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Kundenrezensionen

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am 28. September 2013
Der Autor, Karim El-Gawhary, Nahostkorrespondent und –kenner, führt uns mit diesem Buch in eine Welt, die ihm vertraut ist und uns hinschauen lässt - in eine Welt, die uns in den Medien präsentiert wird, die den meisten von uns jedoch verborgen bleibt und nur oberflächlich wahrgenommen wird. Genau diese Oberflächlichkeit, dieses klischeehafte Wahrnehmen von Unwichtigem und nicht zuletzt dieses Nichtverstehen einer Kultur möchte der Autor uns näherbringen. Seine journalistische Kompetenz und sein Fingerspitzengefühl lassen dies zu, ohne mit erhobenem Zeigefinger und oberlehrerhaft auf den Leser einzuwirken.

Das Buch erzählt uns Kurzbiographien von Frauen des Nahen Ostens, die dem „Arabischen Frühling“ nicht zusehen, sondern die an der Zukunft ihrer Länder mitgestalten wollen. Frauen, die sich nicht den Traditionen verschreiben und hinter ihrer Wehrlosigkeit verstecken, die hervortreten und Außergewöhnliches zustande bringen oder ihr Leben in die Hand nehmen, ohne mit dem Schicksal zu hadern.

Karim El-Gawhary hat dieses Buch in drei Teile gegliedert, einerseits gibt es die stolzen Pionierinnen, die Taxis fahren, einen LKW lenken oder auch - von Visionen getrieben - in der Wüste Tomaten pflanzen.
Andererseits erfahren wir von Frauen, die zu den Verliererinnen gehören, seien es Mütter, die ihre Söhne in den Krieg ziehen lassen, weil sie gegen Gott keine Chance haben und Frauen, die selbst zur Waffe greifen - oder auch selbst zur Waffe werden. Nicht zu vergessen, Umm Naama, die mit einem Euro pro Tage ihre Familie versorgt.
Zu guter Letzt erzählen uns die „unerschrockenen Kämpferinnen“ über die Bedeutung und Gefahr des Tahrir, über die Wichtigkeit von Gewerkschaften oder warum es gefährlich ist, in Saudi-Arabien sich als Frau ans Steuer zu setzen.

Dem Autor ist es gelungen, eine große Bandbreite von Frauen zu interviewen, die von „vom-Leben-begünstigt“ reicht, bis hin zu Frauen, die am Rande der Gesellschaft gelernt haben, zu kämpfen.

So lässt das Buch einen Leser zurück, der von Emotionen und unzähligen Eindrücken geprägt nicht sofort wieder zur Tagesordnung übergehen kann. Ein Buch, das nicht bewertet, sondern Einblicke hinter das stereotype Frauenbild gewährt, das die westliche Gesellschaft islamischen Frauen aufgedrückt hat.

Fazit: Ein Buch, das für jedermann(frau) zur Pflichtlektüre werden sollte, das begeistert, schockiert und uns eine Vielfalt offenbart, der mein voller Respekt gebührt.

„Es ist wichtig, was wir im, und nicht, was wir auf dem Kopf haben.“ – Ein Satz, der wohl als Grundaussage der Powerfrauen gelten kann.
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am 12. Dezember 2013
EL-GAWHARY, Karim: "Frauenpower auf Arabisch. Jenseits von Klischee und Kopftuchdebatte", Wien 2013
Der deutschsprachige Journalist hat eine deutsche Mutter und einen ägyptishen Vater. Er wurde – familär bedingt – zu einem Vermittler der beiden Kulturen Okzitent und Orient.
Im vorliegenden Buch zeigt er auf, dass arabische Frauen nicht nach dem Äußeren . wie etwa dem Kopftuch – gemessen werden dürfen. Dass starke Persönlichkeiten hinter einer Frau, die einen Fernlaster steuert, einer Taxifahrerin, einer sich selbst in die Luft sprengenden Palästinenserin, einer Gewerkschaftsgründerin oder einer für Gerechtigkeit kämpfenden Anwältin steckt.
Jedes der 24 Kapitel ist einer dieser starken Frauen gewidmet.

(Hinterbrühl, 12.12.2013)
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am 18. Oktober 2013
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, habe ich es doch Wochen vorher schon vorbestellt, um es sofort lesen zu können. Und dann war es in einem Rutsch ausgelesen. So schade, denn ich wollte so gerne noch mehr hören, von diesen unglaublichen Frauen, die so stark, oft unbeugsam und so dermaßen anders sind, als der Westen sie sich vorstellen kann oder sogar auch haben möchte. Diese Frauen passen tatsächlich nicht in die fein säuberlich gezimmerten Vorurteils-Schubladen.

