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am 23. September 2009
Axel Meyers Kolumnen im Handelsblatt haben eine wichtige Funktion. Über viele Jahre haben sie Lesern, die sonst wenig oder nichts über die aktuellen Diskussionen in der Evolutionsbiologie erfahren hätten, Einblicke in diese unser aller Leben prägende Wissenschaft gegeben. Schön, dass die Kolumnen nun als Buch erhältlich sind und so dem vorschnellen Vergessen entrissen wurden. Dass die Ideen der Evolutionsbiologie nicht jedem gefallen, das musste schon Darwin erfahren und das wird sich auch so schnell nicht ändern. Getroffene Hund bellen und so ist die wütende Kritik der erbitterten Darwin-Gegner, der Kreationisten verschiedener Couleur, ein großes Lob.

Es ist schon interessant: Während man Darwin selbst und auch 'Klassiker' wie Ernst Mayr und selbst Richard Dawkins weitgehend in Frieden lässt, entlädt sich der ganze Hass der Darwin-Feinde an neueren Autoren. Und zwar vor allem an deutschen Autoren, die den Mut haben, die Theorien Darwins und der neuen Evolutionsbiologie ernst zu nehmen und für ein breites Publikum ansprechend und lesbar darzustellen. Ist es ein Zufall, dass Autoren wie Axel Meyer, Ulrich Kutschera, Thomas Junker, Sabine Paul und Franz M. Wuketits von denselben Leuten verfolgt werden? Wohl kaum.

Interessant ist noch ein anderer Punkt: Sieht man sich die besonders gehässigen Kommentare an, so fällt auf, dass diese nur zum Teil von erklärten Kreationisten verfasst wurden. Führend sind hier vielmehr vor allem die Jünger des ,Kooperations'-Propheten Joachim Bauer. Es ist ihnen natürlich unbenommen, für die esoterisch angehauchten Ideen ihres Gurus Reklame zu machen. Woher aber kommt der von regelrechtem Vernichtungswillen geprägte Hass auf Autoren, die eine andere Sicht der Dinge haben? Sieht so das von Bauer gepriesene "Prinzip Menschlichkeit" aus? Schämen sollte man sich für so etwas.

Wie auch immer: Im Windschatten von Bauers pseudo-inhaltlicher Darwinismus-Kritik und mit seiner tatkräftigen Unterstützung ist ein Sammelbecken für all die feigen Kreationisten entstanden, die nicht den Mut haben, sich offen zu ihrer Meinung bekennen. Auch Bauer selbst lehnt es nach außen hin ab, sich als Kreationist (= Schöpfungsgläubiger) zu outen. Es ist hier auch nicht der Ort, genauer auf seine Ideen einzugehen. Nur folgendes: Wo kommen denn die von ihm so betonten biologischen "Grundprinzipien" Kooperativität, Kommunikation und Kreativität her? Bauer kann (will?) nicht angeben, wie sie entstehen, sie sind einfach da - und so etwas nennt man gemeinhin ein Wunder.

Die Feinde der Aufklärung haben meist ein feines Gespür und sie haben gemerkt, dass hier eine neue Generation von Evolutionsbiologen schreibt, die es geschafft hat, Darwins Ideen in humaner und lebensbejahender Weise für unsere Zeit zu interpretieren.

Also: Wer wirklich etwas über Darwin und die moderne Evolutionsbiologie erfahren will, der sollte genau diejenigen Bücher zu lesen, von denen die Evolutions- und Darwinhasser abraten und die sie mit ihren Schämkritiken überziehen. Als da wären z.B.:

Tatsache Evolution: Was Darwin nicht wissen konnte
Propheten des Aberglaubens - Der deutsche Kreationismus zwischen Mystizismus und Pseudowissenschaft
Kreationismus in Deutschland: Fakten und Analysen
Die Evolution des Menschen
Evolution ist überall: Gesammelte Kolumne "Quantensprung" des Handelsblattes: Gesammelte Kolumne "Quantensprung" des Handelsblattes
Darwins Kosmos: Sinnvolles Leben in einer sinnlosen Welt
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am 10. März 2015
Ich schätze Axel Meyer sehr. Seine Untersuchungen zur Entstehung neuer Arten sind hoch interessant. Leider erfährt man in diesem Buch kaum etwas davon. "Evolution ist überall" heißt der Titel, doch ich möchte hinzufügen: "... nur in diesem Buch kaum!".
Denn jede zweite Kolumne handelt nicht von Evolution oder wenigstens Biologie, sondern von Universitäten in den USA und Deutschland, von Professuren und Drittmitteln, warum so viele Jungwissenschaftler nach Amerika gehen, warum sich bei Prof. Meyer in Konstanz mehr Doktoranden aus Indien und China und Indien als aus Deutschland bewerben, warum Konstanz eine exzellente Uni ist; warum so wenige Frauen Professor werden, warum es die Forschung in den USA so viel leichter hat als in Deutschland, und so weiter.
Für Leute aus dem universitären Betrieb mag das interessant sein, doch dafür habe ich mir das Buch nicht gekauft.
Die Kolumnen zum Thema "Evolution" muss man in diesem Bändchen fast suchen. Schade!
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am 1. August 2008
Axel Meyer, Lehrstuhlinhaber für Evolutionsbiologie an der Universität in Konstanz, ist einer der wenigen Wissenschaftler, die sich neben ihrer gewohnten Universitäts- oder Forschungsumgebung auch auf die Bühne der öffentlichen Diskussion begeben. Dabei denkt der Rezensent nun nicht an die zahllosen Talkshows, in der zahllose Wissenschaftler ihre Meinung zu allen möglichen Problemen kundtun, sondern es ist die Rede von einer Öffentlichkeit, in der der Wissenschaftler versucht, seine Erkenntnisse einem Publikum nahe zu bringen, für das sie vielleicht von ganz erheblicher Bedeutung sein könnten.

Axel Meyer, ein wissenschaftlicher Wanderer zwischen der alten und der neuen Welt, zwischen dem Kreationismus in den USA und dem Darwinismus hat es sich seit 2004 zur Aufgabe gemacht, den zum größten Teil aus Ökonomen und Manager bestehenden Lesern des Handelsblattes in einer "Quantensprung" genannten Kolumne naturwissenschaftliche Themen nahe zu bringen und ein Verständnis für den Wissenschaftsbetrieb zu wecken.

Mit Sachkunde und Differenziertheit, mit viel Enthusiasmus, aber auch mit Ironie, und oft mit großer Empathie und Empfindsamkeit beschreibt Meyer seine Themen. Er weist immer wieder auf die mögliche Zerstörung des Planeten durch den Menschen hin, und gibt dem Leser immer wieder viele neue Anregungen zum Nachdenken. Viele wissenswerte Kleinigkeiten aus dem Bereich seiner Wissenschaft bereiten nicht nur Lesevergnügen, sondern bereichern das Allgemeinwissen und die Fähigkeit, den nächsten Party-Small-Talk gut bis glänzend zu überstehen.

Den Menschen tierisch zu betrachten, wie der Verlag auf der Umschlagrückseite den Inhalt des Buches treffend zusammenfasst, ist eine angenehme, teilweise amüsante und immer lehrreiche Beschäftigung.
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am 23. Februar 2009
Erfreulich ist, dass sich Wissenschaftler die Zeit nehmen, ihr Gebiet in Form regelmäßiger Kolumnen in einer Zeitung (in diesem Falle: Handelsblatt) einem breiten Laienpublikum zu erklären. Erstaunlich ist, dass sie dafür Zeit haben. Schade ist, wenn dabei nicht mehr als ein feuilletonistisches Kamingespräch herauskommt und die dargebotenen Inhalte den Stand des Denkens und Wissens von vor 10 bis 20 Jahren wiedergeben. Ich rate von diesem Buch, das mich unendlich gelangweilt hat, ab und empfehle frischere Kost zum Thema Evolution.
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