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Kundenrezensionen

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am 16. März 2006
Während meiner berufstätigen Jahre (als Musikproduzent an einem Runfunksender) war meine Spezialität russische und sowjetische Musik. Daher hatte ich sehr häufig mit Schostakowitschs Musik zu tun, und ich las sicherlich mindestens zwanzig Bücher über ihn, auf Deutsch, Englisch, Französisch und Russisch. Schostakowitsch war eine komplizierte Person, sogar so kompliziert, daß selbst viele Bücher, die Fakten über ihn korrekt verzeichnen, große Probleme mit der Person hinter der Fassade haben, oder sie gar überhaupt nicht verstehen.
Krzysztof Meyer kannte Schostakowitsch persönlich. Er ist außerdem Komponist, mit einem blendenden Fachwissen. Zudem wuchs er in Polen auf, also unter einem Staatssystem und in einem kulturellen Klima, das weitgehend mit dem sowjetischen vergleichbar war.
Wenn man hinzufügt, daß er ein sprachlicher Stilist seltenen Ranges ist, wird es verständlich, wieso er die wohl hervorragendste Biographie des sowjetischen Vorzeigekomponisten schreiben konnte. Es soll zugegeben werden, daß es in russischer Sprache einige gute Biographien gibt; allerdings haben diese das Manko, daß sie in der Sowjetzeit erschienen und somit einer direkten oder indirekten Zensur unterlagen.
Meyers Biographie erschien bereits in zahlreichen Sprachen. Die deutsche Übersetzung des polnischen Originals ist brillant und scheint völlig idiomatisch zu sein.
Per Skans
Uppsala
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am 8. September 2007
Ein glänzend geschriebenes Buch! Ich habe noch nie in derartig kurzer Zeit einen solchen "Wälzer" (rund 550 Seiten stark) durchgelesen. Das Buch (und das Leben Schostakovichs) ist so spannend, dass mir ursprüngliches Vorhaben, zu jedem Kapitel die entsprechende Musik zu hören, nicht gelungen ist, da ich nicht aufhören konnte weiterzulesen.

Immer wieder hat mich der tiefere Einblick in die russische Geschichte erschüttert. Ich war über mein eigenes Unwissen einiger Vorgänge im Russland der prä- bis poststalinistischen Ära etwas entsetzt...

Dies ist eine der besten Biographien, die ich je gelesen habe - eine unbedingte Empfehlung an jeden Schosta-Fan !
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am 13. November 2009
Die Biographie vermittelt neben einem lebendigen Psychgramm des Komponisten vor allem einen hervorragenden Einblick in das Leben in der Sowjetunion zu Zeiten Stalin als Künstler. Die subtilen Methoden, einen Menschen zu brechen, werden anschaulich dargestellt. Daneben erfährt man viel zum Schaffen Schostakowitschs.
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am 16. November 2010
Meyers Buch ist ein wertvolles Pendant zum Werk von Wolkow.Es ist freilich inhaltlich gewichtiger, tiefgründiger und überzeugender. Die sprachliche Abfassung ist sorgfältig. Es überzeugen die glaubhaften persönlichen Erinnerungen, auch weil sie sich jeder Spekulation enthalten.Ein Lehrbuch, eine Anleitung die Musik von Schostakowitsch zu verstehen und lieben zu lernen.
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am 19. November 2012
Krzysztof Meyers monumentale Schostakowitsch-Biografie ist und bleibt das Non-Plus-Ultra in Sachen Schostakowitsch. Auf mehr als 600 Seiten breitet der polnische Komponist und Schostakowitsch-Freund Werk, Leben und Persönlichkeit des großen Russen aus. Spannend, unterhaltsam und ungemein kenntnisreich geschrieben. Ein Meisterwerk, unentbehrlich für alle, die sich für Leben und Werk des Jahrhundert-Komponisten interessieren.
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am 16. Juni 2015
Das Buch ist seeeehr ausführlich. Jeder kleine Schritt wir aufgeführt, insbesondere auch die diversen Mitgliedschaften - mit entsprechenden Abkürzungen. Wer wissenschaftlich an den Komponisten will, ist hier gut bedient. Für mich - als "Otto Normalverbraucher - , der nur das leben von Schostakowitsch kennen lernen will viel zu detailreich.
Leider kann ich auch kein Russisch, was bei der Lektüre hilfreich wäre.
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am 17. September 2011
Leben und Werk Schostakowitschs liegen in einer Zeit, die wie ein dunkler Keller nur von wenigen Seiten zugänglich scheint. 11 Jahre seines Lebens im Zarenreich und 58 unter sowjetischer Flagge erschweren auf Grund des stets dominanten Herrschaftssystems und des Zwangs, sein Leben nicht frei gestalten zu können einen klaren und eindeutigen Zugang zu Person und Quellen. Meyer hat Schostakowitsch persönlich gekannt - allerdings hat ein solches Verhältnis stets Raum zwischen tiefer Freundschaft und reinem "Kennen". Deutet man die sehr wenigen persönlichen Passagen des Buches richtig, lag Meyers Beziehung zum Komponisten wohl eher am unteren Ende der Vertrautheits-Skala.

