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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein begnadeter Erzähler aus Island, 11. Januar 2007
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Jón Kalman Stefánsson wurde 1963 in Reykjavik geboren und begann nach einer Zeit, in der er die unterschiedlichsten Jobs annahm, 1986 mit dem Studium der Literatur, ohne es aber abzuschließen. Nichtsdestotrotz unterrichtete er acht Jahre lang Literatur an einer Schule in Akranes. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in Kopenhagen lebt er seit 1995 wieder in Island, wo er mittlerweile als freier Schriftsteller arbeitet.

Sein erster Roman, mit dem er 1997 in Deutschland bekannt wurde, war Der Sommer hinter dem Hügel" und umfasste die ersten beiden Teile einer Trilogie, die 1999 mit Das Licht auf den Bergen" abgeschlossen wurde. Sehr humorvoll und warmherzig wird dort die Geschichte eines heranwachsenden Jungen erzählt, der wie viele isländische Jugendliche im Sommer auf dem Land arbeitet. Dort beobachtet er die bäuerliche Gesellschaft und ihre teilweise skurrilen Erscheinungen. Trotz eines roten Fadens besteht die Trilogie aus einer Vielzahl einzelner Geschichten.

Ähnlich ist es in dem vorliegenden Buch Das Knistern der Sterne", das 2005 veröffentlicht wurde. Hier berichtet der Ich-Erzähler, der wohl mit dem Autor in den meisten Zügen identisch ist, von seiner Familie. Er tut dies über einen Zeitraum von 150 Jahren oder sechs Leben, wie er es nennt.

Er schreibt 2002 als junger Mann, der sich daran erinnert, wie nach dem Tod seiner Mutter als er sieben Jahre alt war, nach einiger Zeit plötzlich eine neue Frau aus dem Schlafzimmer des geliebten Vaters kommt und fortan seine Stiefmutter ist. Und die ganze Trauer um die verstorbene Mutter bricht aus ihm heraus. Trost und Ermutigung findet der Ich-Erzähler bei der Geschichte seiner Ahnen.

In diesem Buch folgt er insbesondere der Lebensgeschichte seines Urgroßvaters und dessen 30 Jahre jüngerer Frau, die er mit großer Liebe und auf eine sehr einfühlsame und heitere Weise erzählt. Stefansson besitzt eine lyrisch-bildhafte Sprache, die die Lektüre seiner Bücher zu einem wahren Genuß macht. Die Art und Weise, wie er existentielle Themen anspricht, auslotet und beschreibt, zeugt von großer Erzählkunst.

Stefansson setzt in seinem neuesten Buch übrigens den Bericht über seine Familie fort. In Verschiedenes über Riesenkiefern und die Zeit", erschienen im August 2006, beschreibt er einen Sommer, den er als zehnjähriger Junge bei seinem Großvater in Norwegen erlebt. Auch dieser neue Roman, der sich wie eine Fortsetzung liest zum hier besprochenen Buch, reiht er Geschichte um Geschichte aneinander, voller Reflexionen über die Erinnerung und die Vergänglichkeit der Zeit; heitere Episoden, scheinbar von leichter Hand erzählt, doch wie auch im vorliegenden Buch immer von tiefem Ernst und Respekt vor dem Leben geprägt.

Ein begnadeter Erzähler, auf dessen nächstes Buch man schon gespannt sein darf.
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34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ab sofort mein Lieblingsbuch, 21. März 2006
"DER FLUSS DER ABENTEUER von Enid Blyton ist das beste Buch, das jemals geschrieben wurde. An einem Freitagabend fange ich an, es zu lesen, früh am Samstagmorgen bin ich durch und laufe gleich zu Petur, um ihm die Geschichte zu erzählen, die das gesamte Dasein umfasst. Doch Petur hat kein Interesse an Enid Blyton. Er hockt vor einem Schachspiel. Es ist so neu, dass noch sämtliche Figuren glänzen. Ich gehe wieder zu mir, und während draußen die winterliche Dunkelheit zunimmt und Häuser und Blöcke voneinander entfernt, lese ich DEN FLUSS DER ABENTEUER gleich noch einmal."
Das erzählt die Hauptfigur in Jon Kalman Stefanssons neuem Roman DAS KNISTERN IN DEN STERNEN. Und genau das gleiche könnte ich über diesen Roman sagen. Ab sofort ist das mein Lieblingsbuch. Ich habe nie eine schönere Familienchronik gelesen - und ich habe einiges gelesen. J.K.Stefansson hat einen wunderbaren Humor, eine wunderbare Sprache (phantastisch übersetzt) und eine unglaubliche Fähigkeit, damit Freud und Leid und skurile Charaktere zu beschreiben. Ich bin mittlerweile süchtig nach seinen Büchern und kann kaum das nächste abwarten. Mich für eine weitere Leseprobe zu entscheiden, fällt mir sehr schwer, denn wo immer man das Buch aufschlägt, verzaubern einen Sätze und Formulierungen, wie z.Bsp.: "Wir lebten in der Überzeugung, der Kiosk sei ungefähr genauso alt wie die Erde, Gott hätte da schon eingekauft, während er alles andere erschuf, die Sonne, die Käfer und die Sommerferien. Wir gingen selbstverständlich davon aus, dass Jesus das Brot für das letzte Abendmahl bei Bäcker Bödvar erstanden hätte." Und kann man die Trauer über den Tod der Mutter einfühlsamer beschreiben als so: "Abends sitzen Papa und ich auf dem geistesabwesenden Sofa: Zwei Sterne und ein Meer der Dunkelheit zwischen ihnen. Da sitzen wir, und die Balkontür klagt uns an, der Heizkörper unter dem Fenster ebenfalls; die beiden Männer auf dem Bild über dem Sofa machen uns schwere Vorwürfe. Die leeren Kleiderbügel, die Decke im Wohnzimmer, das Brummen des Kühlschranks, ganz besonders das Brummen des Kühlkschranks macht uns Tag und Nacht monoton Vorhaltungen und verwünscht uns."
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine wunderbare Erzählung aus Island, 4. Februar 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Knistern in den Sternen: Roman (Taschenbuch)
Der 7jährige Erzähler-Junge beobachtet eines Morgens, wie eine fremde Frau aus dem Schlafzimmer seines Vaters kommt. Ab da ist alles anders. Der Junge erzählt die Geschichte seiner Familie, beginnend mit seinem Urgroßvater und seiner Urgroßmutter, und flicht die Ereignisse geschickt in die Beschreibung der allgemeinen Lebensumstände der damaligen Zeit ein.

Stefansson ist ein begnadeter Erzähler. Man liest den ersten Satz (Ich wohne in einem Block."), und schon nimmt einen der wunderbare Wortstrom mit, nicht wie ein reißender Fluss, eher wie ein zügig fließender Strom, von dem man sich nur allzu gerne davontragen lässt. Dem Jungen zur Seite stehen seine Spielzeugsoldaten, auf die er sich in diesen unsicheren Zeiten auf jeden Fall verlassen kann, als nämlich seine Stiefmutter ihn nicht nur mit neuen Speisen quält, sondern sich eines Tages an den Küchentisch setzt und Seehundflossen knabbert.

Bei Stefansson wird sogar der Tod der Mutter in poetische Worte gehüllt, die den Verlust irgendwie leichter machen. Und er gibt jeder Figur einen präzisen Charakter. Man kann Urgroßvater verstehen, den weltfremden Romantiker, wenn er sein gerade gekauftes Auto gegen eine Kuh eintauscht und diese dann irgendwo abgibt, genauso wie Urgroßmutter, die aus dem Bauerhof auszieht und diesen bei der Abreise anzündet, denn dieses Kapitel ist ausgeträumt.

Ich könnte noch lange weiterschwärmen. Es ist so, dass ich jedem Stefanssons Bücher ans Herz legen möchte, sie erzählen viel vom Leben, nicht nur in Island. Großen Respekt zolle ich Herrn Wetzig, dem Übersetzer, der so wunderbar den richtigen Ton trifft. Wer an anderer isländischer Schreibkunst interessiert ist, dem empfehle ich K. Baldursdottir: Die Eismalerin.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sorgen Sie dafür dass man Sie während dieser Lektüre nicht stört!, 19. Oktober 2011
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Knistern in den Sternen: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch hatte ich mir ursprünglich einfach nur ausgeliehen, wollte es lesen, ggf. rezensieren und danach zurückzugeben. Was hab ich am Ende gemacht - ich habe mir dieses Buch selbst gekauft, bei dieser Gelegenheit gleich weitere Bücher von diesem begnadeten Autor zugelegt - blind hab ich die anderen Bücher gekauft, ohne Rezensionen zu lesen - dieser Schreibstil kann nämlich ganz einfach keine Eintagsfliege sein! Ob diese Entscheidung, blind weitere Bücher zu kaufen, richtig gewesen ist, werde ich Sie bei Gelegenheit wissen lasen....

