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am 7. Oktober 2015
Der Text und viele weiterführende Materialien in einem Band - hier findet man alles, was man für die Lektüre braucht.
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am 8. November 2013
Wer diese Erzählung noch nicht gelesen hat, der sollte es dringlich tun! Jeder Mensch, der gute Literatur zu schätzen weiß, wird dieses Buch lieben. Einfach nur lesenswert mit vielen tiefer liegenden Wahrheiten.
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am 14. Dezember 2013
Eine für die Oberstufe sehr gut zu verwendende Ausgabe. Die vielen Zusatzinformationen erleichtern Schülern aus meiner Sicht auf jeden Fall den Zugang zum Werk.
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am 7. September 2014
Für Kafkafans sicher ein Muss, viele Zusatzinfos enthalten, schönes Design und für den Preis kann man sich das auch schon mal gönnen! :)
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am 29. März 2015
Einer der eklatantesten Misserfolge mit dem aufklärerischen Versuch, die Einrichtungen des bürgerlichen Liberalismus zu rechtfertigen, ist der Fall der Strafe. Aufklärungsphilosophie kann beweisen, dass unter denen, die ihre seltsame Art von bürgerlicher Vernunft akzeptieren, eine gewisse Art von Frieden möglich ist. Aber die grausame Behandlung von Andersdenkern, die entweder unfähig oder unwillig sind, diese Art von Vernunft zu akzeptieren—dafür hat die Aufklärung keine Rechtfertigung. Werther bringt in einer Unterhaltung mit seinem sehr bürgerlichen Gegenbuhler Albert diese noch unbezahlte Schuld der Aufklärung auf. Was sagt man über den Dieb, fragt Werther, der stiehlt, um seine verhungernden Kinder zu retten? Wer würde gegen ihn den ersten Stein aufwerfen? (S. 54, cf. Johannes 8,7)

Ein Mensch, der durch Leidenschaft hingerissen wird, erklärt Albert, verliert alle Besinnungskraft, als ob er betrunken oder wahnsinnig wäre (S. 54). Vernünftige Leute wie Albert bezeichnen den Andersdenker, der ihre Art von Vernunft ablehnt, als einen verachtenswerten Außenseiter, der wegen seiner sogenannten Unvernunft keines Mitgefühls würdig ist. Die kaltblütige Grausamkeit des bürgerlichen Regimes wird durch genau solche Entmenschlichung seiner Opfer rationalisiert.

Das grundlegende Prinzip der Aufklärung, wie Kant es bald artikulieren wird, ist, dass jeder einzelne Mensch aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit ausgehen muss, und lernen muss, seinen Verstand ohne Leitung eines anderen zu benutzen. Während die Bürger des achtzehnten Jahrhunderts ja stolz waren, dass die philosophischen Vertreter ihres Zeitalters die Aberglauben von früheren Zeitaltern überwunden hatten und aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit ausgegeangen waren, beabsichtigte der einzelne Bürger doch auf keinen Fall, diese Ausgang für sich selbst zu leisten.

Werther wird frustriert, weil er „aus ganzem Herze“ redet, während Albert nur mit „unbedeutenden Gemeinsprüchen“ antwortet (S. 55). Albert kann nicht gezwungen werden, darüber nachzudenken, wer den ersten Stein gegen den armen Dieb aufwerfen soll, weil öffentliche Einrichtungen, die kein Mitleid fühlen, ganz bereit sind, den Stein zu seinem Gunsten aufzuwerfen. Albert wird nicht gezwungen, zu denken. Deshalb will er nicht denken. Dazu hat er zu seiner Verfügung viele schlechten und rechten Redewendungen, die solche unangenehme Fragen kaltstellen können, ohne auch nur das kleinste Fünkchen des aufrichtigen Gedankens zu fordern. Der Bürger bleibt in einem seltsamen Zustand der selbstverschuldeten Unmündigkeit, in dem Redewendungen, die unter Leitung eines anderen vorformuliert worden waren, ohne Leitung eines anderen ja aneinandergereiht werden können, obwohl man selber einzelne Wörter auf keinen Fall freiwillig zusammensetzten darf.

Zwischen dem frustrierten Versuch Werthers, Albert in ein aufrichtiges Gespräch über bürgerliche Moral zu ziehen, und den frustrierten Versuchen von Sokrates, seine Gesprächspartner in ernste philosophische Debatten verwickeln, könnte man vielleicht einen Vergleich ziehen. Albert will auf keinen Fall für sich selbst denken, und all Werthers Versuche sind deshalb nutzlos.

Die hauptsächlichen Gründe, warum die Mehrheit der Menschen unmündig bleiben, sind nach Kant Faulheit und Feigheit. Bürger wie Albert nennen sich “vernünftige Leute,” (S. 54) aber die Vernunft, die sie benutzen, ist nicht Kants Vernunft, die ohne Leitung eines anderen verwendet werden, sondern eine betrügerische Art von Vernunft, die nur aus einer Reihe von „unbedeutenden Gemeinsprüchen“ besteht—Gemeinsprüche, die genau die Faulheit und Feigheit, die Kant verabscheute, zu legitimieren und rationalisieren versuchen.

Werther zieht einen Vergleich zwischen der kaltherzigen Vernunft der Bürger wie Albert und dem kaltherzigen Legalismus der Pharisäer (S. 55, cf. Matthäus 23,1-39, Markus 12,35-40, Lukas 11,37-54). Die Faulheit und Feigheit des Bürgers, genau wie die Faulheit und Feigheit des Pharisäers, besteht darin, dass er von sich selbst nicht beherrscht wird, sondern durch gesichtslose, kaltblütige, formelhafte Gesetze. Werther erklärt den Fehler des Bürgers mit einem Gleichnis. Ein Pferd ist ungeduldig, etwas zu tun und lässt sich deshalb satteln. Später, als sein Besitzer es bis zum Tode fährt, bedauert es seine Ungeduld (S. 64). In der Parabel, wie ich sie auslege, stellt das unselige Pferd das Gewissen des Bürgers dar, während der grausame Besitzer hier die Sachen, die der Bürger wertschätzt, wie Geld, Ehre und Gesetz, darstellt. Im Austausch gegen ein angenehmes Gehalt opfert ein Amtmann wie Albert seine Autorität, für sich selbst zu denken. Von nun an muss er Argumente akzeptieren, nicht weil sie logisch sind, sondern weil sie von seinen Dienstvorgesetzten vorgebracht werden. Der Bürger kann deshalb nicht länger ein Philosoph sein. Es ist nutzlos, zu versuchen, einen Sinneswandel in ihm herbeizuführen, weil ihm sein Sinn nicht länger gehört—und, wie Werther erklärt, „wenn wir uns selbst fehlen, fehlt uns doch alles“ (S. 63).

Werther erläutert den Fehler des Bürgers nicht nur parabelförmig, sondern auch ausdrücklich. „Ein Mensch, der um anderer willen, ohne dass es seine eigene Leidenschaft, sein eigenes Bedürfnis ist, sich um Geld oder Ehre oder sonst etwas abarbeitet, ist immer ein Tor“ (S. 46). Der Bürger ist so eifrig, das Geld und die Ehre zu haben, die ihn ermöglichen, seine Untergebenen zu herrschen, dass er sich selbst im Austausch gegen dieses Herrschen zu einem unterwürfigen Untergebenen macht. Werther liebt andererseits seine Freiheit und Selbstständigkeit. Auf keinen Fall will er sich der Wille eines Vorgesetzten beugen, den er als einen besseren, tugendhafteren Menschen nicht anerkennt.

In einem Aufsatz aus dem Jahre 1992 beschreibt J. M. Coetzee ein Verfahren, mit dem man scharfe Kritik der zeitgenossischen Gesellschaft ausdrücken kann, ohne den Leser zu beleidigen, der gerade dieser Gesellschaft gehört. Das Beispiel, das Coetzee benutzt, um diese Methode zu veranschaulichen, ist das Lob der Torheit von Erasmus von Rotterdam, in dem Erasmus seine Kritik der Gesellschaft und Kirche in den Mund eines Hofnarren hineinstellt. Laut Coetzee benutzt Erasmus diese Methode, um seine umstrittenen Ideen in einer so wenig wie möglich umstrittener Weise auszudrücken. Erasmus bietet uns eine Methode, erklärt Coetzee, mit der ein Schriftsteller eine Behauptung aufstellen kann, die im politischen Sinn falsch sein muss, weil sie mit den gegenwärtig herrschenden Ideen unvereinbar ist, obwohl sie gleichseitig in wichtigen anderen Sinnen absolut wahr ist.

Wir, die uns selber erwachsene Bürger nennen, jagen Geld und das sinnliche Vergnügen, das es kauft, mit genauso viel Eifer und Ungeduld, mit denen ein Kind Biskuit und Kuchen greift. Deshalb werden wir sogenannten Erwachsenen genauso leicht von denen geherrscht, die das Geld austeilen, wie ein Kind durch Biskuit und Kuchen regiert werden kann (S. 13). Wir wissen diese Tatsache über uns, aber wir werden daran nicht so gern erinnert. Goethe will seinen bürgerlichen Lesern mitteilen, dass wir unterwürfige Feige sind, ohne uns zu ermuntern, das Buch zornig wegzuwerfen—und die Gelegenheit zu verpassen, den Rest der einschneidenden Kritik des bürgerlichen Lebens zu hören. Deshalb setzt Goethe seine Kritik in den Mund einer Figur, die wir zunächst ignorieren können, weil er zu Überempfindlichkeit und Übertreibung geneigt ist.

Indem Goethe seine Kritik in den Mund des emotional anfälligen Werthers setzt, schafft Goethe eine „Retardkapsel des Denkens“. Weil Werther solch ein Schwärmer ist, können wir seine Kritik ablehnen, wenn wir sie erstmals hören. Aber gleichseitig ist die Kritik so prachtvoll ausgedrückt, dass wir sie nicht leicht vergessen können. Wir erinnern uns an die Kritik, wenn wir selbst am bürgerlichen Leben verzweifeln, und deshalb in der Laune sind, die Kritik wieder zu hören.
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am 6. Mai 2015
😰 ausversehen auf 1 Stern geklickt 😵
Hätte gerne 4 gegeben wegen der schnellen Lieferung. Musste den Artikel jedoch zurücksenden, da ich mir durch die Beschreibung etwas anderes erhofft habe 😕
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