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am 7. September 1999
Hier schreibt ein Kenner! Arnold Angenendt hat sich in seiner langen Lehrtaetigkeit weit ueber Theologenkreise hinaus einen guten Ruf verschafft. Und das nicht ohne Grund! Der Frühmittelalter-Experte war einer der ersten, die Impule aus der franzöischen Geschichtsschreibung aufnahm und mit der so entstandenen "Mentalitätsgeschichte" einen ganz anderen, neuen Zugang zur Geschichte entdecken läßt. Es zählen nicht in erster Linie Fakten, Daten und Ereignisse, vielmehr interessiert Angenendt sich dafuer, was eigentlich in den Köpfen der Leute vorgeht, die in dieser Zeit leben, die gleichsam "Geschichte machen". Gewisse Dinge konnten einfach nur passieren, weil diese oder jene Geisteshaltung vorherrschend war. Geschichte wird so zur lebendigen Wissenschaft, die - das vergißt Angenendt nie zu betonen - auch größte Auswirkungen auf das Verstehen unserer Gegenwart hat und damit auch unser Handeln mitbestimmen sollte.
In seinem hier vorgelegten Werk besticht Angenendt durch sein Detailwissen, dass aber niemals zu viel oder ungeordnet wirkt, im Gegenteil: Selten findet man ein solchermaßen strukturiertes Lehrbuch. Der Einstieg ist durch die vielen eingearbeiten Verweise und Kurzzusammenfassungen an eigentlich jeder Stelle möglich, und schnell "überredet" der ansprechende Schreibstil Angenendts zum Weiterlesen. Und eben nicht nur kirchlich interessierte! Wer das Fruehmittelalter verstehen will, der muss immer auch die Christianisierung mitbedenken. Hier schreibt nun jemand aus der Innenperspektive, der auch Laien theologische Hintergründe erklären kann - und dabei auch seine eigene Tradition kritisch betrachtet. Ideologische gefärbte Geschichtsschreibung sucht man hier vergebens.
Ein nur zu empfehlendes Werk also, das seinesgleichen sucht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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