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5.0 von 5 Sternen Österreichs Identität
Johnston ist seit seinem epochalen Buch über die Kultur- und Geistesgeschichte Österreichs (bis 1938) ein ausgewiesener Spezialist für Fragen zu Österreichs Identität mit der Perspektive der Aussensicht eines Amerikaners. Er geht immer wieder auf sein innerösterreichisches Pendent, Friedrich Heer, ein, jedoch ist seine Methodik ein...
Veröffentlicht am 5. Januar 2010 von Dr. Bernd Gallob

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3 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zwischen therapeutischem Nihilismus, Herbartianismus und Impressionismus
William M. Johnston's Vater war ein Feinschmied in Nebraska und schenkte seinem Sohn ein Fahrrad. Als Little-William anfing, mit dem Fahrrad zu fahren, bemerkte er, daß das Ventil nach einer Drehung des Reifens immer wieder an der selben Stelle war. Dies brachte ihn auf die Idee des Zyklischen, das allen Erscheinungen innewohnt. Im Film-Club seines Colleges in...
Veröffentlicht am 8. Oktober 2010 von Anja Friedrich


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5.0 von 5 Sternen Österreichs Identität, 5. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Österreichische Kultur- und Geistesgeschichte: Gesellschaft und Ideen im Donauraum 1848 bis 1938 (Gebundene Ausgabe)
Johnston ist seit seinem epochalen Buch über die Kultur- und Geistesgeschichte Österreichs (bis 1938) ein ausgewiesener Spezialist für Fragen zu Österreichs Identität mit der Perspektive der Aussensicht eines Amerikaners. Er geht immer wieder auf sein innerösterreichisches Pendent, Friedrich Heer, ein, jedoch ist seine Methodik ein gänzlich andere als die Heers. Johnston versucht aus der empirischen Textanalyse der deutschsprachigen Essays heraus (und geringfügiger Analyse der Autoren) zum heutigen, deutschsprachigen, Österreich zu Schlussfolgerungen über die Identität und Abgrenzung des Landes zu Deutschland zu gelangen. Die Geschichte der Multiethnizität gerät so zu einem methodischen Ansatz unter vielen, die sozialen und politischen Wirklichkeiten bzw. Positionen mancher zitierter Autoren werden damit sachte beiseite geschoben oder, wenn sie zu eindeutig waren, zwar punktuell als inkorrekt qualifiziert aber ansonsten uneigeschränkt in die Analyse einbezogen. Die emotional-ontologische Bestimmung Österreichs, wie Friedrich Heer das wohl gesehen hat, bleibt damit ausgeklammert. Das trägt zur Nüchternheit des Diskursbeitrags viel bei, verkürzt andererseits aber die politisch-emotionalen Komponenten der Vorbereiter und Vollstrecker des Schicksals jenes "Österreich", das als Objekt zwischen den Akteuren, die etwa die Haydn-Hymne bewusst zum Deutschlandlied transferiert oder "Österreich" als Begriff hasserfüllt überhaupt ausradiert haben. Die erkennbar distanzierte Nüchternheit macht aber die Arbeit Johnstons zu einem exzellenten Beitrag eines externen Beobachters, dessen Schwerpunkte wohl auf diese Sichtweise zurückzuführen sind.
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5.0 von 5 Sternen Breite und Tiefe, 6. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Österreichische Kultur- und Geistesgeschichte: Gesellschaft und Ideen im Donauraum 1848 bis 1938 (Gebundene Ausgabe)
Ein Klassiker der Geschichtsschreibung über Österreich. Johnston ist so vertraut mit Österreich, dass er mit Österreich schreibt, so tief könnte man seine Anteilnahme bewerten. Nach Grillparzer - "Man kann die Berühmten nicht verstehen, wenn man die Obskuren nicht durchgefühlt hat" (Der arme Spielmann) - steht er, wie Johnston selbst auch hervorhebt, in einem österreichischen Projekt, dass im Biedermeier begann: eben jene bislang "Obskuren" zu beachten und einer Würdigung zu unterziehen. Ein Kontinent der Ideen und des Wissen wird erforscht und dargestellt, über die berühmten Namen hinaus.
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3 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zwischen therapeutischem Nihilismus, Herbartianismus und Impressionismus, 8. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Österreichische Kultur- und Geistesgeschichte: Gesellschaft und Ideen im Donauraum 1848 bis 1938 (Gebundene Ausgabe)
William M. Johnston's Vater war ein Feinschmied in Nebraska und schenkte seinem Sohn ein Fahrrad. Als Little-William anfing, mit dem Fahrrad zu fahren, bemerkte er, daß das Ventil nach einer Drehung des Reifens immer wieder an der selben Stelle war. Dies brachte ihn auf die Idee des Zyklischen, das allen Erscheinungen innewohnt. Im Film-Club seines Colleges in Oklahoma sah er den Film »The Sound of Music« und beschloß, sich fortan der Erforschung der österreichischen Geschichte zu widmen. Von dem Film bekam er Bauchschmerzen, und sein Doktor, ein aus Wien nach Oklahoma ausgewanderter Jude namens Dr. Schorske, diagnostizierte Josephinismus, Freudianismus und Altenbergismus. Jung-Johnston war empört und warf dem alten Arzt therapeutischen Nihilismus vor. Dieser erwiderte, der Junge habe sich mit Herbartianismus angesteckt.

»I want to go to Austria«, sagte Johnston zu Stacy vom Reisebüro. Die verkaufte ihm eine Flugkarte. Als er ankam, und sich zwischen lauter Känguruhs in einer roten Wüste wiederfand, war er glücklich und stürzte sich sofort in die Forschungsarbeit über österreichische Geschichte, mit der er seinen B. A., dann auch seinen M. A. machte, und mit der er schließlich promoviert und habilitiert wurde. Die Menschen in Sydney waren von der als Buch erschienenen Untersuchung »The Austrian Mind« tief beeindruckt und verliehen ihm den Austrian Book Award. In seiner bewegenden Dankesrede hob William M. Johnston noch einmal hervor, wie tief Josephinismus, Herbartianismus, Impressionismus und therapeutischer Nihilismus ihn geprägt haben. Der australische Präsident dankte in seiner Laudatio für die tiefen Einblicke, die sein Volk dem US-Amerikaner Johnston verdanke und verlich dessen Arbeit mit der Entdeckungen eines Kontinentes.
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Österreichische Kultur- und Geistesgeschichte: Gesellschaft und Ideen im Donauraum 1848 bis 1938
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