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74 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternd und spannend wie ein Krimi
Ich hab das Buch in einer Nacht "gefressen" - konnte gar nicht mehr aufhören damit. Es ist ein Wahnsinn, was Firmen wie H&M, Donna Karan (!), MacDonalds und Shell aufführen! Das System von Kinderarbeit, Ausbeutung und Umweltzerstörung, von dem diese Firmen rücksichtslos profitieren, wird hier in einer Klarheit aufgezeigt, dass man es auch...
Am 16. September 2001 veröffentlicht

versus
37 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sammlung von längst Bekanntem
Es ist zwar gut, daß all die menschenverachtenden Machenschaften mal in einem Buch konzentriert werden, doch muß ich leider sagen, daß all dies längst bei jedermann bekannt sein müßte. Deshalb kann ich auch keine 5 Sterne geben, denn das meiste Material wurde irgendwann irgendwo schon einmal veröffentlicht. Einige Kapitel finde ich...
Veröffentlicht am 2. Februar 2002 von Wagner, Anton


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74 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternd und spannend wie ein Krimi, 16. September 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne (Gebundene Ausgabe)
Ich hab das Buch in einer Nacht "gefressen" - konnte gar nicht mehr aufhören damit. Es ist ein Wahnsinn, was Firmen wie H&M, Donna Karan (!), MacDonalds und Shell aufführen! Das System von Kinderarbeit, Ausbeutung und Umweltzerstörung, von dem diese Firmen rücksichtslos profitieren, wird hier in einer Klarheit aufgezeigt, dass man es auch dann kapiert, wenn man sich bisher nicht allzu intensiv mit solchen Themen beschäftigt hat. Ich find's aber auch gut, dass einem trotzdem nicht der Konsum prinzipiell verdorben wird, weil es vor allem darum geht, bei den Firmen zu protestieren statt sie zu boykottieren. Die Adressen findet man im Buch, das eigentlich der wichtigste "Einkaufsführer" des 21. Jahrhunderts ist - ein absolutes Muss, vor allem in Zeiten der Globalisierung!
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Informativ & Schockierend - ein Buch für JEDEN Verbraucher, 25. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne (Gebundene Ausgabe)
Zu Beginn des Buches heißt es: "Dieses Buch wird sie wütend machen!", und genau das hat es mit mir als Leser gemacht.
Es macht wütend, zu erfahren, wieviel Macht und Einfluss große Weltkonzerne auf Politik und Wirtschaft in Entwicklungsländern haben und mit welch perversen Mitteln diese agieren um auch ja KEINEN Teil dieser Macht zu verlieren und ihren Willen durchzusetzen.
Es macht wütend, zu erfahren, das Konzerne gerade mit ihren Schattenseiten Werbung machen(z.B. Shell mit Werbung für ihren Umgang mit der Umwelt).
Und es macht wütend, ja es schockiert sogar, wie es die Autoren mit recht einfachen Mitteln schaffen in den Sumpf des illegalen Handels mit Konzernen in Verbindung mit der 3. Welt zu treten.
Und da liegen auch die Stärken des Buches: Es zeigt auf, welche Konzerne/Firmen /Industriezweige in Machenschaften verwickelt sind, es werden Beispiele für Tätigkeiten gegeben und werden Erklärungen geliefert, warum man den Prozess der Globalisierung aufhalten sollte.
Auch wirken die Autoren glaubwürdig, stellen sie doch im Buch Versuche dar, in denen sie selber Machenschaften aufdecken.
Sehr hilfreich sind zudem Tipps, wie man selbst als einzelner Verbraucher wirksam protestieren kann. Zudem gibt es Verweise auf Internetseiten und Adressen der Firmen für Beschwerden.
Ingesamt ein sehr, sehr gelungenes Buch das Machenschaften aufdeckt, erklärt und Tipps zur Boykottierung oder Beschwerde gibt und das zudem solche Anti-Globalisierungs-Demonstrationen wie in Genua besser verstehen lässt.
Kurz:
Ein Buch, dass JEDER Verbaucher gelesen haben sollte!!!
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36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen prädikat: lesen!, 3. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne (Gebundene Ausgabe)
hinter dem reißerisch gewählten aufmacher "böse marken" und nach einem anheizenden aber oberflächlich geschriebenen ersten kapitel verbirgt sich eine erkenntnis, die weit über das thema markenfirmen hinausgeht: unser wohlstand ist zu einem wesentlichen teil auf einem wirtschaftssystem aufgebaut, das die wertschöpfung aus bodenschätzen und humanressourcen in entwicklungsländern eben nicht dort, sondern in unserer "ersten" welt entstehen lässt. (was dem wort "entwicklungsländer" eine gänzlich neue bedeutung gibt.)
das ist zwar nicht neu, das schwarzbuch markenfirmen lässt aber den leser selbst zu dieser erkenntnis gelangen, aufgrund von (fundiert dargelegten) konkreten beispielen. solche (welt)wirtschaftlichen zusammenhänge und geopolitische konflikte à la genua und new york können meiner meinung nach nicht getrennt voneinander beurteilt werden.
besonders wohltuend die differenzierte schlussfolgerung der autoren: nicht blinder boykott sondern der druck der konsumenten (und meiner ansicht nach auch der wähler) für eine globalisierung von sozialen und ethischen standards ist gefragt.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Willkommen im Club der Globalisierungskritiker, 13. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch hat es in sich. Gnadenlose Anprangerung der ausbeuterischen und Menschen verachtenden Machenschaften der Weltkonzerne. Endlich ein guter Grund, auf Schokolade, Coca Cola und Nike zu verzichten. Endlich ein Grund, sich zu überlegen, wer dafür drauf zahlen muss, damit bei uns die Produkte um ein paar Cent billiger sind. Mir ist die Lust auf eine ganze Palette von Produkten gehörig vergangen. Und aus mir ist eine kritische Konsumentin geworden, die nicht mehr nur auf das billigste Schnäppchen achtet, sondern auf ethisch-ökologische Produktionskriterien.
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 10. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne (Gebundene Ausgabe)
Die meisten Menschen, die schon irgendwo und irgendwann einmal davon gehört haben, dass einige der bekanntesten Firmen der Welt ihre Ware illegal herstellen oder herstellen lassen, lassen sich leider meistens davon blenden, dass ihnen die Unternehmen ihre "großartigen Charity-Leistungen" aufzählen und damit hofieren, wieviel sie schon in diese und jene wohltätige Organisation oder Projekt eingezahlt haben.
Es ist - LEIDER NUR - eine Minderheit, die diese kritischen Einwände auch weiter verfolgt und sich nicht von großen wohltätigen PR-Aktionen blenden lässt. Die beiden Autoren dieses Buches gehören zweifellos dazu. eine der Bekanntesten von ihnen ist die Amerikanerin Naomi Klein ; deren Bücher sind ebenso wie dieses Buch sehr zu empfehlen.
Die Autoren des Buches schildern u.a. wie große internationale und deutsche Firmen immer noch unbeobachtet oder beobachtet und geduldet Entwicklungsländer ausbeuten, sich der Kinderarbeit bedienen, Menschenversuche machen und mit korrupten Regimes zusammenarbeiten.
Sehr gelungen ist zudem der Firmenindex. Darin stellen die Autoren zahlreiche Firmen dar, die sich der oben genannten Taten schuldig gemacht haben und immer noch machen. Teils können diese illegalen Machenschaften nicht aufgedeckt werden, weil diese Firmen über mehrere Zuliefererfirmen operieren, teils werden sie aufgedeckt, aber statt dass die Bedingungen geändert werden, wird einfach der Standort verlegt und die Offenlegung gerät zum Nachteil der Beschäftigten die anschließend ohne Job bleiben.
Wie man es auch dreht und wendet : die Mächtigen treiben ihr Spiel und ein Jeder ist mit seinem Alltag beschäftigt.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend wie ein Krimi, 25. September 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch war eigentlich längst fällig. Denn hier wird endlich deutlich, wohin Konsumrausch und Schnäppchenjagd führen: Bekannte Firmen von Aldi über H&M bis Walmart profitieren von Sklaverei, Kinderarbeit und Waffenhandel, ohne mit der Wimper zu zucken - und wir als KonsumentInnen finanzieren das auch noch. Das "Schwarzbuch Markenfirmen" macht nicht nur wütend, es ist eine Anleitung zum bewussten Konsum und endlich einmal ein Buch, das praktische Hinweise liefert, was der oder die Einzelne gegen die Auswüchse einer rein profitorientierten Globalisierung tun kann. Ein mutiges und spannend zu lesendes Buch, das eigentlich jede(r) haben sollte.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch sollte Pflichtlektüre an allen Schulen werden, 7. November 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne (Gebundene Ausgabe)
Ich möchte danke sagen dass es Menschen gibt die sich die Mühe machen all diese Informationen zusammenzutragen. Ich habe dieses Buch beinahe aufgesogen und immer wieder lese ich die gleichen Seiten um ja nichts zu vergessen. Mein Konsumverhalten hat sich mit einem Schlag verändert und ich bin nicht traurig darüber. Ich hoffe, dass es noch vielen Menschen nach diesem Buch so ergeht wie mir, denn ich glaube, erst wenn man das so liest, begreift man erst den Umfang der Tragödie die man unterstützt. Ich habe das Buch bereits vielen Freunden empfohlen und von einigen weiss ich, dass sie bereits Werbung für das Buch machen. Ich bin schon sehr gespannt was da noch alles kommt.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein bisschen übertrieben- trotzdem gut, 12. September 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne (Gebundene Ausgabe)
Die beiden Autoren haben penipel recherchiert. Sie haben alles zwar ein bisschen aufgeputscht, aber mit ein wenig Verständnis von dem, worüber sie schreiben, kann man dies aber leicht herausfiltern. Gut daran ist, dass der Teil, wo Allgemein über die Missstände berichtet wird und der Abschnitt wo jede Firma einzelnt aufgeführt wird, voneinander getrennt ist. Hier wird jeder Punkt einzelt aufgeführt: Slogan, Logo, Produkte/Marken*, Homepage, Firmendaten*², Vorworfe, Was sie tun können und "weitere Infos".
*- Oft verstecken sich hinter einem großen Namen kleinere (Tochter-)Firmen, von denen man soetwas eigentlich nicht vermutet.
*²= Umsatz, Gewinn vor Steuern und der Sitz (DM und €)
Ich selber war von diesem Buch sehr angetan, da auch nicht nur über die Chefetage geredet wird, sonder auch über die Produktionsfirmen in Fernost
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternd. Jetzt heißt es AKTIV werden!, 30. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch muss einfach gelesen werden.
Auf kaum 300 Seiten schaffen es die Autoren eine dermaßen viele schockierenden Tatsachen
an den Leser zu bringen, dass einem fast schlecht wird. Das was die Weltkonzerne hinter unserem Rücken
und vor unseren Augen veranstalten entbeehrt jeder Grundlage.
Und zwar in jeder Branche.
Morde, Unterdrückung, Versklavung, Umweltverschmutzung - kurz:
Missachtung der Grundrechte die ein jeder Mensch auf diesem "tollen, fortschrittlichen" Planeten längst haben sollte.
Nur als Beispiel (wenn schon nicht versklavt dann zu Hungerlöhnen):
Wenn z.B.: Nike die beim Verkauf eines Schuhes teilweise mehr als 200% Gewinn machen nur 1 Euro mehr verlangen würde dann könnte die Näherin am andern Ende der Produktionskette ihren Kinder vielleicht sogar eine Schulbildung ermöglichen.
Aber nein. Nur Raffgier, Gewinnsucht, Unterdrückung. Was ist das für eine Welt?!
Aber anstatt zu jammern und zu wehklagen:
Aktiv werden. Und genau diesen Ruf lässt auch dieses geniale Buch in einem Laut werden. Mit dieser unglaublichen Spannung und Informationsdichte schaffen es die Autoren dass einem mit jeder Seite noch mehr Angst und Bang um die Welt und deren Bevölkerung wird. Das erste was man nach eingehender Informationsansammlung mittels dieses Buches und im Internet tun kann ist sich gleichgesinnten zusammenschließen.
Proteste organisieren, den Konzernen zeigen das es so nicht geht,
in Weltläden TransFair Produkte kaufen, Greenpeace und Amnesty kontaktieren und Unterstützen, den Marken zeigen dass man nichts mehr bei ihnen kaufen soll. Das ganze Thema publik machen, dass endlich einmal jeder davon erfährt!
Gemeinsam kann man etwas tun!
Der Konsument sagt wo es langgeht! Und das tut dieses Buch auch!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielleicht uralt, aber leider immer noch aktuell (Auflage 04/2010), 28. August 2010
Von 
H. Dittmann (Ruhrgebiet) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne (Gebundene Ausgabe)
Ich bin überzeugt, dass die Autoren gern in der überarbeiteten Neuauflage davon berichtet hätten, wie wenigstens eines der portraitierten Unternehmen sein Handeln in Folge der Informationen aus diesem Buch und des dadurch einsetzenden Konsumentendrucks zum Besseren geändert hätte. Leider hat keines dieser Unternehmen die Chance ergriffen. Statt einer Änderung der Zustände werden weiterhin nur die Zuständigkeiten geändert - Mittelsleute werden ausgewechselt, Makler eingeschaltet, Zwischenhändler beauftragt, Subunternehmen mit "belasteten" Namen umbenannt, Produktionsstandorte gewechselt. Mehr ist nicht geschehen, und deswegen sind auch die zehn Jahre alten Reportagen leider immer noch aktuell. Eine Erweiterung in die andere Richtung ("jetzt mit noch mehr Negativbeispielen") wäre jedoch genau so unsinnig - alle Leser dieses Buchs, die auch zu Handelnden werden wollen, haben mit der enthaltenen Firmenprofilliste eine To-Do-Liste, die ein paar Jahre ausreichen sollte, und da vorwiegend die Marktführer ihrer jeweiligen Branchen aufgelistet sind, reicht der mögliche Konsumentendruck bereits auf diese Unternehmen aus, um die gesamte Branche unter Zugzwang zu setzen.

Ich finde es sehr bedauerlich, dass all die in diesem Buch dargestellten Sachverhalte schon seit so langer Zeit bekannt sind und sich in den seitdem vergangenen Jahren nichts wesentliches geändert hat. Die Autoren weisen in der aktuellen Auflage darauf hin, dass es gegen keinen einzigen der in diesem Buch dargestellten Sachverhalte ernsthafte (sprich: vor Gericht bestehende) Gegendarstellungen gegeben habe. Drohgebärden und Muskelspiele der Rechtsabteilungen habe es gegeben, doch kein einziges der portraitierten Unternehmen konnte gerichtlich nachweisen, dass auch nur eine dieser Darstellungen nicht den Tatsachen entspreche. Berücksichtigt man die offenkundige Klagebereitschaft aller Unternehmen im Hinblick auf auch nur im Ansatz angreifbare Aussagen, die dem Firmenimage nur minimal schaden könnten, ist der Umstand des völligen Ausbleibens von wirksamen Verfügungen und gerichtlichen Auseinandersetzungen wohl mit das bemerkenswerteste, was man über dieses Buch sagen kann.

