Gleich darauf nun meine Neuanschaffung: Amsterdam. Verglichen mit Abbitte ist er leider nicht ganz so meisterlich geschrieben, was mich etwas enttäuscht hat. Es gibt sehr schöne Szenen und auch die Figuren sind ganz stimmig, aber besonders der Einstieg ist mir sehr schwer gefallen. Die beiden Hauptfiguren wurden für mich erst in der Mitte des Buches halbwegs fassbar. Was beeindruckt sind Textpassagen (nach den ersten 100 Seiten etwa), die einen guten Einblick in den Boulevard-Journalismus geben: Redaktionssitzungen, Grabenkämpfe unter Kollegen etc. Für diese Milieustudie: drei Sterne.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nett - mehr aber nicht., 13. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Amsterdam (Gebundene Ausgabe)
Ein netter Ansatz, der sich am Anfang aber etwas "zieht" und dann beendet wird, wie eine der Clive'schen Kompositionen: Es wäre beinahe gelungen, verbleibt dann aber doch in der Mittelmässigkeit gerade durch das herangeschusterte Ende. Jörg D.v.Duissern.
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Amsterdam
Amsterdam von Ian MacEwan (Gebundene Ausgabe - 1999)
Gebraucht & neu ab: EUR 6,77
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