Kundenrezensionen

27
4,6 von 5 Sternen
All that Jazz: Die Geschichte einer Musik
Format: TaschenbuchÄndern
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. November 2003
Dieses Buch ist eine sehr instruktive und lehrreiche Einführung in die Geschichte des Jazz. Allerdings beschreibt es diese Musik nicht als bloßes Artefakt, sondern ebenso deutlich als Ergebnis eines bestimmten sozialhistorischen Nährbodens, dem diese Musik immerhin ihre Existenz verdankt. Man sollte sich eben nicht darum herummogeln: in seinem Ursprung stammt der Jazz aus dem Rotlichtmilieu, und lange Zeit lieferten subalterne schwarze Künstler, die von den Weißen wie Domestiken behandelt wurden, Unterhaltungsprodukte an, die lediglich dem Amüsement des zahlungskräftigen Publikums dienen sollten, deren Kunstcharakter aber die wenigsten erkannten oder erkennen wollten. Erst mit dem Bebop änderte sich das, und es gibt wenige so dichte und eindrückliche Darstellungen des Lebens Charlie Parkers wie die in diesem Buch. Gerade Parkers Leben ist exemplarisch für die Zerrissenheit des schwarzen Künstlers zwischen künstlerischer Autonomie und erlittener Instrumentalisierung, und genau diese Zerrissenheit ist es auch, die dem Jazz seine besondere Spannung verleiht. Warum also nicht auch jene Geschichten, die fast ebenso wichtig für ein gutes Verständnis der Jazzgeschichte sind wie die Musik selbst?
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. November 2007
Endlich liegt eine aktualisierte Ausgabe dieser fundierten Jazzgeschichte vor, die neben Berendts Jazzbuch wohl DAS Standardwerk zum Thema sein dürfte. Und erfreulicherweise beschränkt sich die Aktualisierung nicht bloß auf das Anpassen einiger Daten und Fakten - nein, ein komplett neuer, umfangreicher Essay aktualisiert UND erweitert das jetzt als preisgünstige Taschenbuchausgabe vorliegende Buch. Wobei dem Autor dieses Essays das Kunststück gelungen ist, die entscheidenden Entwicklungen der letzten fünf, zehn Jahre auf absolut überzeugende Art und Weise kenntlich zu machen. Das ist kenntnisreich geschrieben, lässt sich sehr gut lesen und macht Lust auf eigene Entdeckungen: Hut ab!
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Zwar stand ich als Endpubertierender auch mal mit der Guitarre auf der Bühne, aber ein Jazzer bin ich nicht. Den Anstoss zur Lektüre gaben mir Woody Allen und meine Patentochter. Allen mit seinem Film "Sweet and Lowdown", Eva mit ihrem Kontrabass und dem Entschluss zur Karriere als Jazzmusikerin. Also war vertiefte Information angesagt. Und selbst wenn ich unzählige Details wieder vergessen habe, bekam ich trotzdem ein Gefühl für die Entwicklungen und Zusammenhänge. Dass Michael Jacobs dem Leser auch vermittelt, dass Kunst mit Sehnsucht und damit mit Rausch zu tun hat, finde ich nicht störend, sondern zwingend. Ob man dies verurteilt, ist eine Frage der persönlichen Moral.

Ich betrachte dieses Buch als ausführliche Einführung für Jazz-Interessierte. Daher finde es nur normal, wenn leidenschaftliche Jazzer und Musikfachleute Lücken finden oder andere Gewichtungen setzen. Mir kam der chronologische Aufbau sehr entgegen. Denn nur so konnte ich einigermassen nachvollziehen, wie das Gebäude langsam in die Höhe wuchs, wie es seine Umgebung beeinflusste und welches seine wichtigsten Baumeister waren. Hilfreich finde ich auch den ausführlichen Apparat, der Abkürzungen erklärt, die Herkunft der sechzig Bilder aufführt, Lektüre-Empfehlungen abgibt und nebst einem Personenverzeichnis auch Tipps gibt, welche Musikstücke man sich irgendwann anhören sollte.

Mein Fazit. Dem Verlag und dem Autor herzlichen Dank, dass sie Jazz-Interessierten eine so spannende, umfangreiche und auch emotionale Einführung in diesen Musikstil anbieten. Eine unnötige CD sparen und schon hat man die Investition für dieses empfehlenswerte Buch locker wieder drin.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. März 2010
Das Buch beleuchtet in einem überschaubarem Rahmen alle Stationen der Jazz Geschichte und deren herausragenden Interpreten. Gut recherchiert, mit Zitaten und Bildern angereichert, der Schreibstil ist unterhaltend und spannend. Ich wollte mir nur so nebenbei einen Überblick betreffend Jazz verschaffen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. In Verbindung mit tönenden Beispielen über youtube kann man sich in relativ kurzer Zeit ein fundiertes Bild machen. Nur zu empfehlen!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. März 2003
Eine lebendig geschriebene Einführung in die Geschichte des Jazz. Kein trockenes Kompendium, was dieses Buch auch gar nicht sein will, sondern eine geradezu spannende Darstellung der wesentlichen musikalischen Entwicklungen, mit amüsant dargestellten Schwerpunkten auf den Biographien der Trendsetter. Der Autor versteht es, beim Leser bei der Lektüre der einzelnen Kapitel über die Jazzstile auch eine akustische Erwartungshaltung zu wecken. Die (allerdings recht knappe) Discographie im Anhang macht das Buch zu einem Leitfaden im wahrsten Sinne. Aus meiner Sicht für eine erste Beschäftigung mit der Geschichte des Jazz sehr empfehlenswert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 23. Mai 2008
Eine fortlaufende (oder beinahe kontinuierliche) Geschichte des Jazz zu schreiben ist sehr schwierig und per se unmöglich. Anders als der Berendt stellt sich der Autor dieser Herausforderung, dadurch werden aber öfters Schleifen zurück in der Zeit notwendig.
Zur angesprochenen Kritik, wie sehr die Künstler dem Konsum diverser Narkotika verfallen waren: mir persönlich fiel schon sehr bald auf, wie kurz diese Persönlichkeiten gelebt haben, doch nirgendwo, weder im Berendt noch anderer Sekundärliteratur wird darauf eingegangen. Sicherlich, man kann das als Abwertung dieses Personenkreises vertsehen oder schlicht und einfach, wie ich, als Hintergrundinformation werten, die sonst nirgendwo zu finden ist.
Ich bezeichne mich als Fan dieser Musik und finde die zum Teil sehr depremierenden Lebensgeschichten als informativ und sie vertiefen das Verständnis diverser Schicksale sowie Schaffenskrisen.
Runde 500 Seiten, eine nette Einführung. Mehr kann man nicht verlangen, und der Versuch, Zeit und Stile miteinander zu verbinden und eine annähernd kontinuierliche Geschichte einer Musikrichtung zu schreiben, ist sehr gut gelungen.
Lesenswert, auch als Stück Geschichte des 20. Jahrhunderts.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Januar 2008
Wirklich ein sehr gutes Buch zu einem erfreulich günstigen Preis. Ich habe es mir selbst zu Weihnachten geschenkt und an den freien Tagen mal mit Berendts Jazzbuch verglichen. Letzteres scheint mir an manchen Stellen etwas theorielastig zu sein ("Versuch über die Qualität Jazz"), während das von Arnold offenbar näher an den Musikern, an den Menschen dran ist. Ein Plus bei Berendt ist, dass hier auch den Instrumenten, Stimmen etc. des Jazz eigene Kapitel gewidmet werden, während Arnolds Buch nichts anderes als eine Geschichte des Jazz sein will - allerdings eine so fundierte, bis in die unmittelbare Gegenwart reichende, dass sie für jeden echten Jazzfan wohl unverzichtbar ist. Am letzten Kapitel des Arnoldschen Buchs, "Anything goes" über den Jazz im 21. Jahrhundert, hat mir besonders gut gefallen, dass hier ein paar Säulenheilige der Gegenwart - Brad Mehldau, e.s.t. - auf das richtige Maß zurechtgestutzt werden (auch Norah Jones wird "als Randphänomen" erwähnt), während andererseits die Leistungen von Leuten aus dem Pop- und Fusionbereich durchaus gewürdigt werden - von Bruce Hornsby, Pat Metheny, Bill Evans & Co. bis hin zu völlig unkategorisierbaren Individualistinnen wie Ulrike Haage (Ex-Rainbirds). Da hat Arnold einen deutlich weiteren, offeneren Jazzbegriff als Berendt, und das gefällt mir sehr.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. April 2010
Vorab sei gesagt, dass die vorliegende Abhandlung im Preis Leistungsverhältnis das Beste ist, was man derzeit in deutscher Sprache bekommen kann. Jacobs schafft es sehr gut durch den chronologischen Aufbau hindurch einen roten Faden zu spinnen, der dem Leser verdeutlicht, dass Jazz in erster Linie ein Produkt seiner Musiker und deren Umgebung ist. Deswegen gibt es ja auch so viele unterschiedliche Spielarten, die sich bis auf spezifisch regionale Ausprägungen verfolgen lassen und seit der Europäisierung und späteren Globalisierung des Jazz immer differenzierter wurden und werden.
Der Text bietet dem Interessierten einen kompakten Einstieg, der die Musik aus seiner Zeit heraus erläutert und so das Grundverständnis für den Neuling wesentlich erleichtert. Jazz ist eben nicht nur die Aneinandereihung mehr oder weniger gut gespielter Synkopen, ungewohnter Harmoniefolgen und schräger Singellines, sondern auch Ausdruck eines bestimmten Lebensgefühls - egal welches.
Es darf der Anzug tragende, optisch bieder wirkende Musterschüler genauso seine Tongerichte servieren wie die ausgeflippte, völlig exaltierte Diva - gut muss es schmecken.
Und wer nach dieser Einstiegslektüre samt neuer Hörerfahrung ein bisschen mehr Zeit investieren will als der durchschnittliche Hitparadenhörer und sich dem "All That Jazz" intensiver zuwendet und bereit ist, auf eine echt kreative Entdecklungsreise zu gehen, wird Welten kennen lernen, die um einiges mehr zu bieten haben, als der eindimensionale, industriedesignte Mainstream-Mist aus Radio, Netz und MTV.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Juni 2010
Dieses Buch ist nicht nur unterhaltsam, spannend und mit viel Witz geschrieben,
sondern schafft es auch noch in einem leicht verständlichem Ton die wichtigsten Schlaglichter pointiert auf den Jazz, seine Hintergründe und die Musik zu werfen und weißt dabei ein Höchstmaß an Dichte der interessanten Fakten auf nach denen man in Bombasten wie der neuen Enzyklopädie des Jazz (Arrigo Polillo) oft nur vergebens sucht. Ich bin von diesem kleinen gehaltvollen Büchlein sehr überrascht und angetan gewesen.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. November 2007
Tolles Buch: Kannte die alte Ausgaben nicht, hab mir diese aktuelle am Samstag gekauft und mich gleich festgelesen. Zuerst im neuen Artikel, der mich von der ersten Zeile bis zur letzten gefesselt hat, dann auch im übrigen Buch. Von mir bekommt das fünf Sterne, weil es absolut Lust macht, diese Musik zu hören. Kann man etwas besseres über ein Jazzbuch sagen?
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