Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug b2s Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
3
3,7 von 5 Sternen
5 Sterne
0
4 Sterne
2
3 Sterne
1
2 Sterne
0
1 Stern
0

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 8. Juni 2002
Der Autor liefert hier interessante Einsichten in die menschliche Natur, es wird z.B. der Frage nachgegangen, warum viele Menschen an etwas glauben wollen, auch wenn es der Ratio wiederspricht. Weiterhin wird sehr gut nachvollziehbar beschrieben, wie und warum viele Quacksalber diesen urmenschlichen Charakterzug ausnutzen. Die Einteilung des Buches wirkt etwas chaotisch, wenn man es komplett gelesen hat, hat man jedoch das Gefühl, etwas gelernt zu haben, und auch gut unterhalten worden zu sein, insgesamt ein sehr empfehlenswertes, leichtverständliches Buch.
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. November 2002
"Faulen Zauber" oder "Voodoo Science", wie Robert L. Park das im Original nennt, ist das, was Pseudowissenschaftler aller Sorten betreiben.
In seinem legendären Newsletter "What's New" kommentiert er wöchentlich und bissig Wissenschaft und Gesellschaft, und besonders die Scharlatane, Quacksalber und Wichtigtuer aller Sorten fallen seiner spitzen Feder zum Opfer. Lange Zeit für die Amerikanische Physiker-Vereinigung in Washington tätig, hat er viel Erfahrung mit Regierungsbehörden, Medien, Gerichten und anderen Institutionen, denen mit schöner Regelmäßigkeit faule Eier untergejubelt werden.
Und genau darum geht es in Parks Buch: Um "Voodoo Science", Pseudowissenschaft, die bei kleinen "Verschönerungen" anfängt und bei milliardenschwerem Gobbledigook aufhört. Nicht nur schwarze Schafe aus den Naturwissenschaften bekommen ihr Fett weg - es sind, alles in allem, innerhalb der Fachwelt relativ wenige -, sondern auch "geheime" und damit nicht überprüfte Militär-Traumschlösser wie SDI, nutzlose Prestigeobjekte wie die bemannte Raumfahrt (für die es nichtwissenschaftliche Gründe geben mag), die milliardenschwere Paramedizin und andere moderne Formen der Alchemie, die Stumpfsinn in metaphorisches und in klingendes Gold umwandeln.
Der Physiker Robert L. Park nimmt den Leser auf eine sarkastische 250-Seiten-Tour durch Gefilde, die nur scheinbar der Wissenschaft nahe sind. Man erfährt dabei nicht nur einiges über den Wissenschaftsbetrieb, den amerikanischen vor allem, sondern auch über Politik, über Geschäftemacherei, die Wahrheit über Hochspannungsleitungen, religiös motivierte Weltverklärer, die Hintergründe zur "Kalten Kernfusion", Wissenswertes zur "freien Energie" und vieles dergleichen mehr. Hier schreibt jemand, der etwas von seinem Fach versteht, seine gesellschaftliche Verantwortung ernst nimmt und seine Sachen ebenso pointiert wie erhellend rüberbringt.
Vom Übersetzer Dirk Oetzmann und von der Lektorin Aenne Glienke kann man das nicht behaupten. So tauchen in der deutschen Ausgabe "Fauler Zauber" Begriffe wie "Sodiumchlorid" auf (gemeint ist Natriumchlorid, also Kochsalz), "nuclear physics" wird mit "Atom-" statt "Kernphysik" übersetzt (was in etwa der Unterschied zwischen einem Hausanstrich und einem Abriß ist), anglizierende Wortneuschöpfungen wie "rektifiziert" tauchen auf, und sinnverstellende Fehler wie "dass" statt "das" hemmen das Verständnis. Hier wurde schlicht gepfuscht.
Park bleibt durchgehend verständlich, mehrere der Themen, mit denen er sich befaßt, sind aber eher etwas für Insider - Physiker und andere wissenschaftlich vorgebildete, und besonders solche, die mit der amerikanischen Pseudowissenschaftsszene vertrauter sind ("Kreationisten statt Dänikenianer"). Für die bekommt das Original eine uneingeschränkte Empfehlung, mithin: Fünf Sterne.
Für den deutschen Leser ohne große Vorbildung sind Carl Sagans "Der Drache in meiner Garage" und die Essays aus "Mein paranormales Fahrrad" zugänglicher, allgemeiner, leichter zu verstehen und anschaulicher. Sie haben auch eine bessere Übersetzung bekommen. Daran gemessen, bekäme Parks Original vier Sterne, und die Übersetzung bekommt die oben stehenden drei.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. November 2012
Fantastisches Buch, unterhaltsam geschrieben von einem Wissenschaftler, der teilweise an verschiedenen der erwähnten Punkte als Berater mit beteiligt war, gewürzt mit einem Schuss Ironie. Park führt anhand mehrerer Beispiele das Prinzip der Pseudowissenschaften vor und zeigt dabei die Methoden auf, mit denen versucht wird, diese Ideen durchzusetzen und kommerziell nutzbar zu machen, Ideen, die teilweise sogar die Wissenschaft längerfristig beschäftigen, wie an Hand der kalten Fusion wunderbar deutlich gemacht wird.
Auch wenn sich die Beispiele auf Amerika beziehen, so haben doch einige der dort vorgestellten pseudowissenschaftlichen Behauptungen auch weltweit für Aufsehen gesorgt, wie z.B. Homöopathie oder die ISS. Auf einfache Art zeigt Park die Fehler in diesen Behauptungen auf, warum viele dieser Behauptungen Naturgesetzen widersprechen und wie die Pseudowissenschaftler sich den weit verbreiteten wissenschaftlichen Analphabetismus zu Gunsten machen. Als Beispiel benutzt er dafür die immer wiederkehrende Idee eines Perpetuum Mobiles, welches auch auf unterschiedlichste Art und Weise in verschiedensten Ideen reflektiert wird.
Dabei wirkt er nicht immer anklagend, sondern führt auf einfachste Art und Weise auf, wie verschiedene Ideen durch falsches wissenschaftliches Verständnis geboren werden.
In Zeiten, in denen der wissenschaftliche Analphabetismus parallel zum Aberglauben wächst ist ein Buch wie dieses zwingend nötig. Nebenbei bekerkt habe ich noch niemals eine einfacher zu verstehende Erklärung der ersten beiden Hauptsätze der Thermodynamik gelesen.
Top Buch, absolute Leseempfehlung.
Einen Punkt Abzug gibt es fùr zwei Punkte, die mir nicht ganz so gefielen.
1. Ein Index mit verschiedenen Quellen zu den angesprochenen Themen und Belegen fehlt, Fussnoten wären hilfreich gewesen, ohne dass dadurch der Lesefluss gestört worden wäre.
2. Park unterbricht häufig Geschichten mit dem Hinweis, darauf später noch einmal zurückzukommen. Das wiederum stört den Lesefluss doch ein wenig.

Trotzdem Lesetipp für alle, die sich auf einfache Art und Weise darüber informieren möchten, warum viele hochgelobte Ideen an der Realität scheitern.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden