Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor calendarGirl Cloud Drive Photos Sony Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen73
4,1 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Jane Austens Debütroman "Verstand und Gefühl" mischt auf den ersten Blick die bekannten Zutaten einer romantischen Liebeskomödie: Die beiden hübschen, aber nahezu mittellosen Schwestern Elinor und Marianne fahren nach zahllosen Irrungen und Wirrungen am Ende in den sicheren Hafen der Ehe ein. Mit von der Partie sind natürlich auch die garstige Schwiegermutter, die eifrige Kupplerin und der charmante Nichtsnutz. Unter der seichten Oberfläche versteckt sich jedoch eine bitter-ironische Abrechnung mit den Zwängen, denen die Frauen der gehobenen englischen Gesellschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts ausgesetzt waren: Sie hatten nur selten eigene Einkünfte, sollten präsentabel, aber nicht zu schlau sein und verbrachten die meiste Zeit mit Gesellschaftstratsch, Heiratsanbahnungen und Handarbeiten. Jane Austen verweist ihre übermütige und unkonventionelle Heldin Marianne am Ende in die Schranken der Vernunft und Sittlichkeit, die für ihre Schwester Elinor schon immer gegolten haben - ob aus Notwendigkeit oder echter Überzeugung, bleibt letztlich offen. Der Roman bietet je nach Sichtweise vergnügliche Unterhaltung oder die alptraumhafte Darstellung einer Welt, in der Frauen nichts anderes übrig blieb, als sich zu fügen und sich vorteilhaft zu verheiraten.
0Kommentar|47 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Januar 2010
Jane Austen hat mit ihrem Werk Verstand und Gefühl" einen lebendigen Roman mit viel Gefühl und Ironie erschaffen.

Wie auch in Ihren anderen Werken wie z. B. Stolz und Vorurteil", Emma" etc. liegt Jane Austens Hauptaugenmerk auf der Liebe, und die Schwierigkeit diese durch gesellschaftliche Probleme des 19. Jahrhunderts zu finden.

Die emotionale Marianne Dashwood und die nachdenkliche Elinor Dashwood spielen in Verstand und Gefühl" die Hauptrollen. Marianne und Elinor sind zwei der drei Töchter von Mrs. Dashwood. Als der Mann von Mrs. Dashwood verstirbt fällt das Erbe, sprich das Haus in dem die Familie Dashwood wohnen, an Mr. John Dashwood und dessen geldgierige Frau.

Da nun die vier Frauen mit einem geringen Einkommen auskommen müssen ist Mrs. Dashwood sehr daran gelegen ihre ältesten Töchter Elinor und Marianne gut zu verheiraten. Wie es der Zufall so will bringt. Mr. John Dashwood als er das Haus übernehmen will den Bruder seiner Frau, Mr. Edward Ferras, als Gast mit sich. Der galante und zuvorkommende Gast findet schon bald Gefallen an der zurückhaltenden Elinor. Dem jungen Paar wird es aber nicht so einfach gemacht, denn Fanny Dashwood (Mr. John Dashwoods Frau) hat einiges gegen diese Verbindung einzuwenden und versucht sie mit viel Tücke zu unterbinden.

Im Verlauf des Romanes begegnet auch Marianne ihrem Traummann, Mr. Willoghby, der sie durch seinen gefühlvollen Charakter und viele Gemeinsamkeiten im Bezug auf Literatur und Musik um den kleinen Finger wickelt. Aber auch bei dieser Verbindung scheint es ungeahnte Probleme zu geben.

Jane Austen erschafft mit viel Liebe zum Detail facettenreiche Figuren, die sich in Verstand und Gefühl" nur so tummeln. So findet man an jedem Charakter feine Züge die ihn ganz besonders machen. So habe ich schon gleich zu Anfang des Romanes eine große Sympathie gegenüber den Schwestern Dashwood empfunden, ebenso jedoch eine große Abneigung gegen Mr. John Dashwood und seine Frau Fanny, die sich gut mit Snobs in der höchsten Kategorie vergleichen lassen. Im Verlauf des Buches kommen noch einige intrigante Persönlichkeiten wie die der Miss Lucy Steel hinzu.

Verstand und Gefühl" als Gesamtwerk betrachtet gehört mit zu den schönsten Romanen die Austen je veröffentlicht hat. Der Roman überzeugt mich nicht nur durch seine faszinierenden Charaktere sondern auch durch seinen lebhaften und farbenfrohen Handlungsverlauf an den verschiedensten Orten.