Auf dem Buchrücken steht geschrieben, der Autor würde sich auf die Kunst verstehen, so zu erzählen, dass einem der Wortstrom fortträgt - STIMMT, bis zum letzten Satz !!!

An einem Sonntag hab ich das Buch zur Hand genommen, es war seinerzeit so gegen 16:00 Uhr - nach 21:00 Uhr habe ich es dann aus der Hand gelegt, hatte es längst nicht bis zur letzten Seite gelesen, wollte mir die Handlung, dieses schriftstellerische Geschenkes einteilen.... - an diesem Sonntag habe ich ganze Passagen wiederholt gelesen - die wundervollen Sätze genossen, so wie man ein Stück hochwertige Schokolade auf der Zunge zergehen lassen würde, so habe ich dieses Buch gelesen - nicht verschlungen, dafür ist es ganz einfach zu schade....

Dieser Autor hat eine Gabe, welche selten so dauerhaft überzeugend anzutreffen ist - er hat einen absoluten Blick für Situationsbeschreibungen und Übergänge zwischen den Kapiteln, oder bei Rückblenden, der Autor vermag Figuren und deren Schicksale so zu inszernieren, dass man sich direkt an der Seite jener Personen findet, mit ihnen fühlt, sich nicht nur für sie interessiert, sondern sich mit ihnen identifiziert und das Buch letztlich nicht mehr aus den Händen legen möchte.

Ganz gleich, ob es die Perspektive des Kindes ist, welches aus der Schlacht seiner Spielzeugsoldaten heraus über das Verhältnis zur (angehenden) Stiefmutter erzählt, oder die Rückblende in längst vergangene Zeiten, zum wiederkehrend alkoholisierten Urgroßvater ist, welcher regelmäßig am Leben zu scheitern scheint, oder die Landschaft Islands in den Mittelpunkt der Erzählung gerückt wird - Stefansson hat mir mit seinem Buch die Zeit nicht vertrieben - diese Lesezeit war vielmehr richtig gut investierte Lebenszeit!

Erstklassiges Buch - absoluter Glücksgriff - uneingeschränkte Leseempfehlung!

@ Sandra, Danke für diese Leihgabe!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Poesie pur, 16. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Knistern in den Sternen: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch ist etwas Besonderes. Es hat mich fasziniert und verzaubert! Die Sprache ist hochpoetisch, die Geschichten wunderschön und mit einem feinen Humor erzählt, die Metaphern sind originell und voller Phantasie. Anfangs war ich von der Sprache überrascht, aber nach ein paar Seiten ging die Überraschung in Begeisterung über und ich habe mich von ihr mitreißen lassen. Ich werde definitiv noch weitere Bücher des Autors lesen und hoffe, dass er noch ganz viele Leserinnen und Leser findet!
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5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das sich wunderbar liest, 6. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Islandliebhabern und Leuten, die sich für diese liebenswerte Insel interessieren, sei dieses Buch empfohlen. Es liest sich ganz leicht, so dass ich es gar nicht aus der Hand legen will, und den Text und die Sprache finde ich faszinierend. Es ist der sanfte Humor trotz der Traurigkeit der Ereignisse und einfach toll, in die Sichtweise des Jungen eintauchen zu können. In Gedanken gehe ich die beschriebenen Straßen in Reykjavik entlang, was für mich die Intensität der Beschreibung noch stärker macht.
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4.0 von 5 Sternen fremde Welt, 4. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Knistern in den Sternen: Roman (Taschenbuch)
dem Erfolg der letzten Buchmesse ist es wohl zu verdanken dass man isländische Autoren kennen lernt und in eine uns fremde und doch zugleich nahe Welt eintaucht.John Kalman Stefanssons Roman liest sich nicht so leicht.Die Familiengeschichte spielt sich in vielen Zeitzonen ab und verlangt vom Leser sich die Personen und ihre schwierigen Namen zu merken.Literarische und ungewöhnte Wortspiele verzaubern immer wieder.Ein Buch zum Nachdenken und Schmunzeln, voller Lyrik auch im isländischen Alltag.
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5.0 von 5 Sternen archaisch und lyrisch, 25. März 2011
Der Ich-Erzähler geht der Geschichte seiner Familie in Island nach. Dabei erzählt er abwechselnd aus der Perspektive des erwachsenen Nachforschers und des Kindes, das er einst war. Hauptperson ist die Urgroßmutter, die in sagenhafter Liebe und eigenwilliger Treue zu ihrem viel älteren Mann steht, obwohl er all seinen erworbenen Wohlstand mehrmals mit Frauen oder Saufkumpanen durchbringt. Archaisch und lyrisch zugleich.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein begnadeter Erzähler aus Island, dessen Bücher man ausnahmslos empfehlen kann, 24. Mai 2008
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Knistern in den Sternen: Roman (Taschenbuch)
Jón Kalman Stefánsson wurde 1963 in Reykjavik geboren und begann nach einer Zeit, in der er die unterschiedlichsten Jobs annahm, 1986 mit dem Studium der Literatur, ohne es aber abzuschließen. Nichtsdestotrotz unterrichtete er acht Jahre lang Literatur an einer Schule in Akranes. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in Kopenhagen lebt er seit 1995 wieder in Island, wo er mittlerweile als freier Schriftsteller arbeitet.

Sein erster Roman, mit dem er 1997 in Deutschland bekannt wurde, war "Der Sommer hinter dem Hügel" und umfasste die ersten beiden Teile einer Trilogie, die 1999 mit "Das Licht auf den Bergen" abgeschlossen wurde. Sehr humorvoll und warmherzig wird dort die Geschichte eines heranwachsenden Jungen erzählt, der wie viele isländische Jugendliche im Sommer auf dem Land arbeitet. Dort beobachtet er die bäuerliche Gesellschaft und ihre teilweise skurrilen Erscheinungen. Trotz eines roten Fadens besteht die Trilogie aus einer Vielzahl einzelner Geschichten.

Ähnlich ist es in dem vorliegenden Buch "Das Knistern der Sterne", das 2005 veröffentlicht wurde. Hier berichtet der Ich-Erzähler, der wohl mit dem Autor in den meisten Zügen identisch ist, von seiner Familie. Er tut dies über einen Zeitraum von 150 Jahren oder sechs Leben, wie er es nennt.

Er schreibt 2002 als junger Mann, der sich daran erinnert, wie nach dem Tod seiner Mutter als er sieben Jahre alt war, nach einiger Zeit plötzlich eine neue Frau aus dem Schlafzimmer des geliebten Vaters kommt und fortan seine Stiefmutter ist. Und die ganze Trauer um die verstorbene Mutter bricht aus ihm heraus. Trost und Ermutigung findet der Ich-Erzähler bei der Geschichte seiner Ahnen.
In diesem Buch folgt er insbesondere der Lebensgeschichte seines Urgroßvaters und dessen 30 Jahre jüngerer Frau, die er mit großer Liebe und auf eine sehr einfühlsame und heitere Weise erzählt. Stefansson besitzt eine lyrisch-bildhafte Sprache, die die Lektüre seiner Bücher zu einem wahren Genuß macht. Die Art und Weise, wie er existentielle Themen anspricht, auslotet und beschreibt, zeugt von großer Erzählkunst.

Stefansson setzt in seinem neuesten Buch übrigens den Bericht über seine Familie fort. In "Verschiedenes über Riesenkiefern und die Zeit", erschienen im August 2006, beschreibt er einen Sommer, den er als zehnjähriger Junge bei seinem Großvater in Norwegen erlebt. Auch dieser neue Roman, der sich wie eine Fortsetzung liest zum hier besprochenen Buch, reiht er Geschichte um Geschichte aneinander, voller Reflexionen über die Erinnerung und die Vergänglichkeit der Zeit; heitere Episoden, scheinbar von leichter Hand erzählt, doch wie auch im vorliegenden Buch immer von tiefem Ernst und Respekt vor dem Leben geprägt.

Ein begnadeter Erzähler, auf dessen nächstes Buch man schon gespannt sein darf.
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5.0 von 5 Sternen Das Knistern in den Sternen, 21. Oktober 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Knistern in den Sternen: Roman (Taschenbuch)
Das Buch habe ich sehr gerne gelesen.
Es erzählt von dem Leben auf Island in besonders anschaulicher Weise.
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Das Knistern in den Sternen: Roman
Das Knistern in den Sternen: Roman von Jón K Stefánsson (Taschenbuch - November 2008)
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