Die Schicksale der Frauen haben mich sehr berührt. Vergessen aber werde ich nicht die Frau, die ihre Familie alleine mit einem Hungerlohn zu ernähren und auch noch den verunglückten Ehemann zu pflegen versucht, der seine Würde und seinen Stolz herunterschlucken muss, da er nicht mehr in der Lage ist, finanziell für alle zu sorgen. Ich wollte sofort für seine Operation spenden und war richtig glücklich im Nachtrag lesen zu dürfen, dass es vielen anderen Mensch so ging wie mir und durch diese Spenden die OP bereits gemacht wurde.

Die berühme "Armenköchin", die in ihrer Sendung zeigt, wie man mit wenig Geld dennoch würdevoll kochen kann, ist für mich ebenso eine der Großen! Sie schenkt den armen Menschen das Gefühl zurück, dass man nicht nur ein Jemand ist, wenn man zu den Reichen dieser Welt gehört.

Dieses Buch ist eine wundervolle Lektüre, die die Augen öffnen kann, dass eine Gesellschaft (egal welche), an der Stärke ihrer Frauen gemessen werden muss. Ohne die Frauen wäre das Leben nur halb so lebenswert und oftmals ein Stillstand, wenn nicht sogar ein Rückschritt. Denn wie sagt man so schön, "das schwächste Glied in der Kette bestimmt die Stärke" - und als Schwäche bezeichne ich hiermit ausschließlich die körperliche Fähigkeit einer Frau im Vergleich zu einem Mann. Dass Frauen geistig die Stärkeren und sogar die psychisch Stabileren sein können, zeigt jede einzelene Frau, mit der der Autor gesprochen hat.

Und wie so oft, denke ich auch wieder einmal hier, dass es so wundervoll wäre, wenn wir Menschen mit dem Herzen sehen könnte, dann wären wir blind für Reichtum und Armut, Groß und Klein, hässlich oder hübsch, mit oder ohne Kopftuch, denn dann stünden endlich mal der Mensch und sein Charakter im Vordergrund. In solchen Fällen beneide ich "das Sehen" der Blinden!

"Frauenpower auf Arabisch" ist absolut kurzweilig, empfehlens- und lesenswert!!!
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am 15. September 2013
Weitgehend von der Öffentlichkeit unbeachtet, zeigt sich in diesem packenden Buch des Nahost Korrespondenten Karim El-Gawhary, wie wichtig die Rolle der Frauen im gesamten arabischen Raum ist. Keine Revolution ist möglich, wenn sie nicht mitmachen. Ob als aktive Demonstrantin, Richterin oder Gewerkschaftsgründerin - die traditionellen Bilder und Regeln brechen auf. Aber noch ist der Kampf lange nicht zu Ende. Nach wie vor werden die meisten Frauen wie unmündige Kinder behandelt, isoliert und sind täglich sexuellen Übergriffen und Gewalt ausgesetzt. Dieses Buch ist ebenso verstörend, wie es auch hoffnungsvoll, traurig und manchmal auch humorvoll ist. Eines haben alle Frauenporträts dieses Buches gemein: es sind interessante und starke Frauen, die da zu Wort kommen. Karim El-Gawhary gibt den arabischen Frauen eine Stimme, die auch im Westen gehört wird.
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Karim El-Gawhary leitet seit 2004 das Nahostbüro des ORF und ist gleichzeitig Nahost-Korrespondent diverser Zeitungen. Eben erst wurde er in Österreich zum "Journalisten des Jahres 2013" gewählt.
Mit "Frauenpower auf Arabisch" hat der Autor einen Volltreffer, pardon Bestseller gelandet.
Im Hauptteil des Buches - wobei in der Einleitung ein interessanter Exkurs über das Kopftuch zu finden ist - stellt der Autor 3 Gruppen von Frauen vor: "Die stolzen Pionierinnen"; "Die bitteren Verliererinnen"; "Die unerschrockenen Kämpferinnen". Jede dieser Gruppen hat viele Gesichter - etwa die Taxifahrerin in Kairo (mehr als ungewöhnlich) oder die 1. ägyptische Richterin (1. Teil des Buches). Im 2. Teil nimmt die Reaktion von 2 Frauen auf einen "Fußballkrieg" zwischen den Anhängern zweier Mannschaften (an die 80 Tote) breiten Raum ein: Der Sohn der einen Mutter ist tot; der Sohn der 2. Mutter wurde zum Tode verurteilt. Im 3. Teil lesen wir von diversen Heldinnen der arabischen Revolution (zB von einer jungen Frau, die die - virtuelle - Sprecherin der Bürgerbewegung in Bahrain ist).
Wo wird die Reise hingehen? Wir wissen es nicht, auch der Autor weiß es nicht. Aber: "Bildung ist die beste Freundin der Frauenrechte". Und dass die arabische Männer-Macho-Gesellschaft nicht so schnell aufgibt, zeigt etwa das Beispiel von einigen salafistischen Abgeordneten aus Ägypten, die das Heiratsalter für Mädchen auf bis zu 9 (!) Jahre herabsetzen wollten.
Dass die Muslimbrüder auch die "UN-Erklärung zur Gewalt gegen Frauen" ablehnten, verwundert da nicht mehr. Die Muslimbrüder befinden sich damit in der Gesellschaft des Iran, von Russland - und dem Vatikan.
Äußerst lesenswert und erhellend auch das Nachwort!
Heftigste Leseempfehlung!
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am 23. Dezember 2013
Das Buch ist spannend und berührt oft sehr. Es ist wertvoll, so informiert zu werden. Der Wandel von Bewusstsein, auch in der arabischen Welt stimmt hoffnungsfroh. Traurig, dass bei uns noch so viel weggeschaut wird. Das Buch ist ein wertvoller Beitrag zu Frieden.
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am 4. November 2013
Karim El-Gawhary entführt uns in die arabische Welt und zeigt uns in drei verschiedenen Abschnitten einen Blick in das Leben arabischer Frauen. Die Abschnitte sind unterteilt in die stolzen Pionierinnen, die bitteren Verliererinnen und die mutigen Kämpferinnen.

Es ist schon sehr mutig von einigen Frauen in typisch männliche Domänen einzudringen, aber das Buch zeigt uns zum Beispiel die Taxifahrerinnen in Kairo, die immer beliebter werden. Oder aber auch eine LKW-Fahrerin, die schon jahrzehnte durch die Wüste fährt.

Egal ob es sich um Unruhen, Selbstmordanschläge oder Arbeitsunfälle handelt, es gibt auch immer Verliererinnen. Meist ist die ganze Familie betroffen, aber die Frauen sind immer die wichtigste Stütze, selbst wenn es manchmal fast aussichtslos erscheint, versuchen sie bis zum Schluß das beste für ihre Familie zu erkämpfen.

Es gibt so viele Frauen, die nicht nur für sich, sondern auch für ihr Land und ihre Zukunft kämpfen.
In manchen Dingen sind die Frauen gar nicht "so anders" und dann wieder sind sie ganz anders als westliche Frauen.
Es ist wichtig, dass diese Frauen nicht aus dem Blickfeld geraten, denn auch sie haben eine Stimme und die ist gar nicht mal so leise. Man sollte diese Frauen unterstützen, egal in was für einer Form, denn die ist wie immer sehr individuell.

Ich fand das Buch sehr eindrucksvoll und hat mich gerade in den ersten beiden Abschnitten am meisten berührt. Sehr schön fand ich, dass es in der Mitte des Buches einige Fotos gab - es hätte auch gerne ein paar mehr sein können.
Es war für mich kein Buch, das man mal so nebenbei liest. Oft schweifen die Gedanken dann ab und man überlegt, ob man etwas vergleichbares schonmal gehört, gesehen oder gelesen hat.

Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, denn es zeigt einem verschiedene Frauen und wie sie ihren Alltag in den arabischen Ländern bewältigen.
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am 20. Oktober 2013
unglaublich was Frauen unter den widrigsten Umständen zu leisten imstande sind, wie viel Mut, Durchhaltekraft und Stärke dazu notwendig ist sich in einer frauenfeindlichen Umgebung zu behaupten. Fast muss man sich schämen, wenn man als Frau in unserer westlichen Welt nicht halb so viel Mut aufbringt oder sich larmoyant über eine Diskriminierung aufregt, die sich dagegen geradezu lächerlich ausnimmt.
Was mich beeindruckt hat, ist dass diese Buch so geschrieben ist, dass nur die jeweilige Befindlichkeit der betroffenen Frauen zum Ausdruck kommt, ohne dass man die Meinung des Autors, die er ja sicherlich hat, spürt.
Ich hoffe, dass auch Männer dieses Buch lesen und manchem dabei der Blick auf die Ungleichbehandlung von Frauen geöffnet wird.
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am 8. Oktober 2013
bei diesem Buch habe ich gelacht und geweint - die Geschichten sind wirklich berührend und interessant. Die Welt braucht mehr solche Bücher, dann könnten viele Vorurteile über die muslimischen Frauen abgebaut werden.
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am 22. November 2013
Das Buch von Karim El-Gawhary hat mich sehr beeindruckt und berührt. In kurzen, objektiven Porträts und Reportagen kommen Araberinnen selbst zu Wort. Kurz und prägnant kann man an ihrem Leben teilhaben und sich ein Bild von ihren Lebensumständen machen. Es sind so unterschiedliche Lebensumstände, dass man seine westlichen Ansichten was die Frauen benötigen überdenken lässt. Wenn nicht einmal Essensreste für eine streunende Katze übrig bleiben, dann hat man andere Bedürfnisse als eine saudische Frau, die selbst mit dem Auto fahren will. Ich werde das Buch sicher noch einmal lesen, da die unterschiedlichen Schicksale der Frauen sehr interessant, packend und berührend waren. Von mir eine absolute Leseempfehlung.
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