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Der Junge und der Rabbi
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am 18. November 2007
Wir schreiben die vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts und befinden uns in einer ärmlichen Gegend von Brooklyn, am Rande von New York, wo die Einwanderer und Alteingesessenen ihren Überlebenskampf führen, die Hoffnung auf ein besseres Leben nie aufgeben. So auch Kate Devlin mit ihrem elfjährigen Sohn Michael, alleine, ihr Mann gefallen in Belgien - irisch-katholische Einwanderer.

Ein Sonntag im Winter. Schnnestürme. Brooklyn ist wie ausgestorben. Und wieder, wie an jedem Sonntag in der Frühe, ist der Ministrant Michael auf dem Weg zur Messe, vorbei an der verlassenen Synagoge. "Komm herein, hilf mir", hört es Michael raunen. Schlotternd vor Kälte, zitternd vor Angst schaltet Michael für den Rabbiner Hirsch das Licht an, denn es ist Sabbat, jiddisch "Schabbes" - und gleichzeitig der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Michael wird für den Rabbi Hirsch der "Schabbes-Goj" sein, der Nicht-Jude, der auch am Sonntag leichte Arbeit verrichten darf.

Was ist Freundschaft? Was Verrat? Aufrichtigkeit? Diese zentralen Fragen wird sich Michael fortwährend stellen, wenn er dem versteckten Antisemitismus in seinem Viertel, der Kelly Street und der Ellison Avenue, etwas entgegesetzen will. Und da er klug, wissbegierig, neugierig und phantasiebegabt ist, wird er die richtigen Antworten finden und Rabbi Hirsch, dem fast zu Tode geschlagenen Ladenbesitzer Mister G. und Frankie, dem furchtbaren Bandenboss in dem Viertel, Gerechtigkeit widerfahren lassen. Und wenn es denn sein muß, mit dem aus Lehm erschaffenen Golem und einem fürchterlichen Schneetreiben im Sommer....

Dem 1935 in New York geborenen Schriftsteller Pete Hamill ist hier ein großartiger Roman gelungen, der durch atmosphärische Dichte und Kenntnisreichtum im Detail glänzt. Man ist beim Lesen gefesselt und möchte das Buch gar nicht weglegen, bis nicht das letzte Kapitel gelesen ist. Denn nicht nur wird die innere Aufgeriebenheit des Hauptprotagonisten Michael Devlin beschrieben, seine Freundschaft zu dem Rabbi Hirsch und das Eintauchen in die jüdische Religion oder umgekehrt, Rabbi Hirschs erste Kontakte zu dem "american way of life", sondern darüber hinaus eine packende, an Geschehnissen reiche Story aufgebaut.

Wer spannende Geschichten liebt, dem sei Hamills "Der Junge und der Rabbi" wärmstens empfohlen!
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Toleranz und Zivilcourage sind die Botschaften, die uns der wunderbare Roman von William Pete Hamill "Der Junge und der Rabbi" verkündet. Es ist Winter 1946. Ein kleiner irischer Ministrant kämpft sich durch einen der furchtbaren New Yorker Schneestürme. In der Synagoge findet er Zuflucht - und Rabbi Hirsch, der zufällig einen Schabbes-Goj sucht, der ihm hilft. Daraus entwickelt sich eine Freundschaft. Der Rabbi lernt von Michael Englisch und die Baseballregeln. Michael erfährt viel über die Geheimnisse der Alten Welt, die Gesetzmäßigkeiten der jüdischen Religion und die Weisheit der Kabbala. Wiiliam Pete Hamill, von Beruf Journalist, gehört zu den prominenten New Yorker Autoren. Mit dem Roman "Der Junge und der Rabbi" hat ein Buch geschrieben, dass dem Leser auf sehr feine Art die Welt der Iren und der Juden im New York der vierziger Jahre nahebringt - atmosphärisch dicht, voller Poesie und mit viel Humor sowie herrlichen Detailschilderungen. Ein Buch gegen Vorurteile, über Mut und Zuversicht.
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