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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rätsel einer uralten Schrift, 8. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Entzifferung alter Schriften und Sprachen (Taschenbuch)
Nicht nur Wissenschaftler lassen sich vom Rätsel einer uralten Schrift faszinieren, sondern auch Menschen, die sich generell für Geschichte und Kultur interessieren. An sie wendet sich das Buch, wobei der Autor immer wieder die Bedeutung der Laien für die Entzifferung der alten Schriften und Sprachen herausstellt, denn gerade auf diesem Gebiet sorgte mancher Dilettant für Aufsehen erregende Befunde.
Nach Sprachen und Schriften geordnet, präsentiert der Autor die Historie zur Entschlüsselung der jeweiligen Schriften und Sprachen. Manche Namen mag man kennen, sehr wahrscheinlich etwa jenen Champollions, die meisten dürften Laien eher unbekannt sein. Zu Unrecht, wie der Autor aufzeigt. Unterhaltsam und informativ schildert er die Entwicklung, die der Entschlüsselung diverser Schriften vorausging.
Nicht immer kann der Laie den Ausführungen problemlos folgen, denn häufig wechseln sich relativ streng wissenschaftliche Abschnitte, die logisches Mitdenken einfordern, mit eher unterhaltsamen, erzählerischen Abschnitten ab. Um auch kompliziertere Zusammenhänge begreiflich zu machen, präsentiert der Autor zahlreiche Tabellen und Übersichten, anhand derer sich die Entzifferung und Entschlüsselung der alten Schriften recht gut nachvollziehen lassen, selbst wenn der Leser keine Vorkenntnisse mitbringt. So lernt dieser eine ganze Reihe der Dokumente kennen, die bei der Entzifferung der jeweiligen Sprache und Schrift eine zentrale Rolle spielten.
Das Buch ist in einem Grenzbereich zwischen Sach- und Fachliteratur anzusiedeln: für populärwissenschaftliche Literatur stellenweise fast zu anspruchsvoll, für Fachliteratur letztlich zu oberflächlich. Für Studierende der Geschichte und verwandter Wissenschaftszweige dürfte es allerdings ebenso attraktiv sein wie für Laien, die sich für das Thema interessieren.
Aufmachung und Preis überzeugen erst recht. Ein Buch, das einen gelungenen Brückenschlag darstellt zwischen Fachlektüre und allgemein verständlicher Publikation über die Entdeckungen im Rahmen der Erforschung alter Schriften und Sprachen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krimiautor Doblhofer, 24. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Entzifferung alter Schriften und Sprachen (Taschenbuch)
Im Zuge meines Studiums für Soziologie wurde ich bei der Methodenforschung auf dieses exzellente Buch aufmerksam gemacht. Angepriesen als "extrem wertvoll, um speziell geisteswissenschaftliches hermeneutisches Forschen an konkreten, spannenden geschilderten Fallbeispielen zu erlernen:" Und genau das ist es auch. Ein Buch das einem, Forschung auf eine ganz andere Art und Weise näher bringen kann.

In diesem Buch enthalten (um selbst zu entscheiden ob es einem Zuspricht):
I - >>Schriftliches<< zur Einführung
II - Das Rätsel der Sphinx: Die Entzifferung der ägyptischen Schrift
III - Auramazda lieh mir Beistand: Die Entzifferung der altpersichen Keilschrift
IV - In Keilschrift auf sechs Ziegelsteinen': Die Entzifferung der mesopotamischen Keilschrift
V - Keil und Bild im Lande Hatti: Die Deutung des Keilschrifthethitischen und die Entzifferung der hethitischen Hieroglyphen
VI - Streitwagen und Becher: Die Entzifferung der kretisch-mykenischen Linearschrifft B
VII ' Entzifferungen und Deutungen von heute und morgen: Das Etruskische, die Indus- und die Osterinselschrift
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schönes Abenteuer/Sachbuch über Schriftentzifferungen, 13. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Entzifferung alter Schriften und Sprachen (Taschenbuch)
Das Buch bietet jede Menge wichtige Fakten über die Entzifferung aler wichtigen Schriften (der Alten Welt). Alles ist unterhaltsam und spannend verpackt, da das Werk eindeutig kein Fachbuch sein will, sondern eher wie ein Abenteuerroman daherkommt. Dementsprechend ist es auch für absolut Unbelesene verständlich.

Als sprachlich Interessierte fiel mir besonders auf, wie sich die Ausdrucksweise in der deutschen Sprache doch seit 1957 bereits verändert hat. So ist der Text gespickt mit z.T: "lustigen" und altmodischen Formulierungen, die man heute nur noch äußerst selten zu Gesicht bekommt.

Eine kleine Abwertung gibt es wegen des einleitenden Kapitels 1. " "Schriftliches" zur Einführung". Dort geht es nicht um konkrete Schriften, wie in den anderen gut geschriebenen Kapiteln. Es wird vielmehr die Lehrmeinung über Schriftentstehung etc. der 50er Jahre zusammengefasst. Der Text zeigt noch deutlich Spuren dieser Überheblichkeit, mit der die Weißen sich jahrhundertelang mit einer gottgegebenen Selbstverständlichkeit als die Spitze der Zivilisation betrachtet haben. Auch wenn ich dem Autor ganz gewiss keine Fremdenfeindlichkeit vorwerfen will, so ist er doch eindeutig der Meinung, dass "wir" die Spitze sind und alle anderen sich noch zivilisieren müssten, uns zuminestens aber in der Entwicklung nachstünden. Zitate: "westafrikanische Negerstämme" (= Einwohner Nigerias), "Bilderchronik der Crow-Indianer, die zwar historisch der (europäischen) Neuzeit, entwicklungsgeschichtlich aber der Steinzeit angehört" oder "das Volk der Jukagiren (...) ihre altüberkommene Sprache redeten" und das meiner Meinung nach am unhaltbarste (es geht um die Buchstabenschrift) "Es wird gewiss überraschen zu hören, dass diese uns so vertraute und selbstverständliche, aber doch letzte und höchste Entwicklungsstife nur an einigen wenigen Stellen der Erde je erreicht wurde! (...) die altsemitischen Schriftzeichen, die Ahnherren auch unseres Alphabets (...) bleibt die Schwäche (...) keine Vokale! Für die alten Semiten war dies freilich kein empfindlicher Nachteil, denn der Bau ihrer Sprachen weist den Vokalen im Vergleich zu den Konsonanten eine viel geringere Rolle zu, als sie sie bei uns spielen. Darum blieb es den Indogermanen vorbehalten, der Buchstabenschrift die Krone vollkommender Reinheit und Eindeutigkeit aufzusetzen." Der Rest des Buches ist zum Glück frei von solchen rassistischen Äußrungen.

Der Verlag sollte die Einleitung vielleicht mal etwas der Zeit anpassen. Das ginge auch gut ohne den Inhalt des eigentlichen Buches zu beeinträchtigen.
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5.0 von 5 Sternen Harte, harte Arbeit steckt dahinter - und eine Portion Durchhaltewillen und Phantasie, 5. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Entzifferung alter Schriften und Sprachen (Taschenbuch)
Doblhofer gelingt mit diesem Buch der Spagat zwischen Wissenschaft und Unterhaltung auf ganz besondere eindrucksvolle Weise. Und macht mit der Entdeckung und vor allem der Entzifferung alter Sprachen und Schriften deutlich: Dahinter steckt sehr viel Erfahrung und harte Arbeit all jener Altertumswissenschaftler (Ägyptologen, Altorientalisten usf.), die nicht müde wurden, den Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Doblhofer schildert so manche Sackgasse und Irrwege auf spannende und durchaus humorvolle Weise. Für fast jede der ausgewählten Sprachen präsentiert er anschauliche Beispiele (Ägyptische Hieroglyphen und Kursive, Keilschrift usf.) sowie einige Fotos.
Für jeden Laien auf diesem Gebiet - und wahrscheinlich gibt es derzeit kaum mehr als ein paar Hundert echte "Experten" weltweit - macht das dennoch Spaß, denn es wird klar, dass es hier nicht um Geheimwissenschaft geht, dass die großen Geheimnisse um Schrift, Sprachen und Kultur nichts Übersinnliches oder Verschworenes sind, wie uns manch Esoteriker vormachen möchte, sondern die über Generationen gewachsenen Erzeugnisse von Menschen alter Zeit, die zu verstehen durchaus möglich sind, wenn man deren Leistungen anerkennt und versucht, sich in diese und ihre Kulturen hineinzuversetzen.
Besonders interessant sind die biografischen Informationen all jener "Entzifferer", vor allem des 19ten Jahrhunderts, die trotz knapper Budgets und nicht immer großem wissenschaftlichen Zuspruch, ihre Zeit und Energie für diese Geheimnisse aufbrachten.
Ein absolut empfehlenswertes Buch für alle die auch etwas über wissenschaftliches Arbeiten erfahren möchten - gleich welcher Fachrichtung. Dabei geht es nicht nur um Theorie und Methodologie (kultur-)wissenschaftlichen Arbeitens sondern auch um Einblicke in frühe Formen fächerübergreifender Zusammenarbeit - und gleichzeitig geht es auch um EItelkeiten und wissenschaftliche Hybris.
Das Buch macht auf jeden Fall Geschmack für die weitere Beschäftigung mit alten Sprachen (und Trägerkulturen), um einfach MEHR zu erfahren und zu lernen. Geben Sie dieses Buch ihrer Tochter oder ihrem Sohn - vielleicht kommt ein zukünftiger Ägyptologe oder eine Altorientalistin heraus. Mich würde es nicht wundern...
Ich hätte mir für dieses Buch eine noch feinere und umfangreichere Ausstattung mit Fotos und Skizzen gewünscht, aber so ist immerhin ein tolles Werk zum kleinen Preis garantiert.
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Die Entzifferung alter Schriften und Sprachen
Die Entzifferung alter Schriften und Sprachen von Ernst Doblhofer (Taschenbuch - 2. Juni 2008)
EUR 9,90
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