Im Zusammenhang mit der im Sommer 2010 im deutschen Fernsehen ausgestrahlten Dokumentation über einen großen deutschen Textildiscounter macht hier auch das Kapitel (ebenso wie die entsprechenden Firmenportraits) über die Vorgehensweise der Textilbranche sehr nachdenklich, denn der verführerische Reflex, einfach zu teureren Produkten zu greifen, verpufft wirkungslos. Die Produktionsstandorte sind leider identisch, und die Logik, dass deutlich höhere Preise für Endverbraucher auch deutlich bessere Entlohnungen der Arbeiter in den Produktionsstandorten bedeuten, ist leider ein Trugschluss. Nur die Honorare der unter Vertrag stehenden Spitzensportler und -vereine werden dadurch höher, die Werbekampagnen aufwändiger.

Fügt man dem Eindruck, den dieses Buch hinterlässt, noch weitere Impressionen hinzu (z.B. die Dokumentarfilme "Flow - Wasser ist Leben", "Let's make money", "We feed the world", "Der große Ausverkauf" oder "Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte" um nur einige ausgezeichnete Kandidaten zu nennen) fügt sich damit ein Gesamtbild zusammen, das bedrückend ist: Die demokratisch legitimierte Weltregierung, die von vielen Menschen als Lösung drängender Menschheitsprobleme herbeigesehnt wird, wird es wohl nie geben, denn die faktisch bestehende Weltregierung des globalen freien Marktes mit ihren vielschichtigen Interessenvertretungen (Weltbank, Welthandelsorganisation, Internationaler Währungsfonds um nur die prominentesten zu nennen) unternimmt alles, um dagegen anzukämpfen - und sie verfügt über alle erforderlichen Mittel, weil wir sie ihnen so bereitwillig und ohne kritische Fragen geben.

Wie hieß es vor Jahren mal in einem Softdrink-Werbespot: "Image ist nichts. Durst ist alles." Die Wahrheit sieht anders aus: "Image ist Macht". Denjenigen, die die Welt seit den frühen 1980er Jahren so sehr nach ihrem Bild umformen und dabei solche hinderlichen Handelshemmnisse wie Menschenrechte, Menschenwürde und Umweltverträglichkeit sehr erfolgreich umgehen, muss diese Art von Macht wieder genommen werden. Der Weg kann nur darüber führen, dass wir als Konsumenten einfordern, dass sie ihr Image und ihr Handeln zur Deckung zu bringen.

Ein großer Mineralölkonzern schaltet gegenwärtig im Rahmen einer groß angelegten Imagekampagne Fernsehwerbespots über die Segnungen, die sein Handeln in verschiedenen Ländern der Welt ermöglicht hat. Nigeria, einer der wichtigsten Produktionsstandorte dieses Unternehmens, wird in diesen Werbespots nicht erwähnt. Warum wohl? Die Antwort findet sich in diesem Buch - genauso wie auch in Berichten verschiedenster Zeitschriften und Zeitungen, die man großteils offen und kostenfrei im Internet abrufen kann, wenn man sich nur die Mühe macht.

In Bezug auf Lebensmittel hat in den letzten Jahren ein vorsichtiges Umdenken begonnen - Lebensmittel mit "Bio"-Siegel werden beliebter, nicht etwa, weil sie per se gesünder (vitaminreicher, nährstoffreicher) wären, sondern vor allem weil alle Produktionsschritte unter möglichst strengen Umweltstandards erfolgen und der Einsatz von giftigen Substanzen und Gentechnik vermieden wird. Vielleicht erleben wir ja noch, dass auch ein "Human"-Siegel ins Leben gerufen wird, bei dem die gesamte Produktionskette von unabhängigen Stellen kritisch darauf überprüft wird, dass hohe ethische und ökologische Standards eingehalten werden.
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Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne
Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne von Hans Weiss (Gebundene Ausgabe - 16. August 2001)
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