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Margaret Wertheims historische Analyse des Raumes ist originell. Der Umstand, daß die Wahrnehmung des Raumes mit der Entdeckung der Subjektivität und damit der Neuzeit verbunden bleibt, ist zwar sicherlich keine neue These, wird aber auf erfrischende Weise von der Autorin, ihres Zeichens unverkennbar Naturwissenschaftlerin, rekonstruiert. Der Fokus des Buches richtet sich, wie der Untertitel bereits andeutet, auf die beiden Epochen der Renaissance und der Gegenwart. Die Hauptaussage der Autorin liegt in der Entdeckung einer Parallelität beider Epochen hinsichtlich der Frage, welcher Grad von Wirklichkeit der realen und virtuellen Welt zukommt. Es ist nicht weiter störend, daß das hier angesprochene Problem der Sache nach bereits im Mittelalter als sog. „Universalienstreit" reflektiert wurde und daher keine Erfindung der Neuzeit darstellt. Aber das Argument der Autorin überzeugt, in der Betroffenheit des Subjekts eine unverkennbar neue Fragestellung der abendländischen Kultur entdeckt zu haben. Daß die Analyse der Möglichkeiten des Cyberspace gegen Ende zu euphemistisch ausfällt, verdankt sich unter anderem der Tatsache, daß zum Zeitpunkt der Veröffentlichung (1999) die kritischen Stimmen hinsichtlich der potentiellen Gefahren der virtuellen Welt des Internets noch wenig oder gar kein Gehör fanden. Umso beachtlicher die warnenden Bemerkungen der Autorin über den möglichen Wirklichkeitsverlust der „Cyberspace-User" am Ende der Ausführungen, die sich nicht erst seit dem „Drama von Erfurt" aktueller denn je erweisen.
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am 29. November 2010
Die Autorin hat den interessanten Begriff des Raumes zum Thema ihres Buches gemacht. Wie man es von ihr als Physikerin erwarten konnte, hat sie sehr ausgiebig recherchiert und Informationen in diesen Buch für den interessierten Leser bereitgestellt. Wenn man sich zeitgeschichtlich, speziell über den Wandel der Betrachtung des Kosmos, informieren will, ist dieses Buch zu empfehlen. Gerade die jüngere Geschichte der Astrophysik des 20. Jahrhunderts ist gut herausgestellt. Dennoch meine ich, daß die wissenschaftlich-rationelle Sichtweise der Autorin, die dem Buch in angesprochener Weise zum Vorteil gereicht, an anderer Stelle einen erheblichen Nachteil birgt. Dieser tritt eklatant zu Tage, wenn man den Versuch anstellt, synthetische Betrachtungen der Theologie und der Philosophie, aus der analytischen Sicht eines Wissenschaftlers heraus zu erklären. Ihre Hoffnung die sie in den Cyberspace legt, sind aus dem gleichen Grund unsinnig, da ihre Schlußfolgerung, in Betrachtung der vorangegangenen komplexen kulturgeschichtlichen Kapitel, in "Cyper-Utopia" durchaus zusammengebastelt anmutet.
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am 25. April 2015
Kriege in Nord-Afrika, Bootsflüchtlinge und wir sind ratlos. Interessante Aspekte bringt Frau Wertheim mit ihrem Buch (sorry ihren Büchern). Wie nehmen wir was (z.B.: Raum) wahr? Brisant, Spannend, Interessant. Für mich eines der wichtigsten Bücher.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. März 2001
Die Autorin bietet einen kenntnisreichen Einblick in die Kulturgeschichte des abendländischen Denkens. Als Webentwickler kenne ich das Problem, auf einer zweidimensionalen Oberfläche Raumeindrücke darzustellen. Das Buch sollte zur "Pflichtlektüre" der Webaktiviten gehören.
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