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5.0 von 5 Sternen "Vom Sattel zum Tanzparkett", das Leben von Willy Elmayer
Das Buch:

Im Glanz der späten Monarchie aufgewachsen, wird der junge Kavallerieoffizier Willy Elmayer erfolgreichster Galoppreiter der k.u.k.-Armee, bevor er im Ersten Weltkrieg an verschiedenen Fronten kämpfen muss. 1918 steht er vor dem Nichts: ein Reiteroffizier ohne Pferd, ein kaiserlicher Soldat ohne Kaiser, der Sohn eines Feldmarschallleutnants...
Vor 7 Monaten von kriminudel veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Etikette und Anstand sind alles, was das Leben braucht!
Wer vom Regen in die Traufe gerät muss wieder aufstehen und das lehrt uns hier keiner besser als Hr. Elmayer. Zwei Kriege, mehrere Fastpleiten und immer mit Courage und Anstand auf dem Parkett durchschreitet er das Leben und nimmt es so wie es kommt.
Er verleiht Wien den Glanz alter Zeiten zurück und unterstützt mit viel sozialem Engagement auch die...
Vor 7 Monaten von kassandra10 veröffentlicht


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3.0 von 5 Sternen Etikette und Anstand sind alles, was das Leben braucht!, 27. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Vom Sattel zum Tanzparkett: Die Lebensgeschichte meines Großvaters Willy Elmayer (Gebundene Ausgabe)
Wer vom Regen in die Traufe gerät muss wieder aufstehen und das lehrt uns hier keiner besser als Hr. Elmayer. Zwei Kriege, mehrere Fastpleiten und immer mit Courage und Anstand auf dem Parkett durchschreitet er das Leben und nimmt es so wie es kommt.
Er verleiht Wien den Glanz alter Zeiten zurück und unterstützt mit viel sozialem Engagement auch die Anstandslosen und Bettelarmen.
Diese Lebensgeschichte lässt viel Einblick in die Vergangenheit und zeigt dennoch auf, das man nur mit Anstand und gutem Willen das Leben mit Freude meistern kann.
Schön untermalt mit Skizzen, die die damalige Zeit sehr gut wiedergeben!
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5.0 von 5 Sternen "Vom Sattel zum Tanzparkett", das Leben von Willy Elmayer, 12. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Vom Sattel zum Tanzparkett: Die Lebensgeschichte meines Großvaters Willy Elmayer (Gebundene Ausgabe)
Das Buch:

Im Glanz der späten Monarchie aufgewachsen, wird der junge Kavallerieoffizier Willy Elmayer erfolgreichster Galoppreiter der k.u.k.-Armee, bevor er im Ersten Weltkrieg an verschiedenen Fronten kämpfen muss. 1918 steht er vor dem Nichts: ein Reiteroffizier ohne Pferd, ein kaiserlicher Soldat ohne Kaiser, der Sohn eines Feldmarschallleutnants ohne Vermögen. Doch Mann der Tat, der er ist, vertauscht er die Reithosen mit dem Frack und steigt auf eine neue Karriere um.

Sie beginnt im Wien der „verrückten Zwanzigerjahre“ und führt ihn nach Bad Gastein, Berlin, Prag und Paris. Er unterrichtet Prominenz aus vielen Ländern und vor allem die Jugend Wiens, eröffnet unzählige Bälle – unter anderem 1935 den ersten Wiener Opernball – und verliert 1945 noch einmal alles. Seine Wohnung ist ausgebombt, nur durch ein Wunder ist die Tanzschule Elmayer nicht gänzlich zerstört.

Er beginnt von vorne, lässt Rotarmisten ebenso wie GIs die Grundschritte des Wiener Walzers und die Wiener Höflichkeit lernen, wird zum Lehrer der wieder erstehenden Wiener Gesellschaft, schreibt Bücher, hält Vorträge, macht Radiosendungen, widmet sich der Häftlingsfürsorge und zahlreichen weiteren karitativen Projekten.

Thomas Schäfer-Elmayer, Enkel von Willy Elmayer, entdeckte im Familienarchiv ein Exemplar dieser 1966 bei Kremayr & Scheriau posthum erschienenen Biografie von Willy Elmayer: „Vom Sattel zum Tanzparkett“, die spannende Geschichte eines Mannes, der Geschichte gemacht hat.

Meine Meinung:

Eine überaus interessante Lebensgeschichte eines Mannes, der Höhen, Tiefen und zwei Weltkriege erlebt hat und der sich nie hat unterkriegen lassen, sondern immer wieder aufgestanden ist und von vorne angefangen hat. Ich habe viel über das Wien der damaligen Zeit erfahren und bin begeistert von den Illustrationen von Wilfried Zeller-Zellenberg.

Zu Beginn hatte ich den Eindruck, dass zu oft betont wird wieviel Gutes Willy Elmayer doch getan hat. Im Verlauf habe ich jedoch gemerkt, dass es so war und dass er vor jedem den Hut gezogen hat der sich wie er engagiert hat. Es war ihm immer ein Bedürfnis von seinem Erfolg etwas für die Benachteiligten der Gesellschaft abzugeben.

Schade, dass ich Herrn Elmayer nicht mehr persönlich kennenlernen kann, aber schön, dass ich durch dieses Buch so viel von ihm erfahren durfte.

Dem Palais Pallavicini werde ich bei unserem nächsten Wien Besuch auf jeden Fall einen Besuch abstatten.
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4.0 von 5 Sternen Amüsante Lebensgeschichte, welche die Liebe zu Pferden und Oper vereint, 28. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Vom Sattel zum Tanzparkett: Die Lebensgeschichte meines Großvaters Willy Elmayer (Gebundene Ausgabe)
Der junge Kavallerieoffizier Willy Elmayer ist ein Virtuose auf dem Pferd und wird schnell zu einem der erfolgreichsten Galoppreiter der k.u.k.-Armee des kaiserlichen Österreichs Anfang des 19. Jhd. Von der Ausbildung über Reitwettbewerben bis hin zu seinem Einsatz im ersten Weltkrieg begleitet man den jungen Offizier, bis er eines Tages ohne Kaiser und ohne Zukunft dasteht. Doch er lässt sich davon nicht abbringen, nutzt seine bis dahin eher noch verborgenen anderen Talente und schafft es, innerhalb der nächsten Jahre eine der erfolgreichsten Tanzschulen Wiens zu gründen und eine ganze Stadt zu prägen.

Auf witzige und abwechslungsreiche Weise berichtet Willy Elmayer in diesem ursprünglich schon 1966 veröffentlichten Werk von seinem aufregenden Leben. Mehr Abwechslung und Kurven im Lebenslauf kann man sich wahrscheinlich kaum vorstellen und trotzdem hat er sich nie von seinem Weg abbringen lassen und hat stets zu seinen Prinzipien gestanden. Beeindruckend erfahren wir von einem Leben, welches viele andere geprägt hat und einem Mann, der sich immer selbst treu geblieben ist und stets sehr viel geopfert hat, um sein Ziel zu erreichen. Das Buch liest sich sehr angenehm und amüsant und weiß durchaus zu unterhalten. Ab und an sind die Zeitsprünge etwas verwirrend, mindern jedoch kaum den Lesegenuss. Einziges kleines Manko ist der meist doch fehlende persönliche Bezug, der jedoch auch auf die damalige Zeit und Stellung Elmayers zurückzuführen ist.

Eine wahrlich beeindruckende Lebensgeschichte eines kaiserlichen Galoppreites, Tanzlehrers, Verfechter des guten Anstandes und Retter des Wiener Opernballes. Eine Empfehlung nicht nur für Geschichtsinteressierte und Wien-Fans, sondern für alle, die sich für eine faszinierende Lebensgeschichte begeistern können.
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3.0 von 5 Sternen Österreich hat seinen eigenen "Knigge", 20. Februar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Vom Sattel zum Tanzparkett: Die Lebensgeschichte meines Großvaters Willy Elmayer (Gebundene Ausgabe)
Willi Elmayer, geboren 1885 in Wien, veröffentlichte "Vom Sattel zum Tanzparkett" bereits 1966. Diese Ausgabe ist ein Nachdruck der Originalausgabe, durch ein Vorwort von Thomas Schäfer-Elmayer ergänzt. Die Gestaltung (Umschlag, die schwarz-weißen Innenillustrationen und auch das Schriftbild) wurde bis auf das Vorwort beibehalten.

Elmayer wirft in diesem Buch einen Blick zurück auf sein bewegtes Leben: vom kleinen Jungen, der davon träumte Vorreiter bei der Pferdetrambahn zu werden, über seine Teilnahme an beiden Weltkriegen, vom Kavallerieoffizier, über Reitleher, Tanzlehrer bis ins hohe Alter.

Ich bin zweigeteilt. Auf der einen Seite, ist es interessant mit Elmayer einen Blick zurück zu werfen. Auf der anderen Seite frage ich mich, ob das Buch in dieser Art heute als Erstausgabe noch so herausgegeben worden wäre.
Ich hätte mir für diese Neuauflage neben einem Vorwort ein zusätzliches Nachwort gewünscht mit dem ein oder anderen Bild, denn ehrlich gesagt ist mir Herr Elmayer vor der Lektüre des Buches nicht bekannt gewesen. Auch bin ich kein Wiener/Österreicher und ich wurde erst viele Jahre nach Herrn Elmayers Tod geboren. So habe ich mit dem Buch zwei kleine "Probleme" gehabt:

1. blieb mir Herr Elmayer aufgrund seiner Erzählweise ein wenig fremd. Er erzählt zwar sehr detailreich von seiner Ausbildung, seinen Ideen und Erfolgen. Allerdings erfährt man so gut wie nichts Privates. Nur wenig über seine Familie, nichts über seine Gedanken zu den Weltkriegen oder ähnlichen weltbewegenden Ereignissen. Immer nur seine Arbeit, Arbeit, Arbeit.

2. scheint Herr Elmayer ein kleiner Superheld zu sein. Ihm gelingt einfach alles. Rückschläge gab es so gut wie nie. So bleibt dieser Rückblick doch irgendwie einseitig. Zwar liest sich das Buch recht angenehm und flüssig, aber es wirkt an manchen Stellen ein wenig oberflächlich, es werden viele Dinge ausgeblendet und übergangen. So fiel es mir an Ende schwer, bei der Stange zu bleiben und habe nicht mehr mit ganzem Herzen gelesen. Denn irgendwann war einfach die Luft raus. Das fand ich schade.

Bei aller Kritik möchte ich anmerken, dass das Buch bereits 1966 erschienen ist und Herr Elmayer einer anderen Generation angehörte. Lebenserinnerungen wurde vermutlich in einer ganz anderen Art und Weise verfasst, wie es heute üblich ist. Aber ich frage mich, warum man ein Rückblick auf sein Leben veröffentlichen, ohne groß auf sich selbst (Gefühle, Persönliches) eingehen zu möchten. So hat sich mir bis zum Schluß nicht ergründet, wann er geheiratet und Vater geworden ist. Denn darüber wird kein Wort verloren.

Das Buch ist für alle Interessant, die sich für Wien, für die Geschichte Österreichs oder einfach nur berühmte Persönlichkeiten interessieren, die ein wenig in Vergessenheit geraten sind. Denn 'Elmayer' war zu Lebzeiten ein Begriff und seine 'Verdienste' um den Tanz und Etikette nicht unwichtig. Ein flüssig zu lesende Lebenserinnerung, die mir an einigen Stellen etwas zu husch husch und zu selbstlobend war und der am Ende auch noch ein wenig die Luft ausging.
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3.0 von 5 Sternen interessante Biographie, 20. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Vom Sattel zum Tanzparkett: Die Lebensgeschichte meines Großvaters Willy Elmayer (Gebundene Ausgabe)
Das Buch handelt vom Leben eines Mannes, der in Wien Geschichte geschrieben hat.
Ein kleiner Junge beobachtet vom Fenster aus wie der Vorreiter die Straßenbahn mit Pferden bespannt. Manchmal sieht er auch den Kaiser vorbeireiten. Sein Traum ist es, auch mit Pferden zu arbeiten.
Seine schulische Ausbildung ist von Anfang an auf eine militärische Laufbahn gerichtet. Die Ausbildung ist streng und die Unterkünfte im Internat sind einfach. Nachdem er die Schule erfolgreich beendet hat, kommt er zum Dragonerregiment. Er beweist, dass er besonders sattelfest ist und wird somit zum Reitlehrerinstitut versetzt. Obwohl der Dienst nicht einfach ist, bleibt trotzdem viel Zeit, um an Jagden auf dem nahegelegenen Gutshof teilzunehmen. Das Leben ist ein Abenteuer und unterhaltend. Wer denkt da schon an Krieg? Dann fallen Schüsse in Sarajevo und alles ändert sich. Die Kriegsmaschinerie benötigt Pferde nur noch für die Versorgung. Elmayer erlebt den Krieg im Schützengraben und das damit verbundene Elend.
Nach dem Krieg hat er einen Reitunfall. Die Diagnose der Ärzte lautet: nie mehr laufen und nie mehr reiten. Mit eisernem Willen schafft er es doch, aber seine Karriere als Reiteroffizier ist zu Ende. Nach einigen Überlegungen beschließt er, eine Tanzschule zu gründen, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Den Kredit für die Tanzschule erhält er, aber die Bedingungen sind hart, grenzen an Wucher. Damit er den Kredit auch tilgen kann, setzt er seine ganze Energie und viele kreative Ideen ein. Trotzdem ist es nicht einfach und er geht an seine Grenzen, bewahrt sich aber seine Würde, als er eine Zahlung in Pfund durch Lady Astor ablehnt.
Auch im zweiten Weltkrieg wird er wieder eingesetzt, zunächst als Ausbilder und Zureiter für die Pferde, dann aber muss er nach Russland. Noch während des Krieges wird er pensioniert und führt seine Tanzschule weiter, denn die Wiener tanzen trotzdem. Er kümmert sich um sein Pferd und bleibt dadurch am Leben, dass er deshalb nicht zu Hause war. Denn sein Haus wurde zerbombt.
Auch nach dem Krieg betreibt er weiter seine Tanzschule und widmet sich karikativen Projekten.
Das Buch ist gut zu lesen. Es ist alles so unterhaltsam geschildert, dass man sehr von der Geschichte gefangen wird. Aber je länger man liest, umso mehr vermisst man Informationen über den privaten Willy Elmayer, heißte es doch im Untertitel des Buches: Die Lebensgeschichte meines Großvaters. Nach Recherche habe ich dann herausgefunden, dass Willy Elmayer der (Adoptiv-)Großvater ist (?). Daher kamich dem Protagonisten nicht nahe. Auf den letzten Seiten des Buches erfährt man viel über die Wohltaten, die Elmayer anderen zu Gute kommen ließ. So bewundernswert und selbstlos das war, es kam mir auf den letzten Seiten wie Eigenwerbung vor.
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5.0 von 5 Sternen Biografie und Zeitgemälde, 18. Februar 2014
Von 
matheelfe - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Vom Sattel zum Tanzparkett: Die Lebensgeschichte meines Großvaters Willy Elmayer (Gebundene Ausgabe)
„…Kommandieren hatte ich ja gelernt!...“

Das Buch ist eine Wiederauflage des 1966 erschienenen Originals von Willy Elmayer durch seinen Enkel. Im Prolog fasst Thomas Schäfer-Elmayer kurz das Leben eines Großvaters zusammen.
Die eigentliche Geschichte beginnt im 1891. Ein sechsjähriger Junge bewundert vom elterlichen Haus aus den Vorreiter der Wiener Pferdetramway. Einige Jahre später wurde aus dem Sohn eines Offiziers ein Kavalieroffizier.
Das Buch ist auf locker-leichte Art geschrieben. Es lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Dazu beigetragen hat auch der manchmal trockene Humor.
Willy Elmayer erzählt seinen Werdegang von der Schule über die erste Anstellung als Offizier bis zum Leiter einer Tanzschule. Obiges Zitat äußerte er vor seiner ersten Tanzstunde. Gleichzeitig malt der Autor mit seiner Lebensbeschreibung ein anschauliches Bild von Wien und Österreich über fast 60 Jahre.
Der erste Einschnitt in seinem Leben kam mit dem Kriegsbeginn. Die jungen Offiziere wussten nicht, was auf sie zukam. Realistisch beschreibt er die Zustände an der Front, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Durch das Kriegsende und den Zerfall des Landes mussten die Weichen neu gestellt werden. Offiziere hatten keine Zukunft. Doch der neue Beruf musste standesgemäß sein.
Phantasie war gefragt. Bewunderungswürdig sind nicht nur die Arbeitseinstellung, sondern auch seine menschlichen Qualitäten.
Weitgehend ausgeblendet wird das Privatleben. Das ist aber meiner Meinung nach zum einen dem Zeitgeist, zum anderen seiner Erziehung geschuldet. Privates gehörte nicht in die Öffentlichkeit. Das Buch ist ein Produkt einer vergangenen Zeit und sollte auch so betrachtet werden. Immer wieder zeigt sich, dass der Autor aus Gewissensgründen auch auf Vorteile verzichtete und dass Anstand einer der Grundwerte seines Lebens war. Deshalb hält er sich mit politischen Aussagen, insbesondere zur Besetzung Österreichs durch Nazideutschland, zurück. Beim aufmerksamen Lesen fallen wenige Bemerkungen auf, die zeigen, dass er dem System kritisch gegenüberstand. Das hielt ihn aber nicht davon ab, als Offizier erneut seiner Pflicht nachzukommen.
Besonders im letzten Teil wird deutlich, dass sich Willy Elmayer oft für die Benachteiligten der Gesellschaft einsetzte.
Die Schwarzweißillustrationen passen ausgezeichnet zur Handlung. Sie geben das Flair der Zeit wieder.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist nicht nur eine persönliche Biografie des Autors, sondern es beinhaltet ein Stück österreichischer Geschichte, gesehen mit den Augen eines Einzelnen.
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4.0 von 5 Sternen Interessant und unglaublich vielfältig, 17. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Vom Sattel zum Tanzparkett: Die Lebensgeschichte meines Großvaters Willy Elmayer (Gebundene Ausgabe)
Dass mich beim Lesen dieses Buches eine Biografie erwartet war mir klar. Mich hat jedoch überrascht, dass das Leben, das hier beschrieben wird so viele Seiten füllen kann obwohl die meisten Episoden nicht besonders tief beschrieben werden.
Tatsächlich hat Herr Elmayer sehr viel erlebt und im Buch wurden viele hübsche Zeichnungen eingefügt. Diese beiden Dinge führen wohl dazu, dass das Buch trotzt knapper Beschreibungen so dick werden konnte.
Das Buch vermittelt sehr gut, wie man immer wieder neue Geschäftsideen verwirklichen kann, wenn man nur genug Mut und Willensstärke hat. Allerdings erscheint es mir auch etwas übertrieben. Herr Elmayer trifft so viele "wichtige" Menschen und hat so oft Glück, dass es schon fast wie ein Roman anmutet und weniger wie die Biografie eines realen Menschen. Die Bilder im Buch beschränken sich auf Zeichnungen, Fotos sind keine enthalten. Dies prägt den Charakter des Buches und verstärkt den Eindruck einer Geschichte noch mehr. Wenn alles, was in diesem Buch steht, tatsächlich so passiert ist, hatte er ein wahnsinnig spannendes, aber auch einsames Leben.

Ich kann dieses Buch empfehlen. Es hat sich flüssig gelesen und ist sehr hochwertig gestaltet. An manchen Stellen hätte ich mir detailliertere Beschreibungen gewünscht.
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4.0 von 5 Sternen Mit Charme durch Höhen und Tiefen im Wandel der Zeiten, 16. Februar 2014
Von 
Kalamaria - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Vom Sattel zum Tanzparkett: Die Lebensgeschichte meines Großvaters Willy Elmayer (Gebundene Ausgabe)
Die Neuauflage des 1966 im Original erschienenen Buches "Vom Sattel zum Tanzparkett" des Militärs und späteren Tanzlehrers Willy Elmayer gibt dem Leser einen Einblick in ein spannendes Schicksal und nicht nur das, man erhält auch einen Eindruck von Wien im Wandel der Zeiten - höchst spannender Zeiten, muss man sagen, wird doch der Bogen vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die 1960er Jahre gespannt.

Willy Elmayer war sozusagen der österreichische Benimm-Papst und sein Enkel Thomas Schäfer-Elmayer, der Herausgeber des vorliegenden Buches ist die österreichische Antwort auf Joachim Llambi, also Juror im nationalen Promi-Tanzwettbewerb. Aber beide sind, bzw. waren noch viel mehr, sie haben die Tanz- und die Benimmkultur ihres Landes geprägt bzw. tun dies in der Gegenwart.

Dass Willy Elmayer eigentlich vom Militär kam, der Kavallerie der kaiserlichen Armee angehörte und auch später Teil der österreichischen Truppen war, verspricht eine spannende und vielschichtige Biographie - und der Leser wird wahrlich nicht enttäuscht. Sowohl im ersten als auch im zweiten Weltkrieg wurde Willy Elmayer eingezogen und verlor jeweils fast alles. Wie er sich nach den Kriegen berappelte und seinen Weg suchte, dem gebührt die Achtung des Lesers. Zudem kann bzw. konnte der Charmeur schreiben wie ein junger Gott - elegant, trotzdem bodenständig, mit Esprit und ein wenig Witz - so liest sich seine Geschichte. Wer allerdings süffige Einblicke ins Privatleben des Autors oder auch in das anderer historischer Größen erwartet, der wird enttäuscht, denn Elmayer ist die Diskretion selbst - sowohl was sein eigenes Leben anbelangt als auch in Bezug auf andere - ein wahrer Gentleman eben! Seine Haltung zu gewissen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen wird dennoch deutlich, wie bpsw. durch die folgende Anmerkung, die die Zeit des Nationalsozialismus betrifft: "Ich verstand etwas von Reitern und Tänzern. Für Marschierer habe ich nie Verständnis aufgebracht." (S.136)

Die Neuauflage beinhaltet ein Vorwort des Enkels und Nachfolgers Thomas Schäfer-Elmayer und hält sich ansonsten komplett an die Erstauflage - selbst die Bilder - heute ein wenig veraltet anmutende, aber sehr charmante Zeichnungen - sind von ihr übernommen. Was mir ein wenig fehlt, ist ein Verzeichnis mit Anmerkungen und Erläuterungen, das dem Leser der Gegenwart hilft, die Vergangenheit, das Wien des 20. Jahrhunderts besser zu begreifen und zu erfassen. Insgesamt jedoch ein interessantes Buch über einen spannenden Lebensweg, das auch interessant zu lesen ist für diejenigen, die sich in diesem Jahr, in dem sich der Beginn des 1. Weltkriegs zum 100sten Male jährt, vertieft mit dem Thema auseinandersetzen wollen.
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4.0 von 5 Sternen Eine Lehrstunde zu Durchhaltevermögen und Anstand, 14. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Vom Sattel zum Tanzparkett: Die Lebensgeschichte meines Großvaters Willy Elmayer (Gebundene Ausgabe)
Schon als kleiner Junge ist Willy Elmayer fasziniert von Pferden und er träumt davon Vorreiter bei der Wiener Pferdetrambahn zu werden. Der Berufswunsch ändert sich, die Faszination für Pferde bleibt. So wird aus dem junge Willy Elmayer kein Vorreiter bei der Pferdetrambahn sondern Kavallerieoffizier und einer der besten Galoppreiter der k.u.k.-Armee. Seinen Traum zu leben erfordert ihm allerdings von Anfang an alles ab, denn neben dem Drill und Disziplin in der Militärschule ist er auch vor Verletzungen und Krankheiten nicht sicher. So muss er früh kämpfen um seinen Traum weiter zu leben. Und das Kämpfen gibt er auch später nicht auf. Als er seine Karriere als Offizier beenden muss eröffnet er eine Tanzschule in Wien. Doch auch hier werden ihm viele Steine in den Weg gelegt, die er mit viel Geduld und Durchsetzungsvermögen beiseite räumt, bis er und seine Tanzschule zur Institution in der feinen Wiener Gesellschaft werden. Die von ihm ins Leben gerufenen Tanz- und Anstandskurse, sowie die vielen Bälle sind bis heute fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Wien. Doch auch als er endlich alle Aufgaben gemeistert hat zieht er sich nicht ins Private zurück, sondern engagiert sich immer weiter für die Gesellschaft.

Mit „Vom Sattel zum Tanzparkett“ hat Thomas Schäfer-Elmayer die Lebensgeschichte seines Großvaters Willy Elmayer herausgegeben, die dieser im hohen Alter noch selbst verfasst hat.

Optisch ist das Buch wunderschön. Das Format ist sehr interessant gewählt und das Cover ist sehr hübsch gestaltet. Im Buch selbst sind noch viele Bilder im Stil des Covers, die mich an die alten Bücher aus dem Regal meiner Mutter erinnern und mir sehr gut gefallen. Auch die Schriftart (außer das Vorwort) ist sehr nostalgisch. Insgesamt gefällt mir die Gestaltung des Buches sehr gut, nur die Schriftart des Vorworts fällt etwas aus dem Rahmen.

Inhaltlich fand ich das Buch sehr interessant. Willy Elmayer berichtet sehr anschaulich aus seinem Leben. Am Anfang war die Erzählung für mich ein wenig diffus, aber spätestens als er über seine Militärausbildung berichtet wird es gradliniger. An manchen Stellen wäre ein Glossar mit Begriffserklärungen noch hilfreich gewesen, aber ich habe mich mit der Zeit an das Militärjargon gewöhnt und mich gut in der Handlung zurecht gefunden.

Das einzige was den Lesespaß trübt ist die Distanz die zur Person Willy Elmayer geblieben ist. Obwohl er seine Lebensgeschichte selbst erzählt erfahre ich kaum etwas für die Privatperson. Familie hat in seiner Erzählung keinen Platz. Allerdings glaube ich, dass das mit seiner Tugendhaftigkeit zusammenhängt. Er legt eben viel Wert auf Anstand und persönliche Dinge finden daher weniger Eingang in seine Geschichte. So hätte ich doch beispielsweise gerne auch mehr über seine persönlichen Gedanken zu den beiden Weltkriegen, die er aktiv miterlebt hat, erfahren.

Zwei Zitate möchte ich hier noch einbringen, die mich sehr berührt haben und die wir uns wohl alle zu Herzen nehmen sollten:

"Wieder war ein Intermezzo vorüber. Es hatte mich reicher gemacht. Weniger an Geld als an Erfahrung, das aber in jeder Beziehung." (S.122)

"Ich habe mich mit dem Verlust abgefunden. Denn in der Zwischenzeit hatte ich gelernt, die Vergangenheit nicht auf die Kommode zu stellen, sondern im Herzen zu tragen." (S.150)

Insgesamt war das Buch ein spannender Einblick in das Leben einer interessanten Persönlichkeit, die beide Weltkriege miterleben musste und alle Herausforderungen im Leben mit viel Engagement und Anstand gemeistert hat.
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4.0 von 5 Sternen Ein interessantes Leben, 13. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Vom Sattel zum Tanzparkett: Die Lebensgeschichte meines Großvaters Willy Elmayer (Gebundene Ausgabe)
Bei diesem Buch handelt es sich um eine Neuauflage des 1966 erschienenen Originals von Willy Elmayer. Als Herausgeber tritt Thomas Schäfer-Elmayer auf die Bühne, der uns allen wohl durch seine wunderbaren Opernball-Eröffnungen ein Begriff ist.

Das Buch erzählt uns einen Teil des Lebens von Willy Elmayer, der bereits als kleiner Junge keinen größeren Wunsch hatte, als auf einem Pferd zu sitzen. Und genau dieser Wunsch trieb ihn lange Zeit seines Lebens vorwärts. So wurde er während der k. u. k-Zeit als Rittmeister bekannt, sah den Sattel seines Pferdes als Teil seines Zuhauses, lebte für und von den Pferden. Bis – ja, bis er durch einen schweren Reitunfall lange Zeit außer Gefecht gesetzt wurde. Nur durch eisernen Willen, geprägt durch seine militärische Ausbildung und bestimmt auch sein Elternhaus, konnte er sich selbst wieder zurück ins Leben befördern und wieder im Sattel sitzen.

Im Laufe der Seiten erfährt man viel über seine schulische und berufliche Laufbahn, erfährt viel über seine kreativen Ideen, die letztendlich seiner Tanzschule zum Durchbruch verhelfen. Er lässt uns eintauchen in spannende Unterhaltungen mit interessanten Persönlichkeiten. Lässt uns teilhaben an karitativen Projekten und sorgt auf unterhaltsame Weise für kurzweilige Lesestunden. Gänzlich ausgeklammert ist das Thema „Familie“, die es im Leben Willy Elmayers bestimmt gegeben hat – deren Inhalte aber keinesfalls für die Öffentlichkeit bestimmt scheinen. So gilt es immer Würde und Stolz zu bewahren.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, kurzweilig und so manche Seiten werden von netten Zeichnungen geschmückt.
Gegen Ende wird die Eigenwerbung fast zu viel des Guten. Seine Taten sind zwar sehr lobenswert, doch muss man sich diese wie Orden auf die geschwellte Brust heften?

Fazit: Ein Buch, das für geschichtlich interessierte Menschen, eine kurzweilige Unterhaltung liefert.
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Vom Sattel zum Tanzparkett: Die Lebensgeschichte meines Großvaters Willy Elmayer
Vom Sattel zum Tanzparkett: Die Lebensgeschichte meines Großvaters Willy Elmayer von Thomas Schäfer-Elmayer (Gebundene Ausgabe - Januar 2014)
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