Das Buch ist faktenreich und ordnet Schostakowitschs Werk in seine Zeit ein. Viele seiner Kompositionen werden musiktheoretisch beschrieben und eingeordnet, viele Notenbeispiele lockern diese Passagen auf. Trotz des immensen Umfangs von Schostakowitschs Werk schafft es Meyer, diese knappe Einordnung in gutem Gewicht zum restlichen Buch zu halten. Sofern man zu einigen Werken die Audio-Beispiele nicht vorrätig hat, gibt Meyer auf jeden Fall Anregungen, welche es sich lohnt zu besorgen.

Allerdings bleiben die Schilderungen Meyers vergleichsweise trocken. Die persönlichen Anekdoten sind rar, Zitate stammen meist aus offiziellen Medien der damaligen Zeit und müssen damit entsprechend verfälschend gegenüber der tatsächlichen Person Schostakowitschs sein. Dabei hat Meyer seine Quellen offenbar gut genutzt und auf ihren Wahrheitsgehalt abgeklopft. Ich hätte mir jedoch einen differenzierteren und tieferen Einblick in das Gefühlsleben Schostakowitschs gewünscht. Das Versprechen des Labels "geschrieben von einem persönlichen Bekannten des Komponisten" löst der Text nur nur im letzten Kapitel ein, in dem Meyer einige persönliche Erlebnisse mit dem Komponisten beschreibt.

Zudem bleibt auch die Einordnung des Geschehens in den politischen Kontext der damaligen Zeit im Buch oft nur oberflächlich. Fraglich ist, ob eine Biografie hier tiefere Hintergründe zur Zeitgeschichte liefern muss. Im Falle von Meyers Werk hätte jedoch eine etwas größere Tiefe bei der Erklärung zeitgeschichtlicher Bezüge gut getan. Sei es auch nur im Anmerkungen-Teil am Ende des Buches, der leider zu einem überwiegenden Teil aus trockenen Quellenangaben besteht. Die kurzen Personenporträts, die dort enthalten sind, dürften ebenso wie die Fußnoten zu zeitgeschichtlichen Ereignissen etwas umfangreicher ausfallen.

Nichts destotrotz: Aus Meyers Werk erfährt man, dass Schostakowitsch weder der systemtreue Komponist war, der er in vielen Teilen seines Werkes zu sein scheint. Noch dass er zu einem Widerstandskämpfer gegen Stalinismus und Missachtung der Menschenrechte werden konnte. Lesenswert ist das Buch allemal, denn es lässt genügend Raum für weitere Recherchen zu einzelnen Werken des fraglos großen sowjetischen Komponisten.
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am 16. September 2015
...mir fehlt der fesselnde Erzählstil wegen zu vieler Namen und Details! Aber ansonsten durchaus interessant und mit viel Hintergrundinformation versehen!
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