Mein Fazit:
°°°°°°°°°°°

Verstand und Gefühl" ist ein sehr bewegender Roman der den Leser eine Achterbahn der Gefühle durchleben lässt. Mit vielen Details und einem schönen Schreibstil vergebe ich 5 Sterne!
0Kommentar|18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Juni 2012
Kannte Jane Austen Romane bisher nur in der Verfilmung. Da sie für Kindle billig angeboten wurden, habe ich sie mir gekauft. Ich war dann beim Lesen überrascht, wie gut sie mir in schriftlicher Form gefallen. Ich mag diesen altenglischen Stil sehr gerne. Unvorstellbar wie steif das Leben damals war. Dennoch sehr amüsant und keineswegs langweilig.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. April 2007
Jane Austens "Verstand und Gefühl" gehört für mich zu den Klassikern der Weltliteratur.

Obwohl schon 1811 erschienen, verliert die Geschichte der Schwestern Elinor und Marianne Dashwood nicht an Aktualität und Sensibilität.

"Verstand und Gefühl" ist die Geschichte zweier Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Elinor verkörpert den "sense", den Verstand, die reagiert überlegt, ist sehr selbstbehrrscht und taktierend. Marianne ist genau das Gegenteil, "sensibility", sie ist gefühlvoll, impulsiv und platzt mit ihren Gedanken frei heraus.

Der Roman lebt von den Charakterdarstellungen, die Jane Austen so kunstvoll und meisterlich beschreibt.

Sonst ist die Geschichte die eines klassischen Liebesromans. Die beiden heranwachsenden jungen Damen werden mit ihrer Mutter vom Onkel in ein Cottage abgeschoben und verlieren damit ihre gesellschaftliche Stellung. Um so schwieriger ist es für die Mutter, die beiden Mädchen zu verheiraten. Und somit beginnt das gesellschaftliche Spiel um Verlobungen, Liebeskummer, Irrungen und Wirrungen...

Ein großes Stück Literatur, das natürlich auf dem Hintergrund seiner Zeit gesehen werden muss. Vortrefflich ist Austens feiner Humor und die versteckte Gesellschaftskritik. Sehr zu empfehlen!
0Kommentar|17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. August 2012
Das ist kein ebook. Die Übersetzung ist gut, die Rechtschreibung allerdings von gefühlt 1980. Das stört beim Lesen doch sehr. Die Umbrüche stimmen nicht, wenn man die Schriftgrösse ändert. Es gibt kein verlinktes Kapitelverzeichnis. Besonders schade: im Text sin interessante Fußnoten mit Erklärungen eingefügt. Diese sind ebenfalls nicht verlinkt sondern stehen ganz am Ende des Buches. So kann man am Ende lesen, was man zuvor nicht verstanden hat. Toll. Sein Geld nicht wert!!
0Kommentar|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Januar 2010
Ich hatte den Roman gekauft, weil ich den Film so wunderschön fand. Beim Roman war ich skeptisch, weil ich etwas Angst hatte, eine Mischung aus Courtz-Mahler und Pilcher zu bekommen. Es sind ja alle Zutaten dafür da gewesen: zwei mittellose, aber vornehme junge Damen finden nach vielen Irrungen und Wirrungen die Liebe ihres Lebens.
Aber dem war nicht so. Jane Austen schafft es meisterlich, eine ironische Distanz zu ihren Figuren herzustellen, die stets amüsiert. Der Roman ist einfach nicht kitschig.
Obwohl er schon 200 Jahre alt ist, liest er sich wunderbar und ist gleichzeitig spannend und gemütlich. So recht ein schöner Lesestoff für Winterabende. Man muss sich nicht fürchten, aber man kann sich so richtig in ihn hineinfallen lassen.
Genau wie bei dem Film allerdings fragte ich mich auch bei dem Buch: was zum Teufel findet Colonel Brandon an dem Mädel (Marianne)?
Wenn sie heute leben würde, würde sie vermutlich kreichend vor dem Hotel von Tokyo Hotel stehen...
Ein bezauberndes Buch. Altmodisch und doch irgendwie zeitlos.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. April 2014
Die Handlung
------------------

Als ihr Vater stirbt, ändert sich für die drei Schwestern Elinor, Marianne und Margaret Dashwood, sowie ihre Mutter Mrs Dashwood alles: Der Sohn aus Mr Dashwoods erster Ehe ist der Erbe und erhält Norland Park, den Wohnsitz der Dashwoods in Sussex. Seine Halbschwestern und ihre Mutter werden dadurch zu Gästen in ihrem eigenen Haus degradiert. Mit nur mehr geringen Ersparnissen und der Vermittlung durch einen freundlichen Verwandten, Sir John Middleton, erhalten die vier jedoch die Möglichkeit aus Norland Park weg- und in ein kleines Landhaus in Devonshire einzuziehen. Das erleichtert vieles, denn Fanny, die Ehefrau des Erben John Dashwood, hatte sich mit ihrer impertinenten Art, ganz selbstgefällig und rücksichtslos durch Norland Park zu laufen, nicht gerade beliebt gemacht.

Für den Umzug muss Elinor, die Älteste der Schwestern, jedoch ihre neue Bekanntschaft zurücklassen. Die heißt Edward Ferras und ist ausgerechnet Fannys Bruder. Doch wo bei Fanny nur Selbstsucht und Kälte herrscht, ist Edward zwar schüchtern, aber höflich und zuvorkomend. Obwohl Elinor sehr betrübt über die Trennung ist, die der Umzug mit sich bringt, hält ihre ruhige, logische Art sie jedoch davon ab, daraus eine große Sache zu machen. Wird sie Edward bald wiedersehen, und hat sich zwischen ihnen vielleicht mehr entwickelt als Freundschaft?

In Devonshire und dem Landhaus angekommen gewöhnen sie sich mit Sir John Middletons Hilfe schnell an ihre deutlich weniger luxuriösen neuen Lebensumstände. Dort lernen die Dashwoods sowohl Oberst Brandon, einen guten Freund Middletons, als auch - auf eher ungewöhnliche Weise - John Willoughby kennen. Während Oberst Brandon zwar verschlossen und ernsthaft, aber auch sehr aufrichtig und loyal ist, erscheint Willoughby als sorgloser, junger Mann, der das Leben in vollen Zügen genießt. Beide verlieben sich in die Mittlere der Schwestern, die kesse und impulsive Marianne. Aber wer wird ihr Herz gewinnen Willoughby oder Brandon? Auch wenn beide auf den ersten Blick ebenbürtig erscheinen: Einer von beiden Männern hat eine dunkle Vergangenheit.

Das Buch
-------------

Das Buch liest sich für einen Klassiker relativ flüssig und leicht, was vor allem an der Widergabe vieler Dialoge liegt. Da dieser Roman den Hauptfokus hat, die Unterschiede der beiden Schwestern Elinor (die den Verstand verkörpert) und Marianne (die konsequent nach Gefühl handelt) zu beschreiben, darf man nicht erwarten, auf jeder Seite des Romans von einer spannenden Situation in die nächste geworfen zu werden. Insgesamt ist der Handlungsfluss also eher behäbig, denn Austen nimmt sich genug Zeit, um das Innenleben ihrer beiden Hauptprotagonistinnen zu beschreiben und deren Pech und Glück beim Suchen und Finden der Liebe. Am Ende kann man das Verhalten beider Mädchen nachvollziehen - sowohl das der emotionalen Marianne, als auch das der rationalen Elinor, obwohl ich stellenweise doch etwas genervt von der teils melodramatischen Marianne war (denn diese hat die Eigenschaft, bei am eigenen Leib erfahrenen Seelenleid ein allzu großes Theater daraus zu machen und zu denken, die Welt kreise nur um sie). Elinor in ihrer zurückhaltenden Art gefällt mir da weitaus besser.

Die männlichen Protragonisten Edward Ferras, Oberst Brandon und John Willoughby werden zwar mit einiger Eloquenz beschrieben, jedoch immer aus der Sicht der Dashwood-Schwestern oder deren Mutter, die sich über die drei austauschen. Das ermöglich es Austen einerseits, versteckte Charakterzüge der Verehrer erst nach und nach aufzudecken und dadurch die Spannung zu steigern. Andererseits hat gerade diese Taktik zur Folge, dass man manchmal das Gefühl hat, die Männer hätten von Austen nur eine etwas halbherzige Charakterbeschreibung erhalten (was durch die Einführung eines neuen Aspekts in deren Verhalten zu einem späteren Zeitpunkt aber wider wettgemacht wird).

Die komischen, lustigen Aspekte kommen in diesem Roman nicht zu kurz, auch wenn man sie bei all den Beschreibungen von Tee- und Abendgesellschaften und dem Aufruhr im Seelenleben von Marianne und Elinor vielleicht erstmal etwas suchen muss.

Vor allem Ironie ist hier die Stärke von Jane Austen, wenn sie beispielsweise widergibt, wie Fanny ihren Ehemann John Dashwood dazu überredet statt des Geldes, das er seinen Halbschwestern und deren Mutter geben wollte, um sie gut versorgt zu wissen, lieber weniger wertvolle Geschenke wie eine gelegentliche Lieferung Wildbret und Fisch zu offerieren. Dass diese Unterhaltung (wie viele in diesem Roman) seitenlang ist schreckt zwar vielleicht auf den ersten Blick ab, bietet aber auch den nötigen Raum um in diesem Falle Johns Umschwung darzustellen: Von seiner pflichtschuldigen, noblen Einstellung, seinen Verwandten pro Kopf 1000 Pfund anzugedeihen lassen, die Intervention Fannys und die darauf folgende Reduktion des Betrags auf je 500 Pfund, die Hin- und Herüberlegungen, was solche Beträge zur Schmälerung seines eigenen Vermögens beitragen würden, bis hin zum schlussendlichen Ergebnis, es bei ein paar im Vergleich zum Anfangsbetrag jämmerlichen Naturalien zu belassen. Auch wenn sich alles hier Beschriebene wahrscheinlich fürchterlich detailreich anhört - zusammen mit Austens beißend sarkastischem Unterton taucht man gerne in die Gedankenwelt eines blasierten John Dashwoods ab.

Andere Gestalten, die für humoristische Auflockerung verantwortlich sind, sind spätere Bekanntschaften der Dashwoods wie Mrs. Jennings, Sir John Middleton und Anne Steele.

-------
FAZIT

Insgesamt ist "Verstand und Gefühl" ein Buch, das sich gut als leichte Lektüre für Zwischendurch eignet, wenn man über ein paar Längen hinwegsieht. Als filmische Umsetzung möchte ich vor allem die BBC-Serie "Jane Austen's Sense & Sensibility (Sinn und Sinnlichkeit) (2 Disc Set)" empfehlen, denn diese Verfilmung ist nicht nur exzellent, sondern hat mich auch dazu veranlasst, mir Jane Austen in Buchform zu Gemüte zu führen, was ich bisher - nach einem gescheiterten Versuch, mich in "Stolz un Vorurteil" einzulesen - vermieden hatte.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Januar 2014
„Verstand und Gefühl“ war das erste Buch, mit dem Jane Austen ins Licht der Öffentlichkeit trat und gehört wohl zu den beliebtesten Klassikern der englischen Literatur. Die Autorin erzählt eine ergreifende Familiengeschichte: die Schwestern Elinor und Marianne Dashwood sind im heiratsfähigen Alter und einer ernsten Beziehung samt Familiengründung gegenüber nicht abgeneigt. In ihrem Wesen könnten die Schwestern kaum unterschiedlicher sein: während die vernünftige Elinor ruhig, besonnen und mit offenen Augen durchs Leben geht, besticht die eher gefühlsorientierte Marianne durch ein lebhaftes und übermütigen Charakter, dessen Zauber sich ihre Umwelt nur schwer entziehen kann.
Beiden gemeinsam ist ihre Gutmütigkeit, ihre Klugheit, ihre gute Erziehung, und nicht zuletzt ihr Stolz, der seine Wirkung auf andere nicht verfehlt. Allseits beliebt und gern gesehen, folgen sie der Einladung einer Bekannten, den Winter in London zu verbringen. Hier lernen sie das englische Stadtleben mit all seinen Facetten kennen, Oberflächlichkeit, Scheinheiligkeit und Langeweile –
eine Umgebung, mit der sie ohne den Rat ihrer Mutter nunmehr einige Monate alleine zurechtkommen müssen – ein wichtiger Schritt…

Was ihnen bereits vorher klar war, wird hier umso deutlicher: Liebe scheint für Frauen unbedeutend und unwichtig zu sein, vielmehr dreht sich bei einer potentiellen Hochzeit alles um die finanziellen Mittel, Ansehen und eine möglichst hohe gesellschaftliche Stellung, die es zu erlangen gilt. Dazu scheint nahezu jedes Mittel recht, wie auch die beiden Schwestern bald erfahren müssen. Doch wie diese Kuppelei aus der Perspektive des Mannes aussieht, sein Einfluss und seine Rolle in diesem „Spiel“, das bleibt zunächst nicht nur für die Schwestern ein recht geschlossenes Buch, das sich erst nach und nach öffnet und stets einige Rätsel und Überraschungen bereithält.

Meine Meinung:
Ein wirklich ergreifender Roman, der einen vielschichtigen und nahezu schockierenden Einblick in die englische Gesellschaft bietet. Hat man sich erst einmal an den tragenden und feinfühligen Schreibstil gewöhnt, fühlt man sich vollkommen in die frühviktorianische Zeit hineinversetzt, sitzt neben Marianne und Elinor, nimmt an ihren gesellschaftlichen Treffen teil und es fällt nicht schwer, sich in ihre Gefühlswelt hineinzuversetzen. Gleichzeitig neigt man als Leser dazu, den Kopf über die Oberflächlichkeit und Scheinheiligkeit zu schütteln, die so offensichtlich ist und ich konnte nicht verhindern, dass ich Vergleiche mit dem „Heute“ zog – mit unserem gesellschaftlichen Verhalten heutzutage.
Ich war und bin fasziniert vom ausdrucksstarken Schreibstil der Autorin, die es versteht, den Leser zu fesseln, Emotionen zu vermitteln und den Leser am Leben der englischen Gesellschaft teilhaben zu lassen. Dieses Buch werde ich sicherlich in nicht allzu ferner Zeit erneut lesen, da ich glaube, dass sich hier bei jedem Lesen dieser Geschichte neue Facetten und Feinheiten entdecken lassen – ein immer wieder neues, lesenswertes Buch !

Fazit:
Ein Klassiker von Jane Austen, den man sicherlich des öfteren in die Hand nehmen wird, der durch seine ausdrucksstarken Beschreibungen von Gesellschaft und Emotionen überzeugt und um das man einfach nicht herumkommt, wenn man Klassiker der Weltgeschichte liest.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Oktober 2014
Da dieses Buch im Blick auf Spannung, Humor und Handlung nicht ganz an "Stolz und Vorurteil" heranreicht, habe ich hier nur 4 Sterne gegeben.
Die erste Hälfte der Geschichte ist etwas langatmig. Doch als ich diese erst einmal überstanden hatte, musste ich auch dranbleiben bis zum Schluss. Besonders in Elinor konnte ich mich als Leser gut hineinversetzen: Sie, die selbst scheinbar zurückgewiesen wurde, musste stark bleiben, um ihre hemmungslos unglückliche Schwester zu trösten. Etwas enttäuscht war ich von Edward Ferras ...
Alles in allem besteht das Buch fast ausschließlich aus Dialogen. Wer sich gerne in die Gefühlswelt anderer Menschen hineinversetzt und außerdem die etwas altmodisch gehobene Art der Sprache mag, wird bei diesem Buch auf seine Kosten kommen. Alle, die mehr Handlung schätzen, sollten die Finger davon lassen.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Januar 2000
Dieser Roman ist einfach zauberhaft! Der außergewöhnliche Wortwitz Jane Austens sucht seinesgleichen! Sie erzählt hier die Geschichte der Schwestern Marianne und Elinor im England um 1800. Während Elinor immer überlegt und rational handelt, gibt Marianne ihren Gefühlen freien Lauf und verliebt sich ungestüm in den charmanten Mr. Willoughby, der sie jedoch wegen einer reicheren Dame verläßt. Und auch Elinor verliebt sich unglücklich, denn ihr Angebeteter ist schon seit vier Jahren mit einer anderen verlobt. Wie beide Schwestern doch noch ihr Glück finden wird hier auf so mitreißende Art und Weise erzählt, wie es nur Jane Austen vermochte. Die Geschichte ist dazu noch mit hinreißend komischen Charakteren und Handlungssträngen gespickt, daß man es immer wieder lesen kann! Als Krönung natürlich das herzzerreißend schöne Ende, wie viele der Austen- Geschichten es an sich haben (etwa Stolz & Vorurteil). Außerdem erfährt man im Buch einige Dinge, die die Verfilmung mit Emma Thompson und Kate Winslet nicht zeigt. Eine der allerschönsten Liebesgeschichten überhaupt! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
0Kommentar